Rundfahrt mit dem Motorroller zu den Affen und weiter über den Süden von Sansibar

Heute geht es nicht zum Tauchen sondern wir haben eine Rundfahrt mit dem Roller geplant.
Ich stehe früh auf um den Sonnenaufgang zu fotografieren aber leider ist das Wetter schlecht. So ab 9 wird das aber wieder besser. Sonst wäre unser Ausflug mit dem Motorroller in Gefahr.


Den Rollerhabe ich bei Scooter Paje vorbestellt. Er wurde dann pünktlich zum Hotel gebracht. Der Roller kostet 30 $ am Tag und 10 Dollar für die örtliche Fahrerlaubnis die uns bei evtl. Polizeikontrollen weiter helfen soll. Damit erspart man sich möglichen Ärger weil wohl die Polizisten immer etwas suchen um sich etwas dazu zu verdienen. Wir hatten keine Problem. Es gab auf unserm ganzen Rundweg nur einmal einen Polizisten und der interessierte sich nicht für uns.

Um ca. 10 Uhr ging es dann los mit dem Roller zum Jozani Forest um die dort lebende Affen zu besuchen.
Wir haben dafür von unserem Hotel ca. 50 Minuten gebraucht. Das funktioniert alles problemlos.
Man fährt da einfach in den Nationalpark Eingang rein bis zur Rezeption und parkt da den Roller.

Im Bild unten das „Eingangs-Schild“ an der Hauptstrasse zum Jozani Forest.

Man fährt die unbefestigte Strasse durch das Tor und kommt nach einer Minute zur Rezeption.


Im Nationalpark Jozani gibt es zwei verschiedene Affenarten sowie allerhand andere Tiere zu sehen

Der Sansibar Stummelaffe (Piliocolobus kirkii) ist eine endemische Art die nur auf Sansibar, hauptsächlich der Insel Unguja lebt. Es gibt auch ein paar auf der Nachbarinsel Pemba. Insgesamt gibt es kaum mehr als 1000 Exemplare und deshalb ist die Art vom Aussterben bedroht.

Die zweite Affenarten in Sansibar, im Jozani Forest, ist die Weisskehlmeerkatze (Cercopithecus albogularis). Diese kommt deutlich häufiger vor, vor allem auch in anderen Regionen von Afrika.

Der Nationalpark kostet 10 $ Eintritt pro Person und dafür bekommt man auch einen Führer der einem alles mögliche erklärt.


Wir hatten Glück und waren in einer kleinen vierer Gruppe unterwegs. Sonst sind die Gruppen auch schon mal grösser.
Man geht nicht weit und schon habe wir eine Gruppe Affen gesehen. Die beiden Arten leben zusammen auf dem gleichen Gebiet. Wir beobachten die eine Zeit lang beim Fressen. Es sind auch ein paar Junge dabei die natürlich besonders lustig anzusehen sind. Man kommt sehr nahe an die ran bzw. nähern die sich einem bis auf einen Meter wenn man sich ruhig verhält.


Wir gehen ein bisschen weiter und sehen die Affen dann noch etwas im Wald. Die sind dann meist schon mit dem Fressen fertig und bei der Fellpflege oder die Jungen beim spielen. Auch dort bleiben wir längere Zeit zum Fotografieren und Filmen.


Dann geht es weiter durch einen Wald aus Mahagoni Bäumen. Das ist auch ganz interessant.

Wir sehen dort ein paar recht kleine Frösche. Die sind vielleicht nur 1 Zentimeter gross. Dabei handelt es sich wohl um den Phrynobatrachus ungujae für den ich keine deutsche Bezeichnung gefunden habe.


Es gibt noch ein paar Vögel und weiter Tiere im Park wie eine Antilopenart und die Zibetkatze. Letztere sind aber nur sehr schwer zu sehen.
Im Anschluss geht es noch zum Mangrovenwald weiter im Süden. Wir fahren mit dem Auto unserer beiden Mitstreiter. Sonst kann man auch mit dem Roller dorthin fahren. Es geht dann noch eine kleine Runde durch den Mangrovenwald.

Der Weg ist auf Stelzen angelegt und kann dadurch gut zu den Mangroven rein schauen. Wir sehen ausser ein paar Fischen aber leider keine Tiere.


Am Ende gibt es noch ein Haus wo ein paar Einheimische ein paar Volkstänze vorführen und einem Weber der uns sein Handwerk erklärt und seine Produkte verkauft.


Im Anschluss geht es zurück zur Rezeption des Nationalpark und dort endet die Tour. Das dauert alles so ca. 1,5-2 Stunden.
Auf dem Foto unten der Parkplatz des Jozani Forest und links das weisse Häuschen ist die Rezeption.


Anschliessend fahren wir mit unserem Roller nach Osten nach Paje. Der Ort ist vergleichsweise recht touristisch zu unserem einsamen Hotel im Süden. Kurz vor Paje fahren wir an einer Tankstelle vorbei wo es einen Geldautomaten gibt. Der funktioniert aber nicht.
Wir schauen uns in Paje ein bisschen um und wollen zum Strand. Es gibt da auf dem Weg dorthin allerhand Hütten die alles mögliche verkaufen, vor allem Bilder und sonstige Souvenirs. Es gibt in Paje auch einen Supermarkt.

Wir parken unseren Roller bei einem anderen Scooter Vermieter. Da können wir auch die Helme lassen und der passt auf den Roller auf. Ich frage nach dem Preis. Es sagt nur 5 auf Englisch. Ich meine natürlich 5000 Schilling, er meinte 5 Dollar. Da ist natürlich viel zu viel und wir einigen uns auf 6000 Schilling was eh schon sehr reichlich ist für vielleicht eineinhalb Stunden Roller parken. Man kann sich auch sonst irgendwo einen Parkplatz suchen. Nahe beim Strand ist das aber nicht so einfach aber dann geht man halt 5-10 Minuten.


Wir schauen uns ein bisschen am Strand um. Es ist dort einiges los. Einige Badetouristen und viele Kitesurfer. Es geht aber nicht all zu viel Wind.

Wir essen dann in einem Restaurant direkt am Strand. Es gibt dort Pizza oder Thailändisch. Wir bestellen Gemüsenudeln und ein rotes Thai- Hühnercurry welches sehr gut und reichlich ist. Die Preise der Gerichte liegen bei 20.000 Schilling pro Gericht. Das ist auch nicht ganz billig. Sind 8 Euro. In Thailand kostet das höchstens die Hälfte. Die Getränke, ein Bier (5000 Schilling = 2 Euro) und eine Cola für den Fahrer kosten 2500 Schilling (=1 Euro). Das ist auf jeden Fall günstiger wie im Hotel.


Wir laufen dann noch etwas den Strand entlang und machen ein paar Fotos bei den Verkaufshäuschen.


Dann fahren wir weiter in den Norden, vorbei an Pingwe bis nach Michamivi Kae. Dort soll ein schöner Strand sein. Es geht zuerst auf einer Teerstrasse und dann die letzten 200-300 Meter auf einer unbefestigten Sandpiste die man aber auch ganz gut befahren kann.
Dort ist praktisch nichts los. Nach Süden hin gibt es eine Befestigungsmauer wo wohl ein Hotel geplant war aber das wurde wohl nicht fertig gestellt. Danach kommt ein kleiner Strand und dann die Mangroven.

Nach Norden hin liegt ein grösserer Strand mit ein paar Resorts. Da ist aber ausserhalb auch nichts los.


Man hat den Vorteil, dass es auf der Westseite der Halbinsel windgeschützt ist, dafür ist es am Nachmittag deutlich wärmer wie auf der Ostseite.


Wir schauen uns ein bisschen um und fahren dann wieder. Es geht die Strecke zurück bis Pingwe. Da nehmen wir kurz vorher noch einen Abzweiger nach Norden. Es geht eine ganze Zeit auf einer unbefestigten Strasse dahin bis zu verschiedene Abzweigen. Wir probieren mehrere aus, die enden aber alle bei irgendwelchen Hotels und wir führen nicht zum Strand. Wir haben jetzt aber auch nicht alle Abzweiger ausprobiert.

Auf dem Rückweg probieren wir noch einen recht schlechten Weg der aber kaum 50 Meter lang ist. Von dort gehe ich noch zu Fuss ein paar Minuten zum Strand. Der ist aber nicht besonders interessant.


Dann geht es wieder zurück zur Teerstrasse und nach Paje. Vorher kommen wir noch eher zufällig bei einem Abzweiger zum Meer hin vorbei der uns zum bekannten Restaurant “The Rock” führt.
Im Bild unten ist der Abzweiger zu sehen, vom Süden, Paje, kommend geht es da rechts rein, hinter der Mauer. Vom Norden kommend sieht man das Holzschild kaum.

Es geht da auch wieder ein paar Minuten auf einer ungefestigten Strasse in Richtung Strand. Dort finden wir einen Platz um den Roller abzustellen und gehen die letzten Meter zu fuss.
Auf dem Bild unten geht man entweder bei dem Bus rechts über die unbebaute Fläche zum Strand oder gerade aus auf der unbefestigten Strasse weiter und nach den Häusern rechts auf eine Parkplatz für Autos. Da steht man dann auch kurz vor dem Stand.

Es ist schon später Nachmittag und es ist Ebbe. Da kann man problemlos zu Fuss zu dem bekannten Restaurant gehen.


Wir schauen uns wieder in bisschen um machen Fotos und dann geht es weiter nach Süden.


Wir halten noch an einem Strand weiter südlich von Paje. Da geht es auf einem unbefestigten Fussweg hin aber auch das schaffen wir problemlos mit unserem Scooter. Die letzten Meter geht es dann noch eine Treppe hinunter.
Der Strand ist wohl dort bei Flut nicht all zu gross bzw. bei hoher Flut dürfte gar kein Strand da sein.

Auf dem Foto oben Blick nach Norden auf den südlichen Bereich von Paje mit den Kitesurfern.

Wir fahren zu unserem Hotel und halten aber vorher noch bei Jambiani an. Das ist ein kleines Dorf wohin man auch nur über unbefestigte Strassen kommt. Der Ort selber liegt etwas verstreut und da ist scheinbar auch nicht sonderlich viel los.

Es gibt natürlich am Strand einige Hotels. Dort sind auch wieder viele Kitesurfer.
Am Abend hat man auch einige Einheimische am Strand. Da gibt es auch so allerhand zu sehen.

Es wird schön langsam spät und wir müssen zum Hotel. Wir haben ja mit unsere Roller Verleiher ausgemacht, dass wir den Scooter um 18 Uhr zurück geben. Wir kommen ein paar Minuten zu spät und der Verleiher wartet schon.
Wir geben den Roller wieder ab und es gibt keine Probleme. Das ganze hat wunderbar funktioniert.
Wir waren insgesamt doch gute 8 Stunden unterwegs.

Zweiter Tag im Süden von Sansibar und zwei weitere Tauchgänge

Heute wird wieder getaucht. Diesmal bin ich sogar mit 4 Tauchguides als einziger Gast unterwegs. Es ist ja im September ziemlich Nachsaison auf Sansibar. Für mich ist das natürlich optimal. Der reine Luxus.
Wir fahren mit dem Boot weiter in den Norden ausserhalb des Riffs. Es sind dort recht hohe Wellen und es wackelt ganz ordentlich. Wer Probleme mit Seekrankheit hat sollte auf jeden Fall entsprechende Tabletten nehmen. Sonst kann einem der Tauchtag ziemlich versauert werden.
Beim ersten Tauchgang geht es vom Boot gleich auf eine Tiefe von 20 bis 24 Metern. Als wir unten ankommen sehen wir in einer kleinen Höhle gleich einen Hai. Der nimmt aber schnell Reißaus und wir sehen denn nur ein paar Sekunden.

Hier ein Video.

Der Tauchgang ist recht interessant. Durch die Tiefe ist er aber nicht sehr lange um keine Problem mit Dekompressionsstops zu bekommen.


Für den zweiten Tauchgang fahren wir noch etwas weiter vor die Südküste an die Aussenkante des Riffs. Dort ist es noch welliger und man braucht einen starken Magen oder Seekrankheitstabletten.
Wir gehen wieder ins Wasser, diesmal ist es nicht so tief.
Wir treiben an einem flachen Abhang vorbei, mit der nicht zu starken Strömung. Dort gibt es auch allerhand zu sehen.
Durch die geringere Tiefe sind wir wieder eine ganze Zeit unter Wasser.
Nachdem wir wieder alle auf dem Boot sind geht es wieder zurück nach Kizimkazi.
Wir sind dann 15:30 wieder im Hotel.
Blick vom Strand vor dem La Madrugada Beach Hotel auf das Gebiet zum vorgelagerten Riff.


Den weiteren Nachmittag verbringen wir am Strand. Da ja wieder Ebbe ist gehe ich noch ein Stück zum Riff hinaus.

Bei voller Ebbe ist da das Wasser meist nur zwischen Köchel- und Knietief. Am Anfang, nahe dem Strand, so vielleicht 30 Meter muss man etwas aufpassen. Es ist viel Seegras im Wasser und dort sind auch an den Felsen ein paar Korallen und Seeigel. Aber nicht all zu viele.


Danach ist es kein Problem mehr und es geht durch den Sand weiter raus.

Man sieht ein paar Fische und ich habe auch ein paar Moränen gesehen.

Das La Madrugada Beach Hotel vom Strand aus gesehen.

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Oder züruck zu erster Tag und erster Tauchgang im Süden von Sansibar.

Erster Tag im Süden von Sansibar und erster Tauchgang

Gleich am ersten Urlaubstag heisst es früh aufstehen, so kurz vor 7 Uhr. Es geht zum Frühstück. Das ist ganz gut mit Brot, Omelet, Honig, Marmelade und frischen Früchten.

Um 8 Uhr treffe ich mich mit den Leuten der Tauchschule „Dive Time Zanzibar“, die direkt im La Madrugada Beach Hotel untergebracht ist.
Wir erledigen die Papiere, es geht dann 8:30 los in den Westen nach Kizimkazi. Dafür brauchen wir so ca. 30 Minuten. Ich bin alleine mit den zwei Guides.
Vom Strand von Kizimkazi fahren mit dem Boot der Tauchschule und mit den beiden Tauchlehrern los.

Es geht nicht weit in den Norden der Bucht, wo wir die ersten zwei Tauchgänge absolvieren. Es ist ein bisschen trüb aber es geht. Sonst sind die Tauchreviere ganz interessant. Es gibt einiges an kleinen Lebewesen.


Wir sind dann am Nachmittag wieder im Hotel, ca. 14 Uhr.
Danach Essen wir etwas im Restaurant. Wir probieren das zweite einheimische Bier. Diesmal das Serengeti Bier.

Den Nachmittag verbringen wir mit relaxen am Pool und schauen uns später noch etwas in der näheren Umgebung um.

In den Bäumen am Pool sieht man recht hübsche Vögel. Das könnte ein Rotbrust-Glanzköpfchen sein.

Am Strand sind immer allerhand Einheimische unterwegs und sammeln bei Ebbe Algen.

Die Algen werden in Säcke gepackt und dann mit dem Fahrrad weiter transportiert.

Am Abend essen wir wieder in unserem Hotel. Es gibt recht gute Salate und auch die Hauptspeisen sind zu empfehlen.

Wir probieren das dritte Bier aus Tansania. Das Safari Lager.

Weiter geht es im Reisebericht, Zweiter Tag im Süden von Sansibar und zwei weitere Tauchgänge.
Oder züruck zu Anreise Madrid, Doha, Sansibar

Anreise Madrid, Doha, Sansibar

Wir starten etwas verspätet von Madrid. Das Boarding war zwar schon eine Stunde vorher angesetzt aber es wurde erst so 20 Minuten vorher wirklich begonnen. Wir hatten uns einen Platz am Notausgang geben lassen. Da hat man natürlich Beinfreiheit ohne Ende und kann aufstehen wann man will, wobei das bei einem Nachtflug nicht so wichtig war. Es gibt aber auch Nachteile. Gleich daneben liegt eine der Boardküchen wo die Stewardessen zu Gange sind. Es herrscht dort immer ein gewisser Geräuschpegel und es ist nie ganz ruhig.

Wir sind mit einem Airbus A350 geflogen welcher vom Geräuschpegel relativ ruhig ist auch wenn man in der Nähe der Triebwerke, bzw. kurz dahinter, sitzt.
Die Sitze sind ein paar Zentimeter schmaler weil ja in der Armlehne der Tisch und der Video Monitor untergebracht ist. Man kann die Armlehnen natürlich auch nicht hochklappen.


Es gab ein recht gutes Abendessen, man konnte aus einer Karte aus drei verschiedene Speisen wählen, Getränke dazu natürlich was man wollte. Das Essen war recht gut.


So eine gute Stunde vor der Landung gab es dann noch einen Kleinigkeit. Die haben wir aber verpasst weil wir geschlafen haben.
Der Aufenthalt in Doha war auch nach Plan. Boarding war pünktlich und wir sind mit dem Bus zum Flugzeug gebracht worden. Diesmal ein etwas kleineres Flugzeug, ein Airbus A320 der uns von Doha nach Sansibar bringen sollte.


Der Platz ist dort etwas eingeschränkter. Unglücklicherweise hatte ich auch noch einen doch etwas wohl beleibten Sitznachbar der in den Sitzt nur sehr knapp hinein gepasst hat, bzw. der Sitz eher zu klein war. Das ist natürlich dann für den daneben sitzenden kein wirkliches Vergnügen, vor allem auf einem Flug von mehr als 6 Stunden.


Wir hatten allerdings Glück im Unglück und es waren weiter hinten noch ein paar Plätze frei sodass wir schlussendlich eine Dreiersitzbank für uns alleine hatten.
Es gab dann auch wieder ein warmes Essen, wieder drei verschieden Gerichte die man wählen konnte und entsprechende Getränke dazu. So eine Stunde vor der Landung noch einen kleinen Snack.


Es wurde bei beiden Flügen von den Stewardessen aber auch so zwischen durch Getränke angeboten und man kann die sich sonst auch holen.
Alles in allem fand ich den Service von Qatar ziemlich gut. Als wir zwei Jahre vorher auch mit Qatar nach Bali und Südafrika/Namibia geflogen sind hatte ich das als nicht so gut in Erinnerung.

Der Landeanflug nach Sansibar geht über Pemba, die Nachbarinsel im Norden. Auf dem Foto unten der Südteil der Insel.

Wir überfliegen die Nordspitze von Sansibar. Auf dem Bild die Strände etwas südöstlich des Leuchtturmes von Nungwi.

Kurz vor dem Flughafen fliegen wir über die Hauptstadt. Am Meer die Altstadt Stone Town.

Unten noch ein Bild aus der Vogelperspektive der Insel Changu, oft auch als die Gefängnisinsel bezeichnet, die vor Stone Town liegt.


Wir landen recht pünktlich in Sansibar. Es dauert aber noch etwas bis wir zur Parkposition fahren können. Der Flughafen ist nicht besonders gross und wenn mehrere Flieger landen muss man warten weil die Landebahn teilweise als Taxiway benutzt wird.


Wie gesagt ist der Flughafen klein und man geht vom Flugzeug zu Fuss ins Flughafengebäude. Auch das ist recht klein.

Es gibt dort einige Stehpulte wo man die Einreisepapiere ausfüllen kann. Wir haben die schon auf dem Flug bekommen und im Flugzeug ausgefüllt. Das spart etwas Zeit.
Dann heisst es bei der Immigration anstehen. Es gibt mehrere Schalter. Es ist alles ein bisschen chaotisch weil außer uns noch ein Flugzeug von Air Etiopia angekommen ist und doch so einige Leute dort stehen.
Es sind aber mehrere Beamte dort, die einen auf die verschiedenen Schalter einweisen und das funktioniert in dem kleinen Chaos doch sehr gut. Die Beamten bemühen sich sehr dass alles soweit reibungslos abläuft. Es dauert nicht lange und wir sind durch die Immigration. Wir brauchen kaum 15 Minuten dafür.
Man bezahlt dort am Schalter direkt die 50 Dollar Visagebühr, es wird eine Foto gemacht und die Fingerabdrücke genommen und dann geht es schon durch. Damit ist schon alles erledigt.
Es gibt ganz links im Gebäude ein paar Schalter wo man die Visagebühr auch mit Kreditkarte bezahlen kann.
Nach der Immigration geht es die Koffer abholen. Auch das ist etwas chaotisch. Die Koffer werden auf Wägelchen gebracht, dann abgeladen und auf einen freien Platz gestellt. Dort kann man die dann abholen bzw. einem Angestellten sagen welches sein Koffer ist und der checkt dann das Ticket und dann bekommt man den Koffer. Das geht, zumindest bei uns, auch recht flott.


Im Raum wo die Koffer abgeholt werden, es gibt ja eigentlich eh nur einen grossen Raum, sind auch die Geldwechsler. Am ersten Geldwechselstand ist einiges los. Es gibt aber auch noch einen weiteren ein paar Meter nach rechts. Den übersieht man gerne. Wir gehen dort hin, weil da keiner ansteht und der Kurs ist auch recht gut. Wir bekommen 2500 Schilling pro Euro. Am anderen Stand stand 2350 Schilling.
Es werden dann noch die Koffer durchleuchtet und dann sind wir fertig.
Dann geht es raus aus dem Flughafen und wir suchen unsere Abholung. Es sind natürlich auch gleich ein paar Kofferträger da, die etwas Geld verdienen wollen. Unser Taxi ist auch nach wenigen Minuten gefunden. Es stehen so allerhand Leute da, ausserhalb des Flughafens um Gäste abzuholen. Da muss man etwas suchen.
Wir fahren dann vom Flughafen über Paje zum Hotel, dem La Madrugaga Beach Hotel. Halten noch kurz um etwas zum Trinken zu kaufen. Wir brauchen für die Strecke so eine gute Stunde. Wir werden an der Rezeption mit einem Glas Saft begrüsst und eingewiesen.
Wir sind dann so 16:30 im Hotel und ruhen uns aus. Wir haben doch nicht all zu viel geschlafen. Vorher schauen wir uns noch kurz im Hotel um, den Poolbereich, den Strand, das Restaurant.
Als wir aufstehen ist es schon dunkel. Es ist ja in Sansibar um ca. 18:20 Sonnenuntergang.
Wir essen im Restaurant.
Wir trinken das erste einheimische, kühle Bier.

Das Essen ist recht gut.

Weiter geht es im Reisebericht, erster Tag und erster Tauchgang im Süden von Sansibar.

Öffentlicher Verkehr in Madagaskar

Öffentlichen Verkehr, wie wird das in Europa kennen mit Bahn, Busse usw., gibt es in Madagaskar in dem Sinn nicht.

Bahnverkehr

Bahnverkehr, der Personen befördert, ist kaum vorhanden. Es gibt nur eine Strecke im Norden und eine Strecke im Süden von Madagaskar die Personen befördert. Beide Strecken eigenen sich nicht wirklich wenn man als Urlauber schnell voran kommen will. Die südliche Strecke von Fianarantsoa nach Manakara, an der Ostküste von Madagaskar ist ein wenig touristisch erschlossen.
Im Bild unten der Bahnhof von Fianarantsoa.

Dabei ist der Weg das Ziel. Die Zugstrecke, der so genannte Dschungel Express, führt auf gut 160 Kilometern über Brücken und Tunnels in den Osten. Für diese Strecke braucht es so zwischen 8-12 Stunden. Leider fallen die Fahrten öfter aus weil irgendetwas am Zug oder der Lock kaputt ist.
Die Bahnstrecke im Norden wir eher nur von den Einheimischen genutzt.

Busverkehr

Ganz so schlimm sind die Busse im öffentlichen Verkehr von Madagaskar dann doch nicht.

Taxi Brousse

Öffentlichen Busverkehr gibt es in unserem Sinne nicht. Mit was die meisten Einheimischen von Madagaskar sich von einem Ort zum anderen bewegen, aber auch weitere Strecken zurücklegen, sind die so genannten Taxi Bus, Taxi Brousse genannt. Die ersetzen den Überlandverkehr.
Diese haben festgelegte Strecken aber es gibt keine festen Abfahrtszeiten. Der Taxi Bus fährt, wenn er, zumindest grösstenteils, voll ist.
Wenn nicht alle rein passen steht auch schon mal jemand auf der Leiter hinten.

Meistens sind das Kleinbusse, viele aus Europa importierte Mercedes Sprinter, die bei uns 9 Sitzplätze haben. Einige haben noch die original Werbeaufschriften der früheren Besitzer.

In Madagaskar fahren die Taxi Bus kaum mit weniger als 15-20 Personen. Diese Busse sind auch vom Sicherheitsaspekt mit Vorsicht zu geniessen. Nicht weil man evtl. ausgeraubt wird sonder der technische Zustand der hoffnungslos überladen Fahrzeuge lässt oft zu wünschen übrig.

Man sollte es vermeiden nachts mit dem Taxi Brousse oder bei Regen zu fahren. Da ist die Gefahr eines Unfalls noch grösser.

Als Fortbewegungsmittel für den Urlaub sind die nur sehr bedingt geeignet. Es sei denn man hat viel Zeit und keine Berührungsängste. Das ist schon eher was für hartgesottene. Man fährt meist wie in einer Sardinenbüchse dicht an dicht gedrängt ohne Klimaanlage und bedingt Lüftung. Auf dem Dach fährt auch noch so allerhand mit. Auch mal Hühner.


An den Haltestellen wird man von fliegenden Händlern versorgt die an die Fenster kommen.

Ausser den Taxibrousse gibt es in den Städten die so genannten Taxi Be.

Taxi Be

Die Taxi Be sind ähnlich wie die Taxi Brousse Kleinbusse, oft Mercedes Sprinter, die aber innerhalb der grösseren Städte bzw. deren näherer Umgebung verkehren. Sie haben feste Routen und sind durch verschiedenfarbige Streifen gekennzeichnet die sich auf die Fahrstrecke beziehen.
Die Fahrpreise sind natürlich sehr günstig aber auch dort gilt das schon bei den Taxi Brousse gesagte. Die Fahrzeuge sind meistens hoffnungslos überfüllt und auch der Fahrstil ist nicht immer sicher.

Taxi

In den grösseren Strecken, vor allem Antananarivo, gibt es auch einige Taxis. Diese sind meist kleine Fahrzeuge wie der bekannte Citroen 2CV (Ente) oder auch Renault R4.

Taximeter gibt es dort nicht und man muss den Preis vorher verhandeln.
Dafür sollte man Französischkenntnisse haben. Der Tourist zahlt natürlich immer mehr als die Einheimischen.

Neben den normalen Taxis gibt es in manchen Städten auch Motorradtaxis. Die sogenannten TukTuks. Darin werden eine oder zwei Personen befördert und natürlich auch mal anderes Gepäck.

Schiffsverkehr

Auf den verschiedenen Flüssen und auch zu manchen Inseln auf Madagaskar gibt es einen lokalen Schiffsverkehr. Als Urlauber wird man den kaum nutzen. Es sei denn in einem organisierten Ausflug.
Die Schiffe für die Einheimischen sind meist, ähnlich wie die Taxi Busse, reichlich beladen.

 

Besichtigung der Sehenswürdigkeiten von Antanarivo

Heute ist der letzte Tag unserer Madagaskar Rundreise und es steht noch eine Besichtigung der Hauptstadt Antananarivo, auf dem Program.
Wir frühstücken erst mal in unserm Hotel. Das Frühstück im Sakamanga Hôtel ist ganz gut und reichhaltig.

Frühstück im Hotel, Sakamanga Hôtel, Antananarivo

Wir schauen uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt an.
Als erstes geht es nach Norden zur ehemaligen Königstadt und den Grabmählern der Könige von Madagaskar nach Ambohimanga.
Ambohimanga liegt ca. 25 Kilometer im Norden von Antananarivo, für die relativ kurze Strecke brauchen wir aber über eine Stunde Fahrzeit. Wir müssen uns erst mal aus den überfüllten Strassen der Hauptstadt herausarbeiten.
Als wir dort ankommen ist nicht viel los. Es ist nur eine Gruppe von Einheimischen da und sonst ist es recht ruhig.
Der alte Königssitz Ambohimanga liegt auf einem 1468 Meter hohen Hügel und besteht dort seit mindestes dem 15. Jahrhundert.
Das was wir heute dort sehen stammt aber von späteren Zeiten, ab ca. Mitte des 18 Jahrhunderts und dann weiter aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

Im Bild unten ist das Haus des vielleicht wichtigsten Königs, Andrianampoinimerina zu sehen. Dort ist alles aus Holz. Drinnen darf man aus Respekt nicht fotografieren. Es gibt auch ein vorgeschriebenes Ritual wie man in das Haus (Palast) einzutreten hat und es wieder verlässt.
Das Innere ist recht spärlich eingerichtet, mit ein paar Steinen der Feuerstelle, einem Bettgestell für das Königspaar und ein Hochbett des Königs. Ausserdem gibt es ein paar Utensilien des täglichen Gebrauches zu sehen.

Auf den Fotos unten sind die neueren Gebäude der späteren Könige von Ambohimanga zu sehen.

Die sind dann auch schon aus kolonialer Zeit, mit Einfluss der Engländer und Franzosen, aus dem 19 Jahrhundert.

Vom Ambohimanga Hügel hat man natürlich auch einen schönen Ausblick auf die Umgebung. In dem Fall auf den Norden.

Etwas oberhalb der Gebäude sind die Grabstätten der Könige zu sehen.

Noch weiter oben der königliche Pool. Daneben liegt eine Opferstelle.

Wir wandern noch ein bisschen bergauf zu einem Aussichtspunkt der nach Süden, Richtung Antananarivo blickt.
Auf dem Panoramafoto ist in der Mitte die Hauptstadt und am rechten Rand der Flughafen von Antananarivo zu sehen.

Foto eines typisch madagassischen Dorfes am Fuss des Ambohimanga Hügels mit den Häusern aus Lehmziegeln.

Nach dem Besuch von Ambohimanga geht es wieder zurück in die Hauptstadt Antananarivo. Für den Rückweg brauchen wir etwas weniger Zeit. Wir fahren erst mal zu einem Einkaufszentrum um noch ein paar Sachen Einzukaufen. Unter anderem auch den Rum von Madagaskar.
Dann geht es ins Zentrum der Stadt zum Bahnhof wo wir etwas zu Mittag essen.

Besonders interessant am Restaurant, welches im alten Bahnhof liegt, sind die Toiletten. Die sind in einem alten Eisenbahnwagon eingerichtet.

Nach dem Essen geht es weiter mit unseren Besichtigungen der Sehenswürdigkeiten von Antananarivo. Wir fahren hinauf auf den Berg wo wir den Palast des Premierministers und der Königin besuchen.

Als erstes geht es in den Palast des Ersten Ministers Rainilaiarivony, den sogenannten Andafiavaratra Palast. Rainilaiarivony war der erste Minister von Madagaskar ca. Mitte bis Ende des 19 Jahrhunderts.

Im Andafiavaratra Palast sind über 1400 Exponate ausgestellt die bei dem Brand 1995, des Palastes der Königin, gerettet wurden.
Man besucht den Palast mit einem Führer. Die sprechen englisch.

Im Bild unten ein Holzmodell des Rova Palastes bevor dieser abgebrannt ist.

Nach dem Besuch des Palast des Ersten Ministers geht es zu Fuss weiter in Richtung Palast der Königin, Rova, genannt.
Vom Hügel hat man gute Ausblicke auf die unter uns liegende Hauptstadt Antananarivo.

Auf dem Weg zum Königspalast kommen wir an der alten Gerichtshalle vorbei, die im Stil eines griechischen Tempels gebaut wurde.

Eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Antananarivo ist der Palast der Königin, Rova, genannt. Er liegt ganz oben auf dem Hügel wo auch der Palast der Ersten Ministers steht. Die heute zu sehenden Gebäude stammen aus dem 19 Jahrhundert. Der Ort an sich wurde aber schon Anfang des 17 Jh. vom örtlichen König als Sitz gewählt und dann immer weiter ausgebaut.
Der gesamte Bereich wurde leider grösstenteils durch einen Brand 1995 zerstört. Es sind nur die Fassaden der Steingebäude erhalten geblieben. Inzwischen ist, zumindest der Palast der Königin, äusserlich, soweit wieder aufgebaut.

In den Rova Palast selber gehen wir nicht hinein. Das kostet nochmal extra Eintritt und unser Guide, mit dem wir unterwegs sind, zeigt uns eine Stelle, wo man auch von aussen den Palast der Königin gut fotografieren kann. Im Inneren des Palastes gibt es nicht viel zu sehen. Der ist ja nur aussen renoviert worden.
Die kleinen Häuschen links sind wieder die Grabstätten der Könige, ähnlich wie in Ambohimanga.

Im Anschluss daran machen wir noch eine kleine Wanderung, mit unserem Guide, um den Hügel und das Palastgelände herum. Im Bild unten Blick in Richtung Osten.

Die Häuser der Einheimischen reichen praktisch bis an den Palast heran. Der Blick geht wieder nach Osten und man sieht den See, Lac Mandroseza im Hintergrund. Das gehört alles noch zum Stadtgebiet von Antananarivo dazu.

Auf der Ostseite des Hügels, etwas weiter unten, sind die Gebäude einfach, mit interessanten Hinterhöfen. Auch dort hängt wieder überall die Wäsche zum Trocknen.

Wir kommen am öffentlichen Brunnen vorbei. Die Häuser, die keinen direkten Wasseranschluss haben, bekommen das Wasser in den gelben Kanistern geliefert. Das muss aber auch bezahlt werden.

Unser Rundgang um den Königspalast Rova, ist praktisch beendet. Unser Fahrer erwartet uns an einem Parkplatz. Unsere Guides bekommen ein Trinkgeld und ich mache die letzten Fotos.
Im Foto unten ist die Hauptstadt Antananarivo zu sehen, Blick nach Westen. Wir sehen das Stadtzentrum mit dem Fussballstadion und den See Lac Anosy.

Wir haben den letzten Tag noch ausgiebig mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Antananarivo genutzt und fahren zurück zum Hotel.

Im Anschluss haben wir noch Zeit zum Duschen und etwas ausruhen.
Wir werden dann so gegen 22 Uhr vom Hotel abgeholt und fahren zum Flughafen.
Es ist ja schon Nacht und wir haben kaum Verkehr.
Am Flughafen warten natürlich schon wieder allerhand Kofferträger die Geld verdienen wollen.
Die bringen uns zum Eingang und füllen einen Zettel aus den wir danach noch für die Ausreise benötigen. Damit rechtfertigen die natürlich noch ihr Trinkgeld.
Man kann das natürlich auch selber machen.

Unser Flug geht dann mir Air France um ca. 1 Uhr morgens von Antananarivo nach Paris.
Abendessen gibt es keines, es ist ja auch schon spät, aber ein kleiner Snack wäre evtl. schon angebracht gewesen.
Am Morgen vor der Landung in Paris gibt es ein Frühstück. Das ist soweit ganz gut.

Der letzte Tag unseres Urlaubs ist beendet und damit auch damit auch der Reisebericht unserer Rundreise durch Madagaskar.

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Flug, Tulear nach Antananarivo, Besuch der Stadt Antananarivo

Heute geht es zurück in die Hauptstadt von Madagaskar Antananarivo.
Wir stehen sehr früh auf, um kurz nach 5 und machen uns bereit. Leider fällt dann erst mal der Strom aus.
Wir gehen dann mit der Taschenlampe zum Frühstück, was es eigentlich ab 6 Uhr geben sollte aber da ist keiner da.
Wir hatten das zwar mit der Dame an der Rezeption am Vortag besprochen aber die hat das scheinbar nicht weiter gegeben. Wir hätten das wohl auch nochmal im Restaurant sagen sollen. Wenn man sich doppelt versichert funktioniert das dann meist.
Es geht halt dann ohne Frühstück zum Flughafen. Der Transfer geht um 6:45 damit wir um 7:30 am Flughafen sind. Da wir ja kein FrühstÜck haben fahren wir etwas früher los. Es ist nicht viel Verkehr und unser Fahrer fährt recht gemütlich mit seinem alten 190 er Mercedes. So brauchen wir gute 45 Minuten.

Der Flughafen von Tulear ist sehr klein und überschaubar. Es sind kaum Leute am Schalter von Air Madagascar und wir kommen gleich dran. Unser Gepäck wird gewogen. Man darf auf einem Inlandsflug mit Air Madagaskar nur 20 Kilo Gepäck dabei haben. Da haben wir aber kein Problem damit. Wir bleiben gut drunter. Das Problem ist eher das Handgepäck, auch das wird gewogen. Da darf man nur 5 Kilo maximal dabei haben. Das ist natürlich nicht wirklich viel weil ja alleine der Handgepäckkoffer leer schon 2-3 Kilo auf die Wage bringt. Der Koffer hat dann 8,5 Kilo obwohl ich eh schon Sachen raus getan habe. Mein Rucksack wiegt genau 5 Kilo. Zum Glück wird die etwas grössere Handtasche meiner Frau nicht gewogen weil die bestimmt auch über 5 Kilo hat.
Schlussendlich sagen die Leute am Schalter aber nichts. Liegt vielleicht daran dass unsere Koffer um einige Kilo weniger wiegen wie erlaubt oder weil der Flug doch eher schwach besetzt ist.
Das Flugzeug von Air Madagascar macht eine ganz brauchbaren Eindruck. Die Kabine könnte vielleicht etwas mehr Sauberkeit vertragen aber bei dem kurzen Aufenthalt zwischen Landen, Aussteigen der Leute die gekommen sind und unserem Einsteigen ist keine Zeit zum sauber machen. Service gibt es auf der Kurzstrecke kaum. Es gibt aber immerhin einen Becher mit einem Getränk was man wählen kann. Ist jetzt aber auch nicht all zu viel Zeit. Der Flug von Tulear nach Antananarivo dauert eine gute Stunde.

Flughafenterminal von Toliara (Tulear), vom Flugzeug aus fotografiert

Wie zu sehen ist der Flughafen sehr überschaubar. Links im Bild noch der kleine Tower.

Flughafenterminal von Toliara (Tulear) und Tower vom Flugfeld aus gesehen
Wir kommen überpünktlich weg. Es geht fast 20 Minuten früher als geplant los und wir landen dann auch pünktlich, auch gute 20 Minuten eher. Das Wetter ist schön und man sieht so allerhand. Die Landschaft von oben wo wir vorher mit dem Auto tagelang gefahren sind.

Nach dem Start geht es von Tulear nach Norden-Nordosten. In der Küstenebene gibt es noch etwas Buschwald.

Buschwald vom Südwesten von Madagaskar aus dem Flugzeug aus fotografiert.

Auf unserem Flug von Toliara nach Antananarivo sehen wir mehrere Flüsse. Die schlängeln sich durch die trockene Landschaft.

Fluss im südwestlichen Zentrum von Madagaskar, vom Flugzeug aus fotografiert

Von oben sieht man, wie wenig Bäume es auf Madagaskar noch gibt.

Fluss schlängelt sich durch die trockene Hochebene von Madagaskar, vom Flugzeug aus fotografiert

Landeanflug auf Antananarivo. Die Landschaft ist etwas grüner durch die vielen Reisfelder um die Stadt herum.

Landschaft, Landeanflug auf Antananarivo

Nach der Landung am Flughafen von Antananarivo geht es wieder zu Fuss in das Flughafengebäude. Auch der Flughafen von Tana ist nicht besonders gross.

Flugzeug von Air Madagaskar am Flughafen von Antananarivo, dahinter Terminal

Auch das Abholen vom Gepäck funktioniert problemlos und in 10-15 Minuten sind wir draussen. Es gibt ja auch keine Passkontrollen bei einem Inlandsflug.
Am Flughafen werden wir von unserm Fahrer und Guide abgeholt, mit denen wir schon die letzten zwei Wochen unterwegs waren.
Die sind inzwischen mit dem Auto wieder die lange Strecke von ca. 1000 Kilometer von Ifaty nach Antananarivo zurück gefahren.
Das macht man normalerweise in zwei Tage aber die haben das auf einmal gemacht, haben dafür aber auch 17 Stunden gebraucht.
Wir fahren den vom Flughafen in unser letztes Hotel in Antanarivo das Sakamanga Hôtel. Das liegt diesmal zentraler weil wir ja auch noch etwas am nächsten Tag anschauen wollen.
Das Hotel ist recht gut. Von aussen kaum zu erkennen aber von innen ist das recht verwinkelt gebaute Hotel, welches aus mehreren Gebäuden besteht, sehr interessant. Wir sind ja relativ früh dran und unser Zimmer ist noch nicht fertig. So gehen wir erst mal ins Restaurant und essen etwas. Es gibt mehrere Restaurants und wir sitzen direkt am Pool. Das Essen ist recht gut und bewegt sich durchaus noch preislich im Rahmen.

Innenhof vom Sakamanga Hôtel in Antananarivo
So kurz nach 13 Uhr beziehen wir unser Zimmer. Es geht durch die verwinkelten Ecken in den zweiten Stock. Das Zimmer ist ganz brauchbar eingerichtet. Nicht zu gross aber alles sehr ordentlich mit ganz gutem und grossem Bad, Kühlschrank, Klimaanlage und Save. Vielleicht könnte das Bett etwas grösser sein aber für eine Nacht und zwei Tage tut es das schon. Wer etwas grösser ist könnte da aber schon Probleme haben.

Hotelzimmer Sakamanga Hôtel in Antananarivo
Nachdem wir uns eingerichtet haben wollen wir noch etwas unternehmen. Nicht weit vom Hotel befindet sich das Piratenmuseum von Antananarivo. Wir brauchen so ca. 10-15 Minuten zu Fuss durch das Gewusel.
Im Bild unten ein Ausschnitt vom Stadtteil Isoraka – Ambohidahy.

Stadtteil von Antananarivo Isoraka - Ambohidahy, Madagaskar

In Antananarivo gibt es praktisch keine Hochhäuser. Der grösste Tiel der Hauptstadt von Madagaskar besteht auch relativ kleinen rustikalen Gebäuden.

Typische madagassische Häuser in der Hauptstadt Antananarivo

In Antananarivo fahren viele Citroen 2CV in allen möglichen Varianten herum.

Oranger, Blauer Citroen 2CV in der Hauptstadt Antananarivo

Das Piratenmuseum von Antananarivo ist nicht ganz leicht zu finden. Es befindet sich im obersten, 4., Stock eines Wohnhauses und gehört zu einem Reisebüro. Wenn man genauer schaut gibt es aber ein paar Hinweisschilder die einen dort hin führen. Auf unser Klingeln wir uns geöffnet. Man geht erst durch das Büro des Reisebüros. In einem grösseren Nebenraum befindet sich die Ausstellung die aus einigen Tafeln besteht, mit vielen Bildern und französischer Beschreibung. Die Dame die die kleine Führung macht spricht aber auch recht gut deutsch und erklärt uns alles über die Piraterie allgemein, in der Karibik und auch im Indischen Ozean und Madagaskar. Die Führung kostet 10.000 Ar pro Person.
Das Piratenmuseum ist soweit ganz nett. Kein unbedingtes Highlight was man unbedingt gesehen haben muss aber wenn man in der Nähe ist kann man da ruhig mal vorbei schauen.

Auf dem Rückweg zu unserem Hotel kommen wir noch an diesem schönen Gebäude vorbei.

Schönes koloniales Gebäude im grünen Garten, Antananarivo

Anschliessend gehen wir wieder zum Hotel zurück, schauen uns dort noch ein bisschen um, ruhen aus und bereiten schon mal unsere Koffer für den Flug von Antananarivo nach Paris vor.
Wir lassen einiges an T-shirts und Hosen da, die wir unserem Guide Oliver geben. Es gibt in Madagaskar jede Menge Leute die das dringender brauchen wie wir. So haben wir auch noch genug Platz für die Souvenirs usw. die wir gekauft haben.
Das Abendessen gibt es dann wieder im Hotel. Wir haben uns dafür vorher angemeldet weil dort immer sehr viel los ist.

Weiter geht es im Reisebericht, Besichtigung der Sehenswürdigkeiten von Antanarivo

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Tag am Strand in Ifaty – Mangily

Heute ist der letzte Tag am Strand von Mangily. Es gibt keine grossen Pläne für den heutigen Tag.
Wir schauen vom Hotel aus den Fischern zu. Die bereiten gerade die Fahrt aufs Meer vor.

Fischerboot am Strand von Mangily

Die kleinen Fischerboote haben auch Segel. Damit fahren die bis zum Riff hinaus.

Piroge, Fischerboot mit Latein Segel, Mangily, Madagaskar

Auch an diesem Tag sind die Wellen am Riff noch sehr hoch. Man sieht das auf dem Foto im Hintergrund.

Einheimische und Fischerboote, im Hintergrund hohe Wellen und Brandung am Riff vor Mangily

Hier sieht man das nochmal besser, die kleinen Segelboote im Vordergrund und dahinter die brechenden Wellen. An Tauchen am Riff ist auch an diesem Tag nicht zu denken.

Hohe Wellen und starke Brandung am Riff vor Mangily, Madagaskar

Schön langsam kommt Leben in den Strand. Es ist Sonntag und viele Einheimische sind unterwegs. Auch an diesem Tag sieht man kaum Urlauber.

Buntes Treiben mit Einheimischen und Fischerbooten am Strand von Mangily

Unser Gecko ist heute etwas schüchtern und zeigt sich kaum.

Madagaskar Taggecko, Nahaufnahme vom grünen Kopf

Nach dem Frühstück machen wir einen Strandspaziergang Richtung Süden. Hier nochmal ein Bild vom Strand von Mangily vom Bereich unseres Hotels Princesse du Lagon nach Süden.

Strandbereich vom Hotel Princesse du Lagon nach Süden

Es ist Ebbe und wir kommen weiter wie am Vortag, da konnten wir bei Flut kaum mehr über ein paar Felsen.
Nachdem man etwas aus dem touristischen Bereich heraus ist kann man auch ungestört von Verkäufern den Strandspaziergang geniessen.

Fischerboot mit Latein Segel, Strand von Ifaty

Wir sehen eine ziemlich grosse Muschelschale am Strand liegen. Die war schon etwas kaputt. Als die noch ganz war dürfte die bestimmt 25 cm gross gewesen sein.

Grosse Muschelschale am Strand von Ifaty

Wie schon angemerkt kommt man weiter im Süden aus dem Strandbereich von Mangily in ruhigere Zonen.

Strandbereiche zwischen Mangily und Ifaty

Dort ist kaum jemand unterwegs. Nur ein paar Einheimische und ein Fischerboot welches ein paar Touristen mitnimmt. Im Bild unten Panorama vom Strand in Richtung Ifaty. Wenn Ebbe ist kann man da stundenlang entlang laufen.

Panoramafoto, Strand Richtung Ifaty, Madagaskar

Wir sind wieder auf dem Rückweg. Unten nochmal ein Panoramafoto vom Strand von Mangily mit den Verkaufsständen und den Booten die bei Ebbe am Strand liegen.

Panoramafoto vom Strand mit Palmen, Verkaufsständen und auf dem Trocken liegenden Booten am Strand von Mangily

Wir essen etwas zu Mittag an der Bar der Tauchschule Mangily Scuba Madagascar. Dort wird die Pizza empfohlen, die auch recht gut ist und einen Salat, das ist recht günstig. Die Pizza wird im Holzbackofen gemacht. Eine Pizza kostet so zwischen 3-4 Euro der Salat knapp 2 Euro und das 0,5 Liter Bier etwas mehr als einen Euro. Alles in allem gut zu empfehlen.

Pizza im Restaurant Tauchschule Mangily Scuba Madagascar
Am Nachmittag ruhen wir uns am Strand von Ifaty aus, gehen zum Baden im Pool und Meer. Das Meer hat so ca. 24-25 Grad, der Pool ist etwas kühler.

Bei Ebbe liegen die Boote im Trockenen. Hier ein paar Boote der Tauchschulen.

Boote liegen bei Ebbe am Strand

Die einheimischen Kinder suchen Muscheln und Schnecken im flachen Wasser. Es ist ja Sonntag und es sind viele Leute am Strand.

Kinder suchen Muscheln und Schnecken im flachen Wasser, Mangily

Der Strandbereich vor dem Hotel Princesse du Lagon Mangily mit Sonnenschirmen und ein paar Liegestühlen. Links im Hintergrund das Restaurant und rechts der Pool.

Strandbereich vor dem Hotel Princesse du Lagon, Mangily

Unser Madagaskar Taggecko schaut heute nur mit dem Kopf ein bisschen aus seinem Versteck.

Kopf vom Madagaskar Taggecko

Es gibt noch andere Geckos beim Hotel. Unten ein etwas kleineres Tier. Der dürfte so max. 15 cm lang sein. Der Gecko ist aber auch schön grün braun gefärbt.

Grün brauner Gecko, Madagaskar

Der Gecko zieht sich etwas zurück.

Nahaufnahme, Grün brauner Gecko, Madagaskar

Der letzte Sonnenuntergang am Strand von Mangily bevor es am nächsten Tag zurück zur Hauptstadt Antananarivo geht.

Sonnenuntergang am Strand von Mangily

Weiter geht es im Reisebericht, Flug, Tulear nach Antanarivo und Besuch der Stadt

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Tauchen und Strand in Ifaty / Mangily

Unsere Rundreise durch das Zentrum und den Süden von Madagaskar geht zu Ende. Wir verbringen zwei Tage zum Ausruhen am Strand von Ifaty / Mangily im Südwesten der Insel. Wir waren doch viel unterwegs und es war kein Erholungsurlaub.

Die zwei Übernachtungen haben wir im Hotel Princesse du Lagon. Das Hotel liegt direkt am Strand. Im Bild unten die Terrasse von unserm Zimmer. Es geht dann durch einen kleinen Garten zum Meer.

Terrasse von unserem Zimmer im Hotel Princesse du Lagon

Direkt am Strand liegt das Restaurant.

Restaurant am Strand Hotel Princesse du Lagon

Das Hotel Princesse du Lagon hat auch einen Pool und der liegt auch wieder direkt am Strand, neben dem Restaurant.

Pool Hotel Princesse du Lagon Ifaty, Mangily,

Damit es mit dem Ausruhen nicht zu viel wird habe ich am Vormittag noch zwei Tauchgänge geplant.
Die Tauchschule liegt recht nahe am Hotel, nur ein paar Minuten zu Fuss am Strand entlang.
Als ich dort ankomme gibt es leider eine schlechte Nachricht. Am vorgelagerten Riff gibt es sehr hohe Wellen. Die dürften Mindestens 3-4 Meter hoch sein. Dadurch kommt man nicht durch die Kanäle durch das Riff auf die Aussenseite. Es ist dort kein Tauchen möglich.
Einzige Möglichkeit ist ein kleiner Tauchgang in geringer Tiefe innerhalb des Riffes für den ich mich dann entscheide.
Nach der Probe und Check des Materials geht es dann schon los. Ich bin alleine mit dem Tauchguide und dem Bootsfahrer unterwegs zu einem kleinen Unterwasserschutzgebiet was dort die Gemeinde angelegt hat. Das ist mit Bojen gekennzeichnet und es darf dort nicht geangelt werden. Nach kurzem Check geht es schon ins Wasser. Wie schon gesagt ist es dort nicht sehr tief, höchstens 5-6 Meter.
Leider ist dort, durch den hohen Wellengang am Riff, das Wasser extrem trüb. Sichtweite vielleicht 3-5 Meter.
Das Gebiet ist als solches gar nicht so uninteressant. Auch zum Fotografieren weil es eben durch die geringe Wassertiefe viel Licht gibt und sich dort allerhand rum treibt. Wir sehen ein paar kleinere Moränen, mehrere kleine und mittlere Seeschlangen, einen Octopus und alles mögliche mehr. Leider ist eben das Wasser sehr trüb, mit ziemlichen Grünstich, und man sieht immer nur die unmittelbare Umgebung.
Durch die geringe Tiefe kann man natürlich lange unter Wasser bleiben und nach fast 60 Minuten mit immer noch fast halben Tank geht es wieder an die Oberfläche.

Zu Mittag essen wir im Restaurant des Hotels. Das liegt sehr schön am Strand.

Wir trinken ein Bier im Restaurant Hotel Princesse du Lagon

Ansonsten bleiben wir den restlichen Tag mehr oder weniger am Hotel.
Über dem Eingang zu unserem Zimmer haben wir einen sehr hübschen Mitbewohner. Es ist ein grüner Madagaskar Taggecko.

Madagaskar Taggecko, Mangily

Es ist ein schöner grosser Gecko der auf einem Balken unter dem Dach auf dem Gang bei unserem Hotelzimmer sitzt.

Grün-grauer Madagaskar Taggecko

Am Strand vor unserem Hotel gibt es ein paar Liegestühle und ein hängendes Strandbett.

Strand vor Hotel Princesse du Lago mit Liegestühlen

Am Strand von Mangily wird natürlich auch allerhand verkauft. Es sind um die Jahreszeit noch sehr wenig Touristen dort. Die bunten Tücher im Wind bieten eine schönen Kontrast zum Strand und zum Meer.

Bunte Tücher im Wind am Strand von Mangily

Es ist Samstag und die Einheimischen kommen von Tulear an den Strand. Die interessieren sich mehr für die bunten Tücher als die wenigen Touristen.

Einheimische beim Kauf von bunten Tüchern am Strand von Mangily

Am späteren Nachmittag machen wir noch einen kleinen Strandspaziergang. Leider sind dort sehr viele Verkäufer die einem alles mögliche anbieten wollen, von allerhand Andenken, Bootsausflügen mit den Kanus, bis zu Massagen. Man kann kaum in Ruhe laufen.

Wir laufen zuerst am Strand entlang in Richtung Süden, Ifaty. Bei Flut kommen wir aber nicht all zu weit. Ein felsig, steiniges Stück versperrt uns den Weg.

Palmen und Pirogen der Einheimischen am Strand von Mangily

Wir wandern zurück in Richtung Norden, zu unserm Hotel. Der Strand von Mangily ist schön mit Palmen bestanden.
Touristen sind kaum unterwegs.

Palmen am Sandstrand von Mangily

Es gibt noch mehrere Hotels am Strand von Mangily. Die wenigsten liegen aber direkt am Meer sondern etwas zurück gesetzt. Insgesamt gibt es dort eh nicht so viele Hotels und noch weniger Urlauber.

Hotel Ifaty Beach Club Resort

Wir laufen an unserem Hotel vorbei, ein Stück in den Norden. Dort gibt es noch viele Häuser der Einheimischen direkt am Strand und natürlich auch viele der einfachen Fischerboote, Pirogen genannt.

Am Strand von Mangily gibt es auch eine Kitesurf Schule. Die ist allerdings gerade geschlossen.

Kitesurf Schule am Strand von Mangily

Am Ende des Strandes kommen wir noch an ein Restaurant / Bar. Dort wird gerade ein Konzert für den Abend vorbereitet. Wir schauen da später nochmal vorbei.

Restaurant / Bar am Nordende des Strandes von Mangily

Das Abendessen haben wir wieder im Hotel was wieder recht gut ist.
Danach gehen wir noch etwas den Strand entlang zu einer Bar wo heute Konzert angesagt ist. Es ist dort schon einiges los als wir kommen und es gibt kaum noch Möglichkeiten zu hin setzen.
Das Konzert beginnt so um kurz vor neun und dauert bis 11. Es ist recht gut und es sind auch viele Einheimische dort. Auch die Getränke in der Bar haben zivile Preise. Ein Mojito 5000 Ar. (ca. 1,32 Eur), der zwar etwas eigenartig schmeckt und ein Rum-Cola kostet 6000 Ar. (ca. 1,58 Eur) Gin -Tonic 8000 (ca. 2,10 Eur).
Danach geht es ins Bett.

Weiter geht es im Reisebericht, Tag am Strand in Ifaty- Mangily

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Besuch des Nationalpark Isalo, Weiterfahrt vorbei an Tulear nach Ifaty / Mangily

Heute ist schon einer der letzten Tage unserer Rundreise durch Madagaskar. Wir besuchen als erstes den Nationalpark von Isalo und fahren dann weiter nach Westen bis an die Küste bei Tulear. Von dort geht es dann noch ein Stück nach Norden, teilweise am Meer entlang, nach Ifaty, wo wir die letzten Tage am Strand verbringen wollen. Wir fahren ca. 260 Kilometer und sind mit den morgendlichen Wanderungen durch den Nationalpark gute 12 Stunden unterwegs.

Nach dem Frühstück im Hotel besuchen wir den letzten Nationalpark unserer Madagaskar Rundreise.
Es geht in den Nationalpark von Isalo mit seiner trockenen aber doch sehr interessanten Berglandschaft. Dort gibt es viele Lemuren aber auch Chamäleons und Schlangen. Im Isalo Nationalpark kann man zu einigen natürlichen Pools wandern wo man baden kann.

Wie schon vorher öfter angesprochen ist ja unsere Zeit in Madagaskar recht knapp bemessen und wir haben nur einen halben Tag für den Isalo Nationalpark. Auch in diesem Park kann man sich natürlich länger aufhalten. Zwei Tage ist überhaupt kein Problem. Es gibt viele Möglichkeiten zum Wandern.
Im Bild unten die Bergzüge des Isalo Nationalparks mit unserer heutigen Wanderung. Es geht durch das Tal links hinauf, dann immer den Felsabbruch nach rechts bis zum nächsten Einschnitt. Wir wandern dann das Tal noch hinein zu zwei Badestellen im Bergbach.

Hier ein Video unserer Wanderungen durch den Nationalpark von Isalo.

Wir haben eine etwas grössere Wanderung vor, zumindest ich. Es geht über einen kleinen Nebencanyon hinauf zu einer Hochfläche. Auf dem Weg sehen wir eine fleischfressende Pflanze.

Auf dem Weg bergauf erzählt uns unser Führer einiges zu den Gebräuchen des einheimischen Stammes, der in der Region lebt. Die nutzen den Isalo Nationalpark immer noch als Begräbnisstätte für ihre Verstorbenen und haben dafür eine spezielle Erlaubnis der Nationalparkbehörde. Wir kommen nach dem ersten Aufstieg zu einem kleinen Aussichtspunkt.

Im Bild unten unser Aufstiegsweg mit Blick in die Ebene und den Ort Ranohira etwas links.

Die Stämme der Gegend begraben ihre Toten in verschiedenen, mit Steinmauern verschlossenen Höhlen.

Es gibt dabei Gräber die vorübergehend genutzt werden und andere wieder, für die endgültige Bestattung der Stammesmitglieder.

Weiter geht es und auf der Hochebene bekommen wir noch einige Pflanzen und Tiere erklärt, die dort vorkommen.


Im Bild unten ein Kokon einer Raupe. Diese Kokons werden genutzt um die Wildseide zu produzieren.

Auf dem Foto eine Stabschrecke. Diese können ziemlich gross werden. Die auf dem Bild war so ca. 20 cm gross. Wir haben aber noch grössere gesehen. Diese Stabschrecke dürfte von der Art Achrioptera Impennis sein.

Bevor wir zu einem weiteren Aussichtspunkt kommen geht es am Krokodilfelsen vorbei.

Nach nicht all zu langer Zeit kommen wir an einige Felsen und dort auf einen weiteren Aussichtspunkt. Von dort oben kann man die Umgebung praktisch 360 Grad überblicken. Es bieten sich recht gute Aussichten auf das gesamte Umland.

Ausblick über den Südosten des Isalo Nationalpark.


Nachdem wir einige Fotos gemacht haben geht es weiter, über eine kleine Hochebene, zum Felsenkamm.
Unten nochmal der Krokodilfelsen etwas grösser. Die Ähnlichkeit ist sehr gut zu sehen.

Auf dem Weg dorthin sehen wir ein paar Stabheuschrecken und zwei Skorpione. Diese Art von Skorpion ist nicht besonders gefährlich.

Auf der Hochebene des Isalo Nationalparks gibt es viele soggenannte Elefantenfuss Pflanzen. Am Anfang der Trockenzeit haben die aber schon die Blätter abgeworfen.

Wir wandern weiter über die Hochebene. Am Felsabbruch angekommen geniessen wir wieder hervorragende Ausblicke über das Vorland und die Berge.

Auf dem Foto unten der weitere Verlauf unserer Wandertour durch den Isalo Nationalpark.

Felswände und Ebene Isalo Nationalpark

Auch ein paar Echsen lassen sich sehen. Im Bild unten eine Art des Madagaskar Leguan.

Echse Madagaskar Leguan
Nun geht es immer am Felsabbruch entlang, mit immer wieder guter Sicht auf die unter uns liegende Hochebene, bis oberhalb eines Canyons.

Auf dem Weg dorthin sehen wir nochmal ein paar Stabschrecken, genauer gesagt ein Paar. Auf dem Bild unten ist der „grosse Ast“, in der Mitte, das Weibchen. Dieses dürfte mit Sicherheit 30 cm messen.

Grosses Stabschrecken Paar, Art Achrioptera Impennis

Oberhalb einer Felswand blicken wir auf den unter uns liegenden Canyon und unseren weiteren Bergabweg.

Blick von der Hochebene die Felswänden hinunter in den Canyon, Nationalpark Isalo

Im Bild unten der Endpunkt unserer Wanderung durch den Nationalpark von Isalo, am Ende der Strasse, das kleine Haus mit dem blaugrünen Dach. Am Ausgang des Tales gibt es viele Reisfelder die von dem Wasser des Baches gespeist werden, den wir später noch entlanglaufen werden.

Reisfelder am Start/Endpunkt zur Wanderung Canyon Nationalpark Isalo

Bevor es in den Canyon bergab geht sehen wir auf dem Hochplateau noch ein paar sehr schön gefärbte Hauschrecken. Diese bunte, gelb, grün, blaue Art mit roten Punkten/Auswüchsen hinter dem Kopf ist eine Madagaskar Heuschrecke, Phymateus Saxosus.

Gelb, grün, blau, rote Madagaskar Heuschrecke, Phymateus Saxosus

Diese schöne Heuschreckenart ist giftig da sie giftige Pflanzen vertilgt. Durch die intensive Farbe weisst sie ihre Feinde darauf hin.

Bunte Madagaskar Heuschrecke, Phymateus Saxosus

Wir verlassen das Hochplateau und wandern durch ein Seitental bergab in den Hauptcanyon. Es wird dort immer grüner.

Wanderweg durch die Felsflanken, Nationalpark Isalo

Es gibt immer mehr Bäume und im Talgrund steht ein kleiner Wald entlang eines Bachlaufes.

Nebental am Wanderweg zum Canyon, Nationalpark Isalo
Unten angekommen gibt es ein Camp wo man zelten kann. Als wir ankommen, sind dort gerade eine Menge von Ringelschwanz Lemuren, an die man recht gut ran kommt und die sich wenig stören lassen.
Ausserdem sitzt noch ein weisser Lemur auf einem Baum, nahe beim Camp, denn man auch ganz gut fotografieren kann.

Nahaufnahme weiss schwarzer, Lavensifaka, (Propithecus verreauxi), Nationalpark Isalo

Es ist ein Lavensifaka. Diese Lemuren ähneln den Von-der-Decken-Sifakas, haben aber zum weissen Fell ein schwarzes Gesicht und eine schwarz gefärbte Kopfoberseite.

Weiss schwarzer Lemur, Lavensifaka, (Propithecus verreauxi), Madagaskar Lavensifaka, (Propithecus verreauxi)

Ausserdem sehen wir noch einen Papagei. Es ist das Grauköpfchen (Agapornis canus). Dieser grün graue Papagei kommt nur auf Madagaskar und den umliegenden Inseln vor. Es ist ein männliches Tier. Die Weibchen haben keine so grosse Graufärbung am Kopf und Hals sondern sind praktisch grün.

Papagei, Grauköpfchen (Agapornis canus)
Nach dem Fotostopp geht es weiter bergauf, dem Bach entlang.

Vegetationsreiches Tal am Bach, Nationalpark Isalo

Es gibt weiter oben verschiedene Naturschwimmbecken im Bach, wo man baden kann.
Der Weg ist wirklich sehr interessant angelegt und es geht bergauf-bergab und meist direkt am Bachlauf entlang wo es auch schön kühl ist.
Auf dem Weg sehen wir nochmal eine Familie von Ringelschwanz Lemuren die auf und neben dem Weg neben uns her laufen.

Schön angelegter Wanderweg am Bach entlang im Canyon, Nationalpark Isalo

Wir kommen zuerst am blauen Pool vorbei und dann am Schluss, bei einem Wasserfall zum schwarzen Pool.

Blauer Pool, Isalo Nationalpark
Bei uns steht leider für den blauen Pool (Bild oben) die Sonne nicht entsprechend und so sieht man den nicht blau.

Schwarzer Pool, Isalo Nationalpark
Der letzte Pool, der schwarze (Bild oben), ist der grösste und man kann da gut baden. Das Wasser dürfte vielleicht so ca. 20 Grad haben.

Wanderweg entlang des Baches, Tal im Nationalpark Isalo
Nach einer Picknickpause geht es wieder runter, den gleichen Weg, vorbei am Camp bis zum Parkplatz wo uns unser Fahrer erwartet.
Weiter unten kommen wir schön langsam aus dem Canyon heraus und es wird trockener. Ich werfe nochmal einen letzten Blick zurück.

Wanderweg, Ausgang Canyon Nationalpark Isalo
Am Parkplatz angekommen gibt es natürlich auch wieder viele Einheimische die einem etwas verkaufen wollen. Auch viele Kinder. So hart das klingt und einem auch schwer fällt aber man sollte den Kindern nichts abkaufen. Schon gar nicht wenn es in die Schulzeit fällt. Das Problem ist auch da wieder, dass man nicht allen etwas abkaufen kann. Möchte man von einem was kaufen hat man sofort 10 Leute um sich und wird die auch nicht mehr los bzw. kommt es auch schon mal zum Streit.
Nach dem Besuch des Isalo Nationalparks geht es in Richtung Meer, nach Tulear (auch Toliara genannt) und weiter die Küste entlang nach Ifaty bzw. Mangily.
Die ersten 20 Minuten fahren wir auf einer unbefestigten Straße nach Ranohira. Dort wird natürlich wieder am Bach die Wäsche gewaschen.

Bunte Wäsche im hohen Gras, bei Ranohira

Bevor es endgültig nach Westen geht machen wir noch einen Halt in Ranohira. Auch dort wird wieder der Zebukarren als Transportmittel genutzt.

Zebukarren in Ranohira mit Einheimischen, Madagaskar
Wir verlassen Ranohira und den Isalo Nationalpark in Richtung Westküste von Madagaskar. Es geht erst mal noch einige Zeit lang durch die trockene Hochebene.

Trockene Hochebene nach Ranohira auf den Weg in den Westen

Es gibt kaum grössere Orte. Nur kleine Dörfer mit sehr rudimentären Häusern aus Holz und Schilfrohr.
In der Hochebene werden Saphire abgebaut. Es gibt einen grösseren Ort wo es jede Menge Juweliergeschäfte gibt, welche die Saphire verkaufen wollen. Dort sehen die Häuser natürlich anders aus.

Dorf mit Hütten aus Holz und Schilf, Madagaskar Westen.

In den Ebenen wachsen einige Baobabs.

Trockene Ebene mit Baobabs, Landschaft zwischen Ranohira und Toliara

In der Nähe der Orte sind immer einige Zebu Karren unterwegs.

Zebu Karren zur Beförderung von Personen, Madagaskar

Die haben teilweise noch Räder komplett aus Holz.

Zebu Karren, Madagaskar

Auf dem Weg von Ranohira nach Tulear kommen wir an einer Art Pass vorbei. Dort ist es vegetationsreicher und grüner wie auf der trockenen Hochebene. Danach geht es dann bergab zu den Küstenebenen.

Relativ grünes Hochtal zwischen Ranohira und Toliara

Wir nähern uns der Westküste von Madagaskar. Die Ebenen werden wieder etwas grüner.

Ebene vor der Westküste von Madagaskar, bei Tulear

Wir kommen in der Stadt Tulear, welche auch Toliara genannt wird, ans Meer. Im Bild unten der Busbahnhof wo alle Taxi Bus los fahren.

Busbahnhof mit grossem Taxi Bus Toliara

Tulear ist die grösste Stadt im Süden von Madagaskar und dort ist viel los. Es gibt dort einen wichtigen Hafen. An den Strassen gibt es viele Stände mit allerhand Obst und Gemüse.

Strassenmarkt mit Obst und Gemüse in Tulear, Madagaskar

Mit einem Zwischenstopp in Tulear für einen Geldautomaten und zum Tanken brauchen wir für die Strecke vom Nationalpark von Isalo nach Ifaty gute 4 Stunden. Die Strasse ist, sobald man aus Tulear raus kommt, ziemlich gut.
Wir übernachten die beiden letzten Nächte im Hotel Princesse du Lagon, welches direkt am Strand von Ifaty / Mangily liegt. Das Hotel bietet auch einen kleinen Pool.
Wir essen im Hotel zu Abend, das Restaurant liegt direkt am Strand und es wird dort recht gut gekocht.
Im Bild unten unser Zimmer im Hotel Princesse du Lagon.

Zimmer im Hotel Princesse du Lagon Ifaty / Mangily

Weiter geht es im Reisebericht, Tauchen und Strand in Ifaty – Mangily

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