Besuch des Nationalpark Isalo, Weiterfahrt vorbei an Tulear nach Ifaty / Mangily

Heute ist schon einer der letzten Tage unserer Rundreise durch Madagaskar. Wir besuchen als erstes den Nationalpark von Isalo und fahren dann weiter nach Westen bis an die Küste bei Tulear. Von dort geht es dann noch ein Stück nach Norden, teilweise am Meer entlang, nach Ifaty, wo wir die letzten Tage am Strand verbringen wollen. Wir fahren ca. 260 Kilometer und sind mit den morgendlichen Wanderungen durch den Nationalpark gute 12 Stunden unterwegs.

Nach dem Frühstück im Hotel besuchen wir den letzten Nationalpark unserer Madagaskar Rundreise.
Es geht in den Nationalpark von Isalo mit seiner trockenen aber doch sehr interessanten Berglandschaft. Dort gibt es viele Lemuren aber auch Chamäleons und Schlangen. Im Isalo Nationalpark kann man zu einigen natürlichen Pools wandern wo man baden kann.

Wie schon vorher öfter angesprochen ist ja unsere Zeit in Madagaskar recht knapp bemessen und wir haben nur einen halben Tag für den Isalo Nationalpark. Auch in diesem Park kann man sich natürlich länger aufhalten. Zwei Tage ist überhaupt kein Problem. Es gibt viele Möglichkeiten zum Wandern.
Im Bild unten die Bergzüge des Isalo Nationalparks mit unserer heutigen Wanderung. Es geht durch das Tal links hinauf, dann immer den Felsabbruch nach rechts bis zum nächsten Einschnitt. Wir wandern dann das Tal noch hinein zu zwei Badestellen im Bergbach.

Wir haben eine etwas grössere Wanderung vor, zumindest ich. Es geht über einen kleinen Nebencanyon hinauf zu einer Hochfläche. Auf dem Weg sehen wir eine fleischfressende Pflanze.

Auf dem Weg bergauf erzählt uns unser Führer einiges zu den Gebräuchen des einheimischen Stammes, der in der Region lebt. Die nutzen den Isalo Nationalpark immer noch als Begräbnisstätte für ihre Verstorbenen und haben dafür eine spezielle Erlaubnis der Nationalparkbehörde. Wir kommen nach dem ersten Aufstieg zu einem kleinen Aussichtspunkt.

Im Bild unten unser Aufstiegsweg mit Blick in die Ebene und den Ort Ranohira etwas links.

Die Stämme der Gegend begraben ihre Toten in verschiedenen, mit Steinmauern verschlossenen Höhlen.

Es gibt dabei Gräber die vorübergehend genutzt werden und andere wieder, für die endgültige Bestattung der Stammesmitglieder.

Weiter geht es und auf der Hochebene bekommen wir noch einige Pflanzen und Tiere erklärt, die dort vorkommen.


Im Bild unten ein Kokon einer Raupe. Diese Kokons werden genutzt um die Wildseide zu produzieren.

Auf dem Foto eine Stabschrecke. Diese können ziemlich gross werden. Die auf dem Bild war so ca. 20 cm gross. Wir haben aber noch grössere gesehen. Diese Stabschrecke dürfte von der Art Achrioptera Impennis sein.

Bevor wir zu einem weiteren Aussichtspunkt kommen geht es am Krokodilfelsen vorbei.

Nach nicht all zu langer Zeit kommen wir an einige Felsen und dort auf einen weiteren Aussichtspunkt. Von dort oben kann man die Umgebung praktisch 360 Grad überblicken. Es bieten sich recht gute Aussichten auf das gesamte Umland.

Ausblick über den Südosten des Isalo Nationalpark.


Nachdem wir einige Fotos gemacht haben geht es weiter, über eine kleine Hochebene, zum Felsenkamm.
Unten nochmal der Krokodilfelsen etwas grösser. Die Ähnlichkeit ist sehr gut zu sehen.

Auf dem Weg dorthin sehen wir ein paar Stabheuschrecken und zwei Skorpione. Diese Art von Skorpion ist nicht besonders gefährlich.

Auf der Hochebene des Isalo Nationalparks gibt es viele soggenannte Elefantenfuss Pflanzen. Am Anfang der Trockenzeit haben die aber schon die Blätter abgeworfen.

Wir wandern weiter über die Hochebene. Am Felsabbruch angekommen geniessen wir wieder hervorragende Ausblicke über das Vorland und die Berge.

Auf dem Foto unten der weitere Verlauf unserer Wandertour durch den Isalo Nationalpark.

Felswände und Ebene Isalo Nationalpark

Auch ein paar Echsen lassen sich sehen. Im Bild unten eine Art des Madagaskar Leguan.

Echse Madagaskar Leguan
Nun geht es immer am Felsabbruch entlang, mit immer wieder guter Sicht auf die unter uns liegende Hochebene, bis oberhalb eines Canyons.

Auf dem Weg dorthin sehen wir nochmal ein paar Stabschrecken, genauer gesagt ein Paar. Auf dem Bild unten ist der „grosse Ast“, in der Mitte, das Weibchen. Dieses dürfte mit Sicherheit 30 cm messen.

Grosses Stabschrecken Paar, Art Achrioptera Impennis

Oberhalb einer Felswand blicken wir auf den unter uns liegenden Canyon und unseren weiteren Bergabweg.

Blick von der Hochebene die Felswänden hinunter in den Canyon, Nationalpark Isalo

Im Bild unten der Endpunkt unserer Wanderung durch den Nationalpark von Isalo, am Ende der Strasse, das kleine Haus mit dem blaugrünen Dach. Am Ausgang des Tales gibt es viele Reisfelder die von dem Wasser des Baches gespeist werden, den wir später noch entlanglaufen werden.

Reisfelder am Start/Endpunkt zur Wanderung Canyon Nationalpark Isalo

Bevor es in den Canyon bergab geht sehen wir auf dem Hochplateau noch ein paar sehr schön gefärbte Hauschrecken. Diese bunte, gelb, grün, blaue Art mit roten Punkten/Auswüchsen hinter dem Kopf ist eine Madagaskar Heuschrecke, Phymateus Saxosus.

Gelb, grün, blau, rote Madagaskar Heuschrecke, Phymateus Saxosus

Diese schöne Heuschreckenart ist giftig da sie giftige Pflanzen vertilgt. Durch die intensive Farbe weisst sie ihre Feinde darauf hin.

Bunte Madagaskar Heuschrecke, Phymateus Saxosus

Wir verlassen das Hochplateau und wandern durch ein Seitental bergab in den Hauptcanyon. Es wird dort immer grüner.

Wanderweg durch die Felsflanken, Nationalpark Isalo

Es gibt immer mehr Bäume und im Talgrund steht ein kleiner Wald entlang eines Bachlaufes.

Nebental am Wanderweg zum Canyon, Nationalpark Isalo
Unten angekommen gibt es ein Camp wo man zelten kann. Als wir ankommen, sind dort gerade eine Menge von Ringelschwanz Lemuren, an die man recht gut ran kommt und die sich wenig stören lassen.
Ausserdem sitzt noch ein weisser Lemur auf einem Baum, nahe beim Camp, denn man auch ganz gut fotografieren kann.

Nahaufnahme weiss schwarzer, Lavensifaka, (Propithecus verreauxi), Nationalpark Isalo

Es ist ein Lavensifaka. Diese Lemuren ähneln den Von-der-Decken-Sifakas, haben aber zum weissen Fell ein schwarzes Gesicht und eine schwarz gefärbte Kopfoberseite.

Weiss schwarzer Lemur, Lavensifaka, (Propithecus verreauxi), Madagaskar Lavensifaka, (Propithecus verreauxi)

Ausserdem sehen wir noch einen Papagei. Es ist das Grauköpfchen (Agapornis canus). Dieser grün graue Papagei kommt nur auf Madagaskar und den umliegenden Inseln vor. Es ist ein männliches Tier. Die Weibchen haben keine so grosse Graufärbung am Kopf und Hals sondern sind praktisch grün.

Papagei, Grauköpfchen (Agapornis canus)
Nach dem Fotostopp geht es weiter bergauf, dem Bach entlang.

Vegetationsreiches Tal am Bach, Nationalpark Isalo

Es gibt weiter oben verschiedene Naturschwimmbecken im Bach, wo man baden kann.
Der Weg ist wirklich sehr interessant angelegt und es geht bergauf-bergab und meist direkt am Bachlauf entlang wo es auch schön kühl ist.
Auf dem Weg sehen wir nochmal eine Familie von Ringelschwanz Lemuren die auf und neben dem Weg neben uns her laufen.

Schön angelegter Wanderweg am Bach entlang im Canyon, Nationalpark Isalo

Wir kommen zuerst am blauen Pool vorbei und dann am Schluss, bei einem Wasserfall zum schwarzen Pool.

Blauer Pool, Isalo Nationalpark
Bei uns steht leider für den blauen Pool (Bild oben) die Sonne nicht entsprechend und so sieht man den nicht blau.

Schwarzer Pool, Isalo Nationalpark
Der letzte Pool, der schwarze (Bild oben), ist der grösste und man kann da gut baden. Das Wasser dürfte vielleicht so ca. 20 Grad haben.

Wanderweg entlang des Baches, Tal im Nationalpark Isalo
Nach einer Picknickpause geht es wieder runter, den gleichen Weg, vorbei am Camp bis zum Parkplatz wo uns unser Fahrer erwartet.
Weiter unten kommen wir schön langsam aus dem Canyon heraus und es wird trockener. Ich werfe nochmal einen letzten Blick zurück.

Wanderweg, Ausgang Canyon Nationalpark Isalo
Am Parkplatz angekommen gibt es natürlich auch wieder viele Einheimische die einem etwas verkaufen wollen. Auch viele Kinder. So hart das klingt und einem auch schwer fällt aber man sollte den Kindern nichts abkaufen. Schon gar nicht wenn es in die Schulzeit fällt. Das Problem ist auch da wieder, dass man nicht allen etwas abkaufen kann. Möchte man von einem was kaufen hat man sofort 10 Leute um sich und wird die auch nicht mehr los bzw. kommt es auch schon mal zum Streit.
Nach dem Besuch des Isalo Nationalparks geht es in Richtung Meer, nach Tulear (auch Toliara genannt) und weiter die Küste entlang nach Ifaty bzw. Mangily.
Die ersten 20 Minuten fahren wir auf einer unbefestigten Straße nach Ranohira. Dort wird natürlich wieder am Bach die Wäsche gewaschen.

Bunte Wäsche im hohen Gras, bei Ranohira

Bevor es endgültig nach Westen geht machen wir noch einen Halt in Ranohira. Auch dort wird wieder der Zebukarren als Transportmittel genutzt.

Zebukarren in Ranohira mit Einheimischen, Madagaskar
Wir verlassen Ranohira und den Isalo Nationalpark in Richtung Westküste von Madagaskar. Es geht erst mal noch einige Zeit lang durch die trockene Hochebene.

Trockene Hochebene nach Ranohira auf den Weg in den Westen

Es gibt kaum grössere Orte. Nur kleine Dörfer mit sehr rudimentären Häusern aus Holz und Schilfrohr.
In der Hochebene werden Saphire abgebaut. Es gibt einen grösseren Ort wo es jede Menge Juweliergeschäfte gibt, welche die Saphire verkaufen wollen. Dort sehen die Häuser natürlich anders aus.

Dorf mit Hütten aus Holz und Schilf, Madagaskar Westen.

In den Ebenen wachsen einige Baobabs.

Trockene Ebene mit Baobabs, Landschaft zwischen Ranohira und Toliara

In der Nähe der Orte sind immer einige Zebu Karren unterwegs.

Zebu Karren zur Beförderung von Personen, Madagaskar

Die haben teilweise noch Räder komplett aus Holz.

Zebu Karren, Madagaskar

Auf dem Weg von Ranohira nach Tulear kommen wir an einer Art Pass vorbei. Dort ist es vegetationsreicher und grüner wie auf der trockenen Hochebene. Danach geht es dann bergab zu den Küstenebenen.

Relativ grünes Hochtal zwischen Ranohira und Toliara

Wir nähern uns der Westküste von Madagaskar. Die Ebenen werden wieder etwas grüner.

Ebene vor der Westküste von Madagaskar, bei Tulear

Wir kommen in der Stadt Tulear, welche auch Toliara genannt wird, ans Meer. Im Bild unten der Busbahnhof wo alle Taxi Bus los fahren.

Busbahnhof mit grossem Taxi Bus Toliara

Tulear ist die grösste Stadt im Süden von Madagaskar und dort ist viel los. Es gibt dort einen wichtigen Hafen. An den Strassen gibt es viele Stände mit allerhand Obst und Gemüse.

Strassenmarkt mit Obst und Gemüse in Tulear, Madagaskar

Mit einem Zwischenstopp in Tulear für einen Geldautomaten und zum Tanken brauchen wir für die Strecke vom Nationalpark von Isalo nach Ifaty gute 4 Stunden. Die Strasse ist, sobald man aus Tulear raus kommt, ziemlich gut.
Wir übernachten die beiden letzten Nächte im Hotel Princesse du Lagon, welches direkt am Strand von Ifaty / Mangily liegt. Das Hotel bietet auch einen kleinen Pool.
Wir essen im Hotel zu Abend, das Restaurant liegt direkt am Strand und es wird dort recht gut gekocht.
Im Bild unten unser Zimmer im Hotel Princesse du Lagon.

Zimmer im Hotel Princesse du Lagon Ifaty / Mangily

Weiter geht es im Reisebericht, Tauchen und Strand in Ifaty – Mangily

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Besuch des Reservats von Anja, Weiterfahrt durch Ihosy nach Ranohira

Am heutigen Tag unserer Reise durch Madagaskar steht uns wieder eine etwas längere Fahrstrecke bevor. Nach der Besichtigung einer Naturseidenmanufaktur fahren wir von Ambalavao in das private Reservat von Anja. Anschliessend geht es weiter in den Südwesten vorbei an Ihosy nach Ranohira wo wir unser Hotel beziehen um danach noch den Sonnenuntergang am bekannten Fenster von Isalo zu erleben. Die Fahrstrecke beträgt ca. 225 Kilometer und mit den Besuchen sind wir wieder den kompletten Tag unterwegs.

Wir frühstücken erst mal wieder in unserem Hotel, der Tsienimparihy Lodge.

Frühstück Hotel Tsienimparihy Lodge

Nach dem Frühstück fahren wir noch schnell bei einer Werkstatt in Ambalavao vorbei wo man aus Wildseide Stoffe und verschiedenes Anderes herstellt. Wir können bei dem Herstellungsprozess zuschauen.

Anschliessend geht es in das sehr sehenswerte Reservat von Anja. Das ist nicht weit von unserem Hotel und der Stadt Ambalavao entfernt. Wir brauchen für die Fahrt nur zwischen 15 und 20 Minuten.

Landschaft mit Reisfelder, zwischen Ambalavao und dem Reservat von Anja, Madagaskar

Das Reservat von Anja ist nicht nur wegen der Lemuren bekannt, die man dort sehr gut beobachten kann, sondern auch für die eindrucksvolle Landschaft mit den grossen rundlichen Felsbergen die oberhalb vom Park liegen.

Felsberge mit Reisfelder und madagassischen Häusern beim Reservat von Anja

Wir melden uns erst mal am Parkeingang an.

Eingang Park von Anja, bei Ambalavao, Madagaskar

Auch im Reservat von Anja kann man sich einige Tage mehr aufhalten. Man kann auf verschiedenen Wanderwegen den Park besuchen aber auch auf einer längeren Wanderung auf die tollen Felsen oberhalb des Reservates steigen.

Schild mit Wanderungen im Reservat von Anja, Madagaskar

Wie schon gesagt kann man im Reservat von Anja sehr gut Lemuren, die Ringelschwanz Makis, Katta (Lemur catta), und auch ein paar Chamäleons in einer interessanten Gras und Felslandschaft beobachten.

Typisches Haus von Madagaskar und runde Felsberge beim Reservat von Anja
Wir besuchen wieder mit einem örtlichen Führer den Park. Diesen verwaltet die Gemeinde sodass die Einnahmen direkt der Bevölkerung zu gute kommen. Es gab früher in der Region nur noch wenige Lemuren aber nachdem das Schutzgebiet eingeführt wurde hat sich die Population bis auf 400 Tiere multipliziert.

Auf dem Weg zum Park kommen wir an einem Feld mit Erdnüssen vorbei.

Erdnusspflanze, Madagaskar
Es gibt im Park nur eine einzige Lemurenart, die Ringelschwanz Lemuren, Ringelschwanzmakis oder Katta genannt werden. Diese bekommt man aber sehr gut zu sehen. Die Kattas sind sozusagen die Wappentiere von Madagaskar.

Ringelschwanz Lemur, auf einem Baum, Anja Reservat
Schon gleich ziemlich am Anfang sehen wir die Lemuren auf dem Boden, beim Trinken aus einem kleinen See.

Kleiner See beim Reservat von Anja
Dann geht es in das kleine Waldgebiet welches unterhalb einer sehr beeindruckenden Felslandschaft, mit recht hohen Bergen, liegt.

Katta (Lemur catta) frisst gelbe Früchte, Anja Reservat
Auch dort sehen wir gleich eine Lemurenfamilie, die dort gerade beim Frühstücken ist. Die fressen Blätter und gelbe kleine Früchte.

Ringelschwanzmaki, Katta (Lemur catta) frisst gelbe Früchte, Reservat Anja
Man kommt denen recht nahe, man kann sie aus wenigen Metern beobachten. Wir filmen und machen viele Fotos und dann geht es weiter, auf verschiedenen Wegen, durch den Wald. Nach kurzer Zeit sehen wir weitere Familien. Auch denen können wir teilweise aus kürzester Entfernung zusehen. Sie lassen sich, wenn man leise und vorsichtig ist, kaum stören.

Ringelschwanz Lemur, Katta (Lemur catta) Nahaufnahme Kopf-Schultern, Reservat Anja

Die Kattas sonnen sich sehr gerne am Morgen. Entweder am Boden oder auch in den Bäumen.

Katta beim Sonnen in den Ästen, Park von Anja, Madagaskar

Dabei sind die recht entspannt.

Sich sonnender Ringelschwanz Lemur (Lemur catta), Anja Reservat

Wir wandern weiter auf den verschiedenen Wegen durch das Anja Reservat und sehen immer wieder die Lemuren aus nächster Nähe.

Ringelschwanzmaki (Lemur catta) sitzt auf einem Stein, Anja Reservat

Man kann die dort wirklich recht gut fotografieren.

Katta (Lemur catta) aus der Nähe, Anja Reservat

Wir wandern wieder ein paar Minuten und kommen zur nächsten Lemurengruppe. Die liegt gerade etwas im Streit mit der Nachbarsfamilie die durch ihren Bereich zieht und es kommt immer wieder zu Rangeleien.
Diese Art von Lemuren haben auch ein breites Kommunikationsrepertoire. Vom leisen Grunzen, über ein Miauen, ähnlich wie Katzen, bis zu lauterem Schreien haben die so allerhand zu bieten.
Die Kattas haben einen sehr langen Schwanz der sowohl zum Balancieren als auch zu Kommunikation dient.

Ringelschwanz Lemur mit langem Schwanz sitzt im grünen Baum, Anja Reservat
Nachdem wir fast zwei Stunden mit den Lemuren unterwegs waren geht es wieder zurück. Wir müssen ja noch weiter in den Süden.
Abgesehen davon ziehen sich die Kattas nach dem Fressen schön langsam in die Bäume zurück, zur mittäglichen Siesta.

Gruppe von Kattas auf einem Baum, Anja Reservat

Die veranstalten eine interessante “Knäuelbildung” auf ihrem Schlafbaum.

Ringelschwanz Lemuren Versammlung auf einem Baum, Reservat von Anja
Auf dem Rückweg sehen wir noch ein paar Vögel und zwei Chamäleons.
Nach ungefähr zwei Stunden wandern, fotografieren und filmen verlassen wir so gegen 11 Uhr das Reservat von Anja. Es geht weiter nach Westen.

Zwei typische Häuser von Madagaskar mit Holzhalonen vor den rundlichen Felsbergen im Reservat von Anja
Nach dem Besuch des Reservats geht es weiter über Ihosy nach Ranohira.
Wir kommen auf der Weiterfahrt an ein paar kleinen Flüssen vorbei wo natürlich auch Reis angebaut wird.

Kleiner Fluss zwischen Ambalavao und Ihosy
Die Landschaft ist erst einmal sehr beeindruckend. Relativ hohe rundliche Felsberge stehen in der Graslandschaft und auch dort kommt man sich manchmal wie in einem Hochalpental vor.
Die Reisterrassen muss man natürlich ausblenden.

Landschaft, Reisterrassen und Grasland vor runden Bergen zwischen Ambalavao und IhosyTrockene Graslandschaft mit Bergen im Hintergrund zwischen Ambalavao und Ihosy

Die Landschaft zwischen Ambalavao und Ihosy wird immer trockener. Wir halten kurz an einem Aussichtspunkt.

Aussichtspunkt über ein trockenes Tal mit Bergen im Hintergrund zwischen Ambalavao und Ihosy

Wir kommen an einem relativ grossen Fluss vorbei. Dort wo es Wasser gibt sieht man wieder allerhand Reisfelder.

Fluss an der Strasse von Ambalavao nach Ihosy, Madagaskar

Vor Ihosy kommen wir an einem sehr imposanten riesigen runden Felsen vorbei.

Grosser runder Felsen, gelber Lastwagen und gerade Strasse vor Ihosy, Madagaskar

Das ist die madagassische Version des Ayers Rock in Australien, nur nicht so rot, dafür etwas runder.

Lange, gerade Strasse führt durch Grasland auf einen grossen runden Felsberg, Ihosy, Madagaskar

Die Landschaft zwischen Ambalavao und Ihosy bleibt weiter interessant. An den Felsbergen ist es auch wieder etwas grüner.

Grüne Hochland Graslandschaft mit runden Felsbergen im Hintergrund, Ambalavao nach Ihosy, Madagaskar

Wir sehen wieder die typischen Häuser von Madagaskar und die fast allgegenwärtigen Reisfelder.
Dieser Teil der Insel dürfte mit Sicherheit auch zum Wandern sehr interessant sein.

Hochland Graslandschaft mit kleinen Reisfelder und Felsbergen im Hintergrund, Ambalavao nach Ihosy, Madagaskar

Im Ort Ihosy ist allerhand los. Wie fast überall auf Madagaskar gibt es dort einen Strassenmarkt wo ein buntes Treiben herrscht.

Buntes Treiben am Strassenmarkt von Ihosy

Nach Ihosy machen wir eine Mittagspause zum Essen. Das Essen ist recht gut dort.
Nach der Pause geht es weiter in Richtung Ranohira. Zuerst eine länger Strecke geradeaus.

Gerade Strasse von Ihosy in Richtung Ranohira

Nach einer etwas kurvigen Bergauffahrt kommen wir auf eine ziemlich große Hochebene. Wasser ist dort eher selten.

Kleiner See an der Strasse durch die Hochebene vor Ranohira, Madagaskar

Das ist eine ewig weite Fläche nur mit Gras bestanden und ausser ein paar Zebus und ein paar wenigen Häusern ist da kaum was zu sehen.

Mit Gras bestandene Hochebene mit ein paar Zebus, zwischen Ihosy und Ranohira

Die Häuser, eher Hütten, sind sehr einfach aus Lehm gebaut mit Strohdächern.

Hütten auf der Hochebene vor Ranohira, Madagaskar

Es geht da eine ganze Zeit auf recht guter gerader Strasse voran. Nachdem wir die Ebene hinter uns gelassen haben wird es wieder etwas felsiger und wir kommen bei unserem nächsten Hotel, dem H1 Ranohira, an. Das liegt etwas ausserhalb des Ortes Ranohira auf einer Ebene.

Bungalow im Garten, Hotel H1 Ranohira

Das Hotel H1 Ranohira ist in lauter einzelne Hütten aufgeteilt und hat auch einen Pool.

Pool, Hotel H1 Ranohira, Madagaskar

Wir haben kurz Zeit uns zu sortieren. Um kurz nach vier fahren wir noch einmal weg um uns den Sonnenuntergang an zu schauen.

Grosse Felsen in Graslandschaft mit Palmen im orangen Licht vor dem Sonnenuntergang, Isalo
Wir kommen so, gut vor Sonnenuntergang, an den Felsformationen mit dem Fenster von Isalo an, wo sich gute Fotos machen lassen. Im Bild unten das Fenster von Isalo von Osten.

Felsentor, Fenster von Isalo von Osten, Madagaskar

Und hier auf dem Bild das Fenster von Isalo von Westen. Der Mond ist auch schon aufgegangen.

Felslandschaft mit Fenster von Isalo im orangen Licht vor dem Sonnenuntergang, Madagaskar

Wir sind dort natürlich nicht alleine aber der Andrang hält sich in Grenzen.

Fenster von Isalo vor dem Sonnenuntergang, Madagaskar

Auf den beiden Bildern unten eine Madagaskar Seidenspinne beim Sonnenuntergang.

Madagaskar Seidenspinne beim Sonnenuntergang, Fenster von Isalo Madagaskar Seidenspinne vor Abendrot, Fenster von Isalo

Beim Fenster von Isalo sind wir eine gute Stunde bis es dunkel wird. Als die letzte Gruppe geht fahren wir auch. Es ist wohl aus Sicherheitsgründen nicht angeraten dort am späten Abend oder nachts alleine unterwegs zu sein.
Unten der Parkplatz, der vielleicht 50 Meter von der Steinformation entfernt liegt.

Parkplatz von den Steinformationen, Ventana de Isalo

Nach einem kurzen Zwischenstopp bei einem Felsen, der die sitzende Königin genannt wird, geht es ins Hotel.

Steinformation, sitzende Königin, Isalo, Madagaskar
Dort essen wir auch wieder zu Abend. Wir starten nochmal einen Versuch mit einem Wein aus Madagaskar. Diesmal ein Weisswein, den wir schon am Nachmittag ausgesucht und kalt stellen lassen haben. Der Weißwein ist soweit nicht schlecht. Allerdings relativ süss aber deutlich besser als der Rotwein vom Vortag.
Dieser Weisswein aus Madagaskar ist ein “Blanc Doux de Maroparasy” der in Ambalavao angebaut und in Fianarantsoa abgefüllt wurde

Weisswein Madagaskar, Blanc Doux de Maroparasy, Ambalavao angebaut, abgefüllt in Fianarantsoa

Weiter geht es im Reisebericht, Besuch des Nationalpark Isalo, Weiterfahrt vorbei an Tulear nach Ifaty / Mangily

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Nationalpark Ranomafana, Weiterfahrt durch Fianarantsoa nach Ambalavao

Heute geht es weiter mit unserer Rundreise durch Madagaskar in den Süden. Wir besuchen als erstes den Nationalpark Ranomafana. Dann fahren wir über die Stadt Fianarantsoa nach Ambalavao. Das sind so knapp 120 Kilometer Fahrstrecke. Mit Besichtigungen sind wir aber auch wieder den ganzen Tag unterwegs.

Nach dem Frühstück im Hotel besuchen wir als erstes den Nationalpark Ranomafana.

Frühstück im Hotel Karibotel, Ranomafana

Der ist ja gleich im die Ecke. Er ist einer der interessantesten Nationalparks und einer der grössten von Madagaskar. Es gibt dort noch viel Wald. Unter anderem viel Bambus, sekundären Regenwald und ein bisschen primär Regenwald. Man kann dort unterschiedliche Wanderungen machen.
Leider ist das Wetter heute zum ersten Mal nicht so gut. Es ist bewölkt und am Anfang nieselt es auch mal kurz. Das macht die Sache zum Fotografieren nicht leichter.
Vom Eingang zum Nationalpark wandern wir erst mal bergab zum Fluss und überqueren den auf einer Brücke.

Brück über den Fluss Ranomafana, Zugang zum Nationalpark

Es geht dann auf der anderen Seite des Flusses wieder bergauf. Wir bekommen auch ein paar Pflanzen gezeigt. Unten eine Orchidee.

Gelblich weiss blühende Orchidee, Ranomafana Nationalpark

Und eine Art wilder Kaffee.

Rote Früchte an der Staude vom wilden Kaffee

Wir wandern dann den Hang hinauf und besuchen als erstes den Bambuswald mit den dazugehörenden Lemuren. Wir sehen erst mal die Braunen Makis die man aber sowieso recht häufig hat. Eine weitere Art, die den Nationalpark auszeichnet, sind die goldenen Bambuslemuren. Leider sehen wir die nur schemenhaft in einem dicht bewachsenen Baum. Sie sind schon mit dem Frühstück fertig und ruhen dann eher. Wir sehen sie noch etwas im Baum rum turnen aber man kann keine Fotos machen. Dafür sind zu viele Blätter im Weg.
Danach wandern wir durch den Sekundärwald und auch dort gibt es weitere Lemuren. Insgesamt gibt es 12 Lemurenarten im Park, 7 tagaktive und 5 nachtaktive. Wir sehen dann erst mal eine rötlich braune Art, die Rotbauchmakis. Die sind eher noch dabei aufzustehen und bei der morgendlichen Toilette. Die Familie putzt sich erst mal gegenseitig.

Drei Rotbauchmakis (Eulemur rubriventer) , Männchen, Ranomafana Nationalpark
Ein roten Bauch haben allerdings nur die Männchen. Die Weibchen haben einen weisslichen Bauch. Die Männchen haben auch noch eine weisse Zeichnung um die Augen herum bis zur Schnauze.

Rotbauchmaki (Eulemur rubriventer) , Weibchen, Ranomafana Nationalpark
Nach kurzer Zeit schwärmen die aber aus und sie kommen recht nahe bzw. können wir denen etwas näher kommen. Wir beobachten sie eine Zeit lang und dann geht es weiter.

Rotbauchmaki (Eulemur rubriventer) Weibchen frisst Früchte, Ranomafana Nationalpark
Wir sind mit zwei einheimischen Guides unterwegs. Einer ist bei uns und der andere ist unterwegs und schaut schon mal wo es was zu sehen gibt.
Es geht auf ganz guten Wegen durch den Nationalpark Ranomafana. Man überquert immer wieder einen Bach. Um die Lemuren zu sehen muss man aber auch öfter ins Gelände.

Bach im dichten Wald, Ranomafana Nationalpark

Die nächste Art die wir sehen ist eine weiss-schwarze Art die ähnlich wie die Indris aussehen aber einen langen Schwanz haben. Es sind die Schwarzweissen Varis (Varecia variegata)

Schwarzweisser Vari (Varecia variegata) Ranomafana Nationalpark
Wir sehen zwei Stück aber recht weit oben im Baum. Ausserdem ist es bewölkt und bei wenig Licht ist es sehr schwer zu fotografieren. Im Bild unten sehen wir den schwarz weissen Lemur aus einer Baumhöhle trinken.

Schwarzweisser Vari trinkt aus einer Baumhöhle Ranomafana Nationalpark
Es gelingen aber doch ein paar Fotos und ein kurzes Video und dann geht es weiter.

In den Baumwipfeln turnt ein Schwarzweisser Vari Madagaskar

Wir wandern weiter durch den Nationalpark. Es geht immer ein bisschen bergauf und bergab.

Wanderweg durch den bemoosten Wald, Nationalpark Ranomafana

Es steht noch ein weiterer Lemur auf dem Programm und zwar ein ganz seltener. Im Ranomafana Nationalpark gibt es nur noch ganz wenige davon. Es ist der grösste Bambuslemur den es gibt, der Grosse Bambuslemur (Prolemur simus). Leider ist diese Art vom Aussterben bedroht. Es soll nur noch knapp 100 Stück davon geben.

Grosser Bambuslemur (Prolemur simus) frisst Bambussprosse
Der macht es uns dafür sehr leicht. Nach einer Wanderung von 15 Minuten bergauf-bergab sitzt der direkt am Weg, vielleicht zwei Meter daneben und frisst ein Stück Bambus. Es lässt sich dabei von uns kaum stören, obwohl am Anfang bestimmt so sechs Leute um ihn rum stehen.

Grosser Bambuslemur (Prolemur simus) frisst Bambus, Nationalpark Ranomafana

Der ist aber damit beschäftigt das Bambusstück zu zerlegen. Etwas später steigt er aber doch ein paar Meter auf einen Bambus rauf und verspeist da weiter sein Lieblingsfressen.

Grosser Bambuslemur (Prolemur simus) beim Fressen, Nationalpark Ranomafana

Nach einiger Zeit müssen wir wieder zurück.

Grosser Bambuslemur (Prolemur simus) frisst Bambus mit der Hand, Nationalpark Ranomafana

In den Bildern unten sieht man den Lebensraum des Grossen Bambuslemuren. Der Weg führt uns durch die recht dichten Bambushaine.

Wanderweg durch den Bambuswald, Ranomafana Nationalpark

Wir wandern bergab durch den Bambuswald, Ranomafana Nationalpark

Zum Schluss der Wanderung geht es noch in den Primärwald und zu einem Aussichtspunkt.
In der Waldlücke in der Mitte des Bildes ist der Eingang mit den offiziellen Gebäuden zum Ranomafana Nationalpark zu sehen. Dazwischen liegt der Fluss.

Aussichtspunkt mit Blick auf den Parkeingang, Ranomafana
Von dort oben hat man nochmal einen guten Überblick über den Wald und es sind wieder die grauen Bambuslemuren unterwegs.
Im Bild unten ein gelb-weiss blühendes Ingwer Gewächs.

Gelb-weiss blühendes Ingwer Gewächs, Madagaskar

Am Haus des Aussichtspunktes sehe ich noch eine ziemlich grosse schwarze Spinne, die sich dort ein Nest gebaut hat.

Grosse schwarze Spinne, Madagaskar, Ranomafana
Dann geht es wieder bergab zum Eingang. Dabei sehen wir noch ein paar Vögel, eine noch blühende weisse Orchidee und ganz speziell und sehr schwer im Wald zu sehen einen gut getarnten Plattschwanz-Gecko.

Weisse Orchidee im Wald, Ranomafana Weisse Orchideenblüten, Ranomafana Nationalpark

Die Plattschwanz Geckos sind sehr gut getarnt. Wenn man auch nur zwei Meter daneben steht sieht man die im Geäst kaum. Von der Nähe sieht der Gecko aus als hätte er den Kopf eines Drachen.

Gespenst-Blattschwanz Gecko Uroplatus phantasticus, Ranomafana Nationalpark

Der Gecko bewegt sich natürlich kaum und sieht wie ein trockenes Blatt aus.

Gespenst-Blattschwanz Gecko Uroplatus phantasticus, auf einem Ast, Ranomafana Nationalpark

Unser Plattschwanz Gecko schleckt sich noch das Auge ab. Das sieht immer sehr witzig aus.

Gespenst-Blattschwanz Gecko schleckt mit seiner roten Zunge über das Auge, Ranomafana Nationalpark

Es geht dann wieder zurück über den Fluss und noch ein Stück bergauf zum Auto.
Leider müssen wir unseren Besuch schon beenden. Der Nationalpark Ranomafana würde sicher noch für einen oder auch zwei Tage mehr, interessantes zu sehen bieten. Es gibt noch weitere Wandermöglichkeiten, einige weitere Tiere zu sehen und man kann auch auf dem Fluss mit Booten fahren.

Fluss Ranomafana Madagaskar

Wir müssen aber weiter.

Nach dem Besuch des Parks geht unsere Rundfahrt weiter durch den Ort Fianarantsoa mir seinen interessanten Gebäuden in der Altstadt/Oberstadt.
Fianarantsoa ist eine der grössten Städte von Madagaskar. Dort gibt es eine recht grosse Zahl von Kirchen weshalb sie auch als religiöse Hauptstadt des Landes bezeichnet wird. Auch kulinarisch ist Fianarantsoa eine wichtige Gegend. In der Nähe der Stadt gibt es sowohl Weinberge wo Rot- und Weissweine produziert werden als auch die einzige Teeplantage von Madagaskar.
Ein weiteres Kuriosum ist die Autofabrik der madagassischen Marke Karenjy, die in Fianarantsoa produziert wird.

Bevor wir uns aber Fianarantsoa anschauen fahren wir noch zu einem Aussichtspunkt wo sich gute Blicke über die Stadt bieten.

Aussichtspunkt mit Blick über Fianarantsoa, Madagaskar

Von Fianarantsoa kann man auch eine interessante Zugfahrt in Richtung Ostküste nach Manakara unternehmen. Das dauert allerdings ziemlich lange für eine recht kurze Strecke. Das Problem ist scheinbar auch, dass öfter etwas am Zug oder der Lok kaputt ist und dann wird natürlich nicht gefahren.
Im Bild unten ist der Bahnhof von Fianarantsoa zu sehen.

Blick auf den Bahnhof von Fianarantsoa, Madagaskar

Wir machen noch eine kurze Wanderung hinauf in die Oberstadt. Fianarantsoa war früher Residenz der Königin Ranavalona I. welche ganz oben auf dem Hügel ihren kleinen Palast errichtet hat.
Über steingepflasterte Treppen kommt man hinauf.

Alte Strasse hinauf in die Oberstadt von Fianarantsoa

In Fianarantsoa gibt es einen alten Wäschewaschplatz der von den Frauen noch heute genutzt wird.

Wäschewaschplatz Altstadt Fianarantsoa

Die Oberstadt von Fianarantsoa wurde von dem World Monuments Watch als eine der 100 meist gefährdetsten Städte deklariert.

Schild World Monuments Watch, Fianarantsoa

Im oberen Bereich der Oberstadt gibt es einige sehr interessante Gebäude zu sehen.

Alte Gebäude in der Oberstadt von Fianarantsoa

Fast ganz oben auf dem Hügel kommen wir an einer geschnitzten Holzpforte vorbei. Das Motiv stellt die frühere Oberstadt von Fianarantsoa dar.

Geschnitzten Holzpforte mit Motiv der früheren Oberstadt von Fianarantsoa

Auf dem Bild unten der oberste Punkt des Hügels. Es gibt einen kleinen Platz und ein paar alte Gebäude die dort in privilegierter Lage stehen.

Oberste Punkt der Oberstadt mit Platz und typischen Gebäuden, Fianarantsoa

Blick von der Oberstadt von Fianarantsoa nach Westen auf den Anosy See.

Blick von der Oberstadt von Fianarantsoa nach Westen auf den Anosy See

Nachdem wir ca. eineinhalb Stunden in Fianarantsoa verbracht haben geht es weiter in den Süden, nach Ambalavao.
Wie immer kommen wir an vielen Reisterrassen vorbei.

Landschaft mit Reisfeldern und bergigen Hügeln zwischen Fianarantsoa und Ambalavao

Die Landschaft kann man schon fast als bergig bezeichnen.
Zwischen den Reisterrassen sehen wir immer wieder die typisch madagassischen Dörfer mit den Häusern aus rotbraunen Lehmziegeln.

Typisch madagassisches Dorf mit Häusern aus rotbraunen Lehmziegeln in Berglandschaft, zwischen Fianarantsoa und Ambalavao

An einem Aussichtspunkt können wir die Landschaft in Richtung Südost überblicken. Es ist wieder trockener geworden.

Aussichtspunkt Landschaft mit trockenen Ebenen und Berge zwischen Fianarantsoa und Ambalavao

Zwischen Fianarantsoa und Ambalavao wird Wein angebaut. Im Bild unten sind die Weinfelder zu sehen.

Weinbaugebiet zwischen Fianarantsoa und Ambalavao

Der Ort Ambalavao bietet einiges Sehenswertes mit seinen alten Gebäuden mit Holzbalkonen, einer Papiermanufaktur und einem der grössten Viehmärkte, Zebus, von Madagaskar.
Wir schauen als erstes bei der Papiermanufaktur von Ambalavao vorbei.
Aus diesen Pflanzenfasern wird das Papier hergestellt.

Pflanzenfasern für die Papierherstellung, Ambalavao

Das grobfaserige Papier wird an der Sonne getrocknet.

Grobfaseriges Papier trocknet an der Sonne, Ambalavao

Am Ende werden echte Blüten auf das Papier geklebt und es entstehen schön bunte Bögen.

Papier aus Ambalavao mit bunten, echten Blumen geschmückt

Da an unserem Ankunftstag Viehmarkt war, der ist immer am Vormittag, ist dort besonders viel los. Die Strassen sind voll mit Leuten und den Hirten die mit dem Vieh unterwegs sind.
In Ambalavao gibt es viele bunte Häuser. Das rote THB (Three Horses Beer) Haus fällt besonders auf.

Rotes Haus der Marke THB (Three Horses Beer), Ambalavao

Auf den Bildern unten eine Art von Restaurant. Hier wird auf den Aluminiumtöpfen gekocht deren Herstellung wir in Ambatolampy zusehen konnten.

Aluminiumtöpfe auf dem Feuer, Madagaskar

Die Sauberkeit lässt etwas zu wünschen übrig. Der Europäer isst hier vielleicht besser nicht.

Strassenecke wo gekocht wird, Ambalavao

Auf den Strassen von Ambalavao ist allerhand los. Viele Fussgänger aber auch gelbe TukTuk Taxis.

Fussgänger und gelbe TukTuk Taxis Strasse, Ambalavao

Auch die Wasser- und Getränke Transporter sind wieder mit ihren Handkarren unterwegs.

Handkarren für Wasser- und Getränke mit gelben Kanistern

Wie schon gesagt gibt es in Ambalavao schöne Häuser mit interessanten Holzbalkonen.

Strasse in Ambalavao mit den typischen Häusern und Holzbalkonen, Madagaskar

Blick über die bunten Holzbalkone auf die Berge im Westen.

Ambalavao, Blick über die bunten Häuser und Holzbalkone auf die Berge

Es fahren die wildesten Gefährte als Taxi Bus herum. Der alte (Peugeot) Bus hat weder Licht noch Nummernschild, dafür sitzen jede Menge Leute drin.

Madagaskar, alter Taxibus ohne Licht und Nummernschild

Dann geht es noch ein paar Minuten zu unserem Hotel in Ambalavao.
Wir übernachten im Hotel Tsienimparihy Lodge. Es besteht aus einzelnen Bungalows und ist ganz gut.

Hotel Tsienimparihy Lodge, Bungalows, Ambalavao

Die Zimmer der Tsienimparihy Lodge sind ausreichend gross. Man hat ein extra Bad und Toilette.

Zimmer der Tsienimparihy Lodge, Ambalavao

Im Hotel gibt es auch das Abendessen. Zum Abendessen probieren wir mal zur Abwechslung einen Wein aus Madagaskar.

Flasche Rotwein aus Madagaskar Cuvee Spezial, Coteaux d´Ambalavao

Es wird uns ein Cuvee Spezial empfohlen, ein Rotwein, Coteaux d´Ambalavao. Leider ist der nichts besonderes. Er ist ziemlich trocken um nicht zu sagen sauer. Aber gut wir wollen ja immer mal was neues probieren.
Dafür ist das Essen wieder recht gut.

Weiter geht es im Reisebericht, Besuch des Reservats von Anja, Weiterfahrt durch Ihosy nach Ranohira

oder zurück zum vorherigen Artikel, Fahrt von Antsirabe vorbei an Ambositra nach Ranomafana

Besuch des Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Wir frühstücken wie immer im Hotel und heute wieder schon um 6 Uhr. Um 6:30 geht es für ein paar Wanderungen zum Nationalpark Tsingy de Bemaraha, welcher im Westen von Madagaskar liegt.

Im Bild unten die Häuschen des Hotels Orchidée du Bemaraha

Haus / Bungalow des Hotels Orchidée du Bemaraha

Allgemeines und Anreise zum Tsingy Park

Der Nationalpark Tsingy de Bemaraha gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO und das interessanteste daran sind die bizarren Kalksteinfelsen die dort zu tausenden wie spitze Messer aus der Landschaft ragen.
Der Park befindet sich im Zentrum, Westen von Madagaskar, hat eine Oberfläche von 157.710 Hektar, eine Nord-Südausdehnung von ungefähr 100 Kilometer und eine Ost-Westausdehnung von 10-40 Kilometer. Er ist ca. 50 Kilometer von der Westküste entfernt.
Der Nationalpark Tsingy de Bemaraha ist nur in der Trockenzeit von Mai bis November zu erreichen.

Kalksteinfelsen Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Wie schon im vorhergehenden und nächsten Artikel beschrieben ist die Anreise zum Park recht anstrengend.
Es gibt im Prinzip zwei Möglichkeiten zum Nationalpark von Tsingy de Bemaraha zu kommen.
Vom Norden her, vom Ort Antsalova mit einem Geländewagen nach Bekopaka über eine Strecken von ca. 100 Kilometer, für die man ungefähr 4 Stunden braucht.
Die zweite, am meisten benutzte Stecke für Rundreisende aus dem Süden, kommt vom Süden, von Morondava her.
Diese führt von Morondava, über Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka. Dabei muss man zwei Flüsse mit einer Fähre überqueren und ca 200 Kilometer auf einer staubigen, nur mit Geländewagen befahrbaren Strasse zurück legen. Dafür muss man ca. 8-9 Stunden rechnen.
Weitere Möglichkeiten zum Nationalpark Tsingy de Bemaraha zu kommen sind per Boot oder Flugzeug.
Letztere ist natürlich die teuerste aber schnellste Verbindung von der Hauptstadt aus. Es gibt Flüge nach Antsalova und von dort nimmt man den Geländewagen nach Süden.
Das Boot ist eine weitere Möglichkeit.
Man kann von Ankavandra mit der Piroge in 3-4 Tagen den Manambolo Fluss runter fahren bis Bekopaka. Das Problem dabei ist allerdings, dass Ankavandra nur mit dem Flugzeug zu erreichen ist.
Eine andere Möglichkeit mit dem Boot zu kommen ist die schon beschriebene Stecke von Miandrivazo den Fluss Tsiribihina runter nach Belo Sur Tsiribihina und dann weiter ca. 100 Kilometer, ca. 4 Stunden von dort nach Bekopaka.

Touren, Wanderungen im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Es gibt im Nationalpark Tsingy de Bemaraha verschiedene Möglichkeiten auf verschiedenen Wegen zu wandern. Abgesehen vom landschaftlichen Interesse gibt es im Tsingy Nationalpark auch viele Tiere speziell Lemuren zu beobachten. Es gibt 13 Lemuren Arten im Park, die meisten sind nachtaktiv.
Wie schon angemerkt gibt es verschiedenen Routen, insgesamt 9 Touren durch den Nationalpark. Es gibt ein paar kleine zwischen dem Fluss und dem See, der sogenannte kleine Tsingy (Petit Tsingy) und mehrere grosse Touren, auch mit Abseilen. Man kann diese auch untereinander kombinieren.

Wanderweg Schild Nationalpark Tsingy de Bemaraha
Die grösseren Wanderungen dauern so zwischen 2-4 Stunden jede Tour. Die kleinen so ein bis zwei Stunden. Für die grossen Wanderungen im Tsingy sollte man schon eine gewisse Fitness mitbringen und auf jeden Fall schwindelfrei sein. Siehe Bilder weiter unten.
Im Nationalpark Tsingy de Bemaraha kann man sich ruhig zwei oder auch drei ganze Tage aufhalten. Wir haben das alles in einem Tag gemacht. Das wird dann aber schon anstrengen und es ist eine gute Kondition nötig. Ich habe drei Touren an einem Tag gemacht für die man normalerweise zwei Tage oder evtl. auch drei einplanen sollte. Bei zwei oder drei Tagen Aufenthalt rentiert sich auch die anstrengende An- und Abfahrt mehr. Man kann am Vormittag wandern und am Nachmittag etwas relaxen und das Hotel geniessen.
Abgesehen von den Wanderungen kann man auch noch Flussfahrten auf dem Manambolo Fluss machen. Es werden Flussfahrten in der Piroge von ca. 3 Stunden Dauer angeboten. Dabei sieht man die 50-80 Meter hohen Felswände der Schlucht, die der Manambolo Fluss heraus gearbeitet hat, sowie Grotten und interessante Felsformationen in den Kalksteinfelsen.

Flussfahrt mit Piroge auf dem Manambolo Fluss, Madagaskar

Unser Tag im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Wir starten unseren heutigen Tag mit einer etwas längeren Anfahrt, vom Hotel zum Startplatz einer der längeren Touren.
Wir machen zuerst die beiden grossen Wanderungen zusammen. Das sind dann so 6-7 Stunden. Dafür müssen wir allerdings erst knapp eine Stunde mit dem Wagen zum Startpunkt fahren. Der Weg ist recht schlecht. Wie immer ist noch ein örtlicher Führer des Nationalparks dabei.

Hier ein Video von den sehr interessanten Wanderung im Tsingy.

Auf der Anfahrt kommen wir an einer rudimentären Schule vorbei. Die besteht nur aus ein paar Bänken und Tischen sowie einer Tafel aus rohem Holz im Schatten von ein paar Bäumen. Wir hatten ja vorher in Miandrivazo Schulmaterial eingekauft, Stifte, Hefte usw. und denken, dass das ein guter Ort währe um die Sachen dort zu lassen.

Einfache Dorfschule mit Kindern der Einheimischen, Madagaskar
Bevor es los geht werden wir mit Klettergurten versehen und eingewiesen. Es sind im Endeffekt doch leichte Klettersteige zu machen.

Wanderweg Circuit Broadway Nationalpark Tsingy de Bemaraha
Wir gehen los, erst mal durch den Wald. Wir sehen eine Art Ratte mit behaartem Schwanz. Dabei dürfte es sich wohl um die sogenannte Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys) handeln. Davon gibt es drei Arten die alle auf Madagaskar endemisch sind. Auf dem Foto die Westliche Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys lambertoni). Diese kommt nur im Gebiet des Nationalpark Tsingy de Bemaraha vor.

Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys), Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Auf der weiteren Wanderung sehen wir auch ein paar weisse Lemuren, die aber doch recht weit oben in den Bäumen sitzen. Bei diesen Lemuren dürfte es sich um die Von-der-Decken-Sifakas (Propithecus deckenii) handeln

Von-der-Decken-Sifakas (Propithecus deckenii, Tsingy de Bemaraha

Etwas später zeigen sich noch die braunen Lemuren die wir schon öfter gesehen haben.

Brauner Lemur, Tsingy de Bemaraha
Nun geht die Wanderung erst mal in eine Höhle, es geht bergauf bergab eine ganze Zeit durch die Kalksteingrotte und wir müssen auch das eine oder andere Mahl durch einen schmalen Durchgang. Da darf man nicht allzu übergewichtig sein und keine Platzangst haben.

Höhle, Wanderung im Tsingy de Bemaraha
Dann geht es schön langsam steiler bergauf, durch die Kalksteinfelsen. Man muss immer wieder mal die Hände zu Hilfe nehmen. Es gibt dann auch ein paar Leitern und wir müssen die Karabiner der Klettergurte zur Sicherheit an einem Stahlseil einhängen.
Beim Aufstieg sehen wir noch kurz einen nachtaktiven Lemuren vor seiner Baumhöhle sitzen. Bis ich aber meinen Fotoapparat zur Hand habe ist der verschwunden. Dann geht es weiter bergauf zu einem Aussichtspunkt. Von dort kann man sehr gut die messerscharfen Kalksteinfelsen überblicken.

Messerscharfe Kalksteinfelsen, Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Kalkstein Spitzen im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Danach geht es wieder bergab, nach kurzer Zeit führt die Wanderung über eine Hängebrücke, dann kommt ein recht steiles Stück hinunter.

Hängebrücke, Wanderung Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Für diese Tour sollte man auf jeden Fall schwindelfrei sein.

Klettersteig und Hängebrücke, Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Unten angekommen geht es erst mal wieder im Wald weiter. Wir sehen wieder die weissen Lemuren,Von-der-Decken-Sifakas (Propithecus deckenii), aber recht weit weg.

Weisser Lemure, Von-der-Decken-Sifaka (Propithecus deckenii), Tsingy de Bemaraha
Auch im Wald unten ist der Weg nicht immer leicht.

Wanderung durch unwegsames Gelände, Tsingy de Bemaraha

Die Vegetation in den Schluchten zwischen den Kalksteinfelsen ist teilweise relativ dicht.

Vegetation mit Bäumen in den Schluchten des Tsingy de Bemaraha
Da wir die beiden langen Touren machen geht es nun nicht zurück sondern weiter durch den Wald.

Wanderweg durch Kalksteinfelsen, Madagaskar Tsingy

Wir sehen nochmal eine der Waldratten. Westliche Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys lambertoni)

Nationalpark Tsingy de Bemaraha, Westliche Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys lambertoni)

Man sollte auch mal noch oben schauen. Es bieten sich spektakuläre Blicke nach oben zwischen den Felswänden hindurch.

Blicke nach oben durch die Felswände des Tsingy de Bemaraha

Teilweise sind die Durchgänge recht schmal und es dringt eher wenig Licht nach unten.

Tief eingeschnittener Canyon, Tsingy de Bemaraha

Wir sehen einen orange braunen Eisvogel der eine Mittagspause auf einem Ast macht. Dabei handelt es sich um einen Pygmäen Eisvogel auch Madagaskarfischer genannt (Corythornis madagascariensis). Dieser Eisvogel braucht keine Gewässer zum Überleben. Er ernährt sich von Insekten, kleinen Geckos und Chamäleons sowie von Fröschen.

Orange brauner Eisvogel, Pygmäen Eisvogel auch Madagaskarfischer, (Corythornis madagascariensis)

Die Bäume die weiter oben wachsen bilden riesige Wurzeln.

Dicke Wurzeln wachsen über die Felswände nach unten, Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Die Wanderungen durch den Nationalpark Tsingy de Bemaraha sind wirklich sehr abwechslungsreich und abenteuerlich.

Grüner, relativ dichter Trockenwald im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Dann betreten wir wieder die Unterwelt. Es geht durch einen wirklich schmalen Durchgang in eine grössere Höhle. Dafür muss man Rucksack und Foto abnehmen und kommt dann mit Müh und Not auf allen Vieren da durch.

Höhlenwanderung durch den Tsingy de Bemaraha
Danach wird es etwas weiter und wir gehen durch grosse Höhlen bergauf bergab.

Wanderweg durch die Höhlen des Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Teilweise muss man sich auch da wieder zur Sicherheit an das Stahlseil hängen. Es gibt immer wieder kurze aber steilere Abstiege.

Etwas schwieriger Abstieg mit Seil in einer Höhle im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Nach einiger Zeit haben wir uns eine Pause verdient. Wir sind ja schon gute 3 Stunden zu Fuss unterwegs. Wir essen unser Picknick was uns das Hotel gemacht hat. Da kommt eine kleine Manguste (Ringelschwanzmungo; Galidia elegans) und möchte auch was haben. Die bekommt ein bisschen Fleisch, Banane und ein bisschen vom Nudelsalat. Da hat die auch ein komplettes Essen.

Rot braune Manguste (Ringelschwanzmungo; Galidia elegans) Rot braune Manguste (Ringelschwanzmungo; Galidia elegans) Tsingy de Bemaraha
Das Picknick ist übrigens recht gut und recht reichlich, war aber auch nicht ganz billig, 25.000 Ar.. Eines ist fast für zwei Personen ausreichend. Dazu gibt es noch ein paar Schokowaffeln und einen halben Liter Wasser. Das ist allerdings für die grosse Tour, die wir machen, zu wenig. Am Nachmittag wird es schon recht warm und eineinhalb Liter sollte man auf jeden Fall dabei haben.
Nach der Pause teilen wir uns auf, meine Frau geht mit unserem Guide und einem anderen örtlichen Guide, der gerade vorbei kommt, zurück zum Auto.

Hoch aufragende Felsen, Wanderung Tsingy de Bemaraha

Ich gehe unsere ursprüngliche Tour mit unserem örtlichen Guide weiter. Es geht nochmal kurz durch eine Höhle und dann wieder recht steil, teilweise mit Leitern, teilweise so, über die Felsen wieder hinauf bis zu einem zweiten Aussichtspunkt.

Klettersteig mit Seil und Leiter am Tsingy de Bemaraha

Wanderguide bei Leiter auf der Tour im Tsingy de Bemaraha

 

Steiler schmaler Aufstieg mit Leiter, Klettersteig am Tsingy de Bemaraha

Auch dieser Teil der Wanderung durch den Tsingy de Bemaraha ist wirklich sehr schön und interessant.

Wanderung durch schmale Schlucht zwischen Kalksteinfelsen Tsingy de Bemaraha

Letzter Aufstieg auf Leiter zum Aussichtspunkt, Tsingy de Bemaraha

Die letzten Meter vor dem Aussichtspunkt am Tsingy de Bemaraha

Bizarre Kalsteinfelsen am Tsingy de Bemaraha

Von dort oben übersieht man wieder bestens die umliegende Karstlandaschaft. Es ist aber auch recht warm da oben.

Wanderung duch die scharfen Kalksteinfelsen am Tsingy de Bemaraha

Es gibt sehr interessante Felsformationen zu sehen, die die Erosion geschaffen hat. Dazwischen auch immer ein paar Pflanzen die sich an den extremen Standort angepasst haben.

Trockenliebende Pflanze und erodierte Felsen am Tsingy de Bemaraha

Von der Erosion frei gelegte Kalkstein Skulpturen am Tsingy de Bemaraha

Die Wanderung durch den Tsingy geht im oberen Bereich weiter, nochmal über eine schöne Hängebrücke zu einem weiteren Aussichtspunkt.

Hängebrücke über Schlucht, Wandertour durch den Tsingy de Bemaraha

Von der Erosion bearbeitete, messerscharfe, Kalksteinfelsen am Tsingy de Bemaraha

Dann geht es auf der anderen Seite wieder steil runter.

Steiler Abstieg über Leiter, Wandertour Tsingy de Bemaraha

Unten gehen wir weiter durch Spalten zurück in den Wald und weiter bis zum Parkplatz wo uns die anderen erwarten.
Insgesamt war ich so ca. 6 Stunden unterwegs.

Reisanbau an einer Lagune bei Bekopaka, Madagaskar
Wir fahren dann wieder mit dem Geländewagen zurück, lassen meine Frau im Hotel und ich fahren noch mit dem lokalen Führer weiter zu dem so genanten kleinen Tsingy. Auch dort gibt es verschiedene Wanderungen die man machen kann.

Schild Wandertouren am Kleinen Tsingy, Petit Tsingy

Das ist aber nicht so anspruchsvoll wie der grosse Tsingy. Wir der Name schon sagt ist dort alles etwas kleiner. Die Kalksteinfelsen sind niedriger und die Aufstiege nicht so lange. Das ist auch was für die, die nicht so gut zu Fuss sind. Es ist auch keine Klettersteigausrüstung erforderlich.

Der Fluss Manambolo am Petit Tsingy
Es geht erst kurz am Fluss entlang und dann hinein in die Karstlandschaft die aber nicht so ausgedehnt wie der grosse Tsingy ist.

Labyrinth aus schmalen Gänge beim Petit Tsingy, Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Schmale Schluchten beim Petit Tsingy, Nationalpark Tsingy de Bemaraha
Wir besteigen drei Aussichtspunkte und zwischen drin geht es immer wieder durch das Felslabyrinth der Karstfelsen hindurch.

Ausblick über die Kalkstein Nadeln und die Lagune beim Petit Tsingy de Bemaraha

Auch im kleinen Tsingy gibt es ganz interessante Pflanzen zu sehen. Ein paar blühen auch noch. Unten die Madagaskar-Palme (Pachypodium Lamerii).

Weiss blühende Madagaskar-Palme (Pachypodium Lamerii) beim Petit Tsingy de Bemaraha Weiss blühende Madagaskar-Palme (Pachypodium Lamerii) zwischen Kalksteinfelsen Petit Tsingy de Bemaraha

Die Pflanzen sind stachelbewährt und speichern in ihren dicken Stämmen das Wasser für die Trockenzeit.

Madagaskar-Palme (Pachypodium Lamerii) auf den Kalksteinfelsen im Petit Tsingy de Bemaraha

Eine Spinne hat sich ein ziemlich grosses Netzt zwischen den Felsnadeln gebaut.

Spinnennetz mit grosser Spinne mit roten Beinen im Petit Tsingy de Bemaraha

Wie wandern weiter durch das Felsenlabyrint. Am Boden wachsen auch ein paar Bäume.

Felslabyrinth mit Bäumen im Petit Tsingy de Bemaraha

Nach dem letzten Abstieg geht es am See vorbei. Dort steht die Sonne tief und man kann gut fotografieren. Es wird dort noch viel Reis angebaut.

Lagune beim Petit Tsingy de Bemaraha

Eine Frau setzt gerade neu Reisstecklinge ein.

Einheimisch Frau pflanzt Reis, Lagune beim Petit Tsingy de Bemaraha

Wir sehen noch eine Echse (Madagaskar Dornschwanzleguan oder Stachelschwanzleguan (Oplurus cyclurus)), beim Sonnen an einem Baum und dann läuft uns auch noch eine Schlange fast über die Füsse.

Madagaskar Dornschwanzleguan oder Stachelschwanzleguan (Oplurus cyclurus), Tsingy de Bemaraha
Zum Schluss der Wanderung kommen wir im kleinen Dorf wieder raus, was an der Anlegestelle der Fähre liegt.
Damit ist der Wandertag im Nationalpark Tsingy de Bemaraha aber nun beendet und wir fahren die letzten Meter mit dem Auto ins Hotel. Der Guide bekommt noch ein ordentliches Trinkgeld. Ich gehe noch anschliessend in den Pool vom Hotel zum Abkühlen.

Pool Hotel Orchidee du Bemaraha
Wir übernachten wieder im Hotel Orchidee du Bemaraha wo wir auch wie am Vortag zu Abend essen.

Weiter geht es im Reisebericht, Fahrt über Belo sur Tsiribihina nach Morondava, vorbei an der Baobab Allee bei Sonnenuntergang

oder zurück zum vorherigen Artikel, Besuch des Kirindy Forest Weiterfahrt über Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka

Besuch Nationalpark von Analamazaotra, Weiterfahrt vorbei an Behenjy nach Antsirabe

Der Plan für den heutigen Tag unserer Rundreise durch Madagaskar beginnt mit dem Besuch des Nationalparks von Analamazaotra. Dort machen wir eine knapp 3 stündige Wanderung. Danach fahren wir von Andasibe zurück in Richtung Westen, vorbei an der Hauptstadt Antananarivo, und weiter in den Süden nach Antsirabe. Das sind ca. 300 Kilometer für die wir gute 7 Stunden, mit einem Zwischenstopp zum Mittagessen bei Antananarivo und in einer Aluminiumgiesserei, benötigen.

Video, Besuch Nationalpark von Analamazaotra, Fahrt von Andasibe nach Antsirabe und Aluminiumgiesserei von Ambatolampy

Nach dem Frühstück im Hotel geht unsere heutige Tour als erstes zum Nationalpark von Analamazaotra.

Frühstück im Hotel Feon ' ny Ala

Blick vom Restaurant / Frühstücksterrasse vom Hotel auf den Nationalpark Analamazaotra.

Frühstück mit Blick auf den Nationalpark von Analamazaotra

In diesem Nationalpark kann man verschiedene Wanderungen unternehmen.

Informationsschild Nationalpark von Analamazaotra, Madagaskar

Der Park ist gut besucht aber die Leute verteilen sich im Normalfall ganz gut. Es gibt dort viele frei lebende Lemuren und allerhand andere Tiere. Wenn sich ein interessantes Tier sehen lässt versammeln sich da immer ein paar Leute.

Besucher im Nationalpark von Analamazaotra, beim Fotografieren
Der Analamazaotra Nationalpark ist besonders für die schwarzweissen Lemuren, den Indri bekannt.
Der Indri ist die grösste Lemurenart die es noch gibt. Er kann so zwischen 6,5-9,5 Kilogramm wiegen und hat nur einen Stummelschwanz.

Wir wandern mit dem gleichen lokalen Guide, von der Nachtwanderung am Vortag, durch den Nationalpark. Als erstes sehen wir erst mal einige braune Lemuren, die wir auch ganz gut fotografieren können.

Brauner Maki in der Astgabel, Park von Analamazaotra
Dann geht es einen Hügel bergauf in das Gebiet einer Indri Familie. Wir laufen erst mal eine Zeit lang rum ohne was zu sehen. Wenn sich die Tiere nicht bewegen oder schreien sind die in den Bäumen schwer zu finden. Unser Guide macht sich dann erst mal alleine auf den Weg und findet nach ca. 10 Minuten den ersten Indri Lemur. Der sitzt auf einem höheren Baum und bewegt sich kaum. Schaut nur ab und zu mal runter. Dort oben ist der schwer zu fotografieren.

Nach einiger Zeit gehen wir weiter und suchen einen anderen Indri. Der ist wieder etwas weiter unten am Hügel und es geht über Stock und Stein relativ steil bergab. Gut das es im Gestrüpp keine giftigen Tiere gibt. Dafür werden wir mit einer guten Position zum Beobachten des zweiten Indri belohnt. Wir bleiben eine Zeit lang und machen viele Fotos und Videos.

Indri sitzt auf einem Ast, Analamazaotra

Dann geht es weiter. Es gibt noch weitere Lemuren zu sehen.
Wir laufen wieder ein Stück bergauf, auch recht steil, und sehen dann noch eine dritte Lemurenart, die sind weiss-braun und auch sehr nett anzuschauen. Es sind die auch schon im Vakona Park gesehenen Diademsifakas (Propithecus diadema). Wir folgen denen eine Zeit lang, mit noch anderen Besuchern von anderen Gruppen, und machen viele Fotos.

Diademsifakas (Propithecus diadema), Nationalpark von Analamazaotra
Die Zeit im Park vergeht wie im Flug. Die geplanten drei Stunden sind schnell um. Wir hätten den Lemuren noch weiter zuschauen können.
Hier noch ein paar weitere Fotos und Infos zum Nationalpark von Analamazaotra

Wir müssen aber weiter. Es geht zurück auf der gleichen Strasse wo wir den Tag vorher gekommen sind, an der Hauptstadt Antananarivo vorbei in den Süden.
Die Reisfelder sind überall zu sehen.

Kühe neben Reisfeld und arbeitenden Bauern, zwischen Andasibe und Antananarivo

Auch der Wassertransporteur hat ein Markenfahrzeug.

Wasserkarren aus Holz mit gelben Kanistern, Madagaskar

Auf der Strecke zwischen Andasibe und Antananarivo, schon wieder im Hochland, gibt es weiterhin eine Menge Reisfelder die zwischen den Hügeln liegen.

Reisfeld mit Wasser, Madagaskar, Andasibe

Zwischen den Reisfeldern sieht man immer wieder kleine Dörfer mit den typischen madagassischen Häusern die zwischen den Terrassenfeldern liegen.

Typische Häuser und Reisterrassen auf dem Weg von Andasibe nach Antananarivo

Auch heute wird wieder Wäsche gewaschen. Am Wegesrand trocknen die Einheimischen ihre Sachen auf den Felsen.

Bunte Wäsche liegt nach dem Trockenen auf den Felsen, Madagaskar

Da die Lastwagen auch immer mal ganz flott fahren kommt es ab und zu zu Unfällen. Wie man dann das grosse Fahrzeug ohne Kran aus dem Graben bekommt ist die Frage.

Verunglückter Lastwagen Strasse von Andasibe nach Antananarivo

Wir kommen bei der Fahrt von Andasibe nach Antsirabe an der Hauptstadt von Madagaskar Antananarivo vorbei. Auf dem Foto unten auf dem Hügel der Königspalast von Antananarivo.

Hügel mit Königspalast von Antananarivo.

Nach Antananarivo geht es weiter in den Süden. Wir kommen an einigen typischen Hochlanddörfern wie Behenjy vorbei. Dort ist die Landschaft von Reisfeldern geprägt und auch einige Kiefern. Die Landschaft ist meist hügelig und dann auch wieder flach.

Zentrales Hochland von Madagaskar, zwischen Antananarivo und Behenjy mit typischen Häusern und Reisfeldern.
Auf dem Weg nach Antsirabe, so ca. 80 Kilometer südlich der Hauptstadt im Ort Ambatolampy, besuchen wir eine Aluminiumgiesserei.
Das ist sehr interessant wie dort verschiedenes Geschirr aus Aluminium hergestellt wird. Als Rohmaterial wird alles Mögliche an altem Aluminium recycelt.
Es werden dort vor allem Töpfe aus Aluminum gegossen. Es gibt aber auch einige Souvenirs für die Touristen die dort hergestellt werden.
Wir schauen zu wie ein grösserer Alutopf mit Deckel gegossen wird. Ist wirklich sehr interessant wie die das machen, mit recht einfachen Mitteln aber es funktioniert.
Auf dem Video oben sieht man den Prozess.

Aluminium Deckel eines Kochtopfes in einer Giesserei in Madagaskar

Flüssiges, glutrotes Aluminium ein einer Giesserei, Madagaskar

Wir kaufen noch eine Kleinigkeit, einen Lemur mit Baby, welcher ca. 6 Euro kostet. Da haben die auch etwas vom Tourismus.
Dann geht es weiter. Die Strasse wird immer schlechter und es gibt einige grosse Schlaglöcher. Zwischen den Lastwagen kommen wir nicht mehr schnell vorwärts.
Die Sonne steht schon recht tief und es geht weiterhin durch Reisterrassen.

Reisfelder am späten Nachmittag vor Antsirabe

Am späten Nachmittag ist das Wetter etwas bewölkt aber es regnet nicht. Wir kommen durch grössere Ebenen, natürlich auch mit Reisfeldern.

Ebene im Hochland von Madagaskar mit Reisfeldern
Hier noch einige weitere Fotos der Landschaft zwischen Andasibe, Antananarivo und Antsirabe.

Ziel unsere heutigen Etappe auf unserer Rundreise durch Madagaskar ist Antsirabe. Wir kommen doch etwas spät an. Es ist so ca. 18 Uhr.
Wir übernachten im Hotel Royal Palace, was soweit ganz gut ist.

Hotel Royal Palace, Antsirabe

Das Hotel liegt nicht ganz im Zentrum. Hat aber einen Pool, für den haben wir allerdings keine Zeit.

Zimmer Hotel Royal Palace, Antsirabe
Abendessen gibt es im Hotel. Das ist recht gut. Wir können uns ein Menü zusammen stellen. Als Hauptspeise nehme ich das Zebufilet.

Abendessen, Zebu Filet Hotel Royal Palace, Antsirabe
So um 22 Uhr geht es dann ins Bett. Auch am nächsten Tag müssen wir wieder um spätestes 6:30 aufstehen.

Weiter geht es im Reisebericht, Besuch der Stadt Antsirabe und Weiterfahrt nach Miandrivazo

oder zurück zum vorherigen Artikel, Fahrt von Antananarivo zu den Parks von Pereyras und Vakona und weiter nach Andasibe

Fahrt von Antananarivo zu den Parks von Peyrieras und Vakona und weiter nach Andasibe

Heute beginnt unser Abenteuer in Madagaskar. Wir stehen recht früh auf, so kurz nach 6. Unser Guide will uns um 7:30 abholen, aber wir geniessen erst mal das ganz gute Frühstück im Hotel. Wir nehmen das ausführlichere mit Ei und Fruchtsalat mit Maracuja zum Nachtisch.

Unser 1. Hotel in Antananarivo in der Nähe vom Flughafen, Madagaskar

Fahrt von Antananarivo zum Park von Peyrieras

Unsere Fahrstrecke von heute, von unserem Hotel in Antananarivo bis zum Hotel Fein´ny Ala in der Nähe des Andasibe Nationalparks, über die privaten Parks von Peyrieras und Vakona beträgt ca. 160 Kilometer.
Ganz unten auf dieser Seite gibt es noch ein Video zu diesem Tag des Reiseberichtes.

Dann geht es schon los. Wir fahren recht pünktlich ab, zuerst mal nach Süden um die Hauptstadt Antananarivo herum und dann weiter nach Osten zum privaten Park von Peyrieras. Wir brauchen dafür so gute 2-3 Stunden. Es ist Sonntag und wir kommen soweit ganz gut vorwärts. Die Landschaft ist nicht uninteressant. Um Antananarivo herum gibt es viele Reisfelder.

Landschaft, Reisfelder und Vororte Antananarivo

Heute am Sonntag ist Waschtag und überall liegt die Wäsche zum Trocknen herum.

Vorort Antananarivo, bunte Wäsche beim Trocknen

Madagaskar, bunte Wäsche beim Trocken am Strassenrand
Auf den Weg zuerst nach Süden und dann nach Osten geht es vom zentralen Hochplateau herunter. Es gibt viele Eukalyptuswälder die dort für Brennholz angelegt wurden. Zwischen drin immer wieder Reisfelder.

Reisfelder, Landschaft zwischen Antananarivo und dem Peyrieras Park, Madagaskar

Madagaskar Landschaft, Reisfeld mit Wasser, östlich Antananarivo

Das Fahrrad ist ein wichtiges Transportmittel. Diese sind oft schwer beladen.

Fahrrad, schwer beladen

Überall wo ein kleiner Fluss ist oder etwas Wasser steht wird Wäsche gewaschen und zum Trocknen ausgelegt.

Reisfeld und bunte Wäsche zum Trocknen auf einem Felshügel, Madagaskar

Wir halten zum Mittagessen in einem kleinem Ort. Das Restaurant ist recht gut und günstig.
Unten unser Geländewagen der uns zweieinhalb Wochen quer durch Madagaskar gebracht hat.

Geländewagen unserer Rundreise durch Madagaskar vor blauem Stand

Es gibt jede Menge Stände an den Strassen die alles mögliche verkaufen.

Stand mit Obst, Orangen und Honig, Madagaskar

Die Einheimischen fangen, in den mit Wasser gefüllten Reisfeldern, Frösche und Krebse.

Einheimische Madagassen im Reisfeld beim Fangen von Krebsen und Fröschen

Nach dem Mittagessen geht es weiter, durch Reisfelder und eine Hügellandschaft mit runden Felsen dazwischen.

Hügellandschaft mit runden Felsen mit Reisfeldern im östlichen Zentrum von Madagaskar

Kurz vor dem Park von Peyrieras gibt es einen Aussichtspunkt. Von dort können wir auf die unter uns liegende Landschaft blicken.

Aussichtspunkt oberhalb vom privaten Parks von Peyrieras

Der Park von Peyrieras

Der Park von Peyrieras ist besonders für die vielen Tiere bekannt die es dort gibt. Unter anderen natürlich die Lemuren aber auch Frösche, Chamäleons und Schlangen.
Man kommt den Tieren recht nahe und kann ganz gut fotografieren.
Auf folgender Seite gibt es noch weitere Infos und viele Fotos zum Park von Peyrieras.

Im Bild unten der grosse geschlossene Bereich wo sich jede Menge Chamäleons aufhalten.

Park von Peyrieras, grosse Voliere für Chamäleons

Zuerst geht es auf einer kurzen Wanderung etwas bergauf in den Wald mit dem lokalen Führer.
Der hat Bananen dabei und die mögen die Lemuren besonders. Nach kurzer Zeit des Anlocken kommen die auch schon aus dem Wald. Sie nähern sich langsam aber bestimmt zu den Bananenstücken.

Weiss brauner Coquerel Sifakas (Propithecus coquereli) mit Banane in der Hand

Die Lemuren kommen dabei bis auf wenige Meter ran. Einer ist besonders mutig und frisst die Bananenstücke sogar aus der Hand.
Wenn einer in der Nähe sitzt kann man denn auch mal kurz, vorsichtig, anfassen, bzw. streicheln. Die fühlen sich an wie Stofftiere und sind sehr weich. Langes Streicheln mögen sie aber eher nicht. Die Lemuren sind doch eher schüchtern.

Anschließend geht es wieder runter zu verschiedenen grossen Gehegen wo allerhand Geckos, Schlangen, Frösche und vor allem viele Chamäleons in allen möglichen Farben zu sehen sind.
Die haben wirklich viele verschiedene Tiere an die man auch wieder sehr gut ran kommt. Ideal zum Fotografieren.
In den folgenden Bildern einige Chamäleons im Park von Peyrieras.

Grün blaues Parsons Chamäleon (Calumma parsonii) im Park von Peyrieras

Die kleineren Tiere sind in einer Art Terrarium untergebracht.

Terrarium, Gehege im Park von Peyrieras

Es gibt noch verschiedenste Arten von ziemlich kleinen Chamäleons.

Nashornchamäleon (Calumma nasutum) im Peyrieras Park

Im Park von Peyrieras gibt es auch einige Gecko Arten. Diese sind sehr gut getarnt.

Blattschwanzgecko auf Laub, Madagaskar

Riesen Plattschwanzgeckos (Uroplatus Fimbriatus), MadagaskarAuch Frösche gibt es im Peyrieras Park.

Roter Madagaskar Buntfrosch (Fam. Mantella)

Und Schlangen

Madagaskar Hundskopfboa (Sanzinia madagascariensis) Park von Peyrieras

Das Reservat von Vakona

Danach geht es weiter zum Privatreservat von Vakona. Hier weitere Fotos und Infos.
Auch dort kommt man den verschiedenen Lemuren sehr nahe und es bieten sich gute Fotomotive. Die Lemuren leben auf einer Insel in Freiheit, können aber nicht ganz abhauen. Man muss ein paar Meter mit dem Kanu übersetzen.

Kanus am Bach vom Vakona Reserva

Die Lemuren werden von Guides angelockt, wieder mit Bananen. Die Braunen Makis sind recht frech und kommen ziemlich nahe. Im Foto unten ein Paar der Braunen Makis (Eulemur fulvus).

Paar der Braunen Makis (Eulemur fulvus), Vakona

Die braunen Lemuren fressen auch aus der Hand. Sie springen auf die Schulter und verspeisen die Bananenstücke. Auch das ist eine ganz tolle Erfahrung.

Ausser den Braunen Makis gibt es auch graubraune Bambuslemuren. Es sind die sogenannten Östlichen Bambuslemuren oder auch Östliche Halbmakis genannt. Auch die fressen gerne Bananen.

Östlichen Bambuslemur oder Östliche Halbmaki, frisst Banane

Wir fahren dann nochmal mit den Kanu über den kleinen Fluss und dort gibt es weitere Lemuren, die Braunen Makis und eine sehr schöne weiss-braune Art, die Diademsifakas (Propithecus diadema). Auch die werden wieder mit Bananen angelockt und einer kommt bis auf weniger als einen Meter an uns ran. Auch der lässt sich kaum beim Bananenessen stören.

Lemur Diademsifaka (Propithecus diadema), Vakona Park

Nachdem wir ausgiebig geschaut und fotografiert haben geht es mit dem Kanu zurück.

Kanufahrt am Fluss zum Parkplatz vom Vakona Reservat

Wir machen dann noch einen Rundgang durch das Reservat.

Wanderung auf Stegen über einen Teich im Vakona Reservat

Ausser den Lemuren gibt es dort  Schildkröten, noch ein paar Chamäleons und die berühmte madagassische Katze, Fossa genannt.
Wir können die recht nahe sehen, sie ist aber in einem Käfig und schläft gerade. Die sind ja nachtaktiv.

Vakona, Fossa, Cryptoprocta ferox, Katze aus Madagaskar,

Ausserdem gibt es in einem kleinen See Krokodile. Da muss man natürlich vorsichtig sein.

Vorsicht Krokodile, Schild Vakona Park Grosses Nilkrokodil, Madagaskar

Es gibt im Vakona Park noch eine Art Voliere wo man die Chamäleons und Geckos anschauen kann. Leider steht die Sonne schon recht tief und das Licht ist nicht mehr so gut.

Grosses grünes Chamäleon, Madagascar

Im Gehege gibt es auch noch ein paar extrem gut getarnte Geckos.

Perfekt getarnter Gecko, sieht aus wie Baumrinde

Am Eingang zum Vakona Park hat man noch ein paar Häuschen gebaut. So haben die Leute früher hier gelebt.

Hütte der Einheimischen auf Stelzen aus Bambus und Holz, Madagascar

Zum Ende des Tages fahren wir nach Andasibe wo wir im Hotel Feon` ny Ala übernachten.
Vorher machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch den Ort und schauen uns da ein bisschen das einheimische Geschehen an. Es ist Sonntagabend und Fußball und es sind viele Leute beim Zuschauen.
Hier noch ein paar Fotos von unserem Spaziergang durch Andasibe.

Fußballplatz in Andasibe beim sonntäglichen Fussballspiel

Das Hotel setzt sich aus verschiedenen Häusern, Bungalows, zusammen die am Hang liegen. Es ist soweit einigermassen gut. Kein Luxus. Wir sind im letzten Haus und müssen ein Stück laufen. Damit man die Koffer nicht so weit tragen muss gibt es, wie in allen Hotels, Kofferträger. Die bekommen natürlich ein entsprechendes Trinkgeld.

Andasibe Hotel Feon` ny Ala
Nach dem Bezug des Hotels treffen wir uns nochmal mit unserem Guide und einem lokalen Führer für eine Nachtwanderung. Es geht so eine gute Stunde von Andasibe zum Eingang des Nationalparks zuerst an der Strasse entlang und dann noch etwas in den Wald. Erst sehen wir gar nichts aber dann zeigt sich im Wald eine Schlage, Boa, ein kleiner schlafender Vogel der sich nicht stören lässt und dann noch zwei nachtaktive Lemuren. Die sitzen auf den Bäumen und man kann die in der Dunkelheit, obwohl meiner doch recht starken Lampe, kaum fotografieren.
Hier noch einige weitere Fotos von der Nachtwanderung am Analamazaotra Park.

Nachtaktive Lemuren, Nachtwanderung im Analamazaotra Park
Wir essen dann noch im Hotel zu Abend. Man kann aus einem Menü aussuchen. Meine Frau nimmt Frühlingsrolle aus Fleisch, Huhn mit einer Vanillesauce und Obstsalat zum Nachtisch, ich eine madagassische Brunnenkresse Suppe, und ein madagassisches Hauptgericht, auch mit einer Art von Brunnenkresse mit etwas Fleisch und Reis. Als Nachtisch einen Pfannkuchen. Das Essen ist soweit ganz gut.
Dann geht es nach einem doch recht langen und anstrengenden ersten Tag ins Bett. Wir müssen ja auch schon wieder so spätestens 6:30 aufstehen.

Hier noch ein Video

Weiter geht es im Reisebericht, Besuch des Nationalpark von Analamazaotra und Weiterfahrt vorbei an Behenjy nach Antsirabe

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