Mietwagen Situation in Kuba

Eine Rundreise durch Kuba lässt sich am praktischsten mit einem Mietwagen machen. Man ist sehr flexibel und kann immer da halten wo man will.
Bei unserer letzten Rundreise durch Kuba hatten wir ja drei Wochen einen Mietwagen. Wir wollten auch dieses mal wieder ein Mietfahrzeug nehmen was aber aufgrund der derzeitigen Kosten von Mietfahrzeugen in Kuba völlig jenseits von Gut und Böse war.

Unten im Bild, unser Mietwagen der letzten Rundreise durch Kuba, ein Peugeot Kombi der Mittelklasse. Der kostete vor drei Jahren für 21 Tage gute 800 Euro mit allen Versicherungen, auf Glas und Reifen.

Mietwagen Peugeot, der Mittelklasse in Kuba

Nach einigem Suchen bei verschiedenen Portalen, einige haben Kuba gar nicht mehr im Programm, wundert mich auch nicht, bin ich diesmal kaum fündig geworden.
Es gibt einige Anbieter aus Kuba direkt und recht wenig deutsche Portale die Mietwagen in Kuba anbieten.
Die kubanischen Anbieter haben auf den ersten Blick die besten Preise. Man muss aber sehr auf die weiteren Kosten achten. Zu den angegebenen Kosten kommen praktisch immer noch Versicherung und andere Sachen dazu, die oft mindestens den gleichen Betrag oder gar mehr ausmachen wie der zuerst angebotene Betrag.
Dadurch geht der Mietwagenpreis kräftig in die Höhe.
Als günstigsten Preis, mit Versicherung, habe ich einen Mietwagen für 900 Euro für 15 Tage gefunden. Reifen und Glasschäden sind dabei aber nicht eingeschlossen.
Letzteres kann aber nochmal zur grossen Preisfalle werden. Das habe ich selbst schon erlebt. Oft haben die Mietwagen die billigsten Reifen aufgezogen die nicht besonders lange durchhalten. Für einen kaputten Reifen eines Kleinwagens wird man aber dann gleich mit 200 Euro zur Kasse gebeten. Ein von der Grösse vergleichbarer Qualitätsautoreifen kostet bei uns vielleicht 50 Euro.
Sollte man das Pech haben, was gar nicht so extrem unwahrscheinlich ist, eine oder gar zwei Reifenpannen auf der Kuba Reise zu erleiden wird das ein recht teurer Spass.
Mit etwas Glück und etwas Spanischkenntnissen kann man noch versuchen den Reifen bei einer Tankstelle oder Werkstatt reparieren zu lassen. Wenn es nur ein kleines Loch ist, geht das meist problemlos und schnell.

Alte amerikanische Autos in Havanna. So etwas gibts nur mit Fahrer zu mieten und der Preis ist auch entsprechend hoch. Selber fahren geht praktisch nicht.

Bunte alte amerikanischen Autos in Havanna

Es gibt ein paar wenig deutsche Portale die den Wagen schon mit Glas und Reifenversicherung vermieten. Man muss zwar die Schäden vor Ort selber bezahlen, bekommt aber das Geld von der Versicherung in Deutschland wieder. Das hat eigentlich in der Vergangenheit aus eigener Erfahrung ganz gut funktioniert.
Leider sind natürlich die Preise noch höher. Günstigster Preis den ich gefunden habe war für einen Kleinwagen ca. 1.300 Euro für 15 Tage.

Im Foto unten, Mietwagen der kleinen bis mittleren unteren Kategorie, die chinesische Marke Geely.

Mietwagen Geely, untere Preisklasse in Kuba

Wenn man sich dann vor Augen hält, dass man für fast 1000 Euro Minumum, nur die günstigste Autokategorie bekommt, im Normalfall einen chinesischen Kleinwagen, der als Neuwagen kaum mehr als 4000-5000 Euro kosten kann, sind dann natürlich die Preise für nur zwei Wochen extrem teuer.
Es wird halt im Moment der Boom in Kuba ausgenutzt und auch das Fehlen eines guten und vor allem schnellen öffentlichen Verkehrsnetzes was viele Urlauber dazu beweg sich einen Mietwagen zu nehmen. Es gibt zwar schon Busse in die wichtigsten touristischen Orte in Kuba, aber von dort kommt man dann nicht mehr weg.
Einzige Möglichkeit ist dann ein Taxi zu nehmen und die sind für Touristen oft auch nicht gerade günstig.

Abholen unseres Mietwagens und Fahrt von Windhoek nach Sossusvlei

Wir schlafen ein bisschen aus, aber auch nicht zu lange. Zuerst wird gefrühstückt und um 10 holen wir den Mietwagen ab. Ein Polo der in recht gutem Zustand ist. Wir schauen den Mietwagen gründlich an.
Danach fahren wir zum Superspar zum Einkaufen, da gibt es alles. Kaufen auch ein Kühlbox. Im Supermarkt gibt es ein Ecke wo man alles mögliche Essen kann. Dürfte sich durchaus mal lohnen dorthin zum Essen zu gehen. Wir haben so gut 1200 N$ ausgegeben.
Danach geht es zurück zu unserem Hotel in Windhoek. Alles mit Navigationshilfe vom Handy. Auch das Linksfahren funktioniert einigermassen. Mann muss sich auch wegen dem Schalten dran gewöhnen und muss immer denken was man tut. Einmal nach dem Umdrehen fahre ich versehentlich ein paar Meter auf der falschen Seite bis einer entgegenkommt und mit Lichthupe unmissverständlich klar macht, dass ich falsch bin.
Im Hotel bepacken wir das Auto, kaufen noch eine Telefonkarte, die kostet nur 30 N$ laden dann noch 150 N$ auf. Macht alles die Dame vom Hotel.

Unser Mietwagen in Namibia, ein Polo schon mitten im Gelände
Dann geht es los, erst mal mit GPS Hilfe raus aus Windhoek, zuerst die B1 dann die C26 die sich nach ein paar Kilometern in eine unbefestigte Strasse verwandelt.

Beim Klick auf die Panoramafotos sieht man die in Originalgröße.

Landschaft etwas südlich von Windhoek, Namibia

Es geht dort immer weiter, teilweise ist sie ganz gut, teilweise recht steinig und mit Waschbrett. An den entsprechenden Kreuzungen biegen wir ab. Wir fahren weiter ein paar Nebenstrassen. Die sind aber teilweise deutlich besser als die Hauptstrasse. Man kann zweitweise 80 oder schneller fahren. Wir halten uns aber aus Sicherheitsgründen bei max. 80. Es ist kaum Verkehr, vielleicht alle halbe Stunde sehen wir mal eine Auto. Einige mit Geländewagen überholen uns flott. Die sind dann bestimmt mit 100 oder noch schneller unterwegs. Wir kommen nur zögerlich voran und machen wenig Kilometer obwohl wir kaum stehen bleiben.

Landschaft Namibia, Fahrt von Windhoek nach Sossusvlei

Filmen etwas vom Auto raus. Wir halten einmal ca. 25 Minuten zum Essen. Dann geht es weiter. Als einzige Tiere neben Kühen sehen wir ab und zu mal ein paar Affen, sind wohl Paviane, über die Strasse laufen. Wir verfahren uns einmal bzw. leitet uns ein Schild auf die falsche Strasse.

Die unbefestigten Strassen auf Namibia ziehen sich ewig gerade dahin

Aber gut, geht auch weitgehend in unsere Richtung nur halt etwas woanders wie wir wollen. Dafür ist die Strasse sehr gut. Es geht schön langsam die Sonne unter.  Wir kommen ins Dunkle. Sehen vorher noch ein paar Walzenschweine am Strassenrand.
Es wird um 18 Uhr dunkel und wir haben noch einiges zu fahren. Als letztes geht es längere Zeit die C19 runter. Am Anfang nach der Kreuzung ist die ganz gut und wir kommen gut voran. Je näher wir nach Sesriem kommen wir diese teilweise sehr schlecht. Immer wieder auch 100 Meter und mehr extreme Waschbrettpiste wo man kaum schneller als 30 fahren kann. Das hält ziemlich auf. Die letzten 1,5-2 Stunden fahren wir im Dunklen was recht anstrengend ist. Man sieht nur die Piste, aussen rum ist alles komplett schwarz. Zum Glück sind keine Tiere auf der Strasse. Wir kommen endlich so kurz vor 8 Uhr abends in der Little Sossus Lodge an. Davor ist die Piste auch wieder katastrophal. Wir werden mit einem kühlen Drink begrüsst man erzählt uns kurz was so los ist und wir fahren dann zu unserer Unterkunft. Ist ein Bungalow im Gelände. Recht rustikal. Es ist schon Dunkel und wir benötigen eine Taschenlampe. Wir duschen noch trinken ein kühles Bier aus der Kühlbox und gehen ins Bett. Es wird in der Nacht auch die Zeit umgestellt, da haben wir eine Stunde weniger zum Schlafen.
Wie wir gesehen haben darf man in Namibia nicht die Strecken unterschätzen. Wir sind so knapp 350 Kilometer gefahren und haben dafür über 7 Stunden gebraucht. Wer das ein bisschen gemütlicher machen und bei Tag ankommen will muss bei so einer Strecke eigentlich spätestens um 10 Uhr am Morgen abfahren.

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