Besuch des Nationalpark Isalo, Weiterfahrt vorbei an Tulear nach Ifaty / Mangily

Heute ist schon einer der letzten Tage unserer Rundreise durch Madagaskar. Wir besuchen als erstes den Nationalpark von Isalo und fahren dann weiter nach Westen bis an die Küste bei Tulear. Von dort geht es dann noch ein Stück nach Norden, teilweise am Meer entlang, nach Ifaty, wo wir die letzten Tage am Strand verbringen wollen. Wir fahren ca. 260 Kilometer und sind mit den morgendlichen Wanderungen durch den Nationalpark gute 12 Stunden unterwegs.

Nach dem Frühstück im Hotel besuchen wir den letzten Nationalpark unserer Madagaskar Rundreise.
Es geht in den Nationalpark von Isalo mit seiner trockenen aber doch sehr interessanten Berglandschaft. Dort gibt es viele Lemuren aber auch Chamäleons und Schlangen. Im Isalo Nationalpark kann man zu einigen natürlichen Pools wandern wo man baden kann.

Wie schon vorher öfter angesprochen ist ja unsere Zeit in Madagaskar recht knapp bemessen und wir haben nur einen halben Tag für den Isalo Nationalpark. Auch in diesem Park kann man sich natürlich länger aufhalten. Zwei Tage ist überhaupt kein Problem. Es gibt viele Möglichkeiten zum Wandern.
Im Bild unten die Bergzüge des Isalo Nationalparks mit unserer heutigen Wanderung. Es geht durch das Tal links hinauf, dann immer den Felsabbruch nach rechts bis zum nächsten Einschnitt. Wir wandern dann das Tal noch hinein zu zwei Badestellen im Bergbach.

Wir haben eine etwas grössere Wanderung vor, zumindest ich. Es geht über einen kleinen Nebencanyon hinauf zu einer Hochfläche. Auf dem Weg sehen wir eine fleischfressende Pflanze.

Auf dem Weg bergauf erzählt uns unser Führer einiges zu den Gebräuchen des einheimischen Stammes, der in der Region lebt. Die nutzen den Isalo Nationalpark immer noch als Begräbnisstätte für ihre Verstorbenen und haben dafür eine spezielle Erlaubnis der Nationalparkbehörde. Wir kommen nach dem ersten Aufstieg zu einem kleinen Aussichtspunkt.

Im Bild unten unser Aufstiegsweg mit Blick in die Ebene und den Ort Ranohira etwas links.

Die Stämme der Gegend begraben ihre Toten in verschiedenen, mit Steinmauern verschlossenen Höhlen.

Es gibt dabei Gräber die vorübergehend genutzt werden und andere wieder, für die endgültige Bestattung der Stammesmitglieder.

Weiter geht es und auf der Hochebene bekommen wir noch einige Pflanzen und Tiere erklärt, die dort vorkommen.


Im Bild unten ein Kokon einer Raupe. Diese Kokons werden genutzt um die Wildseide zu produzieren.

Auf dem Foto eine Stabschrecke. Diese können ziemlich gross werden. Die auf dem Bild war so ca. 20 cm gross. Wir haben aber noch grössere gesehen. Diese Stabschrecke dürfte von der Art Achrioptera Impennis sein.

Bevor wir zu einem weiteren Aussichtspunkt kommen geht es am Krokodilfelsen vorbei.

Nach nicht all zu langer Zeit kommen wir an einige Felsen und dort auf einen weiteren Aussichtspunkt. Von dort oben kann man die Umgebung praktisch 360 Grad überblicken. Es bieten sich recht gute Aussichten auf das gesamte Umland.

Ausblick über den Südosten des Isalo Nationalpark.


Nachdem wir einige Fotos gemacht haben geht es weiter, über eine kleine Hochebene, zum Felsenkamm.
Unten nochmal der Krokodilfelsen etwas grösser. Die Ähnlichkeit ist sehr gut zu sehen.

Auf dem Weg dorthin sehen wir ein paar Stabheuschrecken und zwei Skorpione. Diese Art von Skorpion ist nicht besonders gefährlich.

Auf der Hochebene des Isalo Nationalparks gibt es viele soggenannte Elefantenfuss Pflanzen. Am Anfang der Trockenzeit haben die aber schon die Blätter abgeworfen.

Wir wandern weiter über die Hochebene. Am Felsabbruch angekommen geniessen wir wieder hervorragende Ausblicke über das Vorland und die Berge.

Auf dem Foto unten der weitere Verlauf unserer Wandertour durch den Isalo Nationalpark.

Felswände und Ebene Isalo Nationalpark

Auch ein paar Echsen lassen sich sehen. Im Bild unten eine Art des Madagaskar Leguan.

Echse Madagaskar Leguan
Nun geht es immer am Felsabbruch entlang, mit immer wieder guter Sicht auf die unter uns liegende Hochebene, bis oberhalb eines Canyons.

Auf dem Weg dorthin sehen wir nochmal ein paar Stabschrecken, genauer gesagt ein Paar. Auf dem Bild unten ist der „grosse Ast“, in der Mitte, das Weibchen. Dieses dürfte mit Sicherheit 30 cm messen.

Grosses Stabschrecken Paar, Art Achrioptera Impennis

Oberhalb einer Felswand blicken wir auf den unter uns liegenden Canyon und unseren weiteren Bergabweg.

Blick von der Hochebene die Felswänden hinunter in den Canyon, Nationalpark Isalo

Im Bild unten der Endpunkt unserer Wanderung durch den Nationalpark von Isalo, am Ende der Strasse, das kleine Haus mit dem blaugrünen Dach. Am Ausgang des Tales gibt es viele Reisfelder die von dem Wasser des Baches gespeist werden, den wir später noch entlanglaufen werden.

Reisfelder am Start/Endpunkt zur Wanderung Canyon Nationalpark Isalo

Bevor es in den Canyon bergab geht sehen wir auf dem Hochplateau noch ein paar sehr schön gefärbte Hauschrecken. Diese bunte, gelb, grün, blaue Art mit roten Punkten/Auswüchsen hinter dem Kopf ist eine Madagaskar Heuschrecke, Phymateus Saxosus.

Gelb, grün, blau, rote Madagaskar Heuschrecke, Phymateus Saxosus

Diese schöne Heuschreckenart ist giftig da sie giftige Pflanzen vertilgt. Durch die intensive Farbe weisst sie ihre Feinde darauf hin.

Bunte Madagaskar Heuschrecke, Phymateus Saxosus

Wir verlassen das Hochplateau und wandern durch ein Seitental bergab in den Hauptcanyon. Es wird dort immer grüner.

Wanderweg durch die Felsflanken, Nationalpark Isalo

Es gibt immer mehr Bäume und im Talgrund steht ein kleiner Wald entlang eines Bachlaufes.

Nebental am Wanderweg zum Canyon, Nationalpark Isalo
Unten angekommen gibt es ein Camp wo man zelten kann. Als wir ankommen, sind dort gerade eine Menge von Ringelschwanz Lemuren, an die man recht gut ran kommt und die sich wenig stören lassen.
Ausserdem sitzt noch ein weisser Lemur auf einem Baum, nahe beim Camp, denn man auch ganz gut fotografieren kann.

Nahaufnahme weiss schwarzer, Lavensifaka, (Propithecus verreauxi), Nationalpark Isalo

Es ist ein Lavensifaka. Diese Lemuren ähneln den Von-der-Decken-Sifakas, haben aber zum weissen Fell ein schwarzes Gesicht und eine schwarz gefärbte Kopfoberseite.

Weiss schwarzer Lemur, Lavensifaka, (Propithecus verreauxi), Madagaskar Lavensifaka, (Propithecus verreauxi)

Ausserdem sehen wir noch einen Papagei. Es ist das Grauköpfchen (Agapornis canus). Dieser grün graue Papagei kommt nur auf Madagaskar und den umliegenden Inseln vor. Es ist ein männliches Tier. Die Weibchen haben keine so grosse Graufärbung am Kopf und Hals sondern sind praktisch grün.

Papagei, Grauköpfchen (Agapornis canus)
Nach dem Fotostopp geht es weiter bergauf, dem Bach entlang.

Vegetationsreiches Tal am Bach, Nationalpark Isalo

Es gibt weiter oben verschiedene Naturschwimmbecken im Bach, wo man baden kann.
Der Weg ist wirklich sehr interessant angelegt und es geht bergauf-bergab und meist direkt am Bachlauf entlang wo es auch schön kühl ist.
Auf dem Weg sehen wir nochmal eine Familie von Ringelschwanz Lemuren die auf und neben dem Weg neben uns her laufen.

Schön angelegter Wanderweg am Bach entlang im Canyon, Nationalpark Isalo

Wir kommen zuerst am blauen Pool vorbei und dann am Schluss, bei einem Wasserfall zum schwarzen Pool.

Blauer Pool, Isalo Nationalpark
Bei uns steht leider für den blauen Pool (Bild oben) die Sonne nicht entsprechend und so sieht man den nicht blau.

Schwarzer Pool, Isalo Nationalpark
Der letzte Pool, der schwarze (Bild oben), ist der grösste und man kann da gut baden. Das Wasser dürfte vielleicht so ca. 20 Grad haben.

Wanderweg entlang des Baches, Tal im Nationalpark Isalo
Nach einer Picknickpause geht es wieder runter, den gleichen Weg, vorbei am Camp bis zum Parkplatz wo uns unser Fahrer erwartet.
Weiter unten kommen wir schön langsam aus dem Canyon heraus und es wird trockener. Ich werfe nochmal einen letzten Blick zurück.

Wanderweg, Ausgang Canyon Nationalpark Isalo
Am Parkplatz angekommen gibt es natürlich auch wieder viele Einheimische die einem etwas verkaufen wollen. Auch viele Kinder. So hart das klingt und einem auch schwer fällt aber man sollte den Kindern nichts abkaufen. Schon gar nicht wenn es in die Schulzeit fällt. Das Problem ist auch da wieder, dass man nicht allen etwas abkaufen kann. Möchte man von einem was kaufen hat man sofort 10 Leute um sich und wird die auch nicht mehr los bzw. kommt es auch schon mal zum Streit.
Nach dem Besuch des Isalo Nationalparks geht es in Richtung Meer, nach Tulear (auch Toliara genannt) und weiter die Küste entlang nach Ifaty bzw. Mangily.
Die ersten 20 Minuten fahren wir auf einer unbefestigten Straße nach Ranohira. Dort wird natürlich wieder am Bach die Wäsche gewaschen.

Bunte Wäsche im hohen Gras, bei Ranohira

Bevor es endgültig nach Westen geht machen wir noch einen Halt in Ranohira. Auch dort wird wieder der Zebukarren als Transportmittel genutzt.

Zebukarren in Ranohira mit Einheimischen, Madagaskar
Wir verlassen Ranohira und den Isalo Nationalpark in Richtung Westküste von Madagaskar. Es geht erst mal noch einige Zeit lang durch die trockene Hochebene.

Trockene Hochebene nach Ranohira auf den Weg in den Westen

Es gibt kaum grössere Orte. Nur kleine Dörfer mit sehr rudimentären Häusern aus Holz und Schilfrohr.
In der Hochebene werden Saphire abgebaut. Es gibt einen grösseren Ort wo es jede Menge Juweliergeschäfte gibt, welche die Saphire verkaufen wollen. Dort sehen die Häuser natürlich anders aus.

Dorf mit Hütten aus Holz und Schilf, Madagaskar Westen.

In den Ebenen wachsen einige Baobabs.

Trockene Ebene mit Baobabs, Landschaft zwischen Ranohira und Toliara

In der Nähe der Orte sind immer einige Zebu Karren unterwegs.

Zebu Karren zur Beförderung von Personen, Madagaskar

Die haben teilweise noch Räder komplett aus Holz.

Zebu Karren, Madagaskar

Auf dem Weg von Ranohira nach Tulear kommen wir an einer Art Pass vorbei. Dort ist es vegetationsreicher und grüner wie auf der trockenen Hochebene. Danach geht es dann bergab zu den Küstenebenen.

Relativ grünes Hochtal zwischen Ranohira und Toliara

Wir nähern uns der Westküste von Madagaskar. Die Ebenen werden wieder etwas grüner.

Ebene vor der Westküste von Madagaskar, bei Tulear

Wir kommen in der Stadt Tulear, welche auch Toliara genannt wird, ans Meer. Im Bild unten der Busbahnhof wo alle Taxi Bus los fahren.

Busbahnhof mit grossem Taxi Bus Toliara

Tulear ist die grösste Stadt im Süden von Madagaskar und dort ist viel los. Es gibt dort einen wichtigen Hafen. An den Strassen gibt es viele Stände mit allerhand Obst und Gemüse.

Strassenmarkt mit Obst und Gemüse in Tulear, Madagaskar

Mit einem Zwischenstopp in Tulear für einen Geldautomaten und zum Tanken brauchen wir für die Strecke vom Nationalpark von Isalo nach Ifaty gute 4 Stunden. Die Strasse ist, sobald man aus Tulear raus kommt, ziemlich gut.
Wir übernachten die beiden letzten Nächte im Hotel Princesse du Lagon, welches direkt am Strand von Ifaty / Mangily liegt. Das Hotel bietet auch einen kleinen Pool.
Wir essen im Hotel zu Abend, das Restaurant liegt direkt am Strand und es wird dort recht gut gekocht.
Im Bild unten unser Zimmer im Hotel Princesse du Lagon.

Zimmer im Hotel Princesse du Lagon Ifaty / Mangily

Weiter geht es im Reisebericht, Tauchen und Strand in Ifaty – Mangily

oder zurück zum vorherigen Artikel, Besuch des Reservats von Anja, Weiterfahrt durch Ihosy nach Ranohira

Nationalpark Ranomafana, Weiterfahrt durch Fianarantsoa nach Ambalavao

Heute geht es weiter mit unserer Rundreise durch Madagaskar in den Süden. Wir besuchen als erstes den Nationalpark Ranomafana. Dann fahren wir über die Stadt Fianarantsoa nach Ambalavao. Das sind so knapp 120 Kilometer Fahrstrecke. Mit Besichtigungen sind wir aber auch wieder den ganzen Tag unterwegs.

Nach dem Frühstück im Hotel besuchen wir als erstes den Nationalpark Ranomafana.

Frühstück im Hotel Karibotel, Ranomafana

Der ist ja gleich im die Ecke. Er ist einer der interessantesten Nationalparks und einer der grössten von Madagaskar. Es gibt dort noch viel Wald. Unter anderem viel Bambus, sekundären Regenwald und ein bisschen primär Regenwald. Man kann dort unterschiedliche Wanderungen machen.
Leider ist das Wetter heute zum ersten Mal nicht so gut. Es ist bewölkt und am Anfang nieselt es auch mal kurz. Das macht die Sache zum Fotografieren nicht leichter.
Vom Eingang zum Nationalpark wandern wir erst mal bergab zum Fluss und überqueren den auf einer Brücke.

Brück über den Fluss Ranomafana, Zugang zum Nationalpark

Es geht dann auf der anderen Seite des Flusses wieder bergauf. Wir bekommen auch ein paar Pflanzen gezeigt. Unten eine Orchidee.

Gelblich weiss blühende Orchidee, Ranomafana Nationalpark

Und eine Art wilder Kaffee.

Rote Früchte an der Staude vom wilden Kaffee

Wir wandern dann den Hang hinauf und besuchen als erstes den Bambuswald mit den dazugehörenden Lemuren. Wir sehen erst mal die Braunen Makis die man aber sowieso recht häufig hat. Eine weitere Art, die den Nationalpark auszeichnet, sind die goldenen Bambuslemuren. Leider sehen wir die nur schemenhaft in einem dicht bewachsenen Baum. Sie sind schon mit dem Frühstück fertig und ruhen dann eher. Wir sehen sie noch etwas im Baum rum turnen aber man kann keine Fotos machen. Dafür sind zu viele Blätter im Weg.
Danach wandern wir durch den Sekundärwald und auch dort gibt es weitere Lemuren. Insgesamt gibt es 12 Lemurenarten im Park, 7 tagaktive und 5 nachtaktive. Wir sehen dann erst mal eine rötlich braune Art, die Rotbauchmakis. Die sind eher noch dabei aufzustehen und bei der morgendlichen Toilette. Die Familie putzt sich erst mal gegenseitig.

Drei Rotbauchmakis (Eulemur rubriventer) , Männchen, Ranomafana Nationalpark
Ein roten Bauch haben allerdings nur die Männchen. Die Weibchen haben einen weisslichen Bauch. Die Männchen haben auch noch eine weisse Zeichnung um die Augen herum bis zur Schnauze.

Rotbauchmaki (Eulemur rubriventer) , Weibchen, Ranomafana Nationalpark
Nach kurzer Zeit schwärmen die aber aus und sie kommen recht nahe bzw. können wir denen etwas näher kommen. Wir beobachten sie eine Zeit lang und dann geht es weiter.

Rotbauchmaki (Eulemur rubriventer) Weibchen frisst Früchte, Ranomafana Nationalpark
Wir sind mit zwei einheimischen Guides unterwegs. Einer ist bei uns und der andere ist unterwegs und schaut schon mal wo es was zu sehen gibt.
Es geht auf ganz guten Wegen durch den Nationalpark Ranomafana. Man überquert immer wieder einen Bach. Um die Lemuren zu sehen muss man aber auch öfter ins Gelände.

Bach im dichten Wald, Ranomafana Nationalpark

Die nächste Art die wir sehen ist eine weiss-schwarze Art die ähnlich wie die Indris aussehen aber einen langen Schwanz haben. Es sind die Schwarzweissen Varis (Varecia variegata)

Schwarzweisser Vari (Varecia variegata) Ranomafana Nationalpark
Wir sehen zwei Stück aber recht weit oben im Baum. Ausserdem ist es bewölkt und bei wenig Licht ist es sehr schwer zu fotografieren. Im Bild unten sehen wir den schwarz weissen Lemur aus einer Baumhöhle trinken.

Schwarzweisser Vari trinkt aus einer Baumhöhle Ranomafana Nationalpark
Es gelingen aber doch ein paar Fotos und ein kurzes Video und dann geht es weiter.

In den Baumwipfeln turnt ein Schwarzweisser Vari Madagaskar

Wir wandern weiter durch den Nationalpark. Es geht immer ein bisschen bergauf und bergab.

Wanderweg durch den bemoosten Wald, Nationalpark Ranomafana

Es steht noch ein weiterer Lemur auf dem Programm und zwar ein ganz seltener. Im Ranomafana Nationalpark gibt es nur noch ganz wenige davon. Es ist der grösste Bambuslemur den es gibt, der Grosse Bambuslemur (Prolemur simus). Leider ist diese Art vom Aussterben bedroht. Es soll nur noch knapp 100 Stück davon geben.

Grosser Bambuslemur (Prolemur simus) frisst Bambussprosse
Der macht es uns dafür sehr leicht. Nach einer Wanderung von 15 Minuten bergauf-bergab sitzt der direkt am Weg, vielleicht zwei Meter daneben und frisst ein Stück Bambus. Es lässt sich dabei von uns kaum stören, obwohl am Anfang bestimmt so sechs Leute um ihn rum stehen.

Grosser Bambuslemur (Prolemur simus) frisst Bambus, Nationalpark Ranomafana

Der ist aber damit beschäftigt das Bambusstück zu zerlegen. Etwas später steigt er aber doch ein paar Meter auf einen Bambus rauf und verspeist da weiter sein Lieblingsfressen.

Grosser Bambuslemur (Prolemur simus) beim Fressen, Nationalpark Ranomafana

Nach einiger Zeit müssen wir wieder zurück.

Grosser Bambuslemur (Prolemur simus) frisst Bambus mit der Hand, Nationalpark Ranomafana

In den Bildern unten sieht man den Lebensraum des Grossen Bambuslemuren. Der Weg führt uns durch die recht dichten Bambushaine.

Wanderweg durch den Bambuswald, Ranomafana Nationalpark

Wir wandern bergab durch den Bambuswald, Ranomafana Nationalpark

Zum Schluss der Wanderung geht es noch in den Primärwald und zu einem Aussichtspunkt.
In der Waldlücke in der Mitte des Bildes ist der Eingang mit den offiziellen Gebäuden zum Ranomafana Nationalpark zu sehen. Dazwischen liegt der Fluss.

Aussichtspunkt mit Blick auf den Parkeingang, Ranomafana
Von dort oben hat man nochmal einen guten Überblick über den Wald und es sind wieder die grauen Bambuslemuren unterwegs.
Im Bild unten ein gelb-weiss blühendes Ingwer Gewächs.

Gelb-weiss blühendes Ingwer Gewächs, Madagaskar

Am Haus des Aussichtspunktes sehe ich noch eine ziemlich grosse schwarze Spinne, die sich dort ein Nest gebaut hat.

Grosse schwarze Spinne, Madagaskar, Ranomafana
Dann geht es wieder bergab zum Eingang. Dabei sehen wir noch ein paar Vögel, eine noch blühende weisse Orchidee und ganz speziell und sehr schwer im Wald zu sehen einen gut getarnten Plattschwanz-Gecko.

Weisse Orchidee im Wald, Ranomafana Weisse Orchideenblüten, Ranomafana Nationalpark

Die Plattschwanz Geckos sind sehr gut getarnt. Wenn man auch nur zwei Meter daneben steht sieht man die im Geäst kaum. Von der Nähe sieht der Gecko aus als hätte er den Kopf eines Drachen.

Gespenst-Blattschwanz Gecko Uroplatus phantasticus, Ranomafana Nationalpark

Der Gecko bewegt sich natürlich kaum und sieht wie ein trockenes Blatt aus.

Gespenst-Blattschwanz Gecko Uroplatus phantasticus, auf einem Ast, Ranomafana Nationalpark

Unser Plattschwanz Gecko schleckt sich noch das Auge ab. Das sieht immer sehr witzig aus.

Gespenst-Blattschwanz Gecko schleckt mit seiner roten Zunge über das Auge, Ranomafana Nationalpark

Es geht dann wieder zurück über den Fluss und noch ein Stück bergauf zum Auto.
Leider müssen wir unseren Besuch schon beenden. Der Nationalpark Ranomafana würde sicher noch für einen oder auch zwei Tage mehr, interessantes zu sehen bieten. Es gibt noch weitere Wandermöglichkeiten, einige weitere Tiere zu sehen und man kann auch auf dem Fluss mit Booten fahren.

Fluss Ranomafana Madagaskar

Wir müssen aber weiter.

Nach dem Besuch des Parks geht unsere Rundfahrt weiter durch den Ort Fianarantsoa mir seinen interessanten Gebäuden in der Altstadt/Oberstadt.
Fianarantsoa ist eine der grössten Städte von Madagaskar. Dort gibt es eine recht grosse Zahl von Kirchen weshalb sie auch als religiöse Hauptstadt des Landes bezeichnet wird. Auch kulinarisch ist Fianarantsoa eine wichtige Gegend. In der Nähe der Stadt gibt es sowohl Weinberge wo Rot- und Weissweine produziert werden als auch die einzige Teeplantage von Madagaskar.
Ein weiteres Kuriosum ist die Autofabrik der madagassischen Marke Karenjy, die in Fianarantsoa produziert wird.

Bevor wir uns aber Fianarantsoa anschauen fahren wir noch zu einem Aussichtspunkt wo sich gute Blicke über die Stadt bieten.

Aussichtspunkt mit Blick über Fianarantsoa, Madagaskar

Von Fianarantsoa kann man auch eine interessante Zugfahrt in Richtung Ostküste nach Manakara unternehmen. Das dauert allerdings ziemlich lange für eine recht kurze Strecke. Das Problem ist scheinbar auch, dass öfter etwas am Zug oder der Lok kaputt ist und dann wird natürlich nicht gefahren.
Im Bild unten ist der Bahnhof von Fianarantsoa zu sehen.

Blick auf den Bahnhof von Fianarantsoa, Madagaskar

Wir machen noch eine kurze Wanderung hinauf in die Oberstadt. Fianarantsoa war früher Residenz der Königin Ranavalona I. welche ganz oben auf dem Hügel ihren kleinen Palast errichtet hat.
Über steingepflasterte Treppen kommt man hinauf.

Alte Strasse hinauf in die Oberstadt von Fianarantsoa

In Fianarantsoa gibt es einen alten Wäschewaschplatz der von den Frauen noch heute genutzt wird.

Wäschewaschplatz Altstadt Fianarantsoa

Die Oberstadt von Fianarantsoa wurde von dem World Monuments Watch als eine der 100 meist gefährdetsten Städte deklariert.

Schild World Monuments Watch, Fianarantsoa

Im oberen Bereich der Oberstadt gibt es einige sehr interessante Gebäude zu sehen.

Alte Gebäude in der Oberstadt von Fianarantsoa

Fast ganz oben auf dem Hügel kommen wir an einer geschnitzten Holzpforte vorbei. Das Motiv stellt die frühere Oberstadt von Fianarantsoa dar.

Geschnitzten Holzpforte mit Motiv der früheren Oberstadt von Fianarantsoa

Auf dem Bild unten der oberste Punkt des Hügels. Es gibt einen kleinen Platz und ein paar alte Gebäude die dort in privilegierter Lage stehen.

Oberste Punkt der Oberstadt mit Platz und typischen Gebäuden, Fianarantsoa

Blick von der Oberstadt von Fianarantsoa nach Westen auf den Anosy See.

Blick von der Oberstadt von Fianarantsoa nach Westen auf den Anosy See

Nachdem wir ca. eineinhalb Stunden in Fianarantsoa verbracht haben geht es weiter in den Süden, nach Ambalavao.
Wie immer kommen wir an vielen Reisterrassen vorbei.

Landschaft mit Reisfeldern und bergigen Hügeln zwischen Fianarantsoa und Ambalavao

Die Landschaft kann man schon fast als bergig bezeichnen.
Zwischen den Reisterrassen sehen wir immer wieder die typisch madagassischen Dörfer mit den Häusern aus rotbraunen Lehmziegeln.

Typisch madagassisches Dorf mit Häusern aus rotbraunen Lehmziegeln in Berglandschaft, zwischen Fianarantsoa und Ambalavao

An einem Aussichtspunkt können wir die Landschaft in Richtung Südost überblicken. Es ist wieder trockener geworden.

Aussichtspunkt Landschaft mit trockenen Ebenen und Berge zwischen Fianarantsoa und Ambalavao

Zwischen Fianarantsoa und Ambalavao wird Wein angebaut. Im Bild unten sind die Weinfelder zu sehen.

Weinbaugebiet zwischen Fianarantsoa und Ambalavao

Der Ort Ambalavao bietet einiges Sehenswertes mit seinen alten Gebäuden mit Holzbalkonen, einer Papiermanufaktur und einem der grössten Viehmärkte, Zebus, von Madagaskar.
Wir schauen als erstes bei der Papiermanufaktur von Ambalavao vorbei.
Aus diesen Pflanzenfasern wird das Papier hergestellt.

Pflanzenfasern für die Papierherstellung, Ambalavao

Das grobfaserige Papier wird an der Sonne getrocknet.

Grobfaseriges Papier trocknet an der Sonne, Ambalavao

Am Ende werden echte Blüten auf das Papier geklebt und es entstehen schön bunte Bögen.

Papier aus Ambalavao mit bunten, echten Blumen geschmückt

Da an unserem Ankunftstag Viehmarkt war, der ist immer am Vormittag, ist dort besonders viel los. Die Strassen sind voll mit Leuten und den Hirten die mit dem Vieh unterwegs sind.
In Ambalavao gibt es viele bunte Häuser. Das rote THB (Three Horses Beer) Haus fällt besonders auf.

Rotes Haus der Marke THB (Three Horses Beer), Ambalavao

Auf den Bildern unten eine Art von Restaurant. Hier wird auf den Aluminiumtöpfen gekocht deren Herstellung wir in Ambatolampy zusehen konnten.

Aluminiumtöpfe auf dem Feuer, Madagaskar

Die Sauberkeit lässt etwas zu wünschen übrig. Der Europäer isst hier vielleicht besser nicht.

Strassenecke wo gekocht wird, Ambalavao

Auf den Strassen von Ambalavao ist allerhand los. Viele Fussgänger aber auch gelbe TukTuk Taxis.

Fussgänger und gelbe TukTuk Taxis Strasse, Ambalavao

Auch die Wasser- und Getränke Transporter sind wieder mit ihren Handkarren unterwegs.

Handkarren für Wasser- und Getränke mit gelben Kanistern

Wie schon gesagt gibt es in Ambalavao schöne Häuser mit interessanten Holzbalkonen.

Strasse in Ambalavao mit den typischen Häusern und Holzbalkonen, Madagaskar

Blick über die bunten Holzbalkone auf die Berge im Westen.

Ambalavao, Blick über die bunten Häuser und Holzbalkone auf die Berge

Es fahren die wildesten Gefährte als Taxi Bus herum. Der alte (Peugeot) Bus hat weder Licht noch Nummernschild, dafür sitzen jede Menge Leute drin.

Madagaskar, alter Taxibus ohne Licht und Nummernschild

Dann geht es noch ein paar Minuten zu unserem Hotel in Ambalavao.
Wir übernachten im Hotel Tsienimparihy Lodge. Es besteht aus einzelnen Bungalows und ist ganz gut.

Hotel Tsienimparihy Lodge, Bungalows, Ambalavao

Die Zimmer der Tsienimparihy Lodge sind ausreichend gross. Man hat ein extra Bad und Toilette.

Zimmer der Tsienimparihy Lodge, Ambalavao

Im Hotel gibt es auch das Abendessen. Zum Abendessen probieren wir mal zur Abwechslung einen Wein aus Madagaskar.

Flasche Rotwein aus Madagaskar Cuvee Spezial, Coteaux d´Ambalavao

Es wird uns ein Cuvee Spezial empfohlen, ein Rotwein, Coteaux d´Ambalavao. Leider ist der nichts besonderes. Er ist ziemlich trocken um nicht zu sagen sauer. Aber gut wir wollen ja immer mal was neues probieren.
Dafür ist das Essen wieder recht gut.

Weiter geht es im Reisebericht, Besuch des Reservats von Anja, Weiterfahrt durch Ihosy nach Ranohira

oder zurück zum vorherigen Artikel, Fahrt von Antsirabe vorbei an Ambositra nach Ranomafana

Besuch des Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Wir frühstücken wie immer im Hotel und heute wieder schon um 6 Uhr. Um 6:30 geht es für ein paar Wanderungen zum Nationalpark Tsingy de Bemaraha, welcher im Westen von Madagaskar liegt.

Im Bild unten die Häuschen des Hotels Orchidée du Bemaraha

Haus / Bungalow des Hotels Orchidée du Bemaraha

Allgemeines und Anreise zum Tsingy Park

Der Nationalpark Tsingy de Bemaraha gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO und das interessanteste daran sind die bizarren Kalksteinfelsen die dort zu tausenden wie spitze Messer aus der Landschaft ragen.
Der Park befindet sich im Zentrum, Westen von Madagaskar, hat eine Oberfläche von 157.710 Hektar, eine Nord-Südausdehnung von ungefähr 100 Kilometer und eine Ost-Westausdehnung von 10-40 Kilometer. Er ist ca. 50 Kilometer von der Westküste entfernt.
Der Nationalpark Tsingy de Bemaraha ist nur in der Trockenzeit von Mai bis November zu erreichen.

Kalksteinfelsen Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Wie schon im vorhergehenden und nächsten Artikel beschrieben ist die Anreise zum Park recht anstrengend.
Es gibt im Prinzip zwei Möglichkeiten zum Nationalpark von Tsingy de Bemaraha zu kommen.
Vom Norden her, vom Ort Antsalova mit einem Geländewagen nach Bekopaka über eine Strecken von ca. 100 Kilometer, für die man ungefähr 4 Stunden braucht.
Die zweite, am meisten benutzte Stecke für Rundreisende aus dem Süden, kommt vom Süden, von Morondava her.
Diese führt von Morondava, über Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka. Dabei muss man zwei Flüsse mit einer Fähre überqueren und ca 200 Kilometer auf einer staubigen, nur mit Geländewagen befahrbaren Strasse zurück legen. Dafür muss man ca. 8-9 Stunden rechnen.
Weitere Möglichkeiten zum Nationalpark Tsingy de Bemaraha zu kommen sind per Boot oder Flugzeug.
Letztere ist natürlich die teuerste aber schnellste Verbindung von der Hauptstadt aus. Es gibt Flüge nach Antsalova und von dort nimmt man den Geländewagen nach Süden.
Das Boot ist eine weitere Möglichkeit.
Man kann von Ankavandra mit der Piroge in 3-4 Tagen den Manambolo Fluss runter fahren bis Bekopaka. Das Problem dabei ist allerdings, dass Ankavandra nur mit dem Flugzeug zu erreichen ist.
Eine andere Möglichkeit mit dem Boot zu kommen ist die schon beschriebene Stecke von Miandrivazo den Fluss Tsiribihina runter nach Belo Sur Tsiribihina und dann weiter ca. 100 Kilometer, ca. 4 Stunden von dort nach Bekopaka.

Touren, Wanderungen im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Es gibt im Nationalpark Tsingy de Bemaraha verschiedene Möglichkeiten auf verschiedenen Wegen zu wandern. Abgesehen vom landschaftlichen Interesse gibt es im Tsingy Nationalpark auch viele Tiere speziell Lemuren zu beobachten. Es gibt 13 Lemuren Arten im Park, die meisten sind nachtaktiv.
Wie schon angemerkt gibt es verschiedenen Routen, insgesamt 9 Touren durch den Nationalpark. Es gibt ein paar kleine zwischen dem Fluss und dem See, der sogenannte kleine Tsingy (Petit Tsingy) und mehrere grosse Touren, auch mit Abseilen. Man kann diese auch untereinander kombinieren.

Wanderweg Schild Nationalpark Tsingy de Bemaraha
Die grösseren Wanderungen dauern so zwischen 2-4 Stunden jede Tour. Die kleinen so ein bis zwei Stunden. Für die grossen Wanderungen im Tsingy sollte man schon eine gewisse Fitness mitbringen und auf jeden Fall schwindelfrei sein. Siehe Bilder weiter unten.
Im Nationalpark Tsingy de Bemaraha kann man sich ruhig zwei oder auch drei ganze Tage aufhalten. Wir haben das alles in einem Tag gemacht. Das wird dann aber schon anstrengen und es ist eine gute Kondition nötig. Ich habe drei Touren an einem Tag gemacht für die man normalerweise zwei Tage oder evtl. auch drei einplanen sollte. Bei zwei oder drei Tagen Aufenthalt rentiert sich auch die anstrengende An- und Abfahrt mehr. Man kann am Vormittag wandern und am Nachmittag etwas relaxen und das Hotel geniessen.
Abgesehen von den Wanderungen kann man auch noch Flussfahrten auf dem Manambolo Fluss machen. Es werden Flussfahrten in der Piroge von ca. 3 Stunden Dauer angeboten. Dabei sieht man die 50-80 Meter hohen Felswände der Schlucht, die der Manambolo Fluss heraus gearbeitet hat, sowie Grotten und interessante Felsformationen in den Kalksteinfelsen.

Flussfahrt mit Piroge auf dem Manambolo Fluss, Madagaskar

Unser Tag im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Wir starten unseren heutigen Tag mit einer etwas längeren Anfahrt, vom Hotel zum Startplatz einer der längeren Touren.
Wir machen zuerst die beiden grossen Wanderungen zusammen. Das sind dann so 6-7 Stunden. Dafür müssen wir allerdings erst knapp eine Stunde mit dem Wagen zum Startpunkt fahren. Der Weg ist recht schlecht. Wie immer ist noch ein örtlicher Führer des Nationalparks dabei.

Hier ein Video von den sehr interessanten Wanderung im Tsingy.

Auf der Anfahrt kommen wir an einer rudimentären Schule vorbei. Die besteht nur aus ein paar Bänken und Tischen sowie einer Tafel aus rohem Holz im Schatten von ein paar Bäumen. Wir hatten ja vorher in Miandrivazo Schulmaterial eingekauft, Stifte, Hefte usw. und denken, dass das ein guter Ort währe um die Sachen dort zu lassen.

Einfache Dorfschule mit Kindern der Einheimischen, Madagaskar
Bevor es los geht werden wir mit Klettergurten versehen und eingewiesen. Es sind im Endeffekt doch leichte Klettersteige zu machen.

Wanderweg Circuit Broadway Nationalpark Tsingy de Bemaraha
Wir gehen los, erst mal durch den Wald. Wir sehen eine Art Ratte mit behaartem Schwanz. Dabei dürfte es sich wohl um die sogenannte Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys) handeln. Davon gibt es drei Arten die alle auf Madagaskar endemisch sind. Auf dem Foto die Westliche Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys lambertoni). Diese kommt nur im Gebiet des Nationalpark Tsingy de Bemaraha vor.

Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys), Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Auf der weiteren Wanderung sehen wir auch ein paar weisse Lemuren, die aber doch recht weit oben in den Bäumen sitzen. Bei diesen Lemuren dürfte es sich um die Von-der-Decken-Sifakas (Propithecus deckenii) handeln

Von-der-Decken-Sifakas (Propithecus deckenii, Tsingy de Bemaraha

Etwas später zeigen sich noch die braunen Lemuren die wir schon öfter gesehen haben.

Brauner Lemur, Tsingy de Bemaraha
Nun geht die Wanderung erst mal in eine Höhle, es geht bergauf bergab eine ganze Zeit durch die Kalksteingrotte und wir müssen auch das eine oder andere Mahl durch einen schmalen Durchgang. Da darf man nicht allzu übergewichtig sein und keine Platzangst haben.

Höhle, Wanderung im Tsingy de Bemaraha
Dann geht es schön langsam steiler bergauf, durch die Kalksteinfelsen. Man muss immer wieder mal die Hände zu Hilfe nehmen. Es gibt dann auch ein paar Leitern und wir müssen die Karabiner der Klettergurte zur Sicherheit an einem Stahlseil einhängen.
Beim Aufstieg sehen wir noch kurz einen nachtaktiven Lemuren vor seiner Baumhöhle sitzen. Bis ich aber meinen Fotoapparat zur Hand habe ist der verschwunden. Dann geht es weiter bergauf zu einem Aussichtspunkt. Von dort kann man sehr gut die messerscharfen Kalksteinfelsen überblicken.

Messerscharfe Kalksteinfelsen, Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Kalkstein Spitzen im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Danach geht es wieder bergab, nach kurzer Zeit führt die Wanderung über eine Hängebrücke, dann kommt ein recht steiles Stück hinunter.

Hängebrücke, Wanderung Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Für diese Tour sollte man auf jeden Fall schwindelfrei sein.

Klettersteig und Hängebrücke, Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Unten angekommen geht es erst mal wieder im Wald weiter. Wir sehen wieder die weissen Lemuren,Von-der-Decken-Sifakas (Propithecus deckenii), aber recht weit weg.

Weisser Lemure, Von-der-Decken-Sifaka (Propithecus deckenii), Tsingy de Bemaraha
Auch im Wald unten ist der Weg nicht immer leicht.

Wanderung durch unwegsames Gelände, Tsingy de Bemaraha

Die Vegetation in den Schluchten zwischen den Kalksteinfelsen ist teilweise relativ dicht.

Vegetation mit Bäumen in den Schluchten des Tsingy de Bemaraha
Da wir die beiden langen Touren machen geht es nun nicht zurück sondern weiter durch den Wald.

Wanderweg durch Kalksteinfelsen, Madagaskar Tsingy

Wir sehen nochmal eine der Waldratten. Westliche Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys lambertoni)

Nationalpark Tsingy de Bemaraha, Westliche Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys lambertoni)

Man sollte auch mal noch oben schauen. Es bieten sich spektakuläre Blicke nach oben zwischen den Felswänden hindurch.

Blicke nach oben durch die Felswände des Tsingy de Bemaraha

Teilweise sind die Durchgänge recht schmal und es dringt eher wenig Licht nach unten.

Tief eingeschnittener Canyon, Tsingy de Bemaraha

Wir sehen einen orange braunen Eisvogel der eine Mittagspause auf einem Ast macht. Dabei handelt es sich um einen Pygmäen Eisvogel auch Madagaskarfischer genannt (Corythornis madagascariensis). Dieser Eisvogel braucht keine Gewässer zum Überleben. Er ernährt sich von Insekten, kleinen Geckos und Chamäleons sowie von Fröschen.

Orange brauner Eisvogel, Pygmäen Eisvogel auch Madagaskarfischer, (Corythornis madagascariensis)

Die Bäume die weiter oben wachsen bilden riesige Wurzeln.

Dicke Wurzeln wachsen über die Felswände nach unten, Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Die Wanderungen durch den Nationalpark Tsingy de Bemaraha sind wirklich sehr abwechslungsreich und abenteuerlich.

Grüner, relativ dichter Trockenwald im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Dann betreten wir wieder die Unterwelt. Es geht durch einen wirklich schmalen Durchgang in eine grössere Höhle. Dafür muss man Rucksack und Foto abnehmen und kommt dann mit Müh und Not auf allen Vieren da durch.

Höhlenwanderung durch den Tsingy de Bemaraha
Danach wird es etwas weiter und wir gehen durch grosse Höhlen bergauf bergab.

Wanderweg durch die Höhlen des Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Teilweise muss man sich auch da wieder zur Sicherheit an das Stahlseil hängen. Es gibt immer wieder kurze aber steilere Abstiege.

Etwas schwieriger Abstieg mit Seil in einer Höhle im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Nach einiger Zeit haben wir uns eine Pause verdient. Wir sind ja schon gute 3 Stunden zu Fuss unterwegs. Wir essen unser Picknick was uns das Hotel gemacht hat. Da kommt eine kleine Manguste (Ringelschwanzmungo; Galidia elegans) und möchte auch was haben. Die bekommt ein bisschen Fleisch, Banane und ein bisschen vom Nudelsalat. Da hat die auch ein komplettes Essen.

Rot braune Manguste (Ringelschwanzmungo; Galidia elegans) Rot braune Manguste (Ringelschwanzmungo; Galidia elegans) Tsingy de Bemaraha
Das Picknick ist übrigens recht gut und recht reichlich, war aber auch nicht ganz billig, 25.000 Ar.. Eines ist fast für zwei Personen ausreichend. Dazu gibt es noch ein paar Schokowaffeln und einen halben Liter Wasser. Das ist allerdings für die grosse Tour, die wir machen, zu wenig. Am Nachmittag wird es schon recht warm und eineinhalb Liter sollte man auf jeden Fall dabei haben.
Nach der Pause teilen wir uns auf, meine Frau geht mit unserem Guide und einem anderen örtlichen Guide, der gerade vorbei kommt, zurück zum Auto.

Hoch aufragende Felsen, Wanderung Tsingy de Bemaraha

Ich gehe unsere ursprüngliche Tour mit unserem örtlichen Guide weiter. Es geht nochmal kurz durch eine Höhle und dann wieder recht steil, teilweise mit Leitern, teilweise so, über die Felsen wieder hinauf bis zu einem zweiten Aussichtspunkt.

Klettersteig mit Seil und Leiter am Tsingy de Bemaraha

Wanderguide bei Leiter auf der Tour im Tsingy de Bemaraha

 

Steiler schmaler Aufstieg mit Leiter, Klettersteig am Tsingy de Bemaraha

Auch dieser Teil der Wanderung durch den Tsingy de Bemaraha ist wirklich sehr schön und interessant.

Wanderung durch schmale Schlucht zwischen Kalksteinfelsen Tsingy de Bemaraha

Letzter Aufstieg auf Leiter zum Aussichtspunkt, Tsingy de Bemaraha

Die letzten Meter vor dem Aussichtspunkt am Tsingy de Bemaraha

Bizarre Kalsteinfelsen am Tsingy de Bemaraha

Von dort oben übersieht man wieder bestens die umliegende Karstlandaschaft. Es ist aber auch recht warm da oben.

Wanderung duch die scharfen Kalksteinfelsen am Tsingy de Bemaraha

Es gibt sehr interessante Felsformationen zu sehen, die die Erosion geschaffen hat. Dazwischen auch immer ein paar Pflanzen die sich an den extremen Standort angepasst haben.

Trockenliebende Pflanze und erodierte Felsen am Tsingy de Bemaraha

Von der Erosion frei gelegte Kalkstein Skulpturen am Tsingy de Bemaraha

Die Wanderung durch den Tsingy geht im oberen Bereich weiter, nochmal über eine schöne Hängebrücke zu einem weiteren Aussichtspunkt.

Hängebrücke über Schlucht, Wandertour durch den Tsingy de Bemaraha

Von der Erosion bearbeitete, messerscharfe, Kalksteinfelsen am Tsingy de Bemaraha

Dann geht es auf der anderen Seite wieder steil runter.

Steiler Abstieg über Leiter, Wandertour Tsingy de Bemaraha

Unten gehen wir weiter durch Spalten zurück in den Wald und weiter bis zum Parkplatz wo uns die anderen erwarten.
Insgesamt war ich so ca. 6 Stunden unterwegs.

Reisanbau an einer Lagune bei Bekopaka, Madagaskar
Wir fahren dann wieder mit dem Geländewagen zurück, lassen meine Frau im Hotel und ich fahren noch mit dem lokalen Führer weiter zu dem so genanten kleinen Tsingy. Auch dort gibt es verschiedene Wanderungen die man machen kann.

Schild Wandertouren am Kleinen Tsingy, Petit Tsingy

Das ist aber nicht so anspruchsvoll wie der grosse Tsingy. Wir der Name schon sagt ist dort alles etwas kleiner. Die Kalksteinfelsen sind niedriger und die Aufstiege nicht so lange. Das ist auch was für die, die nicht so gut zu Fuss sind. Es ist auch keine Klettersteigausrüstung erforderlich.

Der Fluss Manambolo am Petit Tsingy
Es geht erst kurz am Fluss entlang und dann hinein in die Karstlandschaft die aber nicht so ausgedehnt wie der grosse Tsingy ist.

Labyrinth aus schmalen Gänge beim Petit Tsingy, Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Schmale Schluchten beim Petit Tsingy, Nationalpark Tsingy de Bemaraha
Wir besteigen drei Aussichtspunkte und zwischen drin geht es immer wieder durch das Felslabyrinth der Karstfelsen hindurch.

Ausblick über die Kalkstein Nadeln und die Lagune beim Petit Tsingy de Bemaraha

Auch im kleinen Tsingy gibt es ganz interessante Pflanzen zu sehen. Ein paar blühen auch noch. Unten die Madagaskar-Palme (Pachypodium Lamerii).

Weiss blühende Madagaskar-Palme (Pachypodium Lamerii) beim Petit Tsingy de Bemaraha Weiss blühende Madagaskar-Palme (Pachypodium Lamerii) zwischen Kalksteinfelsen Petit Tsingy de Bemaraha

Die Pflanzen sind stachelbewährt und speichern in ihren dicken Stämmen das Wasser für die Trockenzeit.

Madagaskar-Palme (Pachypodium Lamerii) auf den Kalksteinfelsen im Petit Tsingy de Bemaraha

Eine Spinne hat sich ein ziemlich grosses Netzt zwischen den Felsnadeln gebaut.

Spinnennetz mit grosser Spinne mit roten Beinen im Petit Tsingy de Bemaraha

Wie wandern weiter durch das Felsenlabyrint. Am Boden wachsen auch ein paar Bäume.

Felslabyrinth mit Bäumen im Petit Tsingy de Bemaraha

Nach dem letzten Abstieg geht es am See vorbei. Dort steht die Sonne tief und man kann gut fotografieren. Es wird dort noch viel Reis angebaut.

Lagune beim Petit Tsingy de Bemaraha

Eine Frau setzt gerade neu Reisstecklinge ein.

Einheimisch Frau pflanzt Reis, Lagune beim Petit Tsingy de Bemaraha

Wir sehen noch eine Echse (Madagaskar Dornschwanzleguan oder Stachelschwanzleguan (Oplurus cyclurus)), beim Sonnen an einem Baum und dann läuft uns auch noch eine Schlange fast über die Füsse.

Madagaskar Dornschwanzleguan oder Stachelschwanzleguan (Oplurus cyclurus), Tsingy de Bemaraha
Zum Schluss der Wanderung kommen wir im kleinen Dorf wieder raus, was an der Anlegestelle der Fähre liegt.
Damit ist der Wandertag im Nationalpark Tsingy de Bemaraha aber nun beendet und wir fahren die letzten Meter mit dem Auto ins Hotel. Der Guide bekommt noch ein ordentliches Trinkgeld. Ich gehe noch anschliessend in den Pool vom Hotel zum Abkühlen.

Pool Hotel Orchidee du Bemaraha
Wir übernachten wieder im Hotel Orchidee du Bemaraha wo wir auch wie am Vortag zu Abend essen.

Weiter geht es im Reisebericht, Fahrt über Belo sur Tsiribihina nach Morondava, vorbei an der Baobab Allee bei Sonnenuntergang

oder zurück zum vorherigen Artikel, Besuch des Kirindy Forest Weiterfahrt über Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka

Besuch des Kirindy Forest, weiter über Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka

Wir frühstücken im Hotel. Wir sind die einzigen Gäste. Das Frühstück ist soweit recht gut. Im Bild unten Blick vom Restaurant des Hotels, Relais du Kirindy, auf den Pool.

Terrasse vom Restaurant des Hotels, Relais du Kirindy und Pool

Neben dem Hotel ist ein kleines Dorf zu dem der grosse, heilige Baobab gehört.

Heiliger Baobab und Dorf neben dem Hotels, Relais du Kirindy

Anschließend besuchen wir das Reservat Kirindy Forest das unter anderem für die madagassische Wildkatze Fossa bekannt ist. Wir haben Glück. Kurz nachdem wir ankommen und auf unseren Guide warten kommt plötzlich aus dem Wald eine Fossa Katze heraus und läuft über den Parkplatz. Die ist scheinbar schon gewöhnt dort vorbei zu schauen und überprüft alle Mülleimer ob sich da was findet. Es gibt nämlich bei der Station des Parks auch ein recht einfaches Hotel wo man auch übernachten kann. Man ist so mitten im Geschehen aber das Hotel ist schon recht rustikal.

Hier ein Video unseres Besuchs im Kirindy Forest und die interessante Fahrt über die Offroad Strecke nach Bekopaka.

Wie schon öfter erwähnt haben wir uns ja für eine recht komprimierte Rundreise durch Madagaskar entschieden und haben deshalb auch für den Kirindy Forest nur knapp einen halben Tag Zeit.
Man kann sich aber gut und gerne noch eine ganzen Tag länger im Reservat aufhalten. Es gibt dort viel zu sehen und dann kann man die ganze Sache etwas gemütlicher angehen.
Man kann in der einfachen Lodge im Kirindy Forest übernachten. Dort gibt es auch spezielle Unterkünfte für Wissenschaftler usw.. Die Unterkünfte dort sind sehr einfach, es gibt teilweise keinen Strom (wichtig zum Aufladen der Akkus für Foto, Video etc.) und auch manchmal kein Wasser bzw. nur mit Garaffen. Dafür hat man den Vorteil der kurzen Wege in das Reservat und sieht evt. mal am Abend oder am frühen Morgen einige Tiere die man sonst vielleicht nicht sieht.
Wir hatten Glück mit der Fossa und waren gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wenn man im Camp übernachtet ist die Wahrscheinlichkeit natürlich grösser im Reservat mehr zu sehen.
Auf der anderen Seite sind natürlich die Unterkünfte ausserhalb, zum ähnlichen Preis, deutlich komfortabler.

Fossa (Cryptoprocta ferox) Katze aus Madagaskar

Wir folgen eine ganze Zeit lang der Fossa die um und durch das Lager streift und man kann die ganz gut filmen und fotografieren. Dann wird ihr der Trubel der vielen Fotografierenden doch zu viel und sie verzieht sich in den Wald.

Fossa (Cryptoprocta ferox) Katze im Kirindy Forest
Wir beginnen nun unsere geplante Tour. Es gibt im Kirindy Forest zwei verschiedene tagaktive Lemuren zu sehen. Eine fast ganz weisse etwas grössere Art und eine bräunlich graue etwas kleinere Art.
Nach nicht all zu langer Wanderung durch den Wald sehen wir auch schon die erste, weisse, Lemuren Art, die sogenannten Larvensifakas (Propithecus verreauxi).

Larvensifakas (Propithecus verreauxi) im Kirindy Forest

Die sitzen in kleineren Familien in den Baobab Bäumen und fressen deren Früchte. Dabei lassen die sich kaum von uns stören.

Larvensifaka (Propithecus verreauxi) frisst an einem Baobab Baum

Ist allerdings auch schon mindestens 25-30 Meter weit weg. Wir schauen denen einen Zeit lang zu und gehen dann weiter.

Weisser Lemur, Larvensifaka frisst Brotfrüchte, Kirindy Forest

Die Larvensifakas sind grösstenteils weis, nur das Gesicht ist schwarz und die Kopfoberseite ist braunschwarz. Sie wiegen zwischen 3-3,5 Kilo.

Weisser Larvensifaka frisst am Baobab, Brotfrüchte, Kirindy Forest, Madagaskar

Nach wieder nur ein paar Minuten sehen wir die bräunlich grauen Lemuren. Es sind die Braunen Makis (Eulemur fulvus). Als erstes sind die auch auf den Bäumen beim Fressen. Etwas später kommen die aber sogar auf den Boden und uns bis auf vielleicht einen Meter nahe.

Ein Paar Braune Makis (Eulemur fulvus) im Kirindy Forest

Es ist ein Paar das sich recht witzig mit einer Art Grunzlauten unterhält. Wir können die beiden ein paar Minuten aus direkter Nähe betrachten und fotografieren. Dann steigen die wieder auf ihre Bäume.

Brauner Maki, Lemur (Eulemur fulvus) im Kirindy Forest

Wir laufen noch ein Stück weiter und unser Guide zeigt uns noch einen nachtaktiven Lemuren. Dabei dürfte es sich wohl um einen Wieselmaki handeln, evtl. den Randrianasolo Wieselmaki (Lepilemur randrianasoli).
Der ruht am Tag weil er bei Tageslicht kaum was sieht. Er sitzt vor seinem Baumloch etwas in der Sonne und bewegt sich kaum.

Wieselmaki, Randrianasolo Wieselmaki (Lepilemur randrianasoli), vor seinem Baumloch, im Kirindy Forest

Als wir ein bisschen Lärm machen zieht es sich etwas in sein Loch zurück.

Madagaskar, Kirindy Forest, Randrianasolo Wieselmaki in seinem Baumloch

Auf dem Rückweg sehen wir nochmals zwei der Larvensifakas.

Weiss, schwarzer Larvensifaka im Kirindy Forest, Madagaskar Lemur, Larvensifaka, Kirindy Forest, Madagaskar

Nach ca. 2 Stunden unserer Wanderung durch den Kirindy Wald gehen wir zurück zum Parkplatz und fahren weiter.
Es geht weiter die Westküste von Madagaskar entlang, aber schon ein Stück von der Küste entfernt, nach Norden. Wie den Tag vorher geht es auf einer unbefestigten Piste weiter die teilweise ganz gut zu befahren ist und teilweise ziemlich grosse Schlaglöcher und Wellen hat.
Da es keine wirkliche Strasse gibt ist diese bei Google Maps auch nicht eingezeichnet.

Es ist dort auch etwas Verkehr mit grossen Lastwagen die Erdnüsse nach Süden, Morondava, bringen und natürlich auch einige Ochsenkarren.

Schwer beladener Minitraktor mit Erdnüssen, Strasse Morondava nach Belo Sur Tsiribihina
Kurz vor Belo Sur Tsiribihina kommen wir zu einem Fluss, dem Tsiribihina. Da es keine Brücke gibt müssen wir den auf einer Fähre überqueren. Es passen drei bis vier Allrad Wagen auf die rudimentäre Fähre und es fahren noch ein paar Einheimische mit.

Fähre für die Geländewagen über den Fluss Tsiribihina

Es sind noch andere Schiffe unterwegs. Im Bild unten werden auch wieder Säcke mit Erdnüssen ausgeladen die von der Region um Belo Sur Tsiribihina kommen.

Anlegestelle für Schiffe die Erdnüsse über den Fluss Tsiribihina verladen

Es gibt zwei Antriebe, Motoren, die die Fähren antreiben.

Bunte Schiffe, Antrieb der Fähren über den Fluss Tsiribihina

Geländewagen auf der Fähre über den Fluss Tsiribihina an der Anlegestelle

Nach dem Ablegen geht es erst ein paar Minuten den Fluss hinunter bevor wir den dann überqueren und hinter einer Sandbank in eine kleine Bucht mit Anlegestelle fahren.

Rotes Schiff transportiert Einheimische und Erdnusssäcke über den Fluss Tsiribihina

Dort geht es wieder runter von der Fähre und wir kommen zum Ort Belo Sur Tsiribihina.
Es werden wieder alle Geländewagen über eine Rampe ausgeladen. Zuerst steigen die Leute aus.

Einheimische steigen aus an der Anlegestelle von Belo Sur TsiribihinaFähre mit Geländewagen an der Anlegestelle von Belo Sur Tsiribihina

Auf der Sandbank wird auch Reis angebaut und es sind einige Fischer im Fluss beim Fischen.

Einheimische Fischer mit Einbaum vor einer Sandbank mit grünem Reisfeld am Fluss Tsiribihina

Die bunten Einbäume sind mit Reissprösslingen beladen die woanders eingepflanzt werden sollen.

Bunter Einbaum mit Einheimischen, mit Reissprösslingen am Fluss Tsiribihina

Dort machen wir Mittag. Das Lokal ist recht gut aber auch die Preise sind etwas an die Touristen angepasst, die dort hauptsächlich essen.
Dort gibt es auch Radler, vom Bierhersteller Tree Horses Beer.

Radler, Fresh, vom Bierhersteller Tree Horses Beer, Madagaskar

Es ist die letzte Station vor unserem Hotel in Bekopaka. Dazwischen ist so gut wie nichts. Nur ein paar kleine Dörflein der Einheimischen. Die Strasse wird dann immer schlechter. Wir kommen recht langsam vorwärts.

Rotbraune Staubstrasse von Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka

In der Gegend nördlich von Belo Sur Tsiribihina kommen uns immer noch einige Fahrzeuge gut beladen mit Erdnüssen entgegen.

Schwer beladenen Traktor mit Erdnüssen, Staubstrasse von Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka
Nun kommt das Highlight der Strasse, wir müssen eine Art Flussbett und einen Tümpel durchqueren. Dort steht das Wasser so zwischen 30-60 cm hoch. Wir schalten den Allradantrieb zu und los geht es. Das Flussbett schaffen wir noch ganz gut aber dann haben wir ein Problem. Es ist eine Bahn im grösserem Tümpel mit Stöcken abgesteckt der wir folgen. Das ist leider ein Fehler. Mehr oder weniger in der Mitte bleiben wir stecken. Es muss da, für uns unter Wasser unsichtbar, ein grösseres Loch sein, in das der linke Vorderreifen gerät. Dort ist das Wasser ca. einen Meter tief und wir kommen nicht mehr weiter. Wir versuchen noch wieder zurück raus zu kommen aber keine Chance. Wir stecken mitten im Teich fest.
Es kommen erst mal ein paar Einheimische schauen was los ist. Es werden immer mehr und wir sind die Attraktion. Die versuchen uns zuerst heraus zu schieben, aber das funktioniert nicht. Wir stecken viel zu fest und der Gländewagen ist viel zu schwer um den raus zu schieben.
Nach einigem Hin und Her steigt unser Guide aus, dabei kommt noch mehr Wasser ins Auto, und geht zurück zu anderen Fahren die erst mal stehen geblieben sind und schauen was wir da treiben. Wir hatten natürlich das Unglück die ersten zu sein.
Nach etwas Diskussion kommt ein geeignetes Gefährt mit Allradantrieb, der andere Geländewagen der schon da ist hat keinen, und versucht uns raus zu ziehen. Das scheitert erst mal an dem Abschleppband was die Belastung nicht aushält. Es reisst mehrmals, auch nachdem wir es doppelt nehmen. Dann kommt noch ein weiterer Wagen hinzu mit einem guten Band. Nachdem der erste Versuch misslingt klappt es dann schliesslich und wir werden rückwärts wieder auf festen Boden gezogen.
Nun kommt der zweite Versuch. Mit Schwung fahren wir nun weiter am Rand und dann in der Mitte über die kleine Böschung raus aus dem Tümpel auf einen mehr oder weniger ausgefahren Weg. Nach kurzer Fahrt müssen wir aber doch nochmal in den Tümpel und die letzten 10 Meter durchs Wasser. Das schaffen wir aber dann doch ganz gut. Dann geht es erst mal weiter, auf sehr unebener Strasse aber ohne Zwischenfälle.

Sonnenuntergang am Fluss Manambolo, kurz vor Bekopaka
Kurz vor unserem Ziel,Bekopaka, müssen wir nochmal über eine Fluss, den Manambolo. Auch das geht wieder nur mit einer Fähre. Diesmal ist die Strecke aber nicht so lange. Es geht direkt vom Sandstrand über Eisenrampen zuerst durchs Wasser und dann aufs Boot. Das Übersetzen dauert nur ein paar Minuten. Beim Anlegen und rausfahren gibt es aber dann noch einen Zwischenfall. Der andere Geländewagen, bei dem der Vierradantrieb nicht funktioniert, bleibt auf der steilen Rampe im Sand hängen. Der kommt auch nicht mehr weiter und muss wieder von einem anderen Fahrzeug aus dem Sandloch gezogen werden, wo er sich eingegraben hat.
Nun ist es endlich soweit. Nach über einer Stunde Verspätung kommen wir im Hotel Orchidée du Bemaraha an. Es ist auch schon wieder fast halb sieben Abends.

Zimmer im Hotel Orchidée du Bemaraha
Wir beziehen unser Zimmer, gehen noch zum Essen und dann ist Schluss für heute.
Morgen stehen wir wieder früh auf. Um 6:30 startet unsere Tour.

Weiter geht es im Reisebericht, Besuch des Nationalpark Tsingy de Bemaraha mit den skurrilen Kalksteinfelsen

oder zurück zum vorherigen Artikel, Reisebericht, Fahrt, Miandrivazo an die Westküste von Madagaskar zum Nationalpark Kirindy Forest

Von der Emanya Lodge über die Wasserlöcher im Osten vom Etosha Nationalpark

Wir stehen früh auf, so gegen 6 Uhr, gehen ab 6:30 zum Frühstück, dann fahren wir um kurz nach sieben los. Brauchen aber doch bis zum Namutoni Camp knapp 45 Minuten. Es ist zwar viel Teerstrasse aber es geht doch nicht so schnell wie man denkt.
Wir fahren erst mal zum Chudop Wasserloch weiter im Westen, da soll es am Morgen Löwen geben. Sehen leider keine, es sind so einige Giraffen, Zebras, Springböcke usw. da.

Beim Klick auf die Panoramafotos sieht man die in Originalgröße.

Chudop Wasserloch mit Zebras, Kudus, Etosha NP
Fahren dann zum Klein Namutoni, vorher noch beim Koinachas vorbei. Bei letzterem ist nichts. In Klein Nomutoni soll sich ein Jaguar rum treiben. Wurde gestern gesehen. Leider sehen wir den nicht. Es sind einige Giraffen usw. da.
Dann gehts erst mal schnell ins Camp, wir kaufen Eis für die Kühlbox.
Dann fahren wir weiter in den Norden, zuerst nach Klein Okevi, da ist kein Wasser mehr, dann nach Groot Okevi, sehen dort Giraffen, Zebras, Kudus usw.

Groot Okevi Wasserloch mit Giraffen, Etosha NP
Weiter nach Norden zum Tsumcor Wasserloch. Dort ist eine Elefantenfamilie.

Elefantenfamilie am Tsumcor Wasserloch, Etosha Nationalpark

Die sind in allen Grössen unterwegs.

 

Elefanten von klein bis gross am Tsumcor Wasserloch, Namibia
Wir nehmen den Abzweiger nach links zum Stinkwater Wasserloch, das ist nicht mehr da, dafür die Strecke ganz interessant und die Strasse gut. Ein einsamer Strauß läuft in diesem Teil der Etosha Pfanne.

Vogel Strauß im östlichen Teil der Etosha Pfanne
Auch der Parkplatz und Toilette an der Strasse sind zu.
Weiter gehts nach Norden über den Abzweiger rechts, auch ganz interessante Strecke und gute Strasse zum Andoni Wasserloch. Es gibt dort viele Oryx, Zebras, Gnus und Springböcke.

Andoni Wasserloch mit Oryx, Springbok, Zebras, Etosha Nambia
Dann fahren wir die Hauptstrasse zurück nach Süden, nehmen noch den Abzweiger über die Fischers Pan.

Strasse durch die Fischers Pan im Osten des Nationalpark Etoscha

Das Wasserloch Aroe gibts nicht mehr und wir fahren weiter über Twee Palms. Da ist noch ein bisschen Wasser drin aber keine Tiere da.

Wasserloch Twee Palms Etosha Nambia
Wir schauen kurz beim King Nahale Wasserloch im Namutoni Camp vorbei. Am Wasserloch ist nichts aber im Schilf daneben ein recht grosser Elefant, ein paar Meter vom Zaun und den Leuten entfernt.

Grosser Elefantenbulle beim Wasserloch King Nahale im Namutoni Camp
Wir schauen dann nochmal zum Klein Namutoni Wasserloch. Dort sind wieder viele Elefanten.

Grosse Elefantenfamilie beim Klein Namutoni Wasserloch, Etosha Nationalpark

Als wir zurück fahren, sagt uns ein Paar, dass wir schon öfter getroffen haben, dass vor wenigen Minuten ihnen ein Leopard gemütlich über den Weg gelaufen ist. Wir sind auch gleich da bei der Stelle aber da ist schon mords was los. Jede Menge Autos aber vom Leopard keine Spur mehr.

Viele Autos, Nähe Klein Namutoni Wasserloch nach Leopard Sichtung, Etosha Nationalpark
Wir schauen ein bisschen aber fahren dann weiter.
Das ist eben Glückssache wie bei allen Wasserlöchern.
Wir haben leider keinen einzigen Löwen oder anderes Raubtier gesehen. Obwohl wir fast alle Wasserstellen vom Süden, Zentrum und Osten von Etoscha abgefahren sind. Aber wir waren wohl immer zur falschen Zeit am falschen Ort.
So ist es auch schwierig mit der Empfehlung von Wasserlöchern. Die, die ich im Internet empfohlen bekommen habe, gaben recht wenig her. Dagegen bei anderen, die kaum erwähnt wurden, war mehr los.
Wie gesagt ist es Glückssache. Oder man bleibt den ganzen Tag bei einem Wasserloch. Das wird aber dann evt. auch langweilig und es ist nicht gesagt, dass man dann alles sieht. Ist halt kein Tierpark.
Abends geht es wieder im Hotel essen.

Zurück im Reisebericht zu; Von Halali über die Wasserlöcher im Osten zur Emanya Etosha Lodge
Weiter im Bericht zu, Fahrt von Emanya Etosha nach Okonjima mit Gepardentour

Etoscha Nationalpark, Wasserlöcher zwischen Okaukuejo und Halali

Ich schaue früh, noch etwas vor Sonnenaufgang, zum Wasserloch von Okaukuejo. Leider ist da gar nichts los, keine einziges Tier. Nur ein paar Tauben.
Unten im Panoramafoto, Wasserloch von Okaukuejo am Morgen.

Beim Klick auf die Panoramafotos sieht man die in Originalgröße.

Panoramafoto, Wasserloch von Okaukuejo am frühen Morgen

Dann geht es zum Frühstücken und wir fahren um kurz vor 10 Uhr los. Erst mal noch in den Westen zum dem Geisterwald (Grunewald). Ist jetzt nicht so interessant und man hätte da nicht extra hin fahren müssen. Da wäre es wahrscheinlich besser gewesen nochmal zum Okondeka Wasserloch zu fahren. Dann wieder alles zurück.
Wir sehen ein paar Giraffen die an den Akazien naschen.

Giraffe in Akazien, Etoscha Nationalpark

Wir schauen uns die Wasserlöcher im Osten von Okaukuejo an. Das interessanteste war Nebrownii. Da war viel los, Springböcke, Oryx, Zebras, und ein grosser Elefant. Es kamen dann noch zwei weitere Elefanten und 6 Giraffen.
Im Panoramabild unten des Wasserloch von Nebrownii mit vielen Springböcken, Giraffen und Elefanten.

Panoramafoto vom Nebrownii Wasserloch, mit Springböcken, Elefanten und Giraffen.
Ein grosser Elefant steht „lässig“, mit dem Rüssel über den Stosszahn, am Wasserloch.

Grosser Elefantenbulle am Nebrownii Wasserloch, Etosha, Namibia

Es geht weiter über Gemsbokvlakte und Olifantsbad. Leider sehen wir an keiner Wasserstelle etwas sehenswertes. Bei Olifantsbad noch zwei Giraffen.

Zwei Giraffen am Olifantsbad Wasserloch, Etoscha, Namibia
Weiter über Aus und Ondongab. Weiter über Homob, Sueda, Charitsaub, und Rietfontein.
Unten Panoramabild der Etosha Pfanne in der Trockenzeit.

Etoscha Pfanne aufgenommen vom “Pan” Aussichtspunkt, Etosha Nationalpark

An den anderen Wasserstellen sehen wir leider gar nichts. Keine Tiere. Die sind alle irgendwie woanders. Wir sind dann so gegen 17 Uhr in Halali, beziehen unser Häuschen.

Eingang, Halali Camp, Etosha, Namibia

Ist nicht so gut eingerichtet wie unser letztes. Geht aber auch. Es gibt einen kleinen Kühlschrank. Das Haus ist sonst ein gutes Stück kleiner als das von Okaukuejo.

Chalet von innen Halali Camp, Etosha, Nationalpark

Danach gehts erst mal zum Wasserloch von Halali. Das ist von uns aus ein ganzes Stück entfernt. Wir sind genau auf der anderen Seite. Wir fahren mit dem Auto. Es sind grad noch zwei Nashörner da. Das eine geht aber gerade als wir kommen. Wir bleiben dann noch bis nach Sonnenuntergang da, so bis kurz vor 20 Uhr.

Sonnenuntergang am Halali Wasserloch
Es kommen noch zwei Nashörner die können wir eine Zeit lang beobachten.

Spitzmaul Nashorn bei Sonnenuntergang am Halali Wasserloch

Spitzmaul Nashorn im letzten Sonnenlicht am Halali Wasserloch, Etoscha, Namibia
Um 8 gehen wir zum Abendessen. Ist soweit in Ordnung. Als Vorspeise gibt’s Salat und eine Suppe. Dann Buffet, 3 Fleischsorten, Rind, Oryx und Hühnchenschnitzel. Beilagen, Reis, Kartoffeln, Kürbis und verschiedene Saucen. Zum Nachtisch eine Art Musse de Chocolate mit Vanillesauce und Kuchenstückchen.
Danach gehts nochmal zum Wasserloch, so eine Stunde. Es sind noch die Nashörner da. Eine Mutter mit einem grösseren Kalb und ein weiteres. Die Mutter lässt kein anderes Nashorn in die Nähe und es gibt immer wieder Ärger. Das Wasserloch ist zwar beleuchtet aber es ist trotzdem recht dunkel zum Fotografieren oder auch zum Filmen.

Spitzmaulnashorn Kuh mit halbwüchsigem Jungen am späten Abend am Halali Wasserloch, Etoscha

Zum Schluss kommen die beiden noch mal ganz nahe. Vor allem das kleinere Nashorn kommt bis zum Zaun. Die kommunizieren mit einem leisen fiepen, piepen miteinander. Das hört sich sehr witzig an für so ein grosses Tier. Passt eher zu einem Meerschweinchen.
Danach gehts ins Bett.

Zurück im Reisebericht zu; Fahrt von der von der Otjitotongwe Gepardenlodge zum Etosha Nationalpark, Okaukuejo
Weiter im Bericht zu, Von Halali über die Wasserlöcher im Osten zur Emanya Etosha Lodge

Fahrt zum Etosha Nationalpark, Okaukuejo

Wir fahren in der Früh, ca. 9:20, von der Otjitotongwe Gepardenlodge los und nach Etosha. Das sind so ca. 180 Kilometer. Die Landschaft ändert sich ein bisschen je näher man nach Etosha kommt.

Beim Klick auf die Panoramafotos sieht man die in Originalgröße.

Rote Ebene vor dem Etoscha Park mit vielen Termitenhügeln
Wir kommen auf der Teerstrasse gut voran und brauchen knapp 3 Stunden bis zum Parkeingang.

Strassenschild, Vorsicht Walzenschweine, Namibia
Nach den Formalitäten geht es rein bis Okaukuejo. Dort melden wir uns nochmal im Park an, zahlen entsprechende Gebühren und dann gehts zur Rezeption für das Chalet.
Wir kaufen ein bisschen was im Laden ein, Eis, Eiswürfel, Brot und Briefmarken.
Dann tanken wir noch, das geht nur in Bar.

Um 13 Uhr können wir die Schlüssel für unser Chalet abholen.


Chalet Okaukuejo Camp, Etosha
Das erste ist aber noch nicht fertig, so ziehen wir um. Die Chalets sind recht ordentlich.

Grillplatz vor dem Chalet Okaukuejo Camp, Etoscha
Haben vor der Tür einen Grillplatz, Spüle, Kühlschrank und auch eine Klimaanlage.

Schlafzimmer mit grossem Bett, Chalet Okaukuejo Camp, Etoscha
Wir fahren dann am Nachmittag noch ein bisschen rum nach Norden zur Wasserstelle Okondeka,

Okondeka Wasserloch mit Oryx und Gnus, Etosha

und dann weiter nach Westen nach Adamax und Natco sowie nach Leeubron, es sind viele Zebras auf der Strasse und auch einige Oryx.


Junges Zebra im Nationalpark, Namibia
Ein paar Springböcke stehen im Schatten eines Baumes, direkt an der Strasse.

Springböcke im Schatten eines Baumes, Etoscha Nationalpark
Auch ein Schakal ist zu sehen

Schakal in der Steppe im Nationalpark

Dann fahren wieder zurück nach Okaukuejo und anschliessend gehts noch an unser Wasserloch.
Erst ist wenig los, ein grosser Elefant geht gerade und es sind ein paar Zebras da. Dann kommt noch etwas Bewegung auf. Es kommen zwei Nashörner und eine Giraffe. Danach noch ein weiteres Nashorn und eine andere Giraffe.

Zebra Herde am Okaukuejo Wasserloch

Zwei Nashörner und zwei Oryx am Okaukuejo Wasserloch, Etosha Nationalpark
Wir gehen zum Abendessen. Das Buffet ist eigentlich ganz ordentlich und es gibt nichts zu beschweren.
Danach gehen wir nochmal ans Wasserloch. Das Okaukuejo Wasserloch ist ja nachts ganz gut beleuchtet. Dort sind wieder zwei Nashörner und es kommen noch zwei weitere hinzu. Da gibts auch mal ein Gerangel. Die Nashörner verstehen sich scheinbar nicht so gut.

Zwei Nashörner streiten nachts am beleuchteten Okaukuejo Wasserloch, Etosha Nationalpark

Um kurz nach 10 gehen wir ins Chalet. Das Okaukuejo Camp ist eigentlich recht gut. Gross aber doch kurze Wege. Es ist alles gut und schnell zu Fuss erreichbar. Pool, Restaurant, Geschäfte.

Pool vom Okaukuejo Camp, Etosha Nationalpark
Es gibt aber keinen ATM im ganzen Park. Es kann aber ausser bei der Tankstelle überall mit Karte bezahlt werden. Chalets sind gut eingerichtet. Viele Steckdosen.
Allerdings gibt es scheinbar auch in ganzen Etoscha Nationalpark kein W-Lan (Stand September 2016).

Zurück im Reisebericht zu;  Fahrt vom Brandberg zu den Geparden der Otjitotongwe Cheetah Guestfarm
Weiter im Bericht zu, Etoscha Nationalpark, Wasserlöcher zwischen Okaukuejo und Halali

2. Tag bei Sesriem, Dünen von Dead Vlei und Wanderung zur höchsten Düne

Wir stehen heute früh auf, ca. 5:30. Wir wollen zur Toröffnung am Parkeingang von Sesriem sein.
Beim Klick auf die Panoramafotos von Sossus Vlei sieht man die in Originalgröße.

Strasse von A Little Sossus Lodge nach Sesriem vor dem Sonnenaufgang

Wir fahren ca. 6:35 von der A Little Sossus Lodge los, schaffen es aber nicht in 45 Minuten obwohl wir nur 2 mal stehen bleiben, und kurz Fotos machen, und wir, wo es geht, recht flott fahren. Man muss schon fast 1 Stunde rechnen, dann ist man gut pünktlich.

Sonnenaufgang auf dem Weg zum Sossusvlei

Wir kommen so ca. 10 Minuten später und es ist schon eine Schlange von vielleicht 5-6 Autos vor uns. Das dauert doch so 10 Minuten bis wir dran kommen. Wir fahren dann gleich durch, da die Dame gestern gesagt hat, wir könnten das Ticket auch vor dem Rausfahren lösen.
Wir fahren recht flott auf der Teerstrasse, halten immer wieder zum Fotografieren.

Licht und Schatten auf einer Düne mit Strauss, Weg von Sesriem nach Sossusvlei
Es sind ein paar Oryx unterwegs und Strausse.

Vogel Strauss vor roter Düne, Sossusvlei, Namibia.

An der Düne 40 sind ein paar Leute beim Frühstücken.

Frühstück vor der Düne 40, Sossusvlei, Namibia

An der Düne 45 ist schon einiges los.
Da ist man nicht alleine.

Düne 45 mit vielen Leute die auf die Düne wandern, Sossusvlei

Menschen Schlange an der Düne 45, davor der Parkplatz, Sossusvlei, Namibia

Auch auf der Nordseite der Strasse zum Sossusvlei gibt es viele Dünen.

Panoramafoto Dünen auf dem Weg zum Dead Vlei, Namibia
Wir fahren bis zum 2X4 Parkplatz wo wir halten, auf die Toilette gehen, die ist zumindest am Morgen und bis Mittag in sehr gutem Zustand.

2X4 Parkplatz am Sossusvlei
Dann fahren wir mit dem Shuttle bis zum Parkplatz des Dead Vlei. Das kostet einiges mehr als der Eintritt in den Park aber wenn man keinen guten Geländewagen hat und etwas fahren kann geht’s nicht anders. Dort steigen praktisch alle aus. Der Jeep fährt dann wohl noch weiter zum Sossusvlei aber wir nicht. Es sind so allerhand Leute unterwegs. Es ist bewölkt und relativ kühl. Auf dem offenen Jeep mit dem Fahrtwind schon fast kalt.
Wir entschließen uns die Düne Big Daddy rauf zu gehen, danach in den Deadvlei. Big Daddy ist ca. 380 Meter hoch. Wir hoffen ja das das Wetter schöner und es dann warm wird, so wie gestern.
Dann können wir immer noch den Deadvlei anschauen.

Auch dort sind schon einige Leute unterwegs.

Wanderer auf dem Weg zu Big Daddy, Sossusvlei.
Wir machen uns auf den Weg. Erst mal durch eine weisse Ebene zum Beginn der Düne.

Wir halten uns etwas links. Dort gibt es auch einen ganz interessanten Vlei durch den wir wandern.

Vlei neben der Düne Big Daddy

Der Baum wird von der Düne langsam zu geschüttet.

Baum wird von einen Düne verschüttet, Weg zum Big Daddy, Sossus Vlei

Dann geht es bergauf. Am Anfang recht steil und durch losen Sand.
Blick zurück auf den Weg den wir schon zurück gelegt haben. Es ging rechts an der Düne entlang durch den Vlei und dann den ersten, schon recht anstrengenden, Sandhang hinauf.

Blick vom Weg zur Düne Big Daddy zum Parkplatz und Vlei

Noch ein Blick zurück, im Hintergrund der Parkplatz und die Dünen auf der anderen Seite mit dem Sossusvlei und Big Mama.Blick von Big Daddy nach Süden Richtung Parkplatz Deadvlei und Big Mama

Die Wanderung zum Big Daddy ist ganz schön anstrengen. Es kommt dann wieder ein etwas flacheres Stück mit festerem Sand aber dann geht es wieder steiler bergauf.

Wir brauchen eine ganze Zeit lang. Am Schluss wird es besser ein flaches Stück und dann der letzte Aufstieg der aber durch den festen Sand ganz gut geht.
Wir kommen dem Ziel näher. Rechts unten der Deadvlei.

Fast oben auf der höchsten Düne Big Daddy und Blick auf den Deadvlei

Das Wetter ist leider recht schlecht. Bewölkt und sogar frisch, besonders der Wind. Oben angekommen zieht es an den Gipfeln der andern Dünen schon fast zu. Tiefe Wolken und ein frischer Wind.

Wolken über den Dünen rund um Big Daddy, Namiba

Wir bleiben eine ganze Zeit oben, warten ob das Wetter besser wird. Es wir mit der Zeit recht frisch.
Leider tut es das nicht und wir machen uns auf den Bergabweg der deutlich leichter fällt. Einfach den Steilhang der Düne zum Deadvlei runter, da ist man gleich unten. Wir haben ca. 1 Stunde 40 Minuten rauf gebraucht und 5-10 Minuten runter.
Wir lehren erst mal grössere Mengen Sand aus den Schuhen und laufen dann über die weisse Ebene des Deadvlei zu den abgestorbenen Bäumen. Ab und zu schaut ein bisschen die Sonne raus und es ist hier unten etwas wärmer. Aber bei weitem nicht die 35 Grad vom Vortag, geschätzt vielleicht gute 20-22 Grad.
Wir machen viele Fotos von den Bäumen am Dead Vlei und dann geht es langsam zurück zum Parkplatz.

Tote Bäume mit Fatamorgana am Deadvlei

Dead Vlei mit abgestorbenen Bäumen und Big Daddy im Hintergrund.

Abgestorbener Baum am Dead Vlei, im Hintergrund Big Daddy

Es gibt immer wieder Sonnenlöcher die ein gutes Bild abgeben.

Wolken und Sonne am Dead Vlei, im Hintergrund Big Daddy

Deadvlei mit toten Bäumen im Hintergrund Big Daddy, Namibia

Dunkle Wolken über einem Nachbar Vlei vom Deadvlei.

Blick in Richtung Parkplatz vom Deadvlei und im Hintergrund die grossen Dünen von Big Mama.

Blick von Deadvlei nach Süden Richtung Parkplatz Deadvlei, Sossuvlei und Big Mama

Auch am Nachmittag kommen noch Leute.

Parkplatz für die Geländewagen vom Dead Vlei
Am Parkplatz wartet schon der Transfer. Wir fahren noch zum Sossusvlei und zum Nara Vlei und dann zurück zum 2X4 Parkplatz. Auf dem Weg sehen wir wieder eine Oryx und kurz vorm Parkplatz zwei Strausse.

Big Daddy, im Bild rechts, vom 2X4 Parkplatz aus gesehen, Sossusvlei
Wir essen dann erst mal unser Frühstückspacket vom Hotel, ist ganz gut, ein Sandwich, Apfel, Jogurt, kleine Packung Erdnüsse, eine Art Keks, ein hartgekochtes Ei, und Nestea.

Bei der Rückfahrt ist es etwas wärmer und man sieht wieder einige Spiegelbilder.

Ebene mit Hitze Spiegelbildern auf dem Weg von Sossusvlei nach Sesriem

Felsberge und Dünen auf dem Weg von Sossusvlei nach Sesriem
Es gibt sehr viele Dünen an der Strasse, es muss nicht unbedingt Düne 45 sein. Z.B die Düne 40 ist sehr schön man muss nur ein paar Meter vom Parkplatz hin gehen. Dafür ist man meist alleine.

Düne, Sessriem, Sossusvlei, Namibia
Dann fahren wir schön langsam zurück, machen noch so einige Fotos. Halten an der Rezeption und kaufen das Tagesticket.

Unbefestigte Strasse von Sesriem nach A Little Sossus Lodge, Namibia
Dann noch schnell zur Tankstelle, Tanken und Luft nach schauen, kann man nicht oft genug machen.
Wir kaufen dann noch Eisbeutel für die Kühltruhe. 2X20 N$
Es geht zurück zum Hotel (A little Sossus Lodge), wir sehen noch neben der Strasse ein paar Oryx, einige Springböcke und 4-5 Zebras.
Essen wieder im Hotel Abend. Die haben zwar nicht mit uns gerechnet aber das wird dann trotzdem schnell organisiert.
Es gibt Tomatensuppe, recht scharf, Getrocknetes Fleisch, Als Hauptgericht eine Art Auflauf mit Hackfleisch, Gemüse und Reis, Als Nachtisch noch ein Törtchen, Orange mit Sahne. War wieder recht gut.

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