Besuch des Reservats von Anja, Weiterfahrt durch Ihosy nach Ranohira

Am heutigen Tag unserer Reise durch Madagaskar steht uns wieder eine etwas längere Fahrstrecke bevor. Nach der Besichtigung einer Naturseidenmanufaktur fahren wir von Ambalavao in das private Reservat von Anja. Anschliessend geht es weiter in den Südwesten vorbei an Ihosy nach Ranohira wo wir unser Hotel beziehen um danach noch den Sonnenuntergang am bekannten Fenster von Isalo zu erleben. Die Fahrstrecke beträgt ca. 225 Kilometer und mit den Besuchen sind wir wieder den kompletten Tag unterwegs.

Hier ein Video vom Besuch des Anja Parks in Kurzfassung und der Fahrt nach Ranohira. Weiter unten noch ein ausführliches Video vom Besuch des Anja Parks mit den vielen Katta Lemuren.

Wir frühstücken erst mal wieder in unserem Hotel, der Tsienimparihy Lodge.

Frühstück Hotel Tsienimparihy Lodge

Nach dem Frühstück fahren wir noch schnell bei einer Werkstatt in Ambalavao vorbei wo man aus Wildseide Stoffe und verschiedenes Anderes herstellt. Wir können bei dem Herstellungsprozess zuschauen.

Anschliessend geht es in das sehr sehenswerte Reservat von Anja. Das ist nicht weit von unserem Hotel und der Stadt Ambalavao entfernt. Wir brauchen für die Fahrt nur zwischen 15 und 20 Minuten.

Landschaft mit Reisfelder, zwischen Ambalavao und dem Reservat von Anja, Madagaskar

Das Reservat von Anja ist nicht nur wegen der Lemuren bekannt, die man dort sehr gut beobachten kann, sondern auch für die eindrucksvolle Landschaft mit den grossen rundlichen Felsbergen die oberhalb vom Park liegen.

Felsberge mit Reisfelder und madagassischen Häusern beim Reservat von Anja

Wir melden uns erst mal am Parkeingang an.

Eingang Park von Anja, bei Ambalavao, Madagaskar

Auch im Reservat von Anja kann man sich einige Tage mehr aufhalten. Man kann auf verschiedenen Wanderwegen den Park besuchen aber auch auf einer längeren Wanderung auf die tollen Felsen oberhalb des Reservates steigen.

Schild mit Wanderungen im Reservat von Anja, Madagaskar

Wie schon gesagt kann man im Reservat von Anja sehr gut Lemuren, die Ringelschwanz Makis, Katta (Lemur catta), und auch ein paar Chamäleons in einer interessanten Gras und Felslandschaft beobachten.

Typisches Haus von Madagaskar und runde Felsberge beim Reservat von Anja
Wir besuchen wieder mit einem örtlichen Führer den Park. Diesen verwaltet die Gemeinde sodass die Einnahmen direkt der Bevölkerung zu gute kommen. Es gab früher in der Region nur noch wenige Lemuren aber nachdem das Schutzgebiet eingeführt wurde hat sich die Population bis auf 400 Tiere multipliziert.

Auf dem Weg zum Park kommen wir an einem Feld mit Erdnüssen vorbei.

Erdnusspflanze, Madagaskar

Ausführliches Video unseres Besuches das Anja Parks in Madagaskar.

Es gibt im Park nur eine einzige Lemurenart, die Ringelschwanz Lemuren, Ringelschwanzmakis oder Katta genannt werden. Diese bekommt man aber sehr gut zu sehen. Die Kattas sind sozusagen die Wappentiere von Madagaskar.

Ringelschwanz Lemur, auf einem Baum, Anja Reservat
Schon gleich ziemlich am Anfang sehen wir die Lemuren auf dem Boden, beim Trinken aus einem kleinen See.

Kleiner See beim Reservat von Anja
Dann geht es in das kleine Waldgebiet welches unterhalb einer sehr beeindruckenden Felslandschaft, mit recht hohen Bergen, liegt.

Katta (Lemur catta) frisst gelbe Früchte, Anja Reservat
Auch dort sehen wir gleich eine Lemurenfamilie, die dort gerade beim Frühstücken ist. Die fressen Blätter und gelbe kleine Früchte.

Ringelschwanzmaki, Katta (Lemur catta) frisst gelbe Früchte, Reservat Anja
Man kommt denen recht nahe, man kann sie aus wenigen Metern beobachten. Wir filmen und machen viele Fotos und dann geht es weiter, auf verschiedenen Wegen, durch den Wald. Nach kurzer Zeit sehen wir weitere Familien. Auch denen können wir teilweise aus kürzester Entfernung zusehen. Sie lassen sich, wenn man leise und vorsichtig ist, kaum stören.

Ringelschwanz Lemur, Katta (Lemur catta) Nahaufnahme Kopf-Schultern, Reservat Anja

Die Kattas sonnen sich sehr gerne am Morgen. Entweder am Boden oder auch in den Bäumen.

Katta beim Sonnen in den Ästen, Park von Anja, Madagaskar

Dabei sind die recht entspannt.

Sich sonnender Ringelschwanz Lemur (Lemur catta), Anja Reservat

Wir wandern weiter auf den verschiedenen Wegen durch das Anja Reservat und sehen immer wieder die Lemuren aus nächster Nähe.

Ringelschwanzmaki (Lemur catta) sitzt auf einem Stein, Anja Reservat

Man kann die dort wirklich recht gut fotografieren.

Katta (Lemur catta) aus der Nähe, Anja Reservat

Wir wandern wieder ein paar Minuten und kommen zur nächsten Lemurengruppe. Die liegt gerade etwas im Streit mit der Nachbarsfamilie die durch ihren Bereich zieht und es kommt immer wieder zu Rangeleien.
Diese Art von Lemuren haben auch ein breites Kommunikationsrepertoire. Vom leisen Grunzen, über ein Miauen, ähnlich wie Katzen, bis zu lauterem Schreien haben die so allerhand zu bieten.
Die Kattas haben einen sehr langen Schwanz der sowohl zum Balancieren als auch zu Kommunikation dient.

Ringelschwanz Lemur mit langem Schwanz sitzt im grünen Baum, Anja Reservat
Nachdem wir fast zwei Stunden mit den Lemuren unterwegs waren geht es wieder zurück. Wir müssen ja noch weiter in den Süden.
Abgesehen davon ziehen sich die Kattas nach dem Fressen schön langsam in die Bäume zurück, zur mittäglichen Siesta.

Gruppe von Kattas auf einem Baum, Anja Reservat

Die veranstalten eine interessante “Knäuelbildung” auf ihrem Schlafbaum.

Ringelschwanz Lemuren Versammlung auf einem Baum, Reservat von Anja
Auf dem Rückweg sehen wir noch ein paar Vögel und zwei Chamäleons.
Nach ungefähr zwei Stunden wandern, fotografieren und filmen verlassen wir so gegen 11 Uhr das Reservat von Anja. Es geht weiter nach Westen.

Zwei typische Häuser von Madagaskar mit Holzhalonen vor den rundlichen Felsbergen im Reservat von Anja
Nach dem Besuch des Reservats geht es weiter über Ihosy nach Ranohira.
Wir kommen auf der Weiterfahrt an ein paar kleinen Flüssen vorbei wo natürlich auch Reis angebaut wird.

Kleiner Fluss zwischen Ambalavao und Ihosy
Die Landschaft ist erst einmal sehr beeindruckend. Relativ hohe rundliche Felsberge stehen in der Graslandschaft und auch dort kommt man sich manchmal wie in einem Hochalpental vor.
Die Reisterrassen muss man natürlich ausblenden.

Landschaft, Reisterrassen und Grasland vor runden Bergen zwischen Ambalavao und IhosyTrockene Graslandschaft mit Bergen im Hintergrund zwischen Ambalavao und Ihosy

Die Landschaft zwischen Ambalavao und Ihosy wird immer trockener. Wir halten kurz an einem Aussichtspunkt.

Aussichtspunkt über ein trockenes Tal mit Bergen im Hintergrund zwischen Ambalavao und Ihosy

Wir kommen an einem relativ grossen Fluss vorbei. Dort wo es Wasser gibt sieht man wieder allerhand Reisfelder.

Fluss an der Strasse von Ambalavao nach Ihosy, Madagaskar

Vor Ihosy kommen wir an einem sehr imposanten riesigen runden Felsen vorbei.

Grosser runder Felsen, gelber Lastwagen und gerade Strasse vor Ihosy, Madagaskar

Das ist die madagassische Version des Ayers Rock in Australien, nur nicht so rot, dafür etwas runder.

Lange, gerade Strasse führt durch Grasland auf einen grossen runden Felsberg, Ihosy, Madagaskar

Die Landschaft zwischen Ambalavao und Ihosy bleibt weiter interessant. An den Felsbergen ist es auch wieder etwas grüner.

Grüne Hochland Graslandschaft mit runden Felsbergen im Hintergrund, Ambalavao nach Ihosy, Madagaskar

Wir sehen wieder die typischen Häuser von Madagaskar und die fast allgegenwärtigen Reisfelder.
Dieser Teil der Insel dürfte mit Sicherheit auch zum Wandern sehr interessant sein.

Hochland Graslandschaft mit kleinen Reisfelder und Felsbergen im Hintergrund, Ambalavao nach Ihosy, Madagaskar

Im Ort Ihosy ist allerhand los. Wie fast überall auf Madagaskar gibt es dort einen Strassenmarkt wo ein buntes Treiben herrscht.

Buntes Treiben am Strassenmarkt von Ihosy

Nach Ihosy machen wir eine Mittagspause zum Essen. Das Essen ist recht gut dort.
Nach der Pause geht es weiter in Richtung Ranohira. Zuerst eine länger Strecke geradeaus.

Gerade Strasse von Ihosy in Richtung Ranohira

Nach einer etwas kurvigen Bergauffahrt kommen wir auf eine ziemlich große Hochebene. Wasser ist dort eher selten.

Kleiner See an der Strasse durch die Hochebene vor Ranohira, Madagaskar

Das ist eine ewig weite Fläche nur mit Gras bestanden und ausser ein paar Zebus und ein paar wenigen Häusern ist da kaum was zu sehen.

Mit Gras bestandene Hochebene mit ein paar Zebus, zwischen Ihosy und Ranohira

Die Häuser, eher Hütten, sind sehr einfach aus Lehm gebaut mit Strohdächern.

Hütten auf der Hochebene vor Ranohira, Madagaskar

Es geht da eine ganze Zeit auf recht guter gerader Strasse voran. Nachdem wir die Ebene hinter uns gelassen haben wird es wieder etwas felsiger und wir kommen bei unserem nächsten Hotel, dem H1 Ranohira, an. Das liegt etwas ausserhalb des Ortes Ranohira auf einer Ebene.

Bungalow im Garten, Hotel H1 Ranohira

Das Hotel H1 Ranohira ist in lauter einzelne Hütten aufgeteilt und hat auch einen Pool.

Pool, Hotel H1 Ranohira, Madagaskar

Wir haben kurz Zeit uns zu sortieren. Um kurz nach vier fahren wir noch einmal weg um uns den Sonnenuntergang an zu schauen.

Grosse Felsen in Graslandschaft mit Palmen im orangen Licht vor dem Sonnenuntergang, Isalo
Wir kommen so, gut vor Sonnenuntergang, an den Felsformationen mit dem Fenster von Isalo an, wo sich gute Fotos machen lassen. Im Bild unten das Fenster von Isalo von Osten.

Felsentor, Fenster von Isalo von Osten, Madagaskar

Und hier auf dem Bild das Fenster von Isalo von Westen. Der Mond ist auch schon aufgegangen.

Felslandschaft mit Fenster von Isalo im orangen Licht vor dem Sonnenuntergang, Madagaskar

Wir sind dort natürlich nicht alleine aber der Andrang hält sich in Grenzen.

Fenster von Isalo vor dem Sonnenuntergang, Madagaskar

Auf den beiden Bildern unten eine Madagaskar Seidenspinne beim Sonnenuntergang.

Madagaskar Seidenspinne beim Sonnenuntergang, Fenster von Isalo Madagaskar Seidenspinne vor Abendrot, Fenster von Isalo

Beim Fenster von Isalo sind wir eine gute Stunde bis es dunkel wird. Als die letzte Gruppe geht fahren wir auch. Es ist wohl aus Sicherheitsgründen nicht angeraten dort am späten Abend oder nachts alleine unterwegs zu sein.
Unten der Parkplatz, der vielleicht 50 Meter von der Steinformation entfernt liegt.

Parkplatz von den Steinformationen, Ventana de Isalo

Nach einem kurzen Zwischenstopp bei einem Felsen, der die sitzende Königin genannt wird, geht es ins Hotel.

Steinformation, sitzende Königin, Isalo, Madagaskar
Dort essen wir auch wieder zu Abend. Wir starten nochmal einen Versuch mit einem Wein aus Madagaskar. Diesmal ein Weisswein, den wir schon am Nachmittag ausgesucht und kalt stellen lassen haben. Der Weißwein ist soweit nicht schlecht. Allerdings relativ süss aber deutlich besser als der Rotwein vom Vortag.
Dieser Weisswein aus Madagaskar ist ein “Blanc Doux de Maroparasy” der in Ambalavao angebaut und in Fianarantsoa abgefüllt wurde

Weisswein Madagaskar, Blanc Doux de Maroparasy, Ambalavao angebaut, abgefüllt in Fianarantsoa

Weiter geht es im Reisebericht, Besuch des Nationalpark Isalo, Weiterfahrt vorbei an Tulear nach Ifaty / Mangily

oder zurück zum vorherigen Artikel, Nationalpark Ranomafana, Weiterfahrt durch Fianarantsoa nach Ambalavao

Fahrt, Miandrivazo an die Westküste von Madagaskar zum Reservat Kirindy Forest

Die heutige Etappe unserer Rundreise durch Madagaskar führt uns zuerst von Miandrivazo nach Süden, vorbei an Malaimbandy und weiter nach Westen an die Küste zur Stadt Morondava, wo wir Mittagessen. Von dort fahren wir weiter nach Norden, vorbei an der Baobab Allee zum Kirindy Forest Reservat.

Hier noch ein Video von der Fahrt:

Unten im Bild der Pool vom Hotel Princesse Tsiribihina mit Blick auf die Landschaft am Fluss Mahajilo.

Pool vom Hotel Princesse Tsiribihina, Miandrivazo

Blick vom Frühstücksraum des Hotels auf die Ebenen am Fluss.

Ausblick Frühstücksraum Hotel Princesse Tsiribihina, Miandrivaz

Nach dem Frühstücken um ca. 7:30 Uhr im Hotel fahren wir weiter in den Westen von Madagaskar. Als erstes besuchen wir aber noch den Ort Miandrivazo und den Fluss Mahajilo. Am Fluss kann man auch kleine oder grössere, mehrtägige Kanufahrten machen.

Leute am Fluss Mahajilo, Ort Miandrivazo

Der Fluss Mahajilo wird für alles Mögliche genutzt, auch zum Abspülen des Geschirrs.

Frau beim Abspülen des Geschirrs, Fluss Mahajilo, Miandrivazo

Wie schon angesprochen gibt es die Möglichkeit von Miandrivazo aus mit einem Boot oder auch Einbaum (Piroge), Touren zu unternehmen. Dies können kleinere oder grössere Bootsfahrten sein. Der Fluss Mahajilo vereinigt sich einige Kilometer südlich von Miandrivazo mit dem Fluss Mania und fliesst dann weiter nach Westen und nennt sich später Tsiribihina. Von Miandrivazo bis zur Mündung in den Kanal von Moçambique bei Belo Sur Tsiribihina sind das so 170 Kilometer. Dafür braucht man 2-3 Tage, je nachdem ob man mit einem Motorboot fährt oder padelt. Unterwegs übernachtet man auf Sandbänken am Fluss in Zelten.

Einbaum Kanus, Fluss Mahajilo

Wer etwas mehr Zeit hat und die etwas unbequeme Art drei Tage, ohne Sonnenschutz in einem Einbaum zu padeln nicht scheut, erlebt natürlich die Natur im und am Fluss besonders hautnah und ohne Motorenlärm. Wer es etwas gemütlicher und schneller haben will nimmt das Motorboot.

Motorboot für Flussfahrt auf dem Mahajilo von Miandrivazo aus

Die Einheimischen nutzen den Einbaum noch ganz normal als Fortbewegungsmittel.

Einheimischer auf Einbaum Kanu, Madagaskar
Im Ort ist am Morgen wieder einiges los und wir laufen ein bisschen durch den Trubel.

Buntes Treiben mit vielen Einheimischen, Hauptstrasse von Miandrivazo

Miandrivazo ist ein relativ grosser Ort mit ca. 20.000 Einwohnern. Es gibt dort die verschiedensten Häuser zu sehen.

Typisch madagassisches Gebäude in MiandrivazoHaus mit Geschäft an der Hauptstrasse von Miandrivazo

An der Hauptstrasse von Miandrivazo gibt es praktisch jeden Tag eine Art von Markt und die Einheimischen bieten direkt vor den Häusern ihre Waren an.

Stand mit bunter Kleidung zum Verkauf, Miandrivazo Madagaskar

Die Leute von Miandrivazo mögen besonders bunte Kleidung, die es dort in verschiedenen Ständen zu kaufen gibt.

Strassenmarkt und typisches Gebäude in Miandrivazo Madagaskar

Dort werden auch Öfen zum Kochen und leere Wasserflaschen verkauft.

Stand mit Öfen zum Kochen für Holzkohle, Madagaskar

Viele Fahrrad Rikschas tun ihren Dienst im Ort.

Rikscha Fahrer und buntes Treiben auf der Hauptstrasse von Miandrivazo

Von Miandrivazo fahren wir zum Reservat von Kirindy Forest welches praktisch an der Westküste der Insel liegt. Die Fahrt dauert recht lang. Bis Morondava geht es noch, die Strasse ist meist recht gut. Wir brauchen von Miandrivazo nach Morondava ca 4,5 Stunden Fahrzeit.
In der Flussebene von Miandrivazo wird viel Reis angebaut.

Reisfelder in der Ebene auf dem Weg von Miandrivazo nach Morondava

Nach ein paar Kilometern Fahrt, südlich von Miandrivazo, kommen wir zum Fluss Mania (Tsiribihina), über den eine Brücke führt, die wir überqueren.

Fluss Mania (Tsiribihina) und Brücke für die Strasse nach Morondava

Wir überqueren die Brücke über den Fluss Mania (Tsiribihina)

Wir kommen an ein paar Flüssen vorbei aber sonst ist die Landschaft eher trocken. Schon fast eine Steppe. Nur in den Senken und an den Flüssen ist es grüner.

Wir fahren die Nationalstrasse RN34 bis kurz vor Malaimbandy und biegen dann nach Westen auf die RN35. Als Hauptverkehrsverbindung von der Hauptstadt Antananarivo in den Westen von Madagaskar, an die Küste, sind dort auch viele Taxi Bus unterwegs.
Wenn nicht alle Leute ins Auto rein passen steht halt noch einer hinten auf der Leiter.

Überfüllter Taxi Bus, Strasse von Miandrivazo nach Morondava

Die Hütten, an denen wir vorbei fahren, werden immer einfacher. Viele sind einfach aus Holz und Schilf gebaut.

Dorf, einfache Hütten aus Stroh und Holz, Madagaskar

Auf unserer Fahrt zur Westküste von Madagaskar überqueren wir einen weiteren Fluss, Sakena genannt.

Wir überqueren den Fluss Sakena, Strasse Miandrivazo nach Morondava

Dort werden gerade ein paar Zebus getränkt.

Zebus beim Trinken auf einer Sandbank im Fluss Sakena, Madagaskar

In der Nähe der Flüsse und in Nebentälern ist die Landschaft noch recht grün, durch die vielen Reisfelder die es dort gibt.

Ebene mit grünen Reisfeldern auf der Fahrt von Miandrivazo nach Morondava

Entfernt man sich von den Flüssen ist die Umgebung recht trocken, schon fast karg.

Trocken, karstige Landschaft im Tiefland vor Morondava, Madagaskar Westen

Wir halten unterwegs mal kurz, damit der Fahrer etwas verschnaufen kann und seinen Kaffee bekommt. An den kleinen Ständen an der Strasse kann man auch was essen aber wir sehen eher davon ab.

Essensstand an der Strasse, Madagaskar Westen

Wie fahren an vielen Häusern vorbei wo Reis getrocknet wird. Der liegt auf Folien auf der Erde aber oft auch auf der Strasse.

Reis trocknet auf Folien vor Häusern an der Strasse, Madagaskar

Vor Morondava kommen wir an immer mehr Baobab Bäumen vorbei.

Grosser Baobab an der Strasse nach Morondava

Die Baobabs stehen auch zwischen den Reisfeldern, die zur Küste hin wieder mehr werden.

Baobab zwischen Reisfeldern mit Wasser, Madagaskar Westen

Wir essen in Morondava mittag. Das Restaurant ist ganz gut an einem Zulauf zum Meer aber nicht ganz billig zumindest für madagassische Verhältnisse.
Wir können auf der Terrasse des Restaurants den Fischern bei ihrer Arbeit zusehen.

Zwei Fischer mit Netz beim Fischen im Fluss in Morondava

Anschliessend geht es durch Morondava hindurch nach Norden zum Hotel. Auch in der Küstenstadt ist einiges los.

Blaues Fahrrad Rikscha, in Morondava
Auf dem Weg dorthin geht es an vielen Baobabs vorbei. Kurz nach Morondava liegt die bekannte Baobab Allee. Wir halten kurz, laufen ein bisschen rum und machen Fotos.

Baobabs an der Baobab Allee von Morondava

Am Nachmittag ist es auf der Baobab Alee von Morondavon noch recht ruhig. Es sind kaum Touristen da und man kann auch ganz gut fotografieren.

Die Baobab Allee am Nachmittag, Madagaskar Baobab Allee Morondava, Madagaskar Einheimische in bunten Gewändern Baobab Allee Morondava

Der grosse touristische Andrang auf der Baobab Allee ist dann erst zu Sonnenuntergang. Da sind dann viele dutzend Urlauber unterwegs. Wir wollen uns das ein paar Tage später auch nochmal anschauen und sind dann live dabei.

Riesige Baobabs und zwei Einheimische auf der Baobab Allee

Anschließend geht es weiter auf der unbefestigten Strasse zum Hotel. Die Strasse ist teilweise recht schlecht und es ist praktisch ein Geländewagen nötig. Es sind auch so einige grosse Lastwagen unterwegs die vor allem Erdnüsse geladen haben.
Kurz vor dem Hotel gibt es noch einen riesigen, heiligen, Baobab zu bewundern. Er ist der grösste den es in der Gegend gibt.

Heiliger Baobab in der Nähe des Hotels, Relais du Kirindy

Riesiger heiliger Baobab, Nähe Hotels, Relais du Kirindy

Wir übernachten im Hotel Relais du Kirindy. Das Hotel liegt nur ein paar Kilometer vom Reservat entfernt. Es besteht aus einzelnen Bungalows/Hütten und bietet eine Pool. Für den Pool haben wir natürlich keine Zeit.

Wir beziehen unsere Hütte und haben ein paar Minuten Zeit uns aus zu ruhen. Es ist kaum jemand ausser uns im Hotel.
Im Bild unten die Terrasse unseres Holzbungalows mit Blick auf das Haupthaus und Restaurant.

Blick Terrasse Hotel, Relais du Kirindy
Am Abend machen wir noch eine kleine Nachtwanderung durch das Reservat Kirindy Forest. Wir sind so eineinhalb Stunden unterwegs auf der Suche nach nachtaktiven Lemuren. Wir sehen einen weit oben im Baum, aber eher nur den Schwanz. Sonst zeigt er sich nicht. Dann sehen wir einen weiteren, der sitzt aber auch in einer Astgabel relativ weit oben und ist schlecht zu sehen.
Zwischendrin sehen wir immer mal ein schlafendes Chamäleon.

Chamäleon, Nachtwanderung, Reservat Kirindy Forest

Wir wandern eine ganze Zeit weiter, kreuz und quer durch den dunklen Wald. Nun entdeckt unser Guide einen recht kleinen Lemur der nicht all zu weit entfernt auf einem Ast sitzt und uns mit grossen leuchtenden Augen anschaut. Wir können den ganz gut fotografieren.

Nachtaktiver Lemur, Nachtwanderung, Reservat Kirindy Forest

Dann geht es weiter. Zum Schluss sehen wir noch einen sehr kleinen Maus Lemur. Der sitzt auch etwas weiter auf dem Baum und ist schwierig zu fotografieren.

Nachtaktiver Maus Lemur, Nachtspaziergang, Kirindy Forest
Nach eineinhalb Stunden Nachtwanderung im Kirindy Forest laufen wir zurück zum Auto und fahren zum Hotel. Da sehen wir noch in der Ferne im Scheinwerferlicht eine der Katzen, Fossa genannt, ins Dickicht verschwinden.

Nach der Nachtwanderung gehen wir noch Essen. Wir sind die einzigen Gäste und werden sehr gut bedient. Essen ist wieder ein Menü.
Es gibt noch zwei Mojitos zum Abschluss des Tages. Dann geht es unter die Dusche und ins Bett. Am nächsten Tag müssen wir wieder sehr früh los. Wir sollten um 6 Uhr aufstehen.

Weiter geht es im Reisebericht, Besuch des Kirindy Forest Weiterfahrt über Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka

oder zurück zum vorherigen Artikel, Besuch der Stadt Antsirabe, Weiterfahrt nach Westen nach Miandrivazo