Nationalpark Ranomafana, Weiterfahrt durch Fianarantsoa nach Ambalavao

Heute geht es weiter mit unserer Rundreise durch Madagaskar in den Süden. Wir besuchen als erstes den Nationalpark Ranomafana. Dann fahren wir über die Stadt Fianarantsoa nach Ambalavao. Das sind so knapp 120 Kilometer Fahrstrecke. Mit Besichtigungen sind wir aber auch wieder den ganzen Tag unterwegs.

Nach dem Frühstück im Hotel besuchen wir als erstes den Nationalpark Ranomafana.

Der ist ja gleich im die Ecke. Er ist einer der interessantesten Nationalparks und einer der grössten von Madagaskar. Es gibt dort noch viel Wald. Unter anderem viel Bambus, sekundären Regenwald und ein bisschen primär Regenwald. Man kann dort unterschiedliche Wanderungen machen.
Leider ist das Wetter heute zum ersten Mal nicht so gut. Es ist bewölkt und am Anfang nieselt es auch mal kurz. Das macht die Sache zum Fotografieren nicht leichter.
Vom Eingang zum Nationalpark wandern wir erst mal bergab zum Fluss und überqueren den auf einer Brücke.

Es geht dann auf der anderen Seite des Flusses wieder bergauf. Wir bekommen auch ein paar Pflanzen gezeigt. Unten eine Orchidee.

Und eine Art wilder Kaffee.

Wir wandern dann den Hang hinauf und besuchen als erstes den Bambuswald mit den dazugehörenden Lemuren. Wir sehen erst mal die Braunen Makis die man aber sowieso recht häufig hat. Eine weitere Art, die den Nationalpark auszeichnet, sind die goldenen Bambuslemuren. Leider sehen wir die nur schemenhaft in einem dicht bewachsenen Baum. Sie sind schon mit dem Frühstück fertig und ruhen dann eher. Wir sehen sie noch etwas im Baum rum turnen aber man kann keine Fotos machen. Dafür sind zu viele Blätter im Weg.
Danach wandern wir durch den Sekundärwald und auch dort gibt es weitere Lemuren. Insgesamt gibt es 12 Lemurenarten im Park, 7 tagaktive und 5 nachtaktive. Wir sehen dann erst mal eine rötlich braune Art, die Rotbauchmakis. Die sind eher noch dabei aufzustehen und bei der morgendlichen Toilette. Die Familie putzt sich erst mal gegenseitig.


Ein roten Bauch haben allerdings nur die Männchen. Die Weibchen haben einen weisslichen Bauch. Die Männchen haben auch noch eine weisse Zeichnung um die Augen herum bis zur Schnauze.


Nach kurzer Zeit schwärmen die aber aus und sie kommen recht nahe bzw. können wir denen etwas näher kommen. Wir beobachten sie eine Zeit lang und dann geht es weiter.


Wir sind mit zwei einheimischen Guides unterwegs. Einer ist bei uns und der andere ist unterwegs und schaut schon mal wo es was zu sehen gibt.
Es geht auf ganz guten Wegen durch den Nationalpark Ranomafana. Man überquert immer wieder einen Bach. Um die Lemuren zu sehen muss man aber auch öfter ins Gelände.

Die nächste Art die wir sehen ist eine weiss-schwarze Art die ähnlich wie die Indris aussehen aber einen langen Schwanz haben. Es sind die Schwarzweissen Varis (Varecia variegata)


Wir sehen zwei Stück aber recht weit oben im Baum. Ausserdem ist es bewölkt und bei wenig Licht ist es sehr schwer zu fotografieren. Im Bild unten sehen wir den schwarz weissen Lemur aus einer Baumhöhle trinken.


Es gelingen aber doch ein paar Fotos und ein kurzes Video und dann geht es weiter.

Wir wandern weiter durch den Nationalpark. Es geht immer ein bisschen bergauf und bergab.

Es steht noch ein weiterer Lemur auf dem Programm und zwar ein ganz seltener. Im Ranomafana Nationalpark gibt es nur noch ganz wenige davon. Es ist der grösste Bambuslemur den es gibt, der Grosse Bambuslemur (Prolemur simus). Leider ist diese Art vom Aussterben bedroht. Es soll nur noch knapp 100 Stück davon geben.


Der macht es uns dafür sehr leicht. Nach einer Wanderung von 15 Minuten bergauf-bergab sitzt der direkt am Weg, vielleicht zwei Meter daneben und frisst ein Stück Bambus. Es lässt sich dabei von uns kaum stören, obwohl am Anfang bestimmt so sechs Leute um ihn rum stehen.

Der ist aber damit beschäftigt das Bambusstück zu zerlegen. Etwas später steigt er aber doch ein paar Meter auf einen Bambus rauf und verspeist da weiter sein Lieblingsfressen.

Nach einiger Zeit müssen wir wieder zurück.

In den Bildern unten sieht man den Lebensraum des Grossen Bambuslemuren. Der Weg führt uns durch die recht dichten Bambushaine.

Zum Schluss der Wanderung geht es noch in den Primärwald und zu einem Aussichtspunkt.
In der Waldlücke in der Mitte des Bildes ist der Eingang mit den offiziellen Gebäuden zum Ranomafana Nationalpark zu sehen. Dazwischen liegt der Fluss.


Von dort oben hat man nochmal einen guten Überblick über den Wald und es sind wieder die grauen Bambuslemuren unterwegs.
Im Bild unten ein gelb-weiss blühendes Ingwer Gewächs.

Am Haus des Aussichtspunktes sehe ich noch eine ziemlich grosse schwarze Spinne, die sich dort ein Nest gebaut hat.


Dann geht es wieder bergab zum Eingang. Dabei sehen wir noch ein paar Vögel, eine noch blühende weisse Orchidee und ganz speziell und sehr schwer im Wald zu sehen einen gut getarnten Plattschwanz-Gecko.

Die Plattschwanz Geckos sind sehr gut getarnt. Wenn man auch nur zwei Meter daneben steht sieht man die im Geäst kaum. Von der Nähe sieht der Gecko aus als hätte er den Kopf eines Drachen.

Der Gecko bewegt sich natürlich kaum und sieht wie ein trockenes Blatt aus.

Unser Plattschwanz Gecko schleckt sich noch das Auge ab. Das sieht immer sehr witzig aus.

Es geht dann wieder zurück über den Fluss und noch ein Stück bergauf zum Auto.
Leider müssen wir unseren Besuch schon beenden. Der Nationalpark Ranomafana würde sicher noch für einen oder auch zwei Tage mehr, interessantes zu sehen bieten. Es gibt noch weitere Wandermöglichkeiten, einige weitere Tiere zu sehen und man kann auch auf dem Fluss mit Booten fahren.

Wir müssen aber weiter.

Nach dem Besuch des Parks geht unsere Rundfahrt weiter durch den Ort Fianarantsoa mir seinen interessanten Gebäuden in der Altstadt/Oberstadt.
Fianarantsoa ist eine der grössten Städte von Madagaskar. Dort gibt es eine recht grosse Zahl von Kirchen weshalb sie auch als religiöse Hauptstadt des Landes bezeichnet wird. Auch kulinarisch ist Fianarantsoa eine wichtige Gegend. In der Nähe der Stadt gibt es sowohl Weinberge wo Rot- und Weissweine produziert werden als auch die einzige Teeplantage von Madagaskar.
Ein weiteres Kuriosum ist die Autofabrik der madagassischen Marke Karenjy, die in Fianarantsoa produziert wird.

Bevor wir uns aber Fianarantsoa anschauen fahren wir noch zu einem Aussichtspunkt wo sich gute Blicke über die Stadt bieten.

Von Fianarantsoa kann man auch eine interessante Zugfahrt in Richtung Ostküste nach Manakara unternehmen. Das dauert allerdings ziemlich lange für eine recht kurze Strecke. Das Problem ist scheinbar auch, dass öfter etwas am Zug oder der Lok kaputt ist und dann wird natürlich nicht gefahren.
Im Bild unten ist der Bahnhof von Fianarantsoa zu sehen.

Wir machen noch eine kurze Wanderung hinauf in die Oberstadt. Fianarantsoa war früher Residenz der Königin Ranavalona I. welche ganz oben auf dem Hügel ihren kleinen Palast errichtet hat.
Über steingepflasterte Treppen kommt man hinauf.

In Fianarantsoa gibt es einen alten Wäschewaschplatz der von den Frauen noch heute genutzt wird.

Die Oberstadt von Fianarantsoa wurde von dem World Monuments Watch als eine der 100 meist gefährdetsten Städte deklariert.

Im oberen Bereich der Oberstadt gibt es einige sehr interessante Gebäude zu sehen.

Fast ganz oben auf dem Hügel kommen wir an einer geschnitzten Holzpforte vorbei. Das Motiv stellt die frühere Oberstadt von Fianarantsoa dar.

Auf dem Bild unten der oberste Punkt des Hügels. Es gibt einen kleinen Platz und ein paar alte Gebäude die dort in privilegierter Lage stehen.

Blick von der Oberstadt von Fianarantsoa nach Westen auf den Anosy See.

Nachdem wir ca. eineinhalb Stunden in Fianarantsoa verbracht haben geht es weiter in den Süden, nach Ambalavao.
Wie immer kommen wir an vielen Reisterrassen vorbei.

Die Landschaft kann man schon fast als bergig bezeichnen.
Zwischen den Reisterrassen sehen wir immer wieder die typisch madagassischen Dörfer mit den Häusern aus rotbraunen Lehmziegeln.

An einem Aussichtspunkt können wir die Landschaft in Richtung Südost überblicken. Es ist wieder trockener geworden.

Zwischen Fianarantsoa und Ambalavao wird Wein angebaut. Im Bild unten sind die Weinfelder zu sehen.

Der Ort Ambalavao bietet einiges Sehenswertes mit seinen alten Gebäuden mit Holzbalkonen, einer Papiermanufaktur und einem der grössten Viehmärkte, Zebus, von Madagaskar.
Wir schauen als erstes bei der Papiermanufaktur von Ambalavao vorbei.
Aus diesen Pflanzenfasern wird das Papier hergestellt.

Das grobfaserige Papier wird an der Sonne getrocknet.

Am Ende werden echte Blüten auf das Papier geklebt und es entstehen schön bunte Bögen.

Da an unserem Ankunftstag Viehmarkt war, der ist immer am Vormittag, ist dort besonders viel los. Die Strassen sind voll mit Leuten und den Hirten die mit dem Vieh unterwegs sind.
In Ambalavao gibt es viele bunte Häuser. Das rote THB (Three Horses Beer) Haus fällt besonders auf.

Auf den Bildern unten eine Art von Restaurant. Hier wird auf den Aluminiumtöpfen gekocht deren Herstellung wir in Ambatolampy zusehen konnten.

Die Sauberkeit lässt etwas zu wünschen übrig. Der Europäer isst hier vielleicht besser nicht.

Auf den Strassen von Ambalavao ist allerhand los. Viele Fussgänger aber auch gelbe TukTuk Taxis.

Auch die Wasser- und Getränke Transporter sind wieder mit ihren Handkarren unterwegs.

Wie schon gesagt gibt es in Ambalavao schöne Häuser mit interessanten Holzbalkonen.

Blick über die bunten Holzbalkone auf die Berge im Westen.

Es fahren die wildesten Gefährte als Taxi Bus herum. Der alte (Peugeot) Bus hat weder Licht noch Nummernschild, dafür sitzen jede Menge Leute drin.

Dann geht es noch ein paar Minuten zu unserem Hotel in Ambalavao.
Wir übernachten im Hotel Tsienimparihy Lodge. Es besteht aus einzelnen Bungalows und ist ganz gut.

Die Zimmer der Tsienimparihy Lodge sind ausreichend gross. Man hat ein extra Bad und Toilette.

Im Hotel gibt es auch das Abendessen. Zum Abendessen probieren wir mal zur Abwechslung einen Wein aus Madagaskar.

Es wird uns ein Cuvee Spezial empfohlen, ein Rotwein, Coteaux d´Ambalavao. Leider ist der nichts besonderes. Er ist ziemlich trocken um nicht zu sagen sauer. Aber gut wir wollen ja immer mal was neues probieren.
Dafür ist das Essen wieder recht gut.

Weiter geht es im Reisebericht, Besuch des Reservats von Anja, Weiterfahrt durch Ihosy nach Ranohira

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Fahrt von Antsirabe vorbei an Ambositra nach Ranomafana

Wir frühstücken wie immer in unserem Hotel, H1 Antsirabe.
Im Bild unten das Hotel und der Garten. Da Antsirabe ja recht hoch liegt war es nachts ziemlich frisch mit Temperaturen unter 10 Grad.

Hotel, H1 Antsirabe, Hotel und Garten

Heute steht nach dem Frühstück im Hotel, wieder eine neue Strecke mit neuem Sehenswertem auf dem Plan. Wir haben an diesem Tag knapp 230 Kilometer zurück zulegen, auf unserer Strecke von Antsirabe über Ambositra nach Ranomafana.


Wir fahren von Antsirabe auf einer interessanten Strasse, mit immer wieder tollen Ausblicken auf die umliegenden Reisfelder und auch Kiefernwälder, nach Ambositra. Der Ort ist bekannt für seine Holzschnitzer und Holzbalkone sowie den Markt.

Landschaft nach Antsirabe in Richtung Süden, Reisterrassen, Kiefern und grasige Hügellandschaft
Die Landschaft ist recht abwechslungsreich. Zuerst bei Antsirabe eher eine Ebene mit viel Reisfeldern, dann geht es in eine zuerst hügelige dann bergige Landschaft hinauf bis bis auf ca. 1400 Höhenmeter.

Fluss mit Einheimischen die Sand abtragen, Madagaskar Zentrum

Oben gibt es immer noch Reisfelder aber sonst ist die Landschaft eher trocken. Es gibt auch viele Kiefernwälder bzw. was noch davon übrig ist. Man sieht teilweise dass viel abgeholzt wurde.

Nach Antsirabe ist die Landschaft aber eher noch Flach bzw. gibt es dort weite Hochtäler mit vielen Reisfeldern.

Zebus im Reisfeld bei der Landarbeit, Madagaskar Zentrum

Diese werden noch allem mit der Hand, mit Zebus als Zugtiere, bearbeitet.

Zebus beim Umackern im Reisfeld, Strasse Antsirabe nach Ambositra

In den breiten Hochtälern der zentralen Hochebene von Madagaskar sehen wir viele Reisterrassen.

Breites Hochtal der zentralen Hochebene von Madagaskar mit Reisterrassen und Bergen im Hintergrund

Wie überall auf Madagaskar gibt es am Strassenrand viele Stände wo allerhand verkauft wird. Meist die landwirtschaftlichen Produkte die dort angebaut werden.

Stand mit einheimischen landwirtschaftlichen Produkten, Strasse Antsirabe nach Ambositra

Auf dem Weg von Antsirabe nach Ambositra kommen wir immer wieder an den typischen madagassischen Dörfern vorbei die zwischen den Reisfeldern und Terrassen liegen.

Typisch madagassisches Dorf zwischen Reisfeldern und Terrassen, Strasse vor Ambositra

Vor Ambositra geht es eine ganze Zeit lang an einem Fluss entlang, den wir auch immer mal wieder überqueren müssen. Im Bild unten die neue und die alten Brücke (im Vordergrund).

Brücke über einen Fluss im Zentralen Hochland von Madagaskar, Strasse Antsirabe Ambositra

Am Fluss gibt es natürlich wieder jede Menge Reisterrassen. Dieser ist schon reif.

Reifer gelber Reis auf Terrassen im Hochland von Madagaskar

Fluss mit typischem Haus und Felshügel im Zentrum von Madagaskar.

Fluss mit typischem Haus und Felshügel im Zentrum von Madagaskar

Weiter oben ist die Landschaft auch wieder ganz interessant. Wenn man die rotbraunen Lemhäuser nicht hätte, könnte man sich fast wie in einem Hochtal in den Alpen fühlen.

Wir machen zwei Zwischenstopps.
Zuerst in Ambositra. Dort gibt es viele Stände mit Kunsthandwerk aber wir sind schon ziemlich bedient und haben schon allerhand.

Ambositra, Stände mit Kunsthandwerk, Madagaskar

An einem der Plätze in Ambositra ist einiges los. Neben Rikschas gibt es weitere Strassenstände wo allerhand verkauft wird.

Platz in Ambositra, mit Rikschas, Strassenmarkt und Strassenstände

Auch am Ortsausgang ist noch ein Händler der bunte Hosen und Shirts verkauft.

Händler mit bunte Hosen und Shirts, Ambositra, Madagaskar

Von Ambositra fahren wir weiter in den Süden und halten an einem kleinen Aussichtspunkt oberhalb eines typisch madagassischen Hauses.

Typisch madagassisches Haus zwischen Ambositra und Ivato

Von dort können wir auf die um uns liegenden Hügel und Täler blicken.

Landschaft im Zentrum von Madagaskar, mit Reisterrassen und typischen Häusern, zwischen Ambositra und Ivato.

Es geht weiter die breiten Täler der Hochebene von Madagaskar entlang nach Ivato.

Breites Tal der Hochebene von Madagaskar, Graslandschaft und kleine Wälder vor Ivato

In Ivato machen wir noch einen weiteren Halt. Es gibt einen Strassenmarkt und es sind viele Leute da. Wir laufen ein bisschen durch das Treiben und machen Fotos.

Madagassisches Leben an der Strasse des Ortes Ivato

Es wird allerhand verkauft. Auch getrocknete kleine Fische.

Getrocknete kleine Fische und andere Lebensmittel an einem Essensstand in Ivato

Es sind sehr viele Leute auf der Hauptstrasse von Ivato unterwegs. Die Taxi Bus werden schwer beladen.

Buntes Treiben, Hauptstrasse von Ivato, Madagaskar südliches Zentrum

Ein Handwerker repariert kaputte Metalltassen. Ein abgebrochener Henkel wird erst gesäubert und dann wieder angelötet.

Handwerker repariert kaputte Metalltassen, Hauptstrasse Ivato

Man lädt ein und auf was in und auf das Taxi rein und rauf geht. Da sind gut und gerne 20-30 Leute in einem Mercedes Sprinter und noch 200 Kilo auf dem Dach.

Voll beladener Taxi Bus in Ivato, Madagaskar südliches Zentrum

Auch ein paar Hühner müssen im Korb auf dem Dach mitfahren.

Hühner im Korb auf dem Dach eines Taxi Bus, Ivato, Madagaskar

In Ivato gibt es schöne Häuser aus Lehmziegel gemacht und mit Holzbalkonen.

Typisches Haus aus Lehmziegel mit Holzbalkon, Ivato, Madagaskar

An den Holzbalkonen hängt Mais zum Trocken.

Holzbalkon mit einheimischen Kind und trockenem orangen Mais, Ivato, Madagaskar

Der Ort Ivato ist fast zu Ende. Am Straßenrand stehen die letzten Verkaufsstände.
Der Taxibus ist voll, mit geschätzt 25 oder mehr Leuten und fährt zum nächsten Dorf.

Oranger voll besetzter Mercedes Taxi Bus, Madagaskar

Von Ivato fahren wir weiter nach Ranomafana. Es geht durch Täler mit Reisfelder wieder bergab.

Reisfelder mit Wasser, typisches Dorf von Madagaskar und grüne Reisterrassen im Hintergrund, Strasse Ivato Ranomafana

An den Flüssen wird, wie überall in Madagaskar, die Wäsche gewaschen und liegt zum Trocknen herum. Auch auf dem Brückengeländer.

Brücke mit trocknender Wäsche, Fluss im zentralen Hochland, Madagaskar Bunte Wäsche beim Trocknen, Fluss Strasse Ivato Ranomafana

Vor dem Abzweiger zum Nationalpark von Ranomafana halten wir nochmals an einem Aussichtspunkt. Wir schauen über die Ebene. Weiter links im Bild, hinter dem Bergzug, geht es zum Nationalpark.

Aussichtspunkt, Landschaft Madagaskar Zentrum vor Ranomafana

In der Ebene wird natürlich wieder viel Reis angebaut. Dazwischen die typischen braunen Lehmziegel Häuser, wie man sie überall auf Madagaskar sieht.

Reisfelder und kleines Dorf mit typischen braunen Lehmziegel Häusern, Madagaskar Zentrum

Auf den letzten Kilometern gibt es viel Wald. Wir nähern uns dem Nationalpark von Ranomafana.
Auf der Strasse treffen wir auf eine grosse Herde von Zebus. Das sind insgesamt bestimmt mehr als 200 Stück. Wir brauchen eine ganze Zeit um an denen vorbei zu kommen.

Zebu Herde am Strassenrand vor Ranomafana

Kurz vor dem Ziel gibt es noch eine schönen Wasserfall.

Wasserfall am Fluss im Nationalpark Ranomafana
In Ranomafana übernachten wir im Hotel Karibotel. Das Hotel liegt am Hang in einer interessanten Umgebung und bietet gute Ausblicke.
Das Karibotel besteht aus allerhand einzelnen Häuschen, Bungalows, die schön den Hang hinauf gebaut sind.

Bungalows Hotel Karibotel, Ranomafana

Die Zimmer in den Bungalows sind recht gross.

Zimmer Hotel Karibotel, Ranomafana

Von den Bungalows des Karibotel hat man gute Ausblicke auf das Tal mit dem gegenüberliegenden Nationalpark.

Ausblicke vom Karibotel auf das Tal mit dem gegenüberliegenden Nationalpark Ranomafana

Unter uns liegt der Fluss, den man gut rauschen hört, und gegenüber der Nationalpark von Ranomafana.

Fluss Ranomafana, Madagaskar südöstliches Zentrum

Da wir heute mal nicht so spät ankommen haben wir etwas Zeit uns zu erholen. Das Hotel hat auch einen Pool aber das ist uns eher zu kalt.

Pool, Hotel Karibotel, Ranomafana
Um 17:30 treffen wir uns mit unserem Guide vom Nationalpark und machen eine Nachtwanderung am Nationalpark.
Wir fahren erst ein Stück mit dem Auto die Strasse rauf und bleiben dann auf einen kleinen Parkplatz an der Strasse stehen.
An ein paar Stellen in der Nähe haben die örtlichen Führer eine paar Bäume mit Bananen und anderen süssen Früchten eingerieben um damit die kleinen Mausmakis anzulocken.

Mausmaki frisst Bananenstücke, Ranomafana Nationalpark

Die stehen auf süsse Früchte. Es sind schon einige Leute da weil auch der kleine Lemur schon dabei ist die Äste abzulecken.

Man kommt relativ nahe an die ran aber darf kaum Licht machen. Sonst sind die gleich weg. Dafür kann man mit Blitz fotografieren. Der kleine Mausmaki ist aber heute sehr nervös und saust immer hin und her, versteckt sich immer wieder im Gebüsch, sodass es schwer ist zu fotografieren. Ein paar Fotos gelingen aber.

Mausmaki bei der Nachtwanderung, Ranomafana Nationalpark

Weiter unten ist nochmal eine Stelle und da ist noch ein zweiter aber da geht es ähnlich. Der Mausmaki kommt immer nur kurz und ist dann gleich wieder weg. Immerhin kann ich da auch noch das eine oder andere Foto machen.

Mausmaki in der Nacht in einer Astgabel, Ranomafana Nationalpark
Dann schauen wir weiter und machen uns auf die Suche nach anderen Tieren.

Wir sehen einige Chamäleons von recht klein bis mittelgross, einen Baumfrosch, ein paar Spinnen und einen schlafenden Vogel.

Baumfrosch, Ranomafana Nationalpark

Die Nachtwanderung am Nationalpark von Ranomafana geht weiter. Wir sehen viele Chamäleons auf die uns unser Guide immer wieder hinweist.
Im Bild unten ein relativ kleines grünes Chamäleon.

Kleines grünes Chamäleon auf Blütenstand, Madagaskar

Die Chamäleons schlafen alle nachts.

Schlafendes Chamäleon auf einem Ast, Madagaskar

Auf unserer nächtlichen Tour zeigt sich auch eine grössere Spinne in ihrem Netz. Dabei dürfte es sich um die Madagaskar Seidenspinne handeln.

Goldene Madagaskar Seidenspinne (Nephila inaurata madagascariensis), Ranomafana Nationalpark

Wir wandern weiter. Es gibt noch allerhand zu sehen. Unten ein schönes grünes Chamäleon.

Grünes Chamäleon in der Nacht, Ranomafana Nationalpark

Es sind noch weitere Chamäleons im Wald versteckt. Nachts haben die oft keine so leuchtenden Farben.

Braun, blaues Chamäleon auf einem Ast, Nachtwanderung Ranomafana Nationalpark

Dafür haben die Chamäleons beim Schlafen ihren Schwanz ordnungsgemäß eingerollt.

Rund eingerollter Schwanz, Chamäleon, Nachtwanderung Ranomafana Nationalpark

Bevor wir unsere Nachtwanderung am Nationalpark von Ranomafana beenden zeigt sich ein grünes Chamäleon welches sich an seinen Schlafast klammert.

grün braunes Chamäleon auf einem Ast mit eingerolltem Schwanz, Nachtwanderung Ranomafana Nationalpark

Auf dem Rückweg sehen wir nochmal ein kleines graubraunes Chamäleon auf einem Blatt sitzen.

kleines graubraunes Chamäleon auf einem Blatt, Madagaskar

Nach ca. 1,5 Stunden ist die Nachtwanderung vorbei und wir fahren wieder ins Hotel.
Dort essen wir wieder zu Abend. Das Essen ist sehr gut. Wir sind scheinbar auch die einzigen Gäste die hier im Hotel sind. Wir bestellen zur Vorspeise Gemüsecremesuppe und panierte Hühnchenstücke mit etwas Salat, als Hauptspeise einen Zebu Spiess und Hühnerbrust mit einer Ingwersauce, die sehr gut ist. Zum Nachtisch gibt es noch einen Früchtespiess mit Schokoladensauce.

Früchte Spiess, Nachtisch, Hotel Karibotel, Madagaskar

Weiter geht es im Reisebericht, Nationalpark Ranomafana, Weiterfahrt durch Fianarantsoa nach Ambalavao

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Fahrt von Morondava über Miandrivazo nach Antsirabe

Nachdem wir uns am Strand erholt haben geht es zurück, von Morondava über Miandrivazo in das zentrale Hochland nach Antsirabe.
Für die Strecken von über 480 Kilometer brauchen wir den ganzen Tag mit einem Stopp zum Mittagessen in Miandrivazo.


Vor dem Frühstück, kurz nach Sonnenaufgang, gehe ich nochmal an den Strand.

Strand von Morondava bei Sonnenaufgang

Es fahren gerade viele der kleinen Ausleger-Segelboote der Einheimischen zum Fischen los und das ist ganz nett an zu sehen.

Ausleger-Segelboote, Pirogen, der Einheimischen zum Fischen, Morondava, Madagaskar

Ausser mit ist noch kaum jemand am Strand von Morondava

Strand von Morondava, vor den Hotels, mit Blick nach Norden kurz nach Sonnenaufgang

Das Frühstück ist wieder das gleiche wie am Vortag.
Danach geht es um ca. 8 Uhr von Morondava los. Wir fahren noch schnell bei einem Bankautomaten vorbei und es geht weiter in Richtung Osten nach Antsirabe.
Das ist eine ziemlich weite Strecke und wir sind dafür den ganzen Tag unterwegs. Leider gibt es keine Möglichkeit von Morondava direkt weiter in den Süden zu fahren.

Die Fahrt ist eigentlich abwechslungsreicher wie gedacht. Wir sind ja die ganze Strecke schon mal in entgegengesetzter Richtung gefahren.
Zuerst geht es durch viele Reisfelder, die in der Ebene von Morondava liegen.

Grüne Reisfelder in der Ebene von Morondava

Wir kommen an vielen kleinen Dörfern vorbei. Überall wird der geerntete Reis getrocknet.

Reis wird auf Planen getrocknet, Strasse bei Morondava, Madagaskar

An der Strasse gibt es immer wieder kleine Märkte wo die Einheimischen ihre Produkte verkaufen.

Bunter Strassenmarkt mit Einheimischen, Strasse bei Morondava

Wie überall auf Madagaskar werden die Fahrrad Rikschas auch zum Transport von Waren genutzt.

Fahrrad Rikscha auf Madagaskar transportiert Sack mit Kohle

In der Ebene zum Meer, vor Morondava, gibt es viele Reisfelder. Im Hintergrund ein Baobab.

Ebene vor Morondava mit grünem Reisfeld und im Hintergrund ein Baobab

Der Reis ist allgegenwärtig. Er liegt überall zum Trocken und wird dann in Säcke verfüllt.

Säcke mit Reis und Planen zum Trocknen, Strasse Morondava Miandrivazo Antsirabe

Auf den Strassen um Morondava ist noch einiges los. Ochsen/Zebu Karren, Fahrrad Rikschas, Fussgänger und ein paar Autos sind unterwegs. Es ist ja auch mit Abstand die grösste Stadt in der Umgebung. Richtung Zentrum von Madagaskar wird es dann etwas ruhiger.

Strasse vor Morondava mit Ochsen/Zebu Karren, Fahrrad Rikscha und Fussgänger

Die Zebu-Karren werden nicht nur zum Transport von Waren benutzt. Auch die Kinder fahren gerne mit.

Zebu-Karren transportiert Waren und Kinder

An der Strasse von Morondava nach Miandrivazo kommt man an allerlei interessanten kleinen Dörfern vorbei. Diese bestehen meist aus einfachen Häusern aus Holz, Schilf und Stroh.

Typisch madagassische Häuser an der Strasse von Morondava nach Miandrivazo

Dann geht es schön langsam bergauf und die Landschaft wird deutlich trockener. Es sieht eher aus wie eine Grassteppe mit vielen Hügeln durchsetzt.
Auf dem Bild unten ein Panoramafoto nach unten in die nächste Ebene wo ein Fluss fliesst.

Panoramafoto Ebene mit Fluss und Reisfeldern, Strasse Morondava nach Miandrivazo

In den Senken und an den Flüssen gibt es auch wieder Reisfelder.
Auf der Strasse sind viele Fussgänger unterwegs, teilweise mit interessanten Transportgefährten. Es werden gelbe Wasserkanister mit Frischwasser zum nächsten Ort befördert.

Transport von gelben Wasserkanistern an der Strasse Morondava nach Miandrivazo

Immer wieder sieht man interessante Vehikel.

Mini Traktor mit Kindern auf der Ladefläche, Strasse Morondava nach Miandrivazo

Wir kommen an dem ein oder anderen ausgetrockneten Flussbett vorbei. In der Regenzeit sind die natürlich voll.

Brücke über ausgetrocknetes Flussbett, vor Miandrivazo

Vor Miandrivazo kommen wir wieder am Fluss Mania (Tsiribihina) vorbei.

Brücke über den Fluss Mania (Tsiribihina), Madagaskar Einheimische an Sandbank mit Schilf am Fluss Mania (Tsiribihina), Madagaskar
Wir machen Zwischenstopp im Hotel Princesse Tsiribihina, wo wir schon auf der Hinfahrt waren, zum Mittagessen. Dort ist es wieder recht warm.
In den Ebenen am Fluss vor Miandrivazo sind einige Zebuherden am Weiden.

Zebuherden auf der Ebene am Fluss vor Miandrivazo

Nach Miandrivazo kommen wir nun endgültig in die zentrale Hochebene von Madagaskar.
Je weiter wir fahren wird die Landschaft bergiger aber bleibt meist trocken, ausser an den Flüssen.

Trockene mit Gras bestandene zentrale Hochebene von Madagaskar zwischen Miandrivazo und Antsirabe

Im Hochland gibt es auch wieder viele kleine Dörflein die verstreut an der Strasse nach Antsirabe liegen.

Typisch madagassisches Haus aus Lehmziegeln, Holzdach und Schilfrohr

Die Häuser sind unterschiedlich gebaut. Es gibt einmal recht einfache Häuser aus Holz und Schilfrohr aber dann auch schön langsam wieder die typisch madagassischen Häuser des Hochlandes aus roten Ziegeln.

Dorf im Hochland von Madagaskar zwischen Miandrivazo und Antsirabe

An der Strasse gibt es so allerhand Stände die versuchen etwas an die vorbeifahrenden Autos zu verkaufen.

Bunter Stand in einem Dorf an der Strasse zwischen Miandrivazo und Antsirabe Essensstand mit buntem Sonnenschirm, zentrales Hochland von Madagaskar

Das zentrale Hochland von Madagaskar ist bergig und trocken. Zwischendrin steht der schon reife Reis.

Hügellandschaft mit Grasland und gelben Reisfeldern im zentralen Hochland von Madagaskar

Ansonsten ist alles Grasland. Riesige Weiden für die Zebus. Wenn man bedenkt, dass das früher alles Wald war ist das schon etwas traurig.

Hügelig- bergige Graslandschaft im zentralen Hochland von Madagaskar zwischen Miandrivazo und Antsirabe

In den kleinen Nebentälern ist es etwas feuchter und es wird überall, wo möglich, Reis angebaut. Dieser ist zu Anfang der Trockenzeit schon reif.

Reifer gelber Reis auf Terrassen im zentralen Hochland von Madagaskar zwischen Miandrivazo und Antsirabe

In den grösseren Dörfern zwischen Miandrivazo und Antsirabe ist allerhand los. Im Bild unten eine Fahrradreparaturwerkstatt. Der macht aber schon Feierabend.

Fahrradreparaturwerkstatt an der Strasse, Madagaskar

Typische Häuser des zentralen Hochlandes von Madagaskar.

Typische Häuser mit Balkon und bunter Wäsche des zentralen Hochlandes von Madagaskar

Der Transport von Waren, zumindest in und in der Nähe der Ortschaften, wir zu Fuss und mit Karren gemacht, die geschoben werden.

Typisch madagassische Häuser mit Balkon an der Strasse zwischen Miandrivazo und Antsirabe

Ansonsten sind auch dort viele Zebukarren unterwegs.

Beladener Zebukarren in einem Ort im Hochland von Madagaskar

Der Reis wir auf Planen gelagert und auf einfachster Art und Weise von der Spreu getrennt.

Reis auf Planen und Einheimische die die Spreu vom Reis trennen, Hochland von Madagaskar

Auch auf der zentralen Hochebene von Madagaskar fliessen einige Flüsse.

Fluss auf der zentralen Hocheben von Madagaskar, vor Antsirabe

Hügelige Landschaft mit typisch madagassischen Häusern an der Hauptstrasse von Miandrivazo nach Antsirabe

Hügelige Landschaft mit typisch madagassischen Häusern, Strasse von Miandrivazo nach Antsirabe

Die Hochebene wird immer wieder von Flusstälern durchzogen, die man auf Brücken überqueren muss.

Flusstal mit Brücke, Strasse von Miandrivazo nach Antsirabe

Die schon tief stehende Sonne beleuchtet die hügelige Landschaft mit Reisfeldern und typischen Dörfern des madagassischen Hochlandes.

Tief stehende Sonne beleuchtet, hügelige Landschaft mit Terrassenfeldern und typisches Dorf, Hochland Madagaskar Kleines Hochlanddorf bei abendlicher Beleuchtung, Hochland Madagaskar Typisch madagassische Häuser bei abendlicher Beleuchtung, Hochland Madagaskar

In der Nähe von Antsirabe gibt es auch wieder viele Reisfelder und der Verkehr wird dichter. Es ist einiges los auf der Strasse.
Unser Hotel, das H1 Antsirabe, liegt nicht im Stadtkern sondern etwas außerhalb recht ruhig.
Alles in allem brauchen wir mit der Mittagspause und einer weiteren kleinen Pause ca. 10 einhalb Stunden für die knapp 500 Kilometer.
Wir essen dann noch Abend im Hotel. Das ist soweit ganz gut nur versteht uns der Kellner schwer. Wir sprechen kaum französisch und er eher wenig englisch.
Im Bild unten unser Zimmer im Hotel H1 Antsirabe.

Zimmer im Hotel H1 Antsirabe

Weiter geht es im Reisebericht, Fahrt von Antsirabe vorbei an Ambositra nach Ranomafana

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Strandtag in Morondava

Heute ist etwas Ruhe angesagt. Wir sind ja mal zwei Nächte im gleichen Hotel, dem Hotel Sun Beach Morondava, welches recht nahe am Strand liegt.
Im Bild unten die Hotelzimmer, mit Balkon oder Terrasse, schauen zum Garten. Auf der anderen Seite geht es zum Meer. Da ist aber noch eine andere Anlage davor.

Hotel Sun Beach Morondava

Nach dem Frühstück im Hotel können heute ein bisschen relaxen. Nach 7 Tagen Rundfahrt ist etwas Ruhe angesagt.
Zum Frühstücken gibt es alles was man braucht und man sitzt schön zwischen Blumen und Palmen.

Frühstück Hotel Sun Beach Morondava

Damit es mit der Ruhe aber nicht zufiel wird, hat unser Guide noch einen kleinen Ausflug mit einem Auslegerboot organisiert. Mein Frau bleibt zuhause und ich bin mit ihm alleine unterwegs.

Gelbes Auslegerboot, Ausflug Morondava Mangroven
Wir fahren erst mal rudernder Weise durch einen kleinen Kanal an Mangrovenwäldern vorbei. Wir sehen einen Eisvogel, leider ist der zu schnell weg um ein Foto zu machen.

Auf der anderen Seite des Kanals gibt es eine Art Hafen, Anlegestelle. Von dort fahren die Einheimischen zum Fischen bzw. bringen von dort alles mögliche an Wahren und Personen auf die kleine Insel Betania, wo wir auch noch hin wollen.

Bunte Boote, Anleger der Schiffe von Morondava zur Insel BetaniaBunte Boote und Einheimische, Anleger der Schiffe von Morondava zur Insel Betania

Es gibt eine Art Taxi-Boot welches die Leute auf die Insel Betania fährt. Das kleine Boot ist ziemlich beladen.

voll beladenes Wassertaxi, Morondava Betania

Am kleinen Hafen/Anleger gibt es noch ein paar grössere Schiffe.

Grössere Schiffe, Anleger Morondava

Dann geht es weiter am Ufer entlang. Es kommt nun immer mehr Wind auf und zusammen mit dem ablaufenden Wasser kommen wir kaum mehr vorwärts.

Hinter uns kommen noch weitere Boote mit Touristen die an den Mangroven entlang fahren.

Ausflugsfahrt für Touristen zu den Mangroven, Morondava

Den Wind nutzen die Einheimischen für ihre Segelboote, die damit zum Fischen fahren.

Einbaum mit Ausleger, segeln vor Mangroven, Morondava

Wir fahren wegen dem starken Gegenwind dann gleich auf die andere Seite, erst mal auch an Mangroven entlang und kommen dann zu einem Fischerdorf.

Mangroven beim Kanal zwischen Morondava und Betania

Es ist ablaufendes Wasser und ein grösseres Boot liegt auf dem Sand.

Blaues grösseres Schiff liegt am Strand von Betania

Bei der Insel angekommen steigen wir aus und laufen erst mal etwas den Strand entlang.

Fischer säubern ihre Netze am Strand von Betania

Dort wird gerade der Fang aus den kleinen Kanus ausgeladen, mit dem die Fischer am Morgen unterwegs waren. Es gibt vor allem viele kleine Fische, wie Sardinen und andere, die mit den Netzen aus, von den Kanus gefangen werden.

Bunte Einbäume und Fischer am Strand von Betania, Madagaskar

Orange Piroge mit Fischern, Betania, Madagaskar

Es herrscht dort am Strand ein buntes Treiben. Neben den Fischern kommen die Einheimischen mit Booten von der anderen Seite und bringen allerhand Sachen mit.

Buntes Treiben der Einheimischen und Fischerboote, Strand Betania

Es liegen so allerhand bunte Fischerboote am Strand von Betania.

Bunte Pirogen, Morondava, Strand Bunte Piroge, Fischerboot, Strand Betania Einheimische und Fischerboote, Strand Betania, Morondava

Auf dem Bild unten der Kanal, der die Insel vom Festland trennt. Zu sehen im Hintergrund der Strand von Morondava wo die Hotels liegen.

Blick von der Insel Betania zum Strand von Morondava

Wir wandern ein Stück am Strand entlang und gehen dann von der anderen Seite ins Fischerdorf.

Bunte Einbäume auf der Insel Betania, Morondava

Häuser der Fischer auf der Insel Betania

Die Einheimischen, vor allem Fischer, leben dort in den verschiedensten Hütten, auf noch recht einfache Art.

Häuser aus Stroh und Holzzweigen der Fischer, MorondavaEinfache Hütte der einheimischen Fischer, Betania

Es gibt einen Brunnen, der das Dorf mit Frischwasser versorgt. Das müssen die Frauen mit Kanistern raus holen und dann nach Hause tragen.

Einheimische Frau holt Wasser aus dem Brunnen, Insel Betania, Madagaskar

Es hängt auch wieder überall Wäsche zum Trocken.

Bunte Wäsche hängt zum Trocknen, Madagaskar, Morondava

Heute ist gerade Pfingstsonntag und viele Leute sind schön angezogen und in den zwei Kirchen, die es im Ort gibt, ist einiges los.

Kirche, Insel Betania, Morondava, Madagaskar
Wiederum andere sitzen im Schatten der Bäume am Dorfplatz und unterhalten sich.

Dorfplatz im Sand mit Einheimischen unter den Bäumen, Betania, Morondava

Viele Häuser sind recht einfach nur aus Schilf gebaut. Vor allem die, die nahe an der Küste liegen. Unser Führer sagt, dass die die winterlichen Hurrikans kaum überleben und dann wieder neu aufgebaut werden müssen.

Einfache Häuser aus Schilfrohr und Holz im Dorf Betania, Morondava

Wir schauen uns ein bisschen um im Dorf und dann geht es wieder Richtung Strand, wo wir unser Auslegerboot zurück gelassen haben.
Es gibt dort auch noch Handwerker die Einbäume nach althergebrachten Methoden herstellen. Am Pfingstsonntag war aber auch da keiner am Arbeiten.

Aus einem Baumstamm entsteht ein Einbaum, Madagaskar

Ich mache noch einige Fotos und dann geht es wieder zurück auf die andere Seite.

Buntes Treiben der Einheimischen am Strand von Betania, Morondava
Die Ebbe ist schon recht niedrig und das Wasser ist sehr flach.
Die Schiffe die vorher noch geschwommen sind liegen jetzt schon am Strand.

Bei Ebbe liegen die Schiffe am Strand, Anleger Morondava.

Auch die Schweine lassen es sich gut gehen. In Madagaskar gehen auch die Schweine zum Sonnen an den Strand.

Schweine im Sand am Schiffsanleger von Morondava

Wir landen deshalb auch woanders an wo wir los gefahren sind. Von dort geht es auch wieder an vielen Fischerbooten und Transportschiffen zurück zum Hotel.
Es wird immer noch alles mögliche vom und zum Anleger getragen.

Waren werden transportiert, Hafen, Anleger Morondava Strasse zum Hafenanleger in Morondava
Unser Hotel liegt nicht weit vom Strand. Vielleicht so ungefähr 50 Meter. Wir gehen dann nochmal vor Mittag an den Strand.

Blick zum Strand von Morondava

Im Bild unten, Blick vom Strand in Richtung Hotel Sun Beach. Das ist aber nicht das, welches man sieht, sondern es liegt dahinter etwas in den Bäumen.

Blick vom Strand von Morondava zur Zone der Hotels, Sun Beach Hotel
Der Strand von Morondava gilt als einer der schönsten von Madagaskar.
Wegen dem Sonntag ist auch da einiges los. Auch da feiert eine Gruppe von Leuten den Pfingstsonntag am Strand. Ansonsten sind dort kaum Touristen. Wir sind ziemlich alleine. Richtung Zentrum von Morondava sind einige Einheimische beim Fussballspielen am Strand. Die Beachfußball Mannschaft von Morondava ist scheinbar ziemlich gut.

Strand von Morondava im nördlichen Bereich, Madagaskar

Bei Ebbe ist der Strand extrem weit. Man muss ziemlich lang laufen um komplett im Wasser zu sein. Es gibt viele Sandbänke die bei Ebbe zum Vorschein kommen und wo auch allerhand Einheimische unterwegs sind.

Im Bild unten der Bereich, vor den Mangroven, wo wir am Morgen mit unserem Boot gepaddelt sind.

Gebiet der Mangroven bei Ebbe, Morondava

Das grössere Boot liegt komplett auf dem Trockenen.

Ein Schiff liegt auf dem Trockenen bei Ebbe, Morondava, Madagaskar

Auf dem folgenden Foto die Insel Betania die man inzwischen schon fast zu Fuss erreichen kann. Es gibt nur noch kleine, sehr flache Kanäle die Wasser führen.

Schiffe liegen bei Ebbe am Strand von Betania, Morondava, Madagaskar

Nach unserem Strandspaziergang geht es ins Restaurant vom Hotel wo wir einen Salat essen und das einheimische Bier dazu trinken.

Terrasse Restaurant Hotel Sun Beach, Morondava

Im Garten von unserem Hotel gibt es auch einen kleinen Bereich wo einige Schildkröten leben.
An einer Engstelle gibt es gerade einen Schildkrötenstau.

Schildkröten beim Hotel Sun Beach, Morondava

Bei den Schildkröten gibt es ein paar Bananenstauden und darauf entdecke ich einen grünen Madagaskar Taggecko.

Grüner Madagaskar-Taggecko (Phelsuma madagascariensis), Morondava

Die schönen grünen Madagaskar Taggeckos sind auch beliebte Terrarientiere.

Grüner Madagaskar-Taggecko (Phelsuma madagascariensis) auf Bananenstaude, Hotel Sun Beach, Morondava

Dann ruhen wir uns erst mal ein bisschen aus.

Am Abend essen wir ja auch wieder im Hotel und gehen dann nicht zu spät ins Bett.

Weiter geht es im Reisebericht, Fahrt von Morondava über Miandrivazo nach Antsirabe

oder zurück zum vorherigen Artikel, Fahrt über Belo sur Tsiribihina nach Morondava, vorbei an der Baobab Allee bei Sonnenuntergang

Fahrt über Belo sur Tsiribihina nach Morondava, vorbei an der Baobab Allee bei Sonnenuntergang

Wir haben ja diesmal eine zweite Nacht im gleichen Hotel und geniessen wieder das Frühstück. Diesmal ein bisschen später wie gestern, erst um 6:30.
Um 7 fahren wir dann wieder in den Süden, wie auf der Hinfahrt erst mal über den Fluss Manambolo mit der Fähre, dann weiter die Sand und Geländepisten vorbei an Belo sur Tsiribihina, wo wir Mittagessen, und danach mit der grösseren Fähre übersetzen nach Morondava.

Am Morgen ist schon einiges los am Fluss. Es wird auch schon Wäsche gewaschen.

Kinder waschen Wäsche am Fluss Manambolo

Ein paar Einheimische kommen mit der Piroge von der anderen Seite des Flusses Manambolo.

Einheimische mit Piroge am Ufer des Flusses Manambolo

Auf dem Foto unten der Fluss Manambolo mit Blick in Richtung Westen.

Fluss Manambolo mit Blick in Richtung Westen

Auf der anderen Flussseite wird Reis angebaut und es gibt ein paar Häuser aus Schilf wo ein paar Einheimische wohnen.

Grünes Reisfeld mit Piroge am Fluss Manambolo

Nach der Fährüberfahrt geht es weiter in den Süden. Diesmal bleiben wir nicht in dem Tümpel stecken, wir wissen ja jetzt wo man fahren darf und wo nicht.

In der Mitte der Strecke, bei Belo sur Tsiribihina, essen wir wieder Mittag und schauen uns dann noch etwas im Ort um.
Es gibt einen Markt auf der Strasse und dort ist allerhand los.

Viele Menschen am Markt von Belo Sur Tsiribihina

Die Einheimischen verkaufen und kaufen dort alles, was für das tägliche Leben wichtig ist. Für den Touristen ist das bunte Treiben sehr interessant zu sehen.

Buntes Treiben am Markt von Belo Sur Tsiribihina

Als Transportmittel dient dort natürlich auch der Zebukarren. Ansonsten gibt es allerhand Stände die viele bunte Klamotten verkaufen.

Zebu Karren in Belo Sur Tsiribihina

Zebu Karren und Stand mit bunter Kleidung in Belo Sur Tsiribihina

Etwas südlich von Belo sur Tsiribihina geht es wieder auf die Fähre über den Fluss Tsiribihina.
Die voll beladenen Zebu Karren bringen jede Menge Säcke mit Erdnüssen, die dort auf Schiffe verladen werden.

Zebu Karren beladen mit Säcken von Erdnüssen am Fluss TsiribihinaMit Erdnusssäcken beladener Zebu Karren wird am Fluss Tsiribihina entladen

Es werden wieder vier Geländewagen auf die Fähre verladen und dann geht es los über den Fluss.

Autofähre mit Geländewagen und Touristen mit rosa bunten Sonnenschirmen am Fluss Tsiribihina

Im Bild unten ein Boot welches schwer beladen mit Erdnuss Säcken ist.

Boot schwer beladen mit Erdnuss Säcken am Fluss Tsiribihina

Auch bei den Schiffen für Personen wird der Platz genutzt. Die Fähre ist voll beladen. Zum Glück gibt es auf dem Fluss keine Wellen.

Schwer bledenes Schiff mit Einheimischen am Fluss Tsiribihina

Auch ein paar Fischer versuchen ihr Glück auf dem Tsiribihina Fluss.

Fischer versuchen ihr Glück auf dem Tsiribihina Fluss

Vor Morandava, am späten Nachmittag, machen wir einen Abstecher nach Westen und schauen uns noch den doppelten Baobab der Verliebten an.

Baobab der Verliebten, nähe Morondava

In der Umgebung gibt es noch jede Menge andere interessante Baobabs zu sehen.

Baobas in verschiedenen Grössen, Madagaskar, Westen

Unten im Bild ein Zwillingsbaobab.

Zwillingsbaobab bei Morondava

In der Nähe des Baobabs der Verliebten gibt es auch eine kleine Lagune. Wenn dort etwas mehr Wasser ist lassen sich da gute Fotos machen.

Lagune mit Baobabs. Nähe Baobab Allee Morondadva.

Im Anschluss daran schauen wir uns die berühmte Baobab Allee bei Sonnenuntergang an. Die haben wir ja schon bei der Hinfahrt gesehen aber bei Sonnenuntergang ist das nochmal interessanter.
Es ist dort sehr viel los. Bestimmt 50-70 Leute sind da um Fotos zu machen. Aber gut, das stört im Grossen und Ganzen auch nicht so.

Touristen an der Baobab Allee von Morondava

Am späten Nachmittag steht die untergehende Sonne hinter einem recht grossen Baobab.

Tief stehende Sonne hinter Baobab, Morondava

Wir haben ein bisschen Glück. Hinter einigen Baobabs im Osten geht gerade ein Regenschauer nieder und es gibt einen kleinen Regenbogen.

Regenbogen und mehrere Baobabs, Madagaskar Grosser Baobab und dahinter Regenbogen, Baobab Allee

Im Bild unten die Baobab Allee von Morondava in Richtung Norden.

Baobab Allee von Morondava bei Sonnenutnergang, Blickin Richtung Norden

Die Sonne geht schön langsam unter.

Sonnenuntergang hinter einer Gruppe von Baobabs, Baobab Allee von Morondava

Wie schon angesprochen ist man nicht alleine. Viele Touristen schauen sich täglich das Spektakel an.

Touristen vor grossem Baobab, Baobab Allee von Morondava

Die Sonne geht unter an der Baobab Allee. Danach wird es dann ruhiger und man kann trotzdem noch ein paar Fotos machen.

Sonnenuntergang Baobab Allee von Morondava Abendrot mit Baobabs und Mond, Madagaskar Oranges Abendrot mit Gruppe von schwarzen Baobabs, Morondava Es wird dunkel an Baobab Allee von Morondava
Nachdem wir einige Fotos gemacht haben geht es weiter zu unserem Hotel in Morondava. In der Stadt ist einiges los, es ist Samstag Abend und es sind viele Leute auf der Strasse.
Morondava liegt direkt am Meer und bietet einen der schönsten Strände von Madagaskar.
Unser Hotel Sun Beach liegt fast direkt am Strand. Unten unser Zimmer.

Zimmer Hotel Sun Beach, Morondava
Da wir ja Halbpension haben, essen wir wieder im Hotel.

Weiter geht es im Reisebericht, Strandtag in Morondava

oder zurück zum vorherigen Artikel, Besuch des Nationalpark Tsingy de Bemaraha mit den skurrilen Kalksteinfelsen

Besuch des Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Wir frühstücken wie immer im Hotel und heute wieder schon um 6 Uhr. Um 6:30 geht es für ein paar Wanderungen zum Nationalpark Tsingy de Bemaraha, welcher im Westen von Madagaskar liegt.

Im Bild unten die Häuschen des Hotels Orchidée du Bemaraha

Haus / Bungalow des Hotels Orchidée du Bemaraha

Allgemeines und Anreise zum Park

Der Nationalpark Tsingy de Bemaraha gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO und das interessanteste daran sind die bizarren Kalksteinfelsen die dort zu tausenden wie spitze Messer aus der Landschaft ragen.
Der Park befindet sich im Zentrum, Westen von Madagaskar, hat eine Oberfläche von 157.710 Hektar, eine Nord-Südausdehnung von ungefähr 100 Kilometer und eine Ost-Westausdehnung von 10-40 Kilometer. Er ist ca. 50 Kilometer von der Westküste entfernt.
Der Nationalpark Tsingy de Bemaraha ist nur in der Trockenzeit von Mai bis November zu erreichen.

Kalksteinfelsen Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Wie schon im vorhergehenden und nächsten Artikel beschrieben ist die Anreise zum Park recht anstrengend.
Es gibt im Prinzip zwei Möglichkeiten zum Nationalpark von Tsingy de Bemaraha zu kommen.
Vom Norden her, vom Ort Antsalova mit einem Geländewagen nach Bekopaka über eine Strecken von ca. 100 Kilometer, für die man ungefähr 4 Stunden braucht.
Die zweite, am meisten benutzte Stecke für Rundreisende aus dem Süden, kommt vom Süden, von Morondava her.
Diese führt von Morondava, über Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka. Dabei muss man zwei Flüsse mit einer Fähre überqueren und ca 200 Kilometer auf einer staubigen, nur mit Geländewagen befahrbaren Strasse zurück legen. Dafür muss man ca. 8-9 Stunden rechnen.
Weitere Möglichkeiten zum Nationalpark Tsingy de Bemaraha zu kommen sind per Boot oder Flugzeug.
Letztere ist natürlich die teuerste aber schnellste Verbindung von der Hauptstadt aus. Es gibt Flüge nach Antsalova und von dort nimmt man den Geländewagen nach Süden.
Das Boot ist eine weitere Möglichkeit.
Man kann von Ankavandra mit der Piroge in 3-4 Tagen den Manambolo Fluss runter fahren bis Bekopaka. Das Problem dabei ist allerdings, dass Ankavandra nur mit dem Flugzeug zu erreichen ist.
Eine andere Möglichkeit mit dem Boot zu kommen ist die schon beschriebene Stecke von Miandrivazo den Fluss Tsiribihina runter nach Belo Sur Tsiribihina und dann weiter ca. 100 Kilometer, ca. 4 Stunden von dort nach Bekopaka.

Touren, Wanderungen im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Es gibt im Nationalpark Tsingy de Bemaraha verschiedene Möglichkeiten auf verschiedenen Wegen zu wandern. Abgesehen vom landschaftlichen Interesse gibt es im Tsingy Nationalpark auch viele Tiere speziell Lemuren zu beobachten. Es gibt 13 Lemuren Arten im Park, die meisten sind nachtaktiv.
Wie schon angemerkt gibt es verschiedenen Routen, insgesamt 9 Touren durch den Nationalpark. Es gibt ein paar kleine zwischen dem Fluss und dem See, der sogenannte kleine Tsingy (Petit Tsingy) und mehrere grosse Touren, auch mit Abseilen. Man kann diese auch untereinander kombinieren.

Wanderweg Schild Nationalpark Tsingy de Bemaraha
Die grösseren Wanderungen dauern so zwischen 2-4 Stunden jede Tour. Die kleinen so ein bis zwei Stunden. Für die grossen Wanderungen im Tsingy sollte man schon eine gewisse Fitness mitbringen und auf jeden Fall schwindelfrei sein. Siehe Bilder weiter unten.
Im Nationalpark Tsingy de Bemaraha kann man sich ruhig zwei oder auch drei ganze Tage aufhalten. Wir haben das alles in einem Tag gemacht. Das wird dann aber schon anstrengen und es ist eine gute Kondition nötig. Ich habe drei Touren an einem Tag gemacht für die man normalerweise zwei Tage oder evtl. auch drei einplanen sollte. Bei zwei oder drei Tagen Aufenthalt rentiert sich auch die anstrengende An- und Abfahrt mehr. Man kann am Vormittag wandern und am Nachmittag etwas relaxen und das Hotel geniessen.
Abgesehen von den Wanderungen kann man auch noch Flussfahrten auf dem Manambolo Fluss machen. Es werden Flussfahrten in der Piroge von ca. 3 Stunden Dauer angeboten. Dabei sieht man die 50-80 Meter hohen Felswände der Schlucht, die der Manambolo Fluss heraus gearbeitet hat, sowie Grotten und interessante Felsformationen in den Kalksteinfelsen.

Flussfahrt mit Piroge auf dem Manambolo Fluss, Madagaskar

Unser Tag im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Wir starten unseren heutigen Tag mit einer etwas längeren Anfahrt, vom Hotel zum Startplatz einer der längeren Touren.
Wir machen zuerst die beiden grossen Wanderungen zusammen. Das sind dann so 6-7 Stunden. Dafür müssen wir allerdings erst knapp eine Stunde mit dem Wagen zum Startpunkt fahren. Der Weg ist recht schlecht. Wie immer ist noch ein örtlicher Führer des Nationalparks dabei.

Auf der Anfahrt kommen wir an einer rudimentären Schule vorbei. Die besteht nur aus ein paar Bänken und Tischen sowie einer Tafel aus rohem Holz im Schatten von ein paar Bäumen. Wir hatten ja vorher in Miandrivazo Schulmaterial eingekauft, Stifte, Hefte usw. und denken, dass das ein guter Ort währe um die Sachen dort zu lassen.

Einfache Dorfschule mit Kindern der Einheimischen, Madagaskar
Bevor es los geht werden wir mit Klettergurten versehen und eingewiesen. Es sind im Endeffekt doch leichte Klettersteige zu machen.

Wanderweg Circuit Broadway Nationalpark Tsingy de Bemaraha
Wir gehen los, erst mal durch den Wald. Wir sehen eine Art Ratte mit behaartem Schwanz. Dabei dürfte es sich wohl um die sogenannte Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys) handeln. Davon gibt es drei Arten die alle auf Madagaskar endemisch sind. Auf dem Foto die Westliche Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys lambertoni). Diese kommt nur im Gebiet des Nationalpark Tsingy de Bemaraha vor.

Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys), Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Auf der weiteren Wanderung sehen wir auch ein paar weisse Lemuren, die aber doch recht weit oben in den Bäumen sitzen. Bei diesen Lemuren dürfte es sich um die Von-der-Decken-Sifakas (Propithecus deckenii) handeln

Von-der-Decken-Sifakas (Propithecus deckenii, Tsingy de Bemaraha

Etwas später zeigen sich noch die braunen Lemuren die wir schon öfter gesehen haben.

Brauner Lemur, Tsingy de Bemaraha
Nun geht die Wanderung erst mal in eine Höhle, es geht bergauf bergab eine ganze Zeit durch die Kalksteingrotte und wir müssen auch das eine oder andere Mahl durch einen schmalen Durchgang. Da darf man nicht allzu übergewichtig sein und keine Platzangst haben.

Höhle, Wanderung im Tsingy de Bemaraha
Dann geht es schön langsam steiler bergauf, durch die Kalksteinfelsen. Man muss immer wieder mal die Hände zu Hilfe nehmen. Es gibt dann auch ein paar Leitern und wir müssen die Karabiner der Klettergurte zur Sicherheit an einem Stahlseil einhängen.
Beim Aufstieg sehen wir noch kurz einen nachtaktiven Lemuren vor seiner Baumhöhle sitzen. Bis ich aber meinen Fotoapparat zur Hand habe ist der verschwunden. Dann geht es weiter bergauf zu einem Aussichtspunkt. Von dort kann man sehr gut die messerscharfen Kalksteinfelsen überblicken.

Messerscharfe Kalksteinfelsen, Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Kalkstein Spitzen im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Danach geht es wieder bergab, nach kurzer Zeit führt die Wanderung über eine Hängebrücke, dann kommt ein recht steiles Stück hinunter.

Hängebrücke, Wanderung Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Für diese Tour sollte man auf jeden Fall schwindelfrei sein.

Klettersteig und Hängebrücke, Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Unten angekommen geht es erst mal wieder im Wald weiter. Wir sehen wieder die weissen Lemuren,Von-der-Decken-Sifakas (Propithecus deckenii), aber recht weit weg.

Weisser Lemure, Von-der-Decken-Sifaka (Propithecus deckenii), Tsingy de Bemaraha
Auch im Wald unten ist der Weg nicht immer leicht.

Wanderung durch unwegsames Gelände, Tsingy de Bemaraha

Die Vegetation in den Schluchten zwischen den Kalksteinfelsen ist teilweise relativ dicht.

Vegetation mit Bäumen in den Schluchten des Tsingy de Bemaraha
Da wir die beiden langen Touren machen geht es nun nicht zurück sondern weiter durch den Wald.

Wanderweg durch Kalksteinfelsen, Madagaskar Tsingy

Wir sehen nochmal eine der Waldratten. Westliche Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys lambertoni)

Nationalpark Tsingy de Bemaraha, Westliche Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys lambertoni)

Man sollte auch mal noch oben schauen. Es bieten sich spektakuläre Blicke nach oben zwischen den Felswänden hindurch.

Blicke nach oben durch die Felswände des Tsingy de Bemaraha

Teilweise sind die Durchgänge recht schmal und es dringt eher wenig Licht nach unten.

Tief eingeschnittener Canyon, Tsingy de Bemaraha

Wir sehen einen orange braunen Eisvogel der eine Mittagspause auf einem Ast macht. Dabei handelt es sich um einen Pygmäen Eisvogel auch Madagaskarfischer genannt (Corythornis madagascariensis). Dieser Eisvogel braucht keine Gewässer zum Überleben. Er ernährt sich von Insekten, kleinen Geckos und Chamäleons sowie von Fröschen.

Orange brauner Eisvogel, Pygmäen Eisvogel auch Madagaskarfischer, (Corythornis madagascariensis)

Die Bäume die weiter oben wachsen bilden riesige Wurzeln.

Dicke Wurzeln wachsen über die Felswände nach unten, Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Die Wanderungen durch den Nationalpark Tsingy de Bemaraha sind wirklich sehr abwechslungsreich und abenteuerlich.

Grüner, relativ dichter Trockenwald im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Dann betreten wir wieder die Unterwelt. Es geht durch einen wirklich schmalen Durchgang in eine grössere Höhle. Dafür muss man Rucksack und Foto abnehmen und kommt dann mit Müh und Not auf allen Vieren da durch.

Höhlenwanderung durch den Tsingy de Bemaraha
Danach wird es etwas weiter und wir gehen durch grosse Höhlen bergauf bergab.

Wanderweg durch die Höhlen des Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Teilweise muss man sich auch da wieder zur Sicherheit an das Stahlseil hängen. Es gibt immer wieder kurze aber steilere Abstiege.

Etwas schwieriger Abstieg mit Seil in einer Höhle im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Nach einiger Zeit haben wir uns eine Pause verdient. Wir sind ja schon gute 3 Stunden zu Fuss unterwegs. Wir essen unser Picknick was uns das Hotel gemacht hat. Da kommt eine kleine Manguste (Ringelschwanzmungo; Galidia elegans) und möchte auch was haben. Die bekommt ein bisschen Fleisch, Banane und ein bisschen vom Nudelsalat. Da hat die auch ein komplettes Essen.

Rot braune Manguste (Ringelschwanzmungo; Galidia elegans) Rot braune Manguste (Ringelschwanzmungo; Galidia elegans) Tsingy de Bemaraha
Das Picknick ist übrigens recht gut und recht reichlich, war aber auch nicht ganz billig, 25.000 Ar.. Eines ist fast für zwei Personen ausreichend. Dazu gibt es noch ein paar Schokowaffeln und einen halben Liter Wasser. Das ist allerdings für die grosse Tour, die wir machen, zu wenig. Am Nachmittag wird es schon recht warm und eineinhalb Liter sollte man auf jeden Fall dabei haben.
Nach der Pause teilen wir uns auf, meine Frau geht mit unserem Guide und einem anderen örtlichen Guide, der gerade vorbei kommt, zurück zum Auto.

Hoch aufragende Felsen, Wanderung Tsingy de Bemaraha

Ich gehe unsere ursprüngliche Tour mit unserem örtlichen Guide weiter. Es geht nochmal kurz durch eine Höhle und dann wieder recht steil, teilweise mit Leitern, teilweise so, über die Felsen wieder hinauf bis zu einem zweiten Aussichtspunkt.

Klettersteig mit Seil und Leiter am Tsingy de Bemaraha

Wanderguide bei Leiter auf der Tour im Tsingy de Bemaraha

 

Steiler schmaler Aufstieg mit Leiter, Klettersteig am Tsingy de Bemaraha

Auch dieser Teil der Wanderung durch den Tsingy de Bemaraha ist wirklich sehr schön und interessant.

Wanderung durch schmale Schlucht zwischen Kalksteinfelsen Tsingy de Bemaraha

Letzter Aufstieg auf Leiter zum Aussichtspunkt, Tsingy de Bemaraha

Die letzten Meter vor dem Aussichtspunkt am Tsingy de Bemaraha

Bizarre Kalsteinfelsen am Tsingy de Bemaraha

Von dort oben übersieht man wieder bestens die umliegende Karstlandaschaft. Es ist aber auch recht warm da oben.

Wanderung duch die scharfen Kalksteinfelsen am Tsingy de Bemaraha

Es gibt sehr interessante Felsformationen zu sehen, die die Erosion geschaffen hat. Dazwischen auch immer ein paar Pflanzen die sich an den extremen Standort angepasst haben.

Trockenliebende Pflanze und erodierte Felsen am Tsingy de Bemaraha

Von der Erosion frei gelegte Kalkstein Skulpturen am Tsingy de Bemaraha

Die Wanderung durch den Tsingy geht im oberen Bereich weiter, nochmal über eine schöne Hängebrücke zu einem weiteren Aussichtspunkt.

Hängebrücke über Schlucht, Wandertour durch den Tsingy de Bemaraha

Von der Erosion bearbeitete, messerscharfe, Kalksteinfelsen am Tsingy de Bemaraha

Dann geht es auf der anderen Seite wieder steil runter.

Steiler Abstieg über Leiter, Wandertour Tsingy de Bemaraha

Unten gehen wir weiter durch Spalten zurück in den Wald und weiter bis zum Parkplatz wo uns die anderen erwarten.
Insgesamt war ich so ca. 6 Stunden unterwegs.

Reisanbau an einer Lagune bei Bekopaka, Madagaskar
Wir fahren dann wieder mit dem Geländewagen zurück, lassen meine Frau im Hotel und ich fahren noch mit dem lokalen Führer weiter zu dem so genanten kleinen Tsingy. Auch dort gibt es verschiedene Wanderungen die man machen kann.

Schild Wandertouren am Kleinen Tsingy, Petit Tsingy

Das ist aber nicht so anspruchsvoll wie der grosse Tsingy. Wir der Name schon sagt ist dort alles etwas kleiner. Die Kalksteinfelsen sind niedriger und die Aufstiege nicht so lange. Das ist auch was für die, die nicht so gut zu Fuss sind. Es ist auch keine Klettersteigausrüstung erforderlich.

Der Fluss Manambolo am Petit Tsingy
Es geht erst kurz am Fluss entlang und dann hinein in die Karstlandschaft die aber nicht so ausgedehnt wie der grosse Tsingy ist.

Labyrinth aus schmalen Gänge beim Petit Tsingy, Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Schmale Schluchten beim Petit Tsingy, Nationalpark Tsingy de Bemaraha
Wir besteigen drei Aussichtspunkte und zwischen drin geht es immer wieder durch das Felslabyrinth der Karstfelsen hindurch.

Ausblick über die Kalkstein Nadeln und die Lagune beim Petit Tsingy de Bemaraha

Auch im kleinen Tsingy gibt es ganz interessante Pflanzen zu sehen. Ein paar blühen auch noch. Unten die Madagaskar-Palme (Pachypodium Lamerii).

Weiss blühende Madagaskar-Palme (Pachypodium Lamerii) beim Petit Tsingy de Bemaraha Weiss blühende Madagaskar-Palme (Pachypodium Lamerii) zwischen Kalksteinfelsen Petit Tsingy de Bemaraha

Die Pflanzen sind stachelbewährt und speichern in ihren dicken Stämmen das Wasser für die Trockenzeit.

Madagaskar-Palme (Pachypodium Lamerii) auf den Kalksteinfelsen im Petit Tsingy de Bemaraha

Eine Spinne hat sich ein ziemlich grosses Netzt zwischen den Felsnadeln gebaut.

Spinnennetz mit grosser Spinne mit roten Beinen im Petit Tsingy de Bemaraha

Wie wandern weiter durch das Felsenlabyrint. Am Boden wachsen auch ein paar Bäume.

Felslabyrinth mit Bäumen im Petit Tsingy de Bemaraha

Nach dem letzten Abstieg geht es am See vorbei. Dort steht die Sonne tief und man kann gut fotografieren. Es wird dort noch viel Reis angebaut.

Lagune beim Petit Tsingy de Bemaraha

Eine Frau setzt gerade neu Reisstecklinge ein.

Einheimisch Frau pflanzt Reis, Lagune beim Petit Tsingy de Bemaraha

Wir sehen noch eine Echse (Madagaskar Dornschwanzleguan oder Stachelschwanzleguan (Oplurus cyclurus)), beim Sonnen an einem Baum und dann läuft uns auch noch eine Schlange fast über die Füsse.

Madagaskar Dornschwanzleguan oder Stachelschwanzleguan (Oplurus cyclurus), Tsingy de Bemaraha
Zum Schluss der Wanderung kommen wir im kleinen Dorf wieder raus, was an der Anlegestelle der Fähre liegt.
Damit ist der Wandertag im Nationalpark Tsingy de Bemaraha aber nun beendet und wir fahren die letzten Meter mit dem Auto ins Hotel. Der Guide bekommt noch ein ordentliches Trinkgeld. Ich gehe noch anschliessend in den Pool vom Hotel zum Abkühlen.

Pool Hotel Orchidee du Bemaraha
Wir übernachten wieder im Hotel Orchidee du Bemaraha wo wir auch wie am Vortag zu Abend essen.

Weiter geht es im Reisebericht, Fahrt über Belo sur Tsiribihina nach Morondava, vorbei an der Baobab Allee bei Sonnenuntergang

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Besuch des Kirindy Forest, weiter über Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka

Wir frühstücken im Hotel. Wir sind die einzigen Gäste. Das Frühstück ist soweit recht gut. Im Bild unten Blick vom Restaurant des Hotels, Relais du Kirindy, auf den Pool.

Terrasse vom Restaurant des Hotels, Relais du Kirindy und Pool

Neben dem Hotel ist ein kleines Dorf zu dem der grosse, heilige Baobab gehört.

Heiliger Baobab und Dorf neben dem Hotels, Relais du Kirindy

Anschließend besuchen wir das Reservat Kirindy Forest das unter anderem für die madagassische Wildkatze Fossa bekannt ist. Wir haben Glück. Kurz nachdem wir ankommen und auf unseren Guide warten kommt plötzlich aus dem Wald eine Fossa Katze heraus und läuft über den Parkplatz. Die ist scheinbar schon gewöhnt dort vorbei zu schauen und überprüft alle Mülleimer ob sich da was findet. Es gibt nämlich bei der Station des Parks auch ein recht einfaches Hotel wo man auch übernachten kann. Man ist so mitten im Geschehen aber das Hotel ist schon recht rustikal.

Wie schon öfter erwähnt haben wir uns ja für eine recht komprimierte Rundreise durch Madagaskar entschieden und haben deshalb auch für den Kirindy Forest nur knapp einen halben Tag Zeit.
Man kann sich aber gut und gerne noch eine ganzen Tag länger im Reservat aufhalten. Es gibt dort viel zu sehen und dann kann man die ganze Sache etwas gemütlicher angehen.
Man kann in der einfachen Lodge im Kirindy Forest übernachten. Dort gibt es auch spezielle Unterkünfte für Wissenschaftler usw.. Die Unterkünfte dort sind sehr einfach, es gibt teilweise keinen Strom (wichtig zum Aufladen der Akkus für Foto, Video etc.) und auch manchmal kein Wasser bzw. nur mit Garaffen. Dafür hat man den Vorteil der kurzen Wege in das Reservat und sieht evt. mal am Abend oder am frühen Morgen einige Tiere die man sonst vielleicht nicht sieht.
Wir hatten Glück mit der Fossa und waren gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wenn man im Camp übernachtet ist die Wahrscheinlichkeit natürlich grösser im Reservat mehr zu sehen.
Auf der anderen Seite sind natürlich die Unterkünfte ausserhalb, zum ähnlichen Preis, deutlich komfortabler.

Fossa (Cryptoprocta ferox) Katze aus Madagaskar

Wir folgen eine ganze Zeit lang der Fossa die um und durch das Lager streift und man kann die ganz gut filmen und fotografieren. Dann wird ihr der Trubel der vielen Fotografierenden doch zu viel und sie verzieht sich in den Wald.

Fossa (Cryptoprocta ferox) Katze im Kirindy Forest
Wir beginnen nun unsere geplante Tour. Es gibt im Kirindy Forest zwei verschiedene tagaktive Lemuren zu sehen. Eine fast ganz weisse etwas grössere Art und eine bräunlich graue etwas kleinere Art.
Nach nicht all zu langer Wanderung durch den Wald sehen wir auch schon die erste, weisse, Lemuren Art, die sogenannten Larvensifakas (Propithecus verreauxi).

Larvensifakas (Propithecus verreauxi) im Kirindy Forest

Die sitzen in kleineren Familien in den Baobab Bäumen und fressen deren Früchte. Dabei lassen die sich kaum von uns stören.

Larvensifaka (Propithecus verreauxi) frisst an einem Baobab Baum

Ist allerdings auch schon mindestens 25-30 Meter weit weg. Wir schauen denen einen Zeit lang zu und gehen dann weiter.

Weisser Lemur, Larvensifaka frisst Brotfrüchte, Kirindy Forest

Die Larvensifakas sind grösstenteils weis, nur das Gesicht ist schwarz und die Kopfoberseite ist braunschwarz. Sie wiegen zwischen 3-3,5 Kilo.

Weisser Larvensifaka frisst am Baobab, Brotfrüchte, Kirindy Forest, Madagaskar

Nach wieder nur ein paar Minuten sehen wir die bräunlich grauen Lemuren. Es sind die Braunen Makis (Eulemur fulvus). Als erstes sind die auch auf den Bäumen beim Fressen. Etwas später kommen die aber sogar auf den Boden und uns bis auf vielleicht einen Meter nahe.

Ein Paar Braune Makis (Eulemur fulvus) im Kirindy Forest

Es ist ein Paar das sich recht witzig mit einer Art Grunzlauten unterhält. Wir können die beiden ein paar Minuten aus direkter Nähe betrachten und fotografieren. Dann steigen die wieder auf ihre Bäume.

Brauner Maki, Lemur (Eulemur fulvus) im Kirindy Forest

Wir laufen noch ein Stück weiter und unser Guide zeigt uns noch einen nachtaktiven Lemuren. Dabei dürfte es sich wohl um einen Wieselmaki handeln, evtl. den Randrianasolo Wieselmaki (Lepilemur randrianasoli).
Der ruht am Tag weil er bei Tageslicht kaum was sieht. Er sitzt vor seinem Baumloch etwas in der Sonne und bewegt sich kaum.

Wieselmaki, Randrianasolo Wieselmaki (Lepilemur randrianasoli), vor seinem Baumloch, im Kirindy Forest

Als wir ein bisschen Lärm machen zieht es sich etwas in sein Loch zurück.

Madagaskar, Kirindy Forest, Randrianasolo Wieselmaki in seinem Baumloch

Auf dem Rückweg sehen wir nochmals zwei der Larvensifakas.

Weiss, schwarzer Larvensifaka im Kirindy Forest, Madagaskar Lemur, Larvensifaka, Kirindy Forest, Madagaskar

Nach ca. 2 Stunden unserer Wanderung durch den Kirindy Wald gehen wir zurück zum Parkplatz und fahren weiter.
Es geht weiter die Westküste von Madagaskar entlang, aber schon ein Stück von der Küste entfernt, nach Norden. Wie den Tag vorher geht es auf einer unbefestigten Piste weiter die teilweise ganz gut zu befahren ist und teilweise ziemlich grosse Schlaglöcher und Wellen hat. Es ist dort auch etwas Verkehr mit grossen Lastwagen die Erdnüsse nach Süden, Morondava, bringen und natürlich auch einige Ochsenkarren.

Schwer beladener Minitraktor mit Erdnüssen, Strasse Morondava nach Belo Sur Tsiribihina
Kurz vor Belo Sur Tsiribihina kommen wir zu einem Fluss, dem Tsiribihina. Da es keine Brücke gibt müssen wir den auf einer Fähre überqueren. Es passen drei bis vier Allrad Wagen auf die rudimentäre Fähre und es fahren noch ein paar Einheimische mit.

Fähre für die Geländewagen über den Fluss Tsiribihina

Es sind noch andere Schiffe unterwegs. Im Bild unten werden auch wieder Säcke mit Erdnüssen ausgeladen die von der Region um Belo Sur Tsiribihina kommen.

Anlegestelle für Schiffe die Erdnüsse über den Fluss Tsiribihina verladen

Es gibt zwei Antriebe, Motoren, die die Fähren antreiben.

Bunte Schiffe, Antrieb der Fähren über den Fluss Tsiribihina

Geländewagen auf der Fähre über den Fluss Tsiribihina an der Anlegestelle

Nach dem Ablegen geht es erst ein paar Minuten den Fluss hinunter bevor wir den dann überqueren und hinter einer Sandbank in eine kleine Bucht mit Anlegestelle fahren.

Rotes Schiff transportiert Einheimische und Erdnusssäcke über den Fluss Tsiribihina

Dort geht es wieder runter von der Fähre und wir kommen zum Ort Belo Sur Tsiribihina.
Es werden wieder alle Geländewagen über eine Rampe ausgeladen. Zuerst steigen die Leute aus.

Einheimische steigen aus an der Anlegestelle von Belo Sur TsiribihinaFähre mit Geländewagen an der Anlegestelle von Belo Sur Tsiribihina

Auf der Sandbank wird auch Reis angebaut und es sind einige Fischer im Fluss beim Fischen.

Einheimische Fischer mit Einbaum vor einer Sandbank mit grünem Reisfeld am Fluss Tsiribihina

Die bunten Einbäume sind mit Reissprösslingen beladen die woanders eingepflanzt werden sollen.

Bunter Einbaum mit Einheimischen, mit Reissprösslingen am Fluss Tsiribihina

Dort machen wir Mittag. Das Lokal ist recht gut aber auch die Preise sind etwas an die Touristen angepasst, die dort hauptsächlich essen.
Dort gibt es auch Radler, vom Bierhersteller Tree Horses Beer.

Radler, Fresh, vom Bierhersteller Tree Horses Beer, Madagaskar

Es ist die letzte Station vor unserem Hotel in Bekopaka. Dazwischen ist so gut wie nichts. Nur ein paar kleine Dörflein der Einheimischen. Die Strasse wird dann immer schlechter. Wir kommen recht langsam vorwärts.

Rotbraune Staubstrasse von Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka

In der Gegend nördlich von Belo Sur Tsiribihina kommen uns immer noch einige Fahrzeuge gut beladen mit Erdnüssen entgegen.

Schwer beladenen Traktor mit Erdnüssen, Staubstrasse von Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka
Nun kommt das Highlight der Strasse, wir müssen eine Art Flussbett und einen Tümpel durchqueren. Dort steht das Wasser so zwischen 30-60 cm hoch. Wir schalten den Allradantrieb zu und los geht es. Das Flussbett schaffen wir noch ganz gut aber dann haben wir ein Problem. Es ist eine Bahn im grösserem Tümpel mit Stöcken abgesteckt der wir folgen. Das ist leider ein Fehler. Mehr oder weniger in der Mitte bleiben wir stecken. Es muss da, für uns unter Wasser unsichtbar, ein grösseres Loch sein, in das der linke Vorderreifen gerät. Dort ist das Wasser ca. einen Meter tief und wir kommen nicht mehr weiter. Wir versuchen noch wieder zurück raus zu kommen aber keine Chance. Wir stecken mitten im Teich fest.
Es kommen erst mal ein paar Einheimische schauen was los ist. Es werden immer mehr und wir sind die Attraktion. Die versuchen uns zuerst heraus zu schieben, aber das funktioniert nicht. Wir stecken viel zu fest und der Gländewagen ist viel zu schwer um den raus zu schieben.
Nach einigem Hin und Her steigt unser Guide aus, dabei kommt noch mehr Wasser ins Auto, und geht zurück zu anderen Fahren die erst mal stehen geblieben sind und schauen was wir da treiben. Wir hatten natürlich das Unglück die ersten zu sein.
Nach etwas Diskussion kommt ein geeignetes Gefährt mit Allradantrieb, der andere Geländewagen der schon da ist hat keinen, und versucht uns raus zu ziehen. Das scheitert erst mal an dem Abschleppband was die Belastung nicht aushält. Es reisst mehrmals, auch nachdem wir es doppelt nehmen. Dann kommt noch ein weiterer Wagen hinzu mit einem guten Band. Nachdem der erste Versuch misslingt klappt es dann schliesslich und wir werden rückwärts wieder auf festen Boden gezogen.
Nun kommt der zweite Versuch. Mit Schwung fahren wir nun weiter am Rand und dann in der Mitte über die kleine Böschung raus aus dem Tümpel auf einen mehr oder weniger ausgefahren Weg. Nach kurzer Fahrt müssen wir aber doch nochmal in den Tümpel und die letzten 10 Meter durchs Wasser. Das schaffen wir aber dann doch ganz gut. Dann geht es erst mal weiter, auf sehr unebener Strasse aber ohne Zwischenfälle.

Sonnenuntergang am Fluss Manambolo, kurz vor Bekopaka
Kurz vor unserem Ziel,Bekopaka, müssen wir nochmal über eine Fluss, den Manambolo. Auch das geht wieder nur mit einer Fähre. Diesmal ist die Strecke aber nicht so lange. Es geht direkt vom Sandstrand über Eisenrampen zuerst durchs Wasser und dann aufs Boot. Das Übersetzen dauert nur ein paar Minuten. Beim Anlegen und rausfahren gibt es aber dann noch einen Zwischenfall. Der andere Geländewagen, bei dem der Vierradantrieb nicht funktioniert, bleibt auf der steilen Rampe im Sand hängen. Der kommt auch nicht mehr weiter und muss wieder von einem anderen Fahrzeug aus dem Sandloch gezogen werden, wo er sich eingegraben hat.
Nun ist es endlich soweit. Nach über einer Stunde Verspätung kommen wir im Hotel Orchidée du Bemaraha an. Es ist auch schon wieder fast halb sieben Abends.

Zimmer im Hotel Orchidée du Bemaraha
Wir beziehen unser Zimmer, gehen noch zum Essen und dann ist Schluss für heute.
Morgen stehen wir wieder früh auf. Um 6:30 startet unsere Tour.

Weiter geht es im Reisebericht, Besuch des Nationalpark Tsingy de Bemaraha mit den skurrilen Kalksteinfelsen

oder zurück zum vorherigen Artikel, Reisebericht, Fahrt, Miandrivazo an die Westküste von Madagaskar zum Nationalpark Kirindy Forest

Fahrt, Miandrivazo an die Westküste von Madagaskar zum Reservat Kirindy Forest

Die heutige Etappe unserer Rundreise durch Madagaskar führt uns zuerst von Miandrivazo nach Süden, vorbei an Malaimbandy und weiter nach Westen an die Küste zur Stadt Morondava, wo wir Mittagessen. Von dort fahren wir weiter nach Norden, vorbei an der Baobab Allee zum Kirindy Forest Reservat.

Unten im Bild der Pool vom Hotel Princesse Tsiribihina mit Blick auf die Landschaft am Fluss Mahajilo.

Pool vom Hotel Princesse Tsiribihina, Miandrivazo

Blick vom Frühstücksraum des Hotels auf die Ebenen am Fluss.

Ausblick Frühstücksraum Hotel Princesse Tsiribihina, Miandrivaz

Nach dem Frühstücken um ca. 7:30 Uhr im Hotel fahren wir weiter in den Westen von Madagaskar. Als erstes besuchen wir aber noch den Ort Miandrivazo und den Fluss Mahajilo. Am Fluss kann man auch kleine oder grössere, mehrtägige Kanufahrten machen.

Leute am Fluss Mahajilo, Ort Miandrivazo

Der Fluss Mahajilo wird für alles Mögliche genutzt, auch zum Abspülen des Geschirrs.

Frau beim Abspülen des Geschirrs, Fluss Mahajilo, Miandrivazo

Wie schon angesprochen gibt es die Möglichkeit von Miandrivazo aus mit einem Boot oder auch Einbaum (Piroge), Touren zu unternehmen. Dies können kleinere oder grössere Bootsfahrten sein. Der Fluss Mahajilo vereinigt sich einige Kilometer südlich von Miandrivazo mit dem Fluss Mania und fliesst dann weiter nach Westen und nennt sich später Tsiribihina. Von Miandrivazo bis zur Mündung in den Kanal von Moçambique bei Belo Sur Tsiribihina sind das so 170 Kilometer. Dafür braucht man 2-3 Tage, je nachdem ob man mit einem Motorboot fährt oder padelt. Unterwegs übernachtet man auf Sandbänken am Fluss in Zelten.

Einbaum Kanus, Fluss Mahajilo

Wer etwas mehr Zeit hat und die etwas unbequeme Art drei Tage, ohne Sonnenschutz in einem Einbaum zu padeln nicht scheut, erlebt natürlich die Natur im und am Fluss besonders hautnah und ohne Motorenlärm. Wer es etwas gemütlicher und schneller haben will nimmt das Motorboot.

Motorboot für Flussfahrt auf dem Mahajilo von Miandrivazo aus

Die Einheimischen nutzen den Einbaum noch ganz normal als Fortbewegungsmittel.

Einheimischer auf Einbaum Kanu, Madagaskar
Im Ort ist am Morgen wieder einiges los und wir laufen ein bisschen durch den Trubel.

Buntes Treiben mit vielen Einheimischen, Hauptstrasse von Miandrivazo

Miandrivazo ist ein relativ grosser Ort mit ca. 20.000 Einwohnern. Es gibt dort die verschiedensten Häuser zu sehen.

Typisch madagassisches Gebäude in MiandrivazoHaus mit Geschäft an der Hauptstrasse von Miandrivazo

An der Hauptstrasse von Miandrivazo gibt es praktisch jeden Tag eine Art von Markt und die Einheimischen bieten direkt vor den Häusern ihre Waren an.

Stand mit bunter Kleidung zum Verkauf, Miandrivazo Madagaskar

Die Leute von Miandrivazo mögen besonders bunte Kleidung, die es dort in verschiedenen Ständen zu kaufen gibt.

Strassenmarkt und typisches Gebäude in Miandrivazo Madagaskar

Dort werden auch Öfen zum Kochen und leere Wasserflaschen verkauft.

Stand mit Öfen zum Kochen für Holzkohle, Madagaskar

Viele Fahrrad Rikschas tun ihren Dienst im Ort.

Rikscha Fahrer und buntes Treiben auf der Hauptstrasse von Miandrivazo

Von Miandrivazo fahren wir zum Reservat von Kirindy Forest welches praktisch an der Westküste der Insel liegt. Die Fahrt dauert recht lang. Bis Morondava geht es noch, die Strasse ist meist recht gut. Wir brauchen von Miandrivazo nach Morondava ca 4,5 Stunden Fahrzeit.
In der Flussebene von Miandrivazo wird viel Reis angebaut.

Reisfelder in der Ebene auf dem Weg von Miandrivazo nach Morondava

Nach ein paar Kilometern Fahrt, südlich von Miandrivazo, kommen wir zum Fluss Mania (Tsiribihina), über den eine Brücke führt, die wir überqueren.

Fluss Mania (Tsiribihina) und Brücke für die Strasse nach Morondava

Wir überqueren die Brücke über den Fluss Mania (Tsiribihina)

Wir kommen an ein paar Flüssen vorbei aber sonst ist die Landschaft eher trocken. Schon fast eine Steppe. Nur in den Senken und an den Flüssen ist es grüner.

Wir fahren die Nationalstrasse RN34 bis kurz vor Malaimbandy und biegen dann nach Westen auf die RN35. Als Hauptverkehrsverbindung von der Hauptstadt Antananarivo in den Westen von Madagaskar, an die Küste, sind dort auch viele Taxi Bus unterwegs.
Wenn nicht alle Leute ins Auto rein passen steht halt noch einer hinten auf der Leiter.

Überfüllter Taxi Bus, Strasse von Miandrivazo nach Morondava

Die Hütten, an denen wir vorbei fahren, werden immer einfacher. Viele sind einfach aus Holz und Schilf gebaut.

Dorf, einfache Hütten aus Stroh und Holz, Madagaskar

Auf unserer Fahrt zur Westküste von Madagaskar überqueren wir einen weiteren Fluss, Sakena genannt.

Wir überqueren den Fluss Sakena, Strasse Miandrivazo nach Morondava

Dort werden gerade ein paar Zebus getränkt.

Zebus beim Trinken auf einer Sandbank im Fluss Sakena, Madagaskar

In der Nähe der Flüsse und in Nebentälern ist die Landschaft noch recht grün, durch die vielen Reisfelder die es dort gibt.

Ebene mit grünen Reisfeldern auf der Fahrt von Miandrivazo nach Morondava

Entfernt man sich von den Flüssen ist die Umgebung recht trocken, schon fast karg.

Trocken, karstige Landschaft im Tiefland vor Morondava, Madagaskar Westen

Wir halten unterwegs mal kurz, damit der Fahrer etwas verschnaufen kann und seinen Kaffee bekommt. An den kleinen Ständen an der Strasse kann man auch was essen aber wir sehen eher davon ab.

Essensstand an der Strasse, Madagaskar Westen

Wie fahren an vielen Häusern vorbei wo Reis getrocknet wird. Der liegt auf Folien auf der Erde aber oft auch auf der Strasse.

Reis trocknet auf Folien vor Häusern an der Strasse, Madagaskar

Vor Morondava kommen wir an immer mehr Baobab Bäumen vorbei.

Grosser Baobab an der Strasse nach Morondava

Die Baobabs stehen auch zwischen den Reisfeldern, die zur Küste hin wieder mehr werden.

Baobab zwischen Reisfeldern mit Wasser, Madagaskar Westen

Wir essen in Morondava mittag. Das Restaurant ist ganz gut an einem Zulauf zum Meer aber nicht ganz billig zumindest für madagassische Verhältnisse.
Wir können auf der Terrasse des Restaurants den Fischern bei ihrer Arbeit zusehen.

Zwei Fischer mit Netz beim Fischen im Fluss in Morondava

Anschliessend geht es durch Morondava hindurch nach Norden zum Hotel. Auch in der Küstenstadt ist einiges los.

Blaues Fahrrad Rikscha, in Morondava
Auf dem Weg dorthin geht es an vielen Baobabs vorbei. Kurz nach Morondava liegt die bekannte Baobab Allee. Wir halten kurz, laufen ein bisschen rum und machen Fotos.

Baobabs an der Baobab Allee von Morondava

Am Nachmittag ist es auf der Baobab Alee von Morondavon noch recht ruhig. Es sind kaum Touristen da und man kann auch ganz gut fotografieren.

Die Baobab Allee am Nachmittag, Madagaskar Baobab Allee Morondava, Madagaskar Einheimische in bunten Gewändern Baobab Allee Morondava

Der grosse touristische Andrang auf der Baobab Allee ist dann erst zu Sonnenuntergang. Da sind dann viele dutzend Urlauber unterwegs. Wir wollen uns das ein paar Tage später auch nochmal anschauen und sind dann live dabei.

Riesige Baobabs und zwei Einheimische auf der Baobab Allee

Anschließend geht es weiter auf der unbefestigten Strasse zum Hotel. Die Strasse ist teilweise recht schlecht und es ist praktisch ein Geländewagen nötig. Es sind auch so einige grosse Lastwagen unterwegs die vor allem Erdnüsse geladen haben.
Kurz vor dem Hotel gibt es noch einen riesigen, heiligen, Baobab zu bewundern. Er ist der grösste den es in der Gegend gibt.

Heiliger Baobab in der Nähe des Hotels, Relais du Kirindy

Riesiger heiliger Baobab, Nähe Hotels, Relais du Kirindy

Wir übernachten im Hotel Relais du Kirindy. Das Hotel liegt nur ein paar Kilometer vom Reservat entfernt. Es besteht aus einzelnen Bungalows/Hütten und bietet eine Pool. Für den Pool haben wir natürlich keine Zeit.

Wir beziehen unsere Hütte und haben ein paar Minuten Zeit uns aus zu ruhen. Es ist kaum jemand ausser uns im Hotel.
Im Bild unten die Terrasse unseres Holzbungalows mit Blick auf das Haupthaus und Restaurant.

Blick Terrasse Hotel, Relais du Kirindy
Am Abend machen wir noch eine kleine Nachtwanderung durch das Reservat Kirindy Forest. Wir sind so eineinhalb Stunden unterwegs auf der Suche nach nachtaktiven Lemuren. Wir sehen einen weit oben im Baum, aber eher nur den Schwanz. Sonst zeigt er sich nicht. Dann sehen wir einen weiteren, der sitzt aber auch in einer Astgabel relativ weit oben und ist schlecht zu sehen.
Zwischendrin sehen wir immer mal ein schlafendes Chamäleon.

Chamäleon, Nachtwanderung, Reservat Kirindy Forest

Wir wandern eine ganze Zeit weiter, kreuz und quer durch den dunklen Wald. Nun entdeckt unser Guide einen recht kleinen Lemur der nicht all zu weit entfernt auf einem Ast sitzt und uns mit grossen leuchtenden Augen anschaut. Wir können den ganz gut fotografieren.

Nachtaktiver Lemur, Nachtwanderung, Reservat Kirindy Forest

Dann geht es weiter. Zum Schluss sehen wir noch einen sehr kleinen Maus Lemur. Der sitzt auch etwas weiter auf dem Baum und ist schwierig zu fotografieren.

Nachtaktiver Maus Lemur, Nachtspaziergang, Kirindy Forest
Nach eineinhalb Stunden Nachtwanderung im Kirindy Forest laufen wir zurück zum Auto und fahren zum Hotel. Da sehen wir noch in der Ferne im Scheinwerferlicht eine der Katzen, Fossa genannt, ins Dickicht verschwinden.

Nach der Nachtwanderung gehen wir noch Essen. Wir sind die einzigen Gäste und werden sehr gut bedient. Essen ist wieder ein Menü.
Es gibt noch zwei Mojitos zum Abschluss des Tages. Dann geht es unter die Dusche und ins Bett. Am nächsten Tag müssen wir wieder sehr früh los. Wir sollten um 6 Uhr aufstehen.

Weiter geht es im Reisebericht, Besuch des Kirindy Forest Weiterfahrt über Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka

oder zurück zum vorherigen Artikel, Besuch der Stadt Antsirabe, Weiterfahrt nach Westen nach Miandrivazo

Besuch der Stadt Antsirabe, Weiterfahrt nach Miandrivazo

Der heutige Teil unserer Rundreise durch Madagaskar beginnt mit dem Besuch der Stadt Antsirabe und den zwei Seen die in der Nähe der Stadt liegen. Danach geht es weiter in den Westen zum Ort Miandrivazo welcher an einem Fluss liegt.

Wir frühstücken in unserem Hotel Royal Palace Antsirabe. Das Frühstück ist recht gut. Es gibt ein kleines Buffet.

Frühstücksbuffet, Hotel Royal Palace, Antsirabe
Danach besuchen wir erst mal die Stadt Antsirabe. Sie ist die höchst gelegenste Stadt von Madagaskar, deshalb war es nachts auch recht kühl. Wir fahren zuerst ein Stück in die Stadt um ein paar Handwerker zu besuchen, die Miniaturspielzeug aus allerlei recycelten Material herstellen. Ist ganz interessant.

Miniaturfahrrad, Modell, Madagaskar

Modellfahrrad aus recyceltem Material, Antsirabe

Miniaturmodell eines alte Citroen Busses, Taxibus, Madagaskar

Dann geht es noch zu einem weiteren Kunsthandwerker der verschiedene Sachen aus Zebu Horn macht.

Anschliessend geht es in die Stadt. Es gibt dort ein paar interessante Strassen und Gebäude zu sehen wie die katholische Kirche und ein paar koloniale Häuser.

Im Foto unten die Post von Antsirabe.

Koloniales Gebäude, Post von Antsirabe, Madagaskar

Auf dem Foto unten Monument am Unabhängigkeitsplatz von Antsirabe.

Unabhängigkeitsplatz von Antsirabe
Wir gehen vom Bahnhof über den Unabhängigkeitsplatz zum Kurhotel. Auf dem Foto unten der Bahnhof von Antsirabe.

Koloniales Gebäude, Bahnhof von Antsirabe

Auf dem Foto das Kurhotel von Antsirabe.

Kurhotel von Antsirabe

Dann fahren wir kurz zum ausprobieren mit einer Art Rikscha zur katholischen Kirche.

Bunte Rikschas in Antsirabe, Madagaskar

Wir fahren mit der Rikscha weiter ins Zentrum.

Fahrt mit der Rikscha durch Antsirabe

Die katholische Kirche von Antsirabe.

Katholische Kirche von Antsirabe

Von dort geht es dann zu Fuss weiter über die Hauptstrasse zur Markthalle. Die ist wirklich sehr interessant.
Unten im Bild ein bunter Gemüsestand in der Markthalle.

Bunter Gemüsestand in der Markthalle von Antsirabe

Vom Metzger ohne Kühlung bis Fisch, Obst und Gemüse gibt es dort alles. Im hinteren Teil auch Kleidung usw.

Metzger in einer Markthalle, Madagaskar

Der Fisch ist wenigstens mit Eis gekühlt.

Fisch am Markt in Antsirabe

Auch Essensstände gibt es in der Markthalle. Das ist aber wohl für den normalen europäischen Magen eher nichts.

Essensstand in der Markthalle von Antsirabe

Wir gehen dann noch ein Stück die Hauptstrasse weiter und schauen uns das Treiben dort an.

Hauptstrasse mit buntem Treiben in Antsirabe

Auch auf der Strasse wird noch einiges verkauft. Im Bild unten getrockneter Fisch und Süsswassergarnelen in verschiedenen Farben und Grössen.

Stand an der Strasse mit getrocknetem Fisch und Garnelen, Madagaskar

Es ist soweit alles ganz interessant aber es gibt dort natürlich recht viele Leute die einem irgend etwas verkaufen wollen oder einfach nur Geld haben wollen. Da muss man auch eher standhaft bleiben. Das Problem ist, wenn man einem was gibt hat man gleich eine Haufen von Leuten um sich, die auch was haben wollen. Die kriegt man dann nur sehr schwer wieder los.

Auf dem Foto unten befüllt der Wasserverkäufer gerade seine Kanister an der Wasserstelle, für Leute die keinen eigenen Wasseranschluss haben.

Wasserverkäufer füllt seine Kanister auf, Hauptstrasse in Antsirabe

Für etwas weitere Strecken und mehr Fahrgäste gibt es ausser den Rikschas auch noch TukTuks. Die sind meistens gelb.Tuk Tuk Taxis in Antsirabe, Madagaskar

Teilweise sind die Häuser extrem bunt angemalt. Meist als Werbung für irgend ein Produkt. Ausser den Tuk Tuks und den normalen Rikschas gibt es auch noch Fahrrad Rikschas als Taxi.

Gelbes Haus mit Werbefläche und Fahrrad Rikscha davor, Madagaskar
Antsirabe ist auch bekannt für das Bier welches dort gebraut wird, das Three Horses Beer. Beim Hinausfahren aus der Stadt kommen wir an der Brauerei vorbei.

In der Umgebung von Antsirabe gibt es zwei Seen. Einen normalen Süsswassersee und einen Kratersee den man auf einer Wanderung besuchen kann.
Der Besuch des Kratersees, Lac Tritriva, kostet natürlich etwas und es kommt ein lokaler Guide mit. So kommt zumindest das Geld auch etwas unter die Leute.

Auf dem Weg dorthin kommt man an sehr rustikalen Fahrzeugen vorbei.

Zebu Karren, auf dem Web von Antsirabe zum Kratersee von Tritriva

Nachdem wir etwas mit dem Auto hinauf gefahren sind wandern wir noch ein bisschen weiter bergauf. Da haben wir schon den ersten Überblick über den Tritriva Kratersee, der zwischen Kiefern und anderen Bäumen liegt.

Kratersee Lac Tritriva zwischen Kiefern

Der Guide führt uns entlang der verschiedenen Pfade und erklärt uns auf dem Rundweg einiges zum Kratersee. Es geht dann bergab bis ans felsige Ufer. Dort könnte man auch mit einem Boot fahren.

Lake Tritriva, Antsirabe

Der See liegt wirklich recht interessant zwischen steilen Felsen. Ein Kuriosum ist, dass er in der Regenzeit weniger Wasser hat als in der Trockenzeit. Im Bild unten Blick von einem Aussichtspunkt über den Lac Tritriva.

Blick von einem Felsplateau auf den Lac Tritriva

Wir sind nach einiger Zeit auf der anderen Seite des Sees angelangt und sehen gegenüber den Weg bergab zum Ufer des Kratersees. Für die ganze Runde um den Lac Tritriva benötigt man etwa eine Stunde wenn man es gemütlich angeht.

Aussicht zwischen Kiefern auf den Kratersee Lake Tritriva, Antsirabe

Panoramafoto vom Umland des Kratersees Lake Tritriva mit der Anfahrtsstrasse von Antsirabe aus.

Panorama, Umland des Kratersees Lake Tritriva mit Reisfeldern und Anfahrtsstrasse von Antsirabe

Anschließend schauen wir noch zum zweiten See. Der Lac Andraikiba liegt nicht weit von Andasibe entfernt und ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Der Andraikiba See liegt recht ruhig da und wir machen eine kleine Bootsfahrt und anschliessen gehen wir noch etwas essen.

Panoramafoto vom See Lac Andraikiba

Wie überall in Madagaskar wird jeder See, Fluss oder sonstiges Wasser zum Wäschewaschen genutzt.

Frauen beim Wäschewaschen am Lake Andraikiba

Auch die Babysachen kommen nicht zu kurz und werden auf einer Agave getrocknet.

Baby Wäsche trocknet auf Agave, See Andraikiba, Antsirabe

Überall liegt die Wäsche zum Trocken. Am See gibt es die Möglichkeit mit einem Boot eine Runde zu drehen und am Parkplatz gibt es jede Menge Stände die Souvenirs verkaufen.

Madagassisches Haus mit trocknender bunter Wäsche am Lac Andraikiba
Nach dem Essen am See geht es weiter in Richtung Westen, vorbei an einigen Dörfern wie Betafo, durch Landschaften die zuerst von Reisterrassen geprägt sind aber dann immer trockener werden.

Reisfelder und Reisterrassen an der Strasse von Antsirabe und Mandoto

Die Landschaft zwischen Antsirabe und Mandoto ist recht abwechslungsreich und hügelig mit höheren Bergen im Hintergrund und Reisterrassen weiter unten.

Hügelige Landschaft mit Reisterrassen und Berglandschaft nach Antsirabe

Der  Monsun der Regenzeit hinterlässt oft auch grössere Schäden in Madagaskar. Hier muss ein Brücke neu gebaut werden die von den Wassermassen davon gerissen wurde.

Brückenbau nach Monsun auf Madagaskar

In den kleinen Nebentälern sieht man immer viele Reisterrassen.

Reisterrassen an der Strasse von Antsirabe nach Mandoto

Die Landschaft auf der Hochebene in Richtung Westen von Madagaskar wird immer trockener. Es gibt dort leider kaum mehr bewaldete Gebiete.

Trockene Hügellandschaft zwischen Antsirabe und Mandoto, Madagaskar Zentrum

Die Häuser auf dem Land in Madagaskar sind meist sehr einfach. Das Leben spielt sich oft draussen ab.

Rustikales, einfaches Haus im Zentrum von Madagaskar zwischen Antsirabe und Mandoto

Der Ort Mandoto liegt ungefähr in der Mitte der Strecke von Antsirabe nach Miandrivazo und fällt durch seine Kirche mit einem auf dem Kopf stehenden Kreuz auf. Wir machen einen kurzen Stopp damit unser Fahrer einen Kaffee trinken kann.

Hauptstrasse von Mandoto mit typischen Häusern und der Kirche mit umgedrehtem Kreuz im Hintergrund

Die Strasse ist am Anfang ganz gut, bekommt aber dann immer mehr Schlaglöcher. Wir kommen da nur bedingt gut vorwärts. Es geht weiter über die hügelige eher trockene Hochebene im westlichen Zentrum von Madagaskar. Es gibt immer weniger Reisfelder dafür mehr Viehherden, meist Zebus.

Trockene Graslandschaft im westlichen Zentrum von Madagaskar vor Miandrivazo

Unser Tagesziel ist Miandrivazo. Der Ort liegt am Fuss der Berge an einem Fluss.
Im Bild unten Miandrivazo von einem Aussichtspunkt beim Sonnenuntergang aus gesehen. Hinter dem Ort der Fluss Mahajilo.

Miandrivazo und der Fluss Mahajilo im Abendrot

In Miandrivazo bleiben wir im Hotel Princesse Tsiribihina, welches ganz gute Ausblicke auf die Umgegend bietet. Das Hotel ist ganz ordentlich und es gibt auch einen Pool.

Pool vom Hotel Princesse Tsiribihina im Abendrot

Wir kommen allerdings wieder eher spät an und die Sonne ist schon untergegangen. So gehen wir nicht mehr in den Pool. Wir beziehen unser Zimmer. Das sind lauter kleine aneinander gereihte Häuschen.

Zimmer, Häuschen vom Hotel Princesse Tsiribihina, Miandrivazo
Es ist relativ warm weil vor allem die Terrasse und die Vorderwand nach Westen ausgerichtet sind und sich ordentlich aufgeheizt haben.
Unser Führer hat uns aber sowieso gesagt das Miandrivazo zu den wärmsten Gebieten auf Madagaskar gehört.
Wir essen noch im Hotel. Es gibt Menü, aus drei Vorspeisen, Hauptspeisen und Nachtisch zu wählen. Ist recht gut. Es gibt nichts zu meckern. Heute gehen wir dann auch mal etwas früher ins Bett. Auch am nächsten Tag müssen wir wieder früh raus, allerdings etwas später wie die vorigen Tage.

Weiter geht es im Reisebericht, Fahrt, Miandrivazo an die Westküste von Madagaskar zum Nationalpark Kirindy Forest

oder zurück zum vorherigen Artikel, Reisebericht, Besuch des Nationalpark von Analamazaotra und Weiterfahrt vorbei an Behenjy nach Antsirabe

Besuch Nationalpark von Analamazaotra, Weiterfahrt vorbei an Behenjy nach Antsirabe

Der Plan für den heutigen Tag unserer Rundreise durch Madagaskar beginnt mit dem Besuch des Nationalparks von Analamazaotra. Dort machen wir eine knapp 3 stündige Wanderung. Danach fahren wir von Andasibe zurück in Richtung Westen, vorbei an der Hauptstadt Antananarivo, und weiter in den Süden nach Antsirabe. Das sind ca. 300 Kilometer für die wir gute 7 Stunden, mit einem Zwischenstopp zum Mittagessen bei Antananarivo und in einer Aluminiumgiesserei, benötigen.

Nach dem Frühstück im Hotel geht unsere heutige Tour als erstes zum Nationalpark von Analamazaotra.

Frühstück im Hotel Feon ' ny Ala

Blick vom Restaurant / Frühstücksterrasse vom Hotel auf den Nationalpark Analamazaotra.

Frühstück mit Blick auf den Nationalpark von Analamazaotra

In diesem Nationalpark kann man verschiedene Wanderungen unternehmen.

Informationsschild Nationalpark von Analamazaotra, Madagaskar

Der Park ist gut besucht aber die Leute verteilen sich im Normalfall ganz gut. Es gibt dort viele frei lebende Lemuren und allerhand andere Tiere. Wenn sich ein interessantes Tier sehen lässt versammeln sich da immer ein paar Leute.

Besucher im Nationalpark von Analamazaotra, beim Fotografieren
Der Analamazaotra Nationalpark ist besonders für die schwarzweissen Lemuren, den Indri bekannt.
Der Indri ist die grösste Lemurenart die es noch gibt. Er kann so zwischen 6,5-9,5 Kilogramm wiegen und hat nur einen Stummelschwanz.

Wir wandern mit dem gleichen lokalen Guide, von der Nachtwanderung am Vortag, durch den Nationalpark. Als erstes sehen wir erst mal einige braune Lemuren, die wir auch ganz gut fotografieren können.

Brauner Maki in der Astgabel, Park von Analamazaotra
Dann geht es einen Hügel bergauf in das Gebiet einer Indri Familie. Wir laufen erst mal eine Zeit lang rum ohne was zu sehen. Wenn sich die Tiere nicht bewegen oder schreien sind die in den Bäumen schwer zu finden. Unser Guide macht sich dann erst mal alleine auf den Weg und findet nach ca. 10 Minuten den ersten Indri Lemur. Der sitzt auf einem höheren Baum und bewegt sich kaum. Schaut nur ab und zu mal runter. Dort oben ist der schwer zu fotografieren.

Nach einiger Zeit gehen wir weiter und suchen einen anderen Indri. Der ist wieder etwas weiter unten am Hügel und es geht über Stock und Stein relativ steil bergab. Gut das es im Gestrüpp keine giftigen Tiere gibt. Dafür werden wir mit einer guten Position zum Beobachten des zweiten Indri belohnt. Wir bleiben eine Zeit lang und machen viele Fotos und Videos.

Indri sitzt auf einem Ast, Analamazaotra

Dann geht es weiter. Es gibt noch weitere Lemuren zu sehen.
Wir laufen wieder ein Stück bergauf, auch recht steil, und sehen dann noch eine dritte Lemurenart, die sind weiss-braun und auch sehr nett anzuschauen. Es sind die auch schon im Vakona Park gesehenen Diademsifakas (Propithecus diadema). Wir folgen denen eine Zeit lang, mit noch anderen Besuchern von anderen Gruppen, und machen viele Fotos.

Diademsifakas (Propithecus diadema), Nationalpark von Analamazaotra
Die Zeit im Park vergeht wie im Flug. Die geplanten drei Stunden sind schnell um. Wir hätten den Lemuren noch weiter zuschauen können.
Hier noch ein paar weitere Fotos und Infos zum Nationalpark von Analamazaotra

Wir müssen aber weiter. Es geht zurück auf der gleichen Strasse wo wir den Tag vorher gekommen sind, an der Hauptstadt Antananarivo vorbei in den Süden.
Die Reisfelder sind überall zu sehen.

Kühe neben Reisfeld und arbeitenden Bauern, zwischen Andasibe und Antananarivo

Auch der Wassertransporteur hat ein Markenfahrzeug.

Wasserkarren aus Holz mit gelben Kanistern, Madagaskar

Auf der Strecke zwischen Andasibe und Antananarivo, schon wieder im Hochland, gibt es weiterhin eine Menge Reisfelder die zwischen den Hügeln liegen.

Reisfeld mit Wasser, Madagaskar, Andasibe

Zwischen den Reisfeldern sieht man immer wieder kleine Dörfer mit den typischen madagassischen Häusern die zwischen den Terrassenfeldern liegen.

Typische Häuser und Reisterrassen auf dem Weg von Andasibe nach Antananarivo

Auch heute wird wieder Wäsche gewaschen. Am Wegesrand trocknen die Einheimischen ihre Sachen auf den Felsen.

Bunte Wäsche liegt nach dem Trockenen auf den Felsen, Madagaskar

Da die Lastwagen auch immer mal ganz flott fahren kommt es ab und zu zu Unfällen. Wie man dann das grosse Fahrzeug ohne Kran aus dem Graben bekommt ist die Frage.

Verunglückter Lastwagen Strasse von Andasibe nach Antananarivo

Wir kommen bei der Fahrt von Andasibe nach Antsirabe an der Hauptstadt von Madagaskar Antananarivo vorbei. Auf dem Foto unten auf dem Hügel der Königspalast von Antananarivo.

Hügel mit Königspalast von Antananarivo.

Nach Antananarivo geht es weiter in den Süden. Wir kommen an einigen typischen Hochlanddörfern wie Behenjy vorbei. Dort ist die Landschaft von Reisfeldern geprägt und auch einige Kiefern. Die Landschaft ist meist hügelig und dann auch wieder flach.

Zentrales Hochland von Madagaskar, zwischen Antananarivo und Behenjy mit typischen Häusern und Reisfeldern.
Wir machen einen kurzen Zwischenstopp in einer Alu-Gießerei. Dort werden Töpfe usw. hergestellt. Wir schauen zu wie ein grösserer Alutopf mit Deckel gegossen wird. Ist wirklich sehr interessant wie die das machen, mit recht einfachen Mitteln aber es funktioniert.

Aluminium Deckel eines Kochtopfes in einer Giesserei in Madagaskar

Flüssiges, glutrotes Aluminium ein einer Giesserei, Madagaskar

Wir kaufen noch eine Kleinigkeit, einen Lemur mit Baby, welcher ca. 6 Euro kostet. Da haben die auch etwas vom Tourismus.
Dann geht es weiter. Die Strasse wird immer schlechter und es gibt einige grosse Schlaglöcher. Zwischen den Lastwagen kommen wir nicht mehr schnell vorwärts.
Die Sonne steht schon recht tief und es geht weiterhin durch Reisterrassen.

Reisfelder am späten Nachmittag vor Antsirabe

Am späten Nachmittag ist das Wetter etwas bewölkt aber es regnet nicht. Wir kommen durch grössere Ebenen, natürlich auch mit Reisfeldern.

Ebene im Hochland von Madagaskar mit Reisfeldern
Hier noch einige weitere Fotos der Landschaft zwischen Andasibe, Antananarivo und Antsirabe.

Ziel unsere heutigen Etappe auf unserer Rundreise durch Madagaskar ist Antsirabe. Wir kommen doch etwas spät an. Es ist so ca. 18 Uhr.
Wir übernachten im Hotel Royal Palace, was soweit ganz gut ist.

Hotel Royal Palace, Antsirabe

Das Hotel liegt nicht ganz im Zentrum. Hat aber einen Pool, für den haben wir allerdings keine Zeit.

Zimmer Hotel Royal Palace, Antsirabe
Abendessen gibt es im Hotel. Das ist recht gut. Wir können uns ein Menü zusammen stellen. Als Hauptspeise nehme ich das Zebufilet.

Abendessen, Zebu Filet Hotel Royal Palace, Antsirabe
So um 22 Uhr geht es dann ins Bett. Auch am nächsten Tag müssen wir wieder um spätestes 6:30 aufstehen.

Weiter geht es im Reisebericht, Besuch der Stadt Antsirabe und Weiterfahrt nach Miandrivazo

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