Strandtag in Morondava

Heute ist etwas Ruhe angesagt. Wir sind ja mal zwei Nächte im gleichen Hotel, dem Hotel Sun Beach Morondava, welches recht nahe am Strand liegt.

Hier ein Video zu diesem Tag in Morondava.


Im Bild unten die Hotelzimmer, mit Balkon oder Terrasse, schauen zum Garten. Auf der anderen Seite geht es zum Meer. Da ist aber noch eine andere Anlage davor.

Hotel Sun Beach Morondava

Nach dem Frühstück im Hotel können heute ein bisschen relaxen. Nach 7 Tagen Rundfahrt ist etwas Ruhe angesagt.
Zum Frühstücken gibt es alles was man braucht und man sitzt schön zwischen Blumen und Palmen.

Frühstück Hotel Sun Beach Morondava

Damit es mit der Ruhe aber nicht zufiel wird, hat unser Guide noch einen kleinen Ausflug mit einem Auslegerboot organisiert. Mein Frau bleibt zuhause und ich bin mit ihm alleine unterwegs.

Gelbes Auslegerboot, Ausflug Morondava Mangroven
Wir fahren erst mal rudernder Weise durch einen kleinen Kanal an Mangrovenwäldern vorbei. Wir sehen einen Eisvogel, leider ist der zu schnell weg um ein Foto zu machen.

Auf der anderen Seite des Kanals gibt es eine Art Hafen, Anlegestelle. Von dort fahren die Einheimischen zum Fischen bzw. bringen von dort alles mögliche an Wahren und Personen auf die kleine Insel Betania, wo wir auch noch hin wollen.

Bunte Boote, Anleger der Schiffe von Morondava zur Insel BetaniaBunte Boote und Einheimische, Anleger der Schiffe von Morondava zur Insel Betania

Es gibt eine Art Taxi-Boot welches die Leute auf die Insel Betania fährt. Das kleine Boot ist ziemlich beladen.

voll beladenes Wassertaxi, Morondava Betania

Am kleinen Hafen/Anleger gibt es noch ein paar grössere Schiffe.

Grössere Schiffe, Anleger Morondava

Dann geht es weiter am Ufer entlang. Es kommt nun immer mehr Wind auf und zusammen mit dem ablaufenden Wasser kommen wir kaum mehr vorwärts.

Hinter uns kommen noch weitere Boote mit Touristen die an den Mangroven entlang fahren.

Ausflugsfahrt für Touristen zu den Mangroven, Morondava

Den Wind nutzen die Einheimischen für ihre Segelboote, die damit zum Fischen fahren.

Einbaum mit Ausleger, segeln vor Mangroven, Morondava

Wir fahren wegen dem starken Gegenwind dann gleich auf die andere Seite, erst mal auch an Mangroven entlang und kommen dann zu einem Fischerdorf.

Mangroven beim Kanal zwischen Morondava und Betania

Es ist ablaufendes Wasser und ein grösseres Boot liegt auf dem Sand.

Blaues grösseres Schiff liegt am Strand von Betania

Bei der Insel angekommen steigen wir aus und laufen erst mal etwas den Strand entlang.

Fischer säubern ihre Netze am Strand von Betania

Dort wird gerade der Fang aus den kleinen Kanus ausgeladen, mit dem die Fischer am Morgen unterwegs waren. Es gibt vor allem viele kleine Fische, wie Sardinen und andere, die mit den Netzen aus, von den Kanus gefangen werden.

Bunte Einbäume und Fischer am Strand von Betania, Madagaskar

Orange Piroge mit Fischern, Betania, Madagaskar

Es herrscht dort am Strand ein buntes Treiben. Neben den Fischern kommen die Einheimischen mit Booten von der anderen Seite und bringen allerhand Sachen mit.

Buntes Treiben der Einheimischen und Fischerboote, Strand Betania

Es liegen so allerhand bunte Fischerboote am Strand von Betania.

Bunte Pirogen, Morondava, Strand Bunte Piroge, Fischerboot, Strand Betania Einheimische und Fischerboote, Strand Betania, Morondava

Auf dem Bild unten der Kanal, der die Insel vom Festland trennt. Zu sehen im Hintergrund der Strand von Morondava wo die Hotels liegen.

Blick von der Insel Betania zum Strand von Morondava

Wir wandern ein Stück am Strand entlang und gehen dann von der anderen Seite ins Fischerdorf.

Bunte Einbäume auf der Insel Betania, Morondava

Häuser der Fischer auf der Insel Betania

Die Einheimischen, vor allem Fischer, leben dort in den verschiedensten Hütten, auf noch recht einfache Art.

Häuser aus Stroh und Holzzweigen der Fischer, MorondavaEinfache Hütte der einheimischen Fischer, Betania

Es gibt einen Brunnen, der das Dorf mit Frischwasser versorgt. Das müssen die Frauen mit Kanistern raus holen und dann nach Hause tragen.

Einheimische Frau holt Wasser aus dem Brunnen, Insel Betania, Madagaskar

Es hängt auch wieder überall Wäsche zum Trocken.

Bunte Wäsche hängt zum Trocknen, Madagaskar, Morondava

Heute ist gerade Pfingstsonntag und viele Leute sind schön angezogen und in den zwei Kirchen, die es im Ort gibt, ist einiges los.

Kirche, Insel Betania, Morondava, Madagaskar
Wiederum andere sitzen im Schatten der Bäume am Dorfplatz und unterhalten sich.

Dorfplatz im Sand mit Einheimischen unter den Bäumen, Betania, Morondava

Viele Häuser sind recht einfach nur aus Schilf gebaut. Vor allem die, die nahe an der Küste liegen. Unser Führer sagt, dass die die winterlichen Hurrikans kaum überleben und dann wieder neu aufgebaut werden müssen.

Einfache Häuser aus Schilfrohr und Holz im Dorf Betania, Morondava

Wir schauen uns ein bisschen um im Dorf und dann geht es wieder Richtung Strand, wo wir unser Auslegerboot zurück gelassen haben.
Es gibt dort auch noch Handwerker die Einbäume nach althergebrachten Methoden herstellen. Am Pfingstsonntag war aber auch da keiner am Arbeiten.

Aus einem Baumstamm entsteht ein Einbaum, Madagaskar

Ich mache noch einige Fotos und dann geht es wieder zurück auf die andere Seite.

Buntes Treiben der Einheimischen am Strand von Betania, Morondava
Die Ebbe ist schon recht niedrig und das Wasser ist sehr flach.
Die Schiffe die vorher noch geschwommen sind liegen jetzt schon am Strand.

Bei Ebbe liegen die Schiffe am Strand, Anleger Morondava.

Auch die Schweine lassen es sich gut gehen. In Madagaskar gehen auch die Schweine zum Sonnen an den Strand.

Schweine im Sand am Schiffsanleger von Morondava

Wir landen deshalb auch woanders an wo wir los gefahren sind. Von dort geht es auch wieder an vielen Fischerbooten und Transportschiffen zurück zum Hotel.
Es wird immer noch alles mögliche vom und zum Anleger getragen.

Waren werden transportiert, Hafen, Anleger Morondava Strasse zum Hafenanleger in Morondava
Unser Hotel liegt nicht weit vom Strand. Vielleicht so ungefähr 50 Meter. Wir gehen dann nochmal vor Mittag an den Strand.

Blick zum Strand von Morondava

Im Bild unten, Blick vom Strand in Richtung Hotel Sun Beach. Das ist aber nicht das, welches man sieht, sondern es liegt dahinter etwas in den Bäumen.

Blick vom Strand von Morondava zur Zone der Hotels, Sun Beach Hotel
Der Strand von Morondava gilt als einer der schönsten von Madagaskar.
Wegen dem Sonntag ist auch da einiges los. Auch da feiert eine Gruppe von Leuten den Pfingstsonntag am Strand. Ansonsten sind dort kaum Touristen. Wir sind ziemlich alleine. Richtung Zentrum von Morondava sind einige Einheimische beim Fussballspielen am Strand. Die Beachfußball Mannschaft von Morondava ist scheinbar ziemlich gut.

Strand von Morondava im nördlichen Bereich, Madagaskar

Bei Ebbe ist der Strand extrem weit. Man muss ziemlich lang laufen um komplett im Wasser zu sein. Es gibt viele Sandbänke die bei Ebbe zum Vorschein kommen und wo auch allerhand Einheimische unterwegs sind.

Im Bild unten der Bereich, vor den Mangroven, wo wir am Morgen mit unserem Boot gepaddelt sind.

Gebiet der Mangroven bei Ebbe, Morondava

Das grössere Boot liegt komplett auf dem Trockenen.

Ein Schiff liegt auf dem Trockenen bei Ebbe, Morondava, Madagaskar

Auf dem folgenden Foto die Insel Betania die man inzwischen schon fast zu Fuss erreichen kann. Es gibt nur noch kleine, sehr flache Kanäle die Wasser führen.

Schiffe liegen bei Ebbe am Strand von Betania, Morondava, Madagaskar

Nach unserem Strandspaziergang geht es ins Restaurant vom Hotel wo wir einen Salat essen und das einheimische Bier dazu trinken.

Terrasse Restaurant Hotel Sun Beach, Morondava

Im Garten von unserem Hotel gibt es auch einen kleinen Bereich wo einige Schildkröten leben.
An einer Engstelle gibt es gerade einen Schildkrötenstau.

Schildkröten beim Hotel Sun Beach, Morondava

Bei den Schildkröten gibt es ein paar Bananenstauden und darauf entdecke ich einen grünen Madagaskar Taggecko.

Grüner Madagaskar-Taggecko (Phelsuma madagascariensis), Morondava

Die schönen grünen Madagaskar Taggeckos sind auch beliebte Terrarientiere.

Grüner Madagaskar-Taggecko (Phelsuma madagascariensis) auf Bananenstaude, Hotel Sun Beach, Morondava

Dann ruhen wir uns erst mal ein bisschen aus.

Am Abend essen wir ja auch wieder im Hotel und gehen dann nicht zu spät ins Bett.

Weiter geht es im Reisebericht, Fahrt von Morondava über Miandrivazo nach Antsirabe

oder zurück zum vorherigen Artikel, Fahrt über Belo sur Tsiribihina nach Morondava, vorbei an der Baobab Allee bei Sonnenuntergang

Fahrt über Belo sur Tsiribihina nach Morondava, vorbei an der Baobab Allee bei Sonnenuntergang

Wir haben ja diesmal eine zweite Nacht im gleichen Hotel und geniessen wieder das Frühstück. Diesmal ein bisschen später wie gestern, erst um 6:30.
Um 7 fahren wir dann wieder in den Süden, wie auf der Hinfahrt erst mal über den Fluss Manambolo mit der Fähre, dann weiter die Sand und Geländepisten vorbei an Belo sur Tsiribihina, wo wir Mittagessen, und danach mit der grösseren Fähre übersetzen nach Morondava.

Hier ein Video von der abenteuerlichen Fahrt, mit Flussüberquerungen, Offroadstrecke durch grosse Wasserlöcher zu Baobab Allee von Morondava.

Am Morgen ist schon einiges los am Fluss. Es wird auch schon Wäsche gewaschen.

Kinder waschen Wäsche am Fluss Manambolo

Ein paar Einheimische kommen mit der Piroge von der anderen Seite des Flusses Manambolo.

Einheimische mit Piroge am Ufer des Flusses Manambolo

Auf dem Foto unten der Fluss Manambolo mit Blick in Richtung Westen.

Fluss Manambolo mit Blick in Richtung Westen

Auf der anderen Flussseite wird Reis angebaut und es gibt ein paar Häuser aus Schilf wo ein paar Einheimische wohnen.

Grünes Reisfeld mit Piroge am Fluss Manambolo

Nach der Fährüberfahrt geht es weiter in den Süden. Diesmal bleiben wir nicht in dem Tümpel stecken, wir wissen ja jetzt wo man fahren darf und wo nicht.

In der Mitte der Strecke, bei Belo sur Tsiribihina, essen wir wieder Mittag und schauen uns dann noch etwas im Ort um.
Es gibt einen Markt auf der Strasse und dort ist allerhand los.

Viele Menschen am Markt von Belo Sur Tsiribihina

Die Einheimischen verkaufen und kaufen dort alles, was für das tägliche Leben wichtig ist. Für den Touristen ist das bunte Treiben sehr interessant zu sehen.

Buntes Treiben am Markt von Belo Sur Tsiribihina

Als Transportmittel dient dort natürlich auch der Zebukarren. Ansonsten gibt es allerhand Stände die viele bunte Klamotten verkaufen.

Zebu Karren in Belo Sur Tsiribihina

Zebu Karren und Stand mit bunter Kleidung in Belo Sur Tsiribihina

Etwas südlich von Belo sur Tsiribihina geht es wieder auf die Fähre über den Fluss Tsiribihina.
Die voll beladenen Zebu Karren bringen jede Menge Säcke mit Erdnüssen, die dort auf Schiffe verladen werden.

Zebu Karren beladen mit Säcken von Erdnüssen am Fluss TsiribihinaMit Erdnusssäcken beladener Zebu Karren wird am Fluss Tsiribihina entladen

Es werden wieder vier Geländewagen auf die Fähre verladen und dann geht es los über den Fluss.

Autofähre mit Geländewagen und Touristen mit rosa bunten Sonnenschirmen am Fluss Tsiribihina

Im Bild unten ein Boot welches schwer beladen mit Erdnuss Säcken ist.

Boot schwer beladen mit Erdnuss Säcken am Fluss Tsiribihina

Auch bei den Schiffen für Personen wird der Platz genutzt. Die Fähre ist voll beladen. Zum Glück gibt es auf dem Fluss keine Wellen.

Schwer bledenes Schiff mit Einheimischen am Fluss Tsiribihina

Auch ein paar Fischer versuchen ihr Glück auf dem Tsiribihina Fluss.

Fischer versuchen ihr Glück auf dem Tsiribihina Fluss

Vor Morandava, am späten Nachmittag, machen wir einen Abstecher nach Westen und schauen uns noch den doppelten Baobab der Verliebten an.

Baobab der Verliebten, nähe Morondava

In der Umgebung gibt es noch jede Menge andere interessante Baobabs zu sehen.

Baobas in verschiedenen Grössen, Madagaskar, Westen

Unten im Bild ein Zwillingsbaobab.

Zwillingsbaobab bei Morondava

In der Nähe des Baobabs der Verliebten gibt es auch eine kleine Lagune. Wenn dort etwas mehr Wasser ist lassen sich da gute Fotos machen.

Lagune mit Baobabs. Nähe Baobab Allee Morondadva.

Im Anschluss daran schauen wir uns die berühmte Baobab Allee bei Sonnenuntergang an. Die haben wir ja schon bei der Hinfahrt gesehen aber bei Sonnenuntergang ist das nochmal interessanter.
Es ist dort sehr viel los. Bestimmt 50-70 Leute sind da um Fotos zu machen. Aber gut, das stört im Grossen und Ganzen auch nicht so.

Touristen an der Baobab Allee von Morondava

Am späten Nachmittag steht die untergehende Sonne hinter einem recht grossen Baobab.

Tief stehende Sonne hinter Baobab, Morondava

Wir haben ein bisschen Glück. Hinter einigen Baobabs im Osten geht gerade ein Regenschauer nieder und es gibt einen kleinen Regenbogen.

Regenbogen und mehrere Baobabs, Madagaskar Grosser Baobab und dahinter Regenbogen, Baobab Allee

Im Bild unten die Baobab Allee von Morondava in Richtung Norden.

Baobab Allee von Morondava bei Sonnenutnergang, Blickin Richtung Norden

Die Sonne geht schön langsam unter.

Sonnenuntergang hinter einer Gruppe von Baobabs, Baobab Allee von Morondava

Wie schon angesprochen ist man nicht alleine. Viele Touristen schauen sich täglich das Spektakel an.

Touristen vor grossem Baobab, Baobab Allee von Morondava

Die Sonne geht unter an der Baobab Allee. Danach wird es dann ruhiger und man kann trotzdem noch ein paar Fotos machen.

Sonnenuntergang Baobab Allee von Morondava Abendrot mit Baobabs und Mond, Madagaskar Oranges Abendrot mit Gruppe von schwarzen Baobabs, Morondava Es wird dunkel an Baobab Allee von Morondava
Nachdem wir einige Fotos gemacht haben geht es weiter zu unserem Hotel in Morondava. In der Stadt ist einiges los, es ist Samstag Abend und es sind viele Leute auf der Strasse.
Morondava liegt direkt am Meer und bietet einen der schönsten Strände von Madagaskar.
Unser Hotel Sun Beach liegt fast direkt am Strand. Unten unser Zimmer.

Zimmer Hotel Sun Beach, Morondava
Da wir ja Halbpension haben, essen wir wieder im Hotel.

Weiter geht es im Reisebericht, Strandtag in Morondava

oder zurück zum vorherigen Artikel, Besuch des Nationalpark Tsingy de Bemaraha mit den skurrilen Kalksteinfelsen

Besuch des Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Wir frühstücken wie immer im Hotel und heute wieder schon um 6 Uhr. Um 6:30 geht es für ein paar Wanderungen zum Nationalpark Tsingy de Bemaraha, welcher im Westen von Madagaskar liegt.

Im Bild unten die Häuschen des Hotels Orchidée du Bemaraha

Haus / Bungalow des Hotels Orchidée du Bemaraha

Allgemeines und Anreise zum Tsingy Park

Der Nationalpark Tsingy de Bemaraha gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO und das interessanteste daran sind die bizarren Kalksteinfelsen die dort zu tausenden wie spitze Messer aus der Landschaft ragen.
Der Park befindet sich im Zentrum, Westen von Madagaskar, hat eine Oberfläche von 157.710 Hektar, eine Nord-Südausdehnung von ungefähr 100 Kilometer und eine Ost-Westausdehnung von 10-40 Kilometer. Er ist ca. 50 Kilometer von der Westküste entfernt.
Der Nationalpark Tsingy de Bemaraha ist nur in der Trockenzeit von Mai bis November zu erreichen.

Kalksteinfelsen Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Wie schon im vorhergehenden und nächsten Artikel beschrieben ist die Anreise zum Park recht anstrengend.
Es gibt im Prinzip zwei Möglichkeiten zum Nationalpark von Tsingy de Bemaraha zu kommen.
Vom Norden her, vom Ort Antsalova mit einem Geländewagen nach Bekopaka über eine Strecken von ca. 100 Kilometer, für die man ungefähr 4 Stunden braucht.
Die zweite, am meisten benutzte Stecke für Rundreisende aus dem Süden, kommt vom Süden, von Morondava her.
Diese führt von Morondava, über Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka. Dabei muss man zwei Flüsse mit einer Fähre überqueren und ca 200 Kilometer auf einer staubigen, nur mit Geländewagen befahrbaren Strasse zurück legen. Dafür muss man ca. 8-9 Stunden rechnen.
Weitere Möglichkeiten zum Nationalpark Tsingy de Bemaraha zu kommen sind per Boot oder Flugzeug.
Letztere ist natürlich die teuerste aber schnellste Verbindung von der Hauptstadt aus. Es gibt Flüge nach Antsalova und von dort nimmt man den Geländewagen nach Süden.
Das Boot ist eine weitere Möglichkeit.
Man kann von Ankavandra mit der Piroge in 3-4 Tagen den Manambolo Fluss runter fahren bis Bekopaka. Das Problem dabei ist allerdings, dass Ankavandra nur mit dem Flugzeug zu erreichen ist.
Eine andere Möglichkeit mit dem Boot zu kommen ist die schon beschriebene Stecke von Miandrivazo den Fluss Tsiribihina runter nach Belo Sur Tsiribihina und dann weiter ca. 100 Kilometer, ca. 4 Stunden von dort nach Bekopaka.

Touren, Wanderungen im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Es gibt im Nationalpark Tsingy de Bemaraha verschiedene Möglichkeiten auf verschiedenen Wegen zu wandern. Abgesehen vom landschaftlichen Interesse gibt es im Tsingy Nationalpark auch viele Tiere speziell Lemuren zu beobachten. Es gibt 13 Lemuren Arten im Park, die meisten sind nachtaktiv.
Wie schon angemerkt gibt es verschiedenen Routen, insgesamt 9 Touren durch den Nationalpark. Es gibt ein paar kleine zwischen dem Fluss und dem See, der sogenannte kleine Tsingy (Petit Tsingy) und mehrere grosse Touren, auch mit Abseilen. Man kann diese auch untereinander kombinieren.

Wanderweg Schild Nationalpark Tsingy de Bemaraha
Die grösseren Wanderungen dauern so zwischen 2-4 Stunden jede Tour. Die kleinen so ein bis zwei Stunden. Für die grossen Wanderungen im Tsingy sollte man schon eine gewisse Fitness mitbringen und auf jeden Fall schwindelfrei sein. Siehe Bilder weiter unten.
Im Nationalpark Tsingy de Bemaraha kann man sich ruhig zwei oder auch drei ganze Tage aufhalten. Wir haben das alles in einem Tag gemacht. Das wird dann aber schon anstrengen und es ist eine gute Kondition nötig. Ich habe drei Touren an einem Tag gemacht für die man normalerweise zwei Tage oder evtl. auch drei einplanen sollte. Bei zwei oder drei Tagen Aufenthalt rentiert sich auch die anstrengende An- und Abfahrt mehr. Man kann am Vormittag wandern und am Nachmittag etwas relaxen und das Hotel geniessen.
Abgesehen von den Wanderungen kann man auch noch Flussfahrten auf dem Manambolo Fluss machen. Es werden Flussfahrten in der Piroge von ca. 3 Stunden Dauer angeboten. Dabei sieht man die 50-80 Meter hohen Felswände der Schlucht, die der Manambolo Fluss heraus gearbeitet hat, sowie Grotten und interessante Felsformationen in den Kalksteinfelsen.

Flussfahrt mit Piroge auf dem Manambolo Fluss, Madagaskar

Unser Tag im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Wir starten unseren heutigen Tag mit einer etwas längeren Anfahrt, vom Hotel zum Startplatz einer der längeren Touren.
Wir machen zuerst die beiden grossen Wanderungen zusammen. Das sind dann so 6-7 Stunden. Dafür müssen wir allerdings erst knapp eine Stunde mit dem Wagen zum Startpunkt fahren. Der Weg ist recht schlecht. Wie immer ist noch ein örtlicher Führer des Nationalparks dabei.

Hier ein Video von den sehr interessanten Wanderung im Tsingy.

Auf der Anfahrt kommen wir an einer rudimentären Schule vorbei. Die besteht nur aus ein paar Bänken und Tischen sowie einer Tafel aus rohem Holz im Schatten von ein paar Bäumen. Wir hatten ja vorher in Miandrivazo Schulmaterial eingekauft, Stifte, Hefte usw. und denken, dass das ein guter Ort währe um die Sachen dort zu lassen.

Einfache Dorfschule mit Kindern der Einheimischen, Madagaskar
Bevor es los geht werden wir mit Klettergurten versehen und eingewiesen. Es sind im Endeffekt doch leichte Klettersteige zu machen.

Wanderweg Circuit Broadway Nationalpark Tsingy de Bemaraha
Wir gehen los, erst mal durch den Wald. Wir sehen eine Art Ratte mit behaartem Schwanz. Dabei dürfte es sich wohl um die sogenannte Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys) handeln. Davon gibt es drei Arten die alle auf Madagaskar endemisch sind. Auf dem Foto die Westliche Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys lambertoni). Diese kommt nur im Gebiet des Nationalpark Tsingy de Bemaraha vor.

Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys), Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Auf der weiteren Wanderung sehen wir auch ein paar weisse Lemuren, die aber doch recht weit oben in den Bäumen sitzen. Bei diesen Lemuren dürfte es sich um die Von-der-Decken-Sifakas (Propithecus deckenii) handeln

Von-der-Decken-Sifakas (Propithecus deckenii, Tsingy de Bemaraha

Etwas später zeigen sich noch die braunen Lemuren die wir schon öfter gesehen haben.

Brauner Lemur, Tsingy de Bemaraha
Nun geht die Wanderung erst mal in eine Höhle, es geht bergauf bergab eine ganze Zeit durch die Kalksteingrotte und wir müssen auch das eine oder andere Mahl durch einen schmalen Durchgang. Da darf man nicht allzu übergewichtig sein und keine Platzangst haben.

Höhle, Wanderung im Tsingy de Bemaraha
Dann geht es schön langsam steiler bergauf, durch die Kalksteinfelsen. Man muss immer wieder mal die Hände zu Hilfe nehmen. Es gibt dann auch ein paar Leitern und wir müssen die Karabiner der Klettergurte zur Sicherheit an einem Stahlseil einhängen.
Beim Aufstieg sehen wir noch kurz einen nachtaktiven Lemuren vor seiner Baumhöhle sitzen. Bis ich aber meinen Fotoapparat zur Hand habe ist der verschwunden. Dann geht es weiter bergauf zu einem Aussichtspunkt. Von dort kann man sehr gut die messerscharfen Kalksteinfelsen überblicken.

Messerscharfe Kalksteinfelsen, Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Kalkstein Spitzen im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Danach geht es wieder bergab, nach kurzer Zeit führt die Wanderung über eine Hängebrücke, dann kommt ein recht steiles Stück hinunter.

Hängebrücke, Wanderung Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Für diese Tour sollte man auf jeden Fall schwindelfrei sein.

Klettersteig und Hängebrücke, Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Unten angekommen geht es erst mal wieder im Wald weiter. Wir sehen wieder die weissen Lemuren,Von-der-Decken-Sifakas (Propithecus deckenii), aber recht weit weg.

Weisser Lemure, Von-der-Decken-Sifaka (Propithecus deckenii), Tsingy de Bemaraha
Auch im Wald unten ist der Weg nicht immer leicht.

Wanderung durch unwegsames Gelände, Tsingy de Bemaraha

Die Vegetation in den Schluchten zwischen den Kalksteinfelsen ist teilweise relativ dicht.

Vegetation mit Bäumen in den Schluchten des Tsingy de Bemaraha
Da wir die beiden langen Touren machen geht es nun nicht zurück sondern weiter durch den Wald.

Wanderweg durch Kalksteinfelsen, Madagaskar Tsingy

Wir sehen nochmal eine der Waldratten. Westliche Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys lambertoni)

Nationalpark Tsingy de Bemaraha, Westliche Inselratte oder Rote Waldratte (Nesomys lambertoni)

Man sollte auch mal noch oben schauen. Es bieten sich spektakuläre Blicke nach oben zwischen den Felswänden hindurch.

Blicke nach oben durch die Felswände des Tsingy de Bemaraha

Teilweise sind die Durchgänge recht schmal und es dringt eher wenig Licht nach unten.

Tief eingeschnittener Canyon, Tsingy de Bemaraha

Wir sehen einen orange braunen Eisvogel der eine Mittagspause auf einem Ast macht. Dabei handelt es sich um einen Pygmäen Eisvogel auch Madagaskarfischer genannt (Corythornis madagascariensis). Dieser Eisvogel braucht keine Gewässer zum Überleben. Er ernährt sich von Insekten, kleinen Geckos und Chamäleons sowie von Fröschen.

Orange brauner Eisvogel, Pygmäen Eisvogel auch Madagaskarfischer, (Corythornis madagascariensis)

Die Bäume die weiter oben wachsen bilden riesige Wurzeln.

Dicke Wurzeln wachsen über die Felswände nach unten, Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Die Wanderungen durch den Nationalpark Tsingy de Bemaraha sind wirklich sehr abwechslungsreich und abenteuerlich.

Grüner, relativ dichter Trockenwald im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Dann betreten wir wieder die Unterwelt. Es geht durch einen wirklich schmalen Durchgang in eine grössere Höhle. Dafür muss man Rucksack und Foto abnehmen und kommt dann mit Müh und Not auf allen Vieren da durch.

Höhlenwanderung durch den Tsingy de Bemaraha
Danach wird es etwas weiter und wir gehen durch grosse Höhlen bergauf bergab.

Wanderweg durch die Höhlen des Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Teilweise muss man sich auch da wieder zur Sicherheit an das Stahlseil hängen. Es gibt immer wieder kurze aber steilere Abstiege.

Etwas schwieriger Abstieg mit Seil in einer Höhle im Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Nach einiger Zeit haben wir uns eine Pause verdient. Wir sind ja schon gute 3 Stunden zu Fuss unterwegs. Wir essen unser Picknick was uns das Hotel gemacht hat. Da kommt eine kleine Manguste (Ringelschwanzmungo; Galidia elegans) und möchte auch was haben. Die bekommt ein bisschen Fleisch, Banane und ein bisschen vom Nudelsalat. Da hat die auch ein komplettes Essen.

Rot braune Manguste (Ringelschwanzmungo; Galidia elegans) Rot braune Manguste (Ringelschwanzmungo; Galidia elegans) Tsingy de Bemaraha
Das Picknick ist übrigens recht gut und recht reichlich, war aber auch nicht ganz billig, 25.000 Ar.. Eines ist fast für zwei Personen ausreichend. Dazu gibt es noch ein paar Schokowaffeln und einen halben Liter Wasser. Das ist allerdings für die grosse Tour, die wir machen, zu wenig. Am Nachmittag wird es schon recht warm und eineinhalb Liter sollte man auf jeden Fall dabei haben.
Nach der Pause teilen wir uns auf, meine Frau geht mit unserem Guide und einem anderen örtlichen Guide, der gerade vorbei kommt, zurück zum Auto.

Hoch aufragende Felsen, Wanderung Tsingy de Bemaraha

Ich gehe unsere ursprüngliche Tour mit unserem örtlichen Guide weiter. Es geht nochmal kurz durch eine Höhle und dann wieder recht steil, teilweise mit Leitern, teilweise so, über die Felsen wieder hinauf bis zu einem zweiten Aussichtspunkt.

Klettersteig mit Seil und Leiter am Tsingy de Bemaraha

Wanderguide bei Leiter auf der Tour im Tsingy de Bemaraha

 

Steiler schmaler Aufstieg mit Leiter, Klettersteig am Tsingy de Bemaraha

Auch dieser Teil der Wanderung durch den Tsingy de Bemaraha ist wirklich sehr schön und interessant.

Wanderung durch schmale Schlucht zwischen Kalksteinfelsen Tsingy de Bemaraha

Letzter Aufstieg auf Leiter zum Aussichtspunkt, Tsingy de Bemaraha

Die letzten Meter vor dem Aussichtspunkt am Tsingy de Bemaraha

Bizarre Kalsteinfelsen am Tsingy de Bemaraha

Von dort oben übersieht man wieder bestens die umliegende Karstlandaschaft. Es ist aber auch recht warm da oben.

Wanderung duch die scharfen Kalksteinfelsen am Tsingy de Bemaraha

Es gibt sehr interessante Felsformationen zu sehen, die die Erosion geschaffen hat. Dazwischen auch immer ein paar Pflanzen die sich an den extremen Standort angepasst haben.

Trockenliebende Pflanze und erodierte Felsen am Tsingy de Bemaraha

Von der Erosion frei gelegte Kalkstein Skulpturen am Tsingy de Bemaraha

Die Wanderung durch den Tsingy geht im oberen Bereich weiter, nochmal über eine schöne Hängebrücke zu einem weiteren Aussichtspunkt.

Hängebrücke über Schlucht, Wandertour durch den Tsingy de Bemaraha

Von der Erosion bearbeitete, messerscharfe, Kalksteinfelsen am Tsingy de Bemaraha

Dann geht es auf der anderen Seite wieder steil runter.

Steiler Abstieg über Leiter, Wandertour Tsingy de Bemaraha

Unten gehen wir weiter durch Spalten zurück in den Wald und weiter bis zum Parkplatz wo uns die anderen erwarten.
Insgesamt war ich so ca. 6 Stunden unterwegs.

Reisanbau an einer Lagune bei Bekopaka, Madagaskar
Wir fahren dann wieder mit dem Geländewagen zurück, lassen meine Frau im Hotel und ich fahren noch mit dem lokalen Führer weiter zu dem so genanten kleinen Tsingy. Auch dort gibt es verschiedene Wanderungen die man machen kann.

Schild Wandertouren am Kleinen Tsingy, Petit Tsingy

Das ist aber nicht so anspruchsvoll wie der grosse Tsingy. Wir der Name schon sagt ist dort alles etwas kleiner. Die Kalksteinfelsen sind niedriger und die Aufstiege nicht so lange. Das ist auch was für die, die nicht so gut zu Fuss sind. Es ist auch keine Klettersteigausrüstung erforderlich.

Der Fluss Manambolo am Petit Tsingy
Es geht erst kurz am Fluss entlang und dann hinein in die Karstlandschaft die aber nicht so ausgedehnt wie der grosse Tsingy ist.

Labyrinth aus schmalen Gänge beim Petit Tsingy, Nationalpark Tsingy de Bemaraha

Schmale Schluchten beim Petit Tsingy, Nationalpark Tsingy de Bemaraha
Wir besteigen drei Aussichtspunkte und zwischen drin geht es immer wieder durch das Felslabyrinth der Karstfelsen hindurch.

Ausblick über die Kalkstein Nadeln und die Lagune beim Petit Tsingy de Bemaraha

Auch im kleinen Tsingy gibt es ganz interessante Pflanzen zu sehen. Ein paar blühen auch noch. Unten die Madagaskar-Palme (Pachypodium Lamerii).

Weiss blühende Madagaskar-Palme (Pachypodium Lamerii) beim Petit Tsingy de Bemaraha Weiss blühende Madagaskar-Palme (Pachypodium Lamerii) zwischen Kalksteinfelsen Petit Tsingy de Bemaraha

Die Pflanzen sind stachelbewährt und speichern in ihren dicken Stämmen das Wasser für die Trockenzeit.

Madagaskar-Palme (Pachypodium Lamerii) auf den Kalksteinfelsen im Petit Tsingy de Bemaraha

Eine Spinne hat sich ein ziemlich grosses Netzt zwischen den Felsnadeln gebaut.

Spinnennetz mit grosser Spinne mit roten Beinen im Petit Tsingy de Bemaraha

Wie wandern weiter durch das Felsenlabyrint. Am Boden wachsen auch ein paar Bäume.

Felslabyrinth mit Bäumen im Petit Tsingy de Bemaraha

Nach dem letzten Abstieg geht es am See vorbei. Dort steht die Sonne tief und man kann gut fotografieren. Es wird dort noch viel Reis angebaut.

Lagune beim Petit Tsingy de Bemaraha

Eine Frau setzt gerade neu Reisstecklinge ein.

Einheimisch Frau pflanzt Reis, Lagune beim Petit Tsingy de Bemaraha

Wir sehen noch eine Echse (Madagaskar Dornschwanzleguan oder Stachelschwanzleguan (Oplurus cyclurus)), beim Sonnen an einem Baum und dann läuft uns auch noch eine Schlange fast über die Füsse.

Madagaskar Dornschwanzleguan oder Stachelschwanzleguan (Oplurus cyclurus), Tsingy de Bemaraha
Zum Schluss der Wanderung kommen wir im kleinen Dorf wieder raus, was an der Anlegestelle der Fähre liegt.
Damit ist der Wandertag im Nationalpark Tsingy de Bemaraha aber nun beendet und wir fahren die letzten Meter mit dem Auto ins Hotel. Der Guide bekommt noch ein ordentliches Trinkgeld. Ich gehe noch anschliessend in den Pool vom Hotel zum Abkühlen.

Pool Hotel Orchidee du Bemaraha
Wir übernachten wieder im Hotel Orchidee du Bemaraha wo wir auch wie am Vortag zu Abend essen.

Weiter geht es im Reisebericht, Fahrt über Belo sur Tsiribihina nach Morondava, vorbei an der Baobab Allee bei Sonnenuntergang

oder zurück zum vorherigen Artikel, Besuch des Kirindy Forest Weiterfahrt über Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka

Besuch des Kirindy Forest, weiter über Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka

Wir frühstücken im Hotel. Wir sind die einzigen Gäste. Das Frühstück ist soweit recht gut. Im Bild unten Blick vom Restaurant des Hotels, Relais du Kirindy, auf den Pool.

Terrasse vom Restaurant des Hotels, Relais du Kirindy und Pool

Neben dem Hotel ist ein kleines Dorf zu dem der grosse, heilige Baobab gehört.

Heiliger Baobab und Dorf neben dem Hotels, Relais du Kirindy

Anschließend besuchen wir das Reservat Kirindy Forest das unter anderem für die madagassische Wildkatze Fossa bekannt ist. Wir haben Glück. Kurz nachdem wir ankommen und auf unseren Guide warten kommt plötzlich aus dem Wald eine Fossa Katze heraus und läuft über den Parkplatz. Die ist scheinbar schon gewöhnt dort vorbei zu schauen und überprüft alle Mülleimer ob sich da was findet. Es gibt nämlich bei der Station des Parks auch ein recht einfaches Hotel wo man auch übernachten kann. Man ist so mitten im Geschehen aber das Hotel ist schon recht rustikal.

Hier ein Video unseres Besuchs im Kirindy Forest und die interessante Fahrt über die Offroad Strecke nach Bekopaka.

Wie schon öfter erwähnt haben wir uns ja für eine recht komprimierte Rundreise durch Madagaskar entschieden und haben deshalb auch für den Kirindy Forest nur knapp einen halben Tag Zeit.
Man kann sich aber gut und gerne noch eine ganzen Tag länger im Reservat aufhalten. Es gibt dort viel zu sehen und dann kann man die ganze Sache etwas gemütlicher angehen.
Man kann in der einfachen Lodge im Kirindy Forest übernachten. Dort gibt es auch spezielle Unterkünfte für Wissenschaftler usw.. Die Unterkünfte dort sind sehr einfach, es gibt teilweise keinen Strom (wichtig zum Aufladen der Akkus für Foto, Video etc.) und auch manchmal kein Wasser bzw. nur mit Garaffen. Dafür hat man den Vorteil der kurzen Wege in das Reservat und sieht evt. mal am Abend oder am frühen Morgen einige Tiere die man sonst vielleicht nicht sieht.
Wir hatten Glück mit der Fossa und waren gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wenn man im Camp übernachtet ist die Wahrscheinlichkeit natürlich grösser im Reservat mehr zu sehen.
Auf der anderen Seite sind natürlich die Unterkünfte ausserhalb, zum ähnlichen Preis, deutlich komfortabler.

Fossa (Cryptoprocta ferox) Katze aus Madagaskar

Wir folgen eine ganze Zeit lang der Fossa die um und durch das Lager streift und man kann die ganz gut filmen und fotografieren. Dann wird ihr der Trubel der vielen Fotografierenden doch zu viel und sie verzieht sich in den Wald.

Fossa (Cryptoprocta ferox) Katze im Kirindy Forest
Wir beginnen nun unsere geplante Tour. Es gibt im Kirindy Forest zwei verschiedene tagaktive Lemuren zu sehen. Eine fast ganz weisse etwas grössere Art und eine bräunlich graue etwas kleinere Art.
Nach nicht all zu langer Wanderung durch den Wald sehen wir auch schon die erste, weisse, Lemuren Art, die sogenannten Larvensifakas (Propithecus verreauxi).

Larvensifakas (Propithecus verreauxi) im Kirindy Forest

Die sitzen in kleineren Familien in den Baobab Bäumen und fressen deren Früchte. Dabei lassen die sich kaum von uns stören.

Larvensifaka (Propithecus verreauxi) frisst an einem Baobab Baum

Ist allerdings auch schon mindestens 25-30 Meter weit weg. Wir schauen denen einen Zeit lang zu und gehen dann weiter.

Weisser Lemur, Larvensifaka frisst Brotfrüchte, Kirindy Forest

Die Larvensifakas sind grösstenteils weis, nur das Gesicht ist schwarz und die Kopfoberseite ist braunschwarz. Sie wiegen zwischen 3-3,5 Kilo.

Weisser Larvensifaka frisst am Baobab, Brotfrüchte, Kirindy Forest, Madagaskar

Nach wieder nur ein paar Minuten sehen wir die bräunlich grauen Lemuren. Es sind die Braunen Makis (Eulemur fulvus). Als erstes sind die auch auf den Bäumen beim Fressen. Etwas später kommen die aber sogar auf den Boden und uns bis auf vielleicht einen Meter nahe.

Ein Paar Braune Makis (Eulemur fulvus) im Kirindy Forest

Es ist ein Paar das sich recht witzig mit einer Art Grunzlauten unterhält. Wir können die beiden ein paar Minuten aus direkter Nähe betrachten und fotografieren. Dann steigen die wieder auf ihre Bäume.

Brauner Maki, Lemur (Eulemur fulvus) im Kirindy Forest

Wir laufen noch ein Stück weiter und unser Guide zeigt uns noch einen nachtaktiven Lemuren. Dabei dürfte es sich wohl um einen Wieselmaki handeln, evtl. den Randrianasolo Wieselmaki (Lepilemur randrianasoli).
Der ruht am Tag weil er bei Tageslicht kaum was sieht. Er sitzt vor seinem Baumloch etwas in der Sonne und bewegt sich kaum.

Wieselmaki, Randrianasolo Wieselmaki (Lepilemur randrianasoli), vor seinem Baumloch, im Kirindy Forest

Als wir ein bisschen Lärm machen zieht es sich etwas in sein Loch zurück.

Madagaskar, Kirindy Forest, Randrianasolo Wieselmaki in seinem Baumloch

Auf dem Rückweg sehen wir nochmals zwei der Larvensifakas.

Weiss, schwarzer Larvensifaka im Kirindy Forest, Madagaskar Lemur, Larvensifaka, Kirindy Forest, Madagaskar

Nach ca. 2 Stunden unserer Wanderung durch den Kirindy Wald gehen wir zurück zum Parkplatz und fahren weiter.
Es geht weiter die Westküste von Madagaskar entlang, aber schon ein Stück von der Küste entfernt, nach Norden. Wie den Tag vorher geht es auf einer unbefestigten Piste weiter die teilweise ganz gut zu befahren ist und teilweise ziemlich grosse Schlaglöcher und Wellen hat.
Da es keine wirkliche Strasse gibt ist diese bei Google Maps auch nicht eingezeichnet.

Es ist dort auch etwas Verkehr mit grossen Lastwagen die Erdnüsse nach Süden, Morondava, bringen und natürlich auch einige Ochsenkarren.

Schwer beladener Minitraktor mit Erdnüssen, Strasse Morondava nach Belo Sur Tsiribihina
Kurz vor Belo Sur Tsiribihina kommen wir zu einem Fluss, dem Tsiribihina. Da es keine Brücke gibt müssen wir den auf einer Fähre überqueren. Es passen drei bis vier Allrad Wagen auf die rudimentäre Fähre und es fahren noch ein paar Einheimische mit.

Fähre für die Geländewagen über den Fluss Tsiribihina

Es sind noch andere Schiffe unterwegs. Im Bild unten werden auch wieder Säcke mit Erdnüssen ausgeladen die von der Region um Belo Sur Tsiribihina kommen.

Anlegestelle für Schiffe die Erdnüsse über den Fluss Tsiribihina verladen

Es gibt zwei Antriebe, Motoren, die die Fähren antreiben.

Bunte Schiffe, Antrieb der Fähren über den Fluss Tsiribihina

Geländewagen auf der Fähre über den Fluss Tsiribihina an der Anlegestelle

Nach dem Ablegen geht es erst ein paar Minuten den Fluss hinunter bevor wir den dann überqueren und hinter einer Sandbank in eine kleine Bucht mit Anlegestelle fahren.

Rotes Schiff transportiert Einheimische und Erdnusssäcke über den Fluss Tsiribihina

Dort geht es wieder runter von der Fähre und wir kommen zum Ort Belo Sur Tsiribihina.
Es werden wieder alle Geländewagen über eine Rampe ausgeladen. Zuerst steigen die Leute aus.

Einheimische steigen aus an der Anlegestelle von Belo Sur TsiribihinaFähre mit Geländewagen an der Anlegestelle von Belo Sur Tsiribihina

Auf der Sandbank wird auch Reis angebaut und es sind einige Fischer im Fluss beim Fischen.

Einheimische Fischer mit Einbaum vor einer Sandbank mit grünem Reisfeld am Fluss Tsiribihina

Die bunten Einbäume sind mit Reissprösslingen beladen die woanders eingepflanzt werden sollen.

Bunter Einbaum mit Einheimischen, mit Reissprösslingen am Fluss Tsiribihina

Dort machen wir Mittag. Das Lokal ist recht gut aber auch die Preise sind etwas an die Touristen angepasst, die dort hauptsächlich essen.
Dort gibt es auch Radler, vom Bierhersteller Tree Horses Beer.

Radler, Fresh, vom Bierhersteller Tree Horses Beer, Madagaskar

Es ist die letzte Station vor unserem Hotel in Bekopaka. Dazwischen ist so gut wie nichts. Nur ein paar kleine Dörflein der Einheimischen. Die Strasse wird dann immer schlechter. Wir kommen recht langsam vorwärts.

Rotbraune Staubstrasse von Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka

In der Gegend nördlich von Belo Sur Tsiribihina kommen uns immer noch einige Fahrzeuge gut beladen mit Erdnüssen entgegen.

Schwer beladenen Traktor mit Erdnüssen, Staubstrasse von Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka
Nun kommt das Highlight der Strasse, wir müssen eine Art Flussbett und einen Tümpel durchqueren. Dort steht das Wasser so zwischen 30-60 cm hoch. Wir schalten den Allradantrieb zu und los geht es. Das Flussbett schaffen wir noch ganz gut aber dann haben wir ein Problem. Es ist eine Bahn im grösserem Tümpel mit Stöcken abgesteckt der wir folgen. Das ist leider ein Fehler. Mehr oder weniger in der Mitte bleiben wir stecken. Es muss da, für uns unter Wasser unsichtbar, ein grösseres Loch sein, in das der linke Vorderreifen gerät. Dort ist das Wasser ca. einen Meter tief und wir kommen nicht mehr weiter. Wir versuchen noch wieder zurück raus zu kommen aber keine Chance. Wir stecken mitten im Teich fest.
Es kommen erst mal ein paar Einheimische schauen was los ist. Es werden immer mehr und wir sind die Attraktion. Die versuchen uns zuerst heraus zu schieben, aber das funktioniert nicht. Wir stecken viel zu fest und der Gländewagen ist viel zu schwer um den raus zu schieben.
Nach einigem Hin und Her steigt unser Guide aus, dabei kommt noch mehr Wasser ins Auto, und geht zurück zu anderen Fahren die erst mal stehen geblieben sind und schauen was wir da treiben. Wir hatten natürlich das Unglück die ersten zu sein.
Nach etwas Diskussion kommt ein geeignetes Gefährt mit Allradantrieb, der andere Geländewagen der schon da ist hat keinen, und versucht uns raus zu ziehen. Das scheitert erst mal an dem Abschleppband was die Belastung nicht aushält. Es reisst mehrmals, auch nachdem wir es doppelt nehmen. Dann kommt noch ein weiterer Wagen hinzu mit einem guten Band. Nachdem der erste Versuch misslingt klappt es dann schliesslich und wir werden rückwärts wieder auf festen Boden gezogen.
Nun kommt der zweite Versuch. Mit Schwung fahren wir nun weiter am Rand und dann in der Mitte über die kleine Böschung raus aus dem Tümpel auf einen mehr oder weniger ausgefahren Weg. Nach kurzer Fahrt müssen wir aber doch nochmal in den Tümpel und die letzten 10 Meter durchs Wasser. Das schaffen wir aber dann doch ganz gut. Dann geht es erst mal weiter, auf sehr unebener Strasse aber ohne Zwischenfälle.

Sonnenuntergang am Fluss Manambolo, kurz vor Bekopaka
Kurz vor unserem Ziel,Bekopaka, müssen wir nochmal über eine Fluss, den Manambolo. Auch das geht wieder nur mit einer Fähre. Diesmal ist die Strecke aber nicht so lange. Es geht direkt vom Sandstrand über Eisenrampen zuerst durchs Wasser und dann aufs Boot. Das Übersetzen dauert nur ein paar Minuten. Beim Anlegen und rausfahren gibt es aber dann noch einen Zwischenfall. Der andere Geländewagen, bei dem der Vierradantrieb nicht funktioniert, bleibt auf der steilen Rampe im Sand hängen. Der kommt auch nicht mehr weiter und muss wieder von einem anderen Fahrzeug aus dem Sandloch gezogen werden, wo er sich eingegraben hat.
Nun ist es endlich soweit. Nach über einer Stunde Verspätung kommen wir im Hotel Orchidée du Bemaraha an. Es ist auch schon wieder fast halb sieben Abends.

Zimmer im Hotel Orchidée du Bemaraha
Wir beziehen unser Zimmer, gehen noch zum Essen und dann ist Schluss für heute.
Morgen stehen wir wieder früh auf. Um 6:30 startet unsere Tour.

Weiter geht es im Reisebericht, Besuch des Nationalpark Tsingy de Bemaraha mit den skurrilen Kalksteinfelsen

oder zurück zum vorherigen Artikel, Reisebericht, Fahrt, Miandrivazo an die Westküste von Madagaskar zum Nationalpark Kirindy Forest

Fahrt, Miandrivazo an die Westküste von Madagaskar zum Reservat Kirindy Forest

Die heutige Etappe unserer Rundreise durch Madagaskar führt uns zuerst von Miandrivazo nach Süden, vorbei an Malaimbandy und weiter nach Westen an die Küste zur Stadt Morondava, wo wir Mittagessen. Von dort fahren wir weiter nach Norden, vorbei an der Baobab Allee zum Kirindy Forest Reservat.

Hier noch ein Video von der Fahrt:

Unten im Bild der Pool vom Hotel Princesse Tsiribihina mit Blick auf die Landschaft am Fluss Mahajilo.

Pool vom Hotel Princesse Tsiribihina, Miandrivazo

Blick vom Frühstücksraum des Hotels auf die Ebenen am Fluss.

Ausblick Frühstücksraum Hotel Princesse Tsiribihina, Miandrivaz

Nach dem Frühstücken um ca. 7:30 Uhr im Hotel fahren wir weiter in den Westen von Madagaskar. Als erstes besuchen wir aber noch den Ort Miandrivazo und den Fluss Mahajilo. Am Fluss kann man auch kleine oder grössere, mehrtägige Kanufahrten machen.

Leute am Fluss Mahajilo, Ort Miandrivazo

Der Fluss Mahajilo wird für alles Mögliche genutzt, auch zum Abspülen des Geschirrs.

Frau beim Abspülen des Geschirrs, Fluss Mahajilo, Miandrivazo

Wie schon angesprochen gibt es die Möglichkeit von Miandrivazo aus mit einem Boot oder auch Einbaum (Piroge), Touren zu unternehmen. Dies können kleinere oder grössere Bootsfahrten sein. Der Fluss Mahajilo vereinigt sich einige Kilometer südlich von Miandrivazo mit dem Fluss Mania und fliesst dann weiter nach Westen und nennt sich später Tsiribihina. Von Miandrivazo bis zur Mündung in den Kanal von Moçambique bei Belo Sur Tsiribihina sind das so 170 Kilometer. Dafür braucht man 2-3 Tage, je nachdem ob man mit einem Motorboot fährt oder padelt. Unterwegs übernachtet man auf Sandbänken am Fluss in Zelten.

Einbaum Kanus, Fluss Mahajilo

Wer etwas mehr Zeit hat und die etwas unbequeme Art drei Tage, ohne Sonnenschutz in einem Einbaum zu padeln nicht scheut, erlebt natürlich die Natur im und am Fluss besonders hautnah und ohne Motorenlärm. Wer es etwas gemütlicher und schneller haben will nimmt das Motorboot.

Motorboot für Flussfahrt auf dem Mahajilo von Miandrivazo aus

Die Einheimischen nutzen den Einbaum noch ganz normal als Fortbewegungsmittel.

Einheimischer auf Einbaum Kanu, Madagaskar
Im Ort ist am Morgen wieder einiges los und wir laufen ein bisschen durch den Trubel.

Buntes Treiben mit vielen Einheimischen, Hauptstrasse von Miandrivazo

Miandrivazo ist ein relativ grosser Ort mit ca. 20.000 Einwohnern. Es gibt dort die verschiedensten Häuser zu sehen.

Typisch madagassisches Gebäude in MiandrivazoHaus mit Geschäft an der Hauptstrasse von Miandrivazo

An der Hauptstrasse von Miandrivazo gibt es praktisch jeden Tag eine Art von Markt und die Einheimischen bieten direkt vor den Häusern ihre Waren an.

Stand mit bunter Kleidung zum Verkauf, Miandrivazo Madagaskar

Die Leute von Miandrivazo mögen besonders bunte Kleidung, die es dort in verschiedenen Ständen zu kaufen gibt.

Strassenmarkt und typisches Gebäude in Miandrivazo Madagaskar

Dort werden auch Öfen zum Kochen und leere Wasserflaschen verkauft.

Stand mit Öfen zum Kochen für Holzkohle, Madagaskar

Viele Fahrrad Rikschas tun ihren Dienst im Ort.

Rikscha Fahrer und buntes Treiben auf der Hauptstrasse von Miandrivazo

Von Miandrivazo fahren wir zum Reservat von Kirindy Forest welches praktisch an der Westküste der Insel liegt. Die Fahrt dauert recht lang. Bis Morondava geht es noch, die Strasse ist meist recht gut. Wir brauchen von Miandrivazo nach Morondava ca 4,5 Stunden Fahrzeit.
In der Flussebene von Miandrivazo wird viel Reis angebaut.

Reisfelder in der Ebene auf dem Weg von Miandrivazo nach Morondava

Nach ein paar Kilometern Fahrt, südlich von Miandrivazo, kommen wir zum Fluss Mania (Tsiribihina), über den eine Brücke führt, die wir überqueren.

Fluss Mania (Tsiribihina) und Brücke für die Strasse nach Morondava

Wir überqueren die Brücke über den Fluss Mania (Tsiribihina)

Wir kommen an ein paar Flüssen vorbei aber sonst ist die Landschaft eher trocken. Schon fast eine Steppe. Nur in den Senken und an den Flüssen ist es grüner.

Wir fahren die Nationalstrasse RN34 bis kurz vor Malaimbandy und biegen dann nach Westen auf die RN35. Als Hauptverkehrsverbindung von der Hauptstadt Antananarivo in den Westen von Madagaskar, an die Küste, sind dort auch viele Taxi Bus unterwegs.
Wenn nicht alle Leute ins Auto rein passen steht halt noch einer hinten auf der Leiter.

Überfüllter Taxi Bus, Strasse von Miandrivazo nach Morondava

Die Hütten, an denen wir vorbei fahren, werden immer einfacher. Viele sind einfach aus Holz und Schilf gebaut.

Dorf, einfache Hütten aus Stroh und Holz, Madagaskar

Auf unserer Fahrt zur Westküste von Madagaskar überqueren wir einen weiteren Fluss, Sakena genannt.

Wir überqueren den Fluss Sakena, Strasse Miandrivazo nach Morondava

Dort werden gerade ein paar Zebus getränkt.

Zebus beim Trinken auf einer Sandbank im Fluss Sakena, Madagaskar

In der Nähe der Flüsse und in Nebentälern ist die Landschaft noch recht grün, durch die vielen Reisfelder die es dort gibt.

Ebene mit grünen Reisfeldern auf der Fahrt von Miandrivazo nach Morondava

Entfernt man sich von den Flüssen ist die Umgebung recht trocken, schon fast karg.

Trocken, karstige Landschaft im Tiefland vor Morondava, Madagaskar Westen

Wir halten unterwegs mal kurz, damit der Fahrer etwas verschnaufen kann und seinen Kaffee bekommt. An den kleinen Ständen an der Strasse kann man auch was essen aber wir sehen eher davon ab.

Essensstand an der Strasse, Madagaskar Westen

Wie fahren an vielen Häusern vorbei wo Reis getrocknet wird. Der liegt auf Folien auf der Erde aber oft auch auf der Strasse.

Reis trocknet auf Folien vor Häusern an der Strasse, Madagaskar

Vor Morondava kommen wir an immer mehr Baobab Bäumen vorbei.

Grosser Baobab an der Strasse nach Morondava

Die Baobabs stehen auch zwischen den Reisfeldern, die zur Küste hin wieder mehr werden.

Baobab zwischen Reisfeldern mit Wasser, Madagaskar Westen

Wir essen in Morondava mittag. Das Restaurant ist ganz gut an einem Zulauf zum Meer aber nicht ganz billig zumindest für madagassische Verhältnisse.
Wir können auf der Terrasse des Restaurants den Fischern bei ihrer Arbeit zusehen.

Zwei Fischer mit Netz beim Fischen im Fluss in Morondava

Anschliessend geht es durch Morondava hindurch nach Norden zum Hotel. Auch in der Küstenstadt ist einiges los.

Blaues Fahrrad Rikscha, in Morondava
Auf dem Weg dorthin geht es an vielen Baobabs vorbei. Kurz nach Morondava liegt die bekannte Baobab Allee. Wir halten kurz, laufen ein bisschen rum und machen Fotos.

Baobabs an der Baobab Allee von Morondava

Am Nachmittag ist es auf der Baobab Alee von Morondavon noch recht ruhig. Es sind kaum Touristen da und man kann auch ganz gut fotografieren.

Die Baobab Allee am Nachmittag, Madagaskar Baobab Allee Morondava, Madagaskar Einheimische in bunten Gewändern Baobab Allee Morondava

Der grosse touristische Andrang auf der Baobab Allee ist dann erst zu Sonnenuntergang. Da sind dann viele dutzend Urlauber unterwegs. Wir wollen uns das ein paar Tage später auch nochmal anschauen und sind dann live dabei.

Riesige Baobabs und zwei Einheimische auf der Baobab Allee

Anschließend geht es weiter auf der unbefestigten Strasse zum Hotel. Die Strasse ist teilweise recht schlecht und es ist praktisch ein Geländewagen nötig. Es sind auch so einige grosse Lastwagen unterwegs die vor allem Erdnüsse geladen haben.
Kurz vor dem Hotel gibt es noch einen riesigen, heiligen, Baobab zu bewundern. Er ist der grösste den es in der Gegend gibt.

Heiliger Baobab in der Nähe des Hotels, Relais du Kirindy

Riesiger heiliger Baobab, Nähe Hotels, Relais du Kirindy

Wir übernachten im Hotel Relais du Kirindy. Das Hotel liegt nur ein paar Kilometer vom Reservat entfernt. Es besteht aus einzelnen Bungalows/Hütten und bietet eine Pool. Für den Pool haben wir natürlich keine Zeit.

Wir beziehen unsere Hütte und haben ein paar Minuten Zeit uns aus zu ruhen. Es ist kaum jemand ausser uns im Hotel.
Im Bild unten die Terrasse unseres Holzbungalows mit Blick auf das Haupthaus und Restaurant.

Blick Terrasse Hotel, Relais du Kirindy
Am Abend machen wir noch eine kleine Nachtwanderung durch das Reservat Kirindy Forest. Wir sind so eineinhalb Stunden unterwegs auf der Suche nach nachtaktiven Lemuren. Wir sehen einen weit oben im Baum, aber eher nur den Schwanz. Sonst zeigt er sich nicht. Dann sehen wir einen weiteren, der sitzt aber auch in einer Astgabel relativ weit oben und ist schlecht zu sehen.
Zwischendrin sehen wir immer mal ein schlafendes Chamäleon.

Chamäleon, Nachtwanderung, Reservat Kirindy Forest

Wir wandern eine ganze Zeit weiter, kreuz und quer durch den dunklen Wald. Nun entdeckt unser Guide einen recht kleinen Lemur der nicht all zu weit entfernt auf einem Ast sitzt und uns mit grossen leuchtenden Augen anschaut. Wir können den ganz gut fotografieren.

Nachtaktiver Lemur, Nachtwanderung, Reservat Kirindy Forest

Dann geht es weiter. Zum Schluss sehen wir noch einen sehr kleinen Maus Lemur. Der sitzt auch etwas weiter auf dem Baum und ist schwierig zu fotografieren.

Nachtaktiver Maus Lemur, Nachtspaziergang, Kirindy Forest
Nach eineinhalb Stunden Nachtwanderung im Kirindy Forest laufen wir zurück zum Auto und fahren zum Hotel. Da sehen wir noch in der Ferne im Scheinwerferlicht eine der Katzen, Fossa genannt, ins Dickicht verschwinden.

Nach der Nachtwanderung gehen wir noch Essen. Wir sind die einzigen Gäste und werden sehr gut bedient. Essen ist wieder ein Menü.
Es gibt noch zwei Mojitos zum Abschluss des Tages. Dann geht es unter die Dusche und ins Bett. Am nächsten Tag müssen wir wieder sehr früh los. Wir sollten um 6 Uhr aufstehen.

Weiter geht es im Reisebericht, Besuch des Kirindy Forest Weiterfahrt über Belo Sur Tsiribihina nach Bekopaka

oder zurück zum vorherigen Artikel, Besuch der Stadt Antsirabe, Weiterfahrt nach Westen nach Miandrivazo

Rundfahrt nach Westen und über das Zentrum von Bali

Heute machen wir unseren ersten Ausflug mit dem deutschsprachigen Führer den wir über das Internet gebucht hatten.
Unsere Rundfahrt über den Westen und Zentrum von Bali geht zuerst zum Meerestempel Pura Tanah Lot, weiter über die Reisterrassen von Jati Luwih bis zum Tempel Pura Ulun Danu Bratan am Bratan See im nördlichen Zentrum von Bali.

Unser Guide ist sehr pünktlich am Hotel und es geht zuerst nach Westen, durch die Hauptstadt Denpasar hindurch, zum Meerestempel Tanah Lot. Dafür brauchen wir eine Stunde.
Dort ist recht viel los, viele Besucher aber vor allem auch Einheimische. Es ist Samstag und es beginnen scheinbar schon die Ferien auf der Insel. Der Eintritt kostet 30.000 Rp. pro Person und Parken 5000 wie auch auf den meisten anderen Parkplätzen.
Es ist gerade Flut und man kann nicht direkt zum Tempel, der steht ja auf einem Felsen im Wasser. Bei den relativ hohen Wellen ist das aber auch ein tolles Schauspiel und es bieten sich mit den Wellen ganz gute Fotomotive.

Tempel von Tanah Lot im Westen von Bali

Hier noch ein kleines Video von unserem Rundgang beim Tempel von Tanah Lot.

Bali Tempel Tanah Lot from Wanderjoe on Vimeo.

Im Anschluss geht es weiter nach Norden ins Zentrum von Bali hinauf zu den Reisterrassen von Jatiluwih oder auch auseinander Jati Luwih geschrieben. Dort befinden sich die grössten Reisterrassen auf Bali. Die Fahrt dorthin dauert auch einige Zeit.
Wir machen noch einen Zwischenstopp in einem Schmetterlingsgarten. Das ist ganz nett.

Es gibt jede Menge Schmetterling die in einem grossen Garten, der mit einem Netzt überspannt ist, umher fliegen.

Schmetterling in Bali Gelb schwarzer grosser Schmetterling, Bali Orange schwarzer Schmetterling, Schmetterlingshaus Bali
Es gibt auch eine Zuchtstation wo diese nachgezüchtet werden und eine Art Insektenmuseum mit allerhand anderen Insekten.

Grosse Stabheuschrecke, Schmetterlingshaus Bali
In einer Art künstlichen Höhle gibt es auch noch einige ziemlich grosse Käfer und Spinnen.

Grosser brauner Käfer im Schmetterlingshaus
Nach einer knappen Stunde Aufenthalt geht es weiter in Richtung Norden.
Auf dem Weg, einer kleine Nebenstrasse, gibt es auch einige nette Ecken mit schönen Reisterrassen.

Bali, Fahrt zu den Reisfeldern nach Jatiluwih from Wanderjoe on Vimeo.

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Die Reisterrassen bei “Jatiluwih” sind sehr schön aber es sind auch viele Touristen da. Kurz bevor man an eine Art Aussichtspunkt kommt muss man Eintritt bezahlen. Kostet 20.000 Rp. pro Person. Vom Aussichtspunkt aus hat man einen guten Überblick, aber wie gesagt sind dort recht viele Leute. Man kann dort auch ein wenig rum laufen.

Panorama Reisterrassen bei Jatiluwih

Reisterrassen mit Bauernhaus bei Jatiluwih, Bali

Es gibt ein kleines Schild wo ein paar Wanderwege aufgezeichnet sind. Dort ist dann schon deutlich weniger los.

Panorama Reisterrassen und Palmen bei Jatiluwih Bali
Video von den Reisfeldern von Jatiluwih

Bali, die Reisfelder von Jatiluwih from Wanderjoe on Vimeo.

Danach gehen wir noch was Essen. Es ist ein Buffet, man sitzt sehr gut auf der Terrasse mit schönen Blicken auf die Felder unter uns. Es ist etwas teuer. ca. 150.000 p.P. mit einer Kola.
Bei anderen Lokalen auf der Insel haben wir so zwischen 110.000 und 250.000 für zwei Personen mit zwei bis drei grösseren Bieren bezahlt. Dafür kann kann im Buffet so viel essen wie man will.

Reisterrassen und landwirtschaftliche Flächen in Bali
Nachdem wir uns gestärkt haben geht es noch zum letzten Punkt unserer heutigen Rundfahrt über den Westen und Zentrum von Bali, dem Wassertempel Pura Ulun Danu Bratan am Bratan See.

Hier ein Video von der Fahrt.

Bali, Fahrt von den Reisfeldern von Jatiluwih nach Bratan from Wanderjoe on Vimeo.

Der Tempel liegt auf einer kleinen Insel im See und ist wirklich einen Besuch wert. Eintritt kostet 30.000 Rp. pro Person. Es sind dort zwar auch wieder viele Leute beim Tempel, sowohl Touristen als auch viele Einheimische, aber der See, die umliegende Landschaft und der Tempel bieten sehr gute Fotomotive. Wir hatten noch Glück und die Wolken verzogen sich, sodass alles noch viel freundlicher aussah.

Wassertempel Pura Ulun Danu Bratan

Wassertempel in Bali Pura Ulun Danu Bratan

Wassertempel am Bratan See, Pura Ulun Danu Bratan

Fischerboote am Bratan See Bali

Hier noch ein Video

Bali, Bratan See und Wassertempel Pura Ulun Danu Bratan from Wanderjoe on Vimeo.

Nach dem Besuch des Tempels fahren wir wieder zum Hotel in Sanur wozu wir gute eineinhalb Stunden brauchen.

Hier ein Video von der Fahrt vom Bratan See nach Sanur.

Bali, Fahrt vom Bratan See nach Sanur from Wanderjoe on Vimeo.

Abends gehen wir zum Einkaufen, Geld tauschen 15.000 andere Wechsler bieten bis 15.200. War aber schon zu.
Auch dort geht es recht professionell zu.
Danach in ein Lokal auf der Strasse wo eine Liveband Salsa und Bachata spielt. Es sind einige Einheimische beim Tanzen da.
Wir essen was und trinken zwei Bier mit Sprite, kostet so ca. 250.000. Nicht ganz so billig wie andere Lokale aber dafür gibt es ja die Live Musik.

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